ganz netter vintage-amp (etwa 20Jahre alt); ca. 2x450W /4 Ohm ; Gehäuse 2HE (das war damals eine Sensation für diese Leistungsklasse); gabs auch als 3501 ohne VUs. Das Kühlkonzept ist imho ein Schwachpunkt: Kühltunnel für die Endtransistoren mit kleinem Billiglüfter liegt quer im Gehäuse; Trafos und Elkos liegen nicht im Luftstrom. Wenn der unverbastelt ist und die Elkos nicht ausgtrocknet sind für kleines Geld durchaus noch eine Überlegung wert.
Was willst du denn eigentlich genau wissen?
Beiträge von rockopa
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wenn du die Messung "Null gegen Phase" ? zwischen den gates von N und P-Kanal gemacht hast sind die 0.26V zu wenig und 2.4V etwas zu hoch.
Mess nochmal zwischen den gates und dreh mal an dem blauen Spindeltrimmer ob sich was ändert; merk die vorher die Einstellung.
Was hast du für eine Spannung zwischen den Source-Anschlüssen der Fets und Masse (Gehäuse)?
Die genannte Komparatorschaltung könnte evtl. für die Lüfterregelung sein oder ist die zweimal vorhanden?
Die Hitachis würde ich mal genauer auf Funktion prüfen; könnten relativ hochohmigen gateschluß haben. -
wenn du die Messung "Null gegen Phase" ? zwischen den gates von N und P-Kanal gemacht hast sind die 0.26V zu wenig und 2.4V etwas zu hoch.
Mess nochmal zwischen den gates und dreh mal an dem blauen Spindeltrimmer ob sich was ändert; merk die vorher die Einstellung.
Was hast du für eine Spannung zwischen den Source-Anschlüssen der Fets und Masse (Gehäuse)?
Die genannte Komparatorschaltung könnte evtl. für die Lüfterregelung sein oder ist die zweimal vorhanden?
Die Hitachis würde ich mal genauer auf Funktion prüfen; könnten relativ hochohmigen gateschluß haben. -
Die Aussteuerungsanzeige arbeitet bestimmt mit einem UAA180 oder IR2406; Eingangssignal wird mit Spitzenwertgleichrichtung gleichgerichtet und kaskadierten Komparatoren zugeführt, die für jede Stufe eine jeweils höhere Referenz haben. hohe DC am Eingang der Anzeige zeigt also Vollaussteuerung.
Was misst du an den Gatewiderständen der Fets (Seite mit den ausgelöteten Fets)? gegen Masse und dazwischen (N-P). Wie hast du die Hitachis denn geprüft? Wenn du in Schaltungstechnik nicht bewandert bist, und keine Reparaturerfahrung hast bleibt nur die Möglichkeit alle verdächtigen Bauteile (Halbleiter, niederohmige Widerstände) systematisch zu prüfen. -
Die Aussteuerungsanzeige arbeitet bestimmt mit einem UAA180 oder IR2406; Eingangssignal wird mit Spitzenwertgleichrichtung gleichgerichtet und kaskadierten Komparatoren zugeführt, die für jede Stufe eine jeweils höhere Referenz haben. hohe DC am Eingang der Anzeige zeigt also Vollaussteuerung.
Was misst du an den Gatewiderständen der Fets (Seite mit den ausgelöteten Fets)? gegen Masse und dazwischen (N-P). Wie hast du die Hitachis denn geprüft? Wenn du in Schaltungstechnik nicht bewandert bist, und keine Reparaturerfahrung hast bleibt nur die Möglichkeit alle verdächtigen Bauteile (Halbleiter, niederohmige Widerstände) systematisch zu prüfen. -
Bässe: EVM15L
Horn: SSH820
Treiber: SSD3300 oder SSD3301 (2") je nach Baujahr -
Hi Sven,
welches Schaltungskonzept hast du beim Netzteil realisiert?
Halb/Vollbrücke, PWM/phase shift, geregelt/ungeregelt?
Welchen high-side driver und welchen Kern setzt du ein? -
[quote="hörnix"]
leider bleibt das alles noch solange theoretisch, bis ich mich auf ein * mit den mods im netzteil bin ich ziemlich hin-und hergerissen. z.b. der tnt-typ findet dioden-bypass vodoo, und du, rockopa, alle anderen (seine) tricks...
was stimmt denn nu?Bei Störfestigkeitsoptimierungen geht man im ersten Ansatz von Erfahrungswerten aus; ein genaues Ersatzschaltbild der tatsächlichen Verhältnisse lässt sich eh nicht aufstellen, da man Koppelkapazitäten und parasitäre Induktivitäten nicht kennt.
Probier halt die Vorschläge von tnt aus; erlaubt ist was Verbesserung bringt :wink: Die paar Kondensatoren kosten nicht viel.
Elkos würde ich auch erstmal nicht tauschen; Netzfilter und Siebung in der Kleinsignalversorgung wie vom DJJerolm beschrieben erscheint mir derzeit am ehesten zielführend.
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[quote="hörnix"]
leider bleibt das alles noch solange theoretisch, bis ich mich auf ein * mit den mods im netzteil bin ich ziemlich hin-und hergerissen. z.b. der tnt-typ findet dioden-bypass vodoo, und du, rockopa, alle anderen (seine) tricks...
was stimmt denn nu?Bei Störfestigkeitsoptimierungen geht man im ersten Ansatz von Erfahrungswerten aus; ein genaues Ersatzschaltbild der tatsächlichen Verhältnisse lässt sich eh nicht aufstellen, da man Koppelkapazitäten und parasitäre Induktivitäten nicht kennt.
Probier halt die Vorschläge von tnt aus; erlaubt ist was Verbesserung bringt :wink: Die paar Kondensatoren kosten nicht viel.
Elkos würde ich auch erstmal nicht tauschen; Netzfilter und Siebung in der Kleinsignalversorgung wie vom DJJerolm beschrieben erscheint mir derzeit am ehesten zielführend.
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Du hast ja schon eine menge plausibler Vorschläge bekommen; da der amp , wenn ich mich recht erinnere, auch ohne angeschlossenes Eingangskabel knackst, würde ich doch mal mit dem Netzfilter anfangen. Ein Schaltbild findest du auf dem Filter vom link; mir wär der zu teuer, kannste aber natürlich ausprobieren. Im ersten Schritt würde ich sonst statt dem fertigen Filter mal 220n zwischen L und N hängen und jeweils 4.7nF zwischen PE und N und L und PE. Endstörkondensatoren für Netzbetrieb mit VDE-Prüfzeichen
Die stromkompensierte Drossel fehlt dann noch, daher noch keine optimale Wirksamkeit, aber für einen ersten billigen Schnelltest sollte es reichen.
Die C10 am Gleichrichter kannste mal mit 100nF Keramik versuchen; über den restlichen tnt-Voodoo könnte man philpsophieren :wink:
Die beschriebenen Modifikationen an der Kleinsignalversorgung (Spannungsregler) sind sicher auch angebracht. Die Stabilität gegen Spannungsschwankungen/HF-Eigenschaften der Stromquelle durch Parallel-C (Keramik oder kleiner Tantal) zu CR100 zu verbessern ist sicher nicht verkehrt, würde ich aber erst später machen. CR100 müsste eine Leuchtdiode sein, daher leicht zu finden auf der Platine.
Der Frequenzgang in den Tiefen ist ok, wurde ja schon gesagt; der Abfall sieht nur wegen dem Maßstab so spektakulär aus.
Das Datum auf dem Schaltplan 1992 irritert mich, hätte das Konzept knappe 10 Jahre älter eingestuft; heute stellt man sich einen hifitauglichen high-end Verstärker doch etwas anders vor: völlig symmetrischer Aufbau, hochstromfähige Ausgangsstufe mit großer Bandbreite, geringe Gegenkopplung... -
Du hast ja schon eine menge plausibler Vorschläge bekommen; da der amp , wenn ich mich recht erinnere, auch ohne angeschlossenes Eingangskabel knackst, würde ich doch mal mit dem Netzfilter anfangen. Ein Schaltbild findest du auf dem Filter vom link; mir wär der zu teuer, kannste aber natürlich ausprobieren. Im ersten Schritt würde ich sonst statt dem fertigen Filter mal 220n zwischen L und N hängen und jeweils 4.7nF zwischen PE und N und L und PE. Endstörkondensatoren für Netzbetrieb mit VDE-Prüfzeichen
Die stromkompensierte Drossel fehlt dann noch, daher noch keine optimale Wirksamkeit, aber für einen ersten billigen Schnelltest sollte es reichen.
Die C10 am Gleichrichter kannste mal mit 100nF Keramik versuchen; über den restlichen tnt-Voodoo könnte man philpsophieren :wink:
Die beschriebenen Modifikationen an der Kleinsignalversorgung (Spannungsregler) sind sicher auch angebracht. Die Stabilität gegen Spannungsschwankungen/HF-Eigenschaften der Stromquelle durch Parallel-C (Keramik oder kleiner Tantal) zu CR100 zu verbessern ist sicher nicht verkehrt, würde ich aber erst später machen. CR100 müsste eine Leuchtdiode sein, daher leicht zu finden auf der Platine.
Der Frequenzgang in den Tiefen ist ok, wurde ja schon gesagt; der Abfall sieht nur wegen dem Maßstab so spektakulär aus.
Das Datum auf dem Schaltplan 1992 irritert mich, hätte das Konzept knappe 10 Jahre älter eingestuft; heute stellt man sich einen hifitauglichen high-end Verstärker doch etwas anders vor: völlig symmetrischer Aufbau, hochstromfähige Ausgangsstufe mit großer Bandbreite, geringe Gegenkopplung... -
Der Netzfilter muß natürlich nur HF dämpfen; hat bei Geräten die Aufgabe den HF-Dreck den z.B. ein SMPS oder ein DC-Motor erzeugt gegenüber dem Netz zu dämpfen (kommt ja bei dir nicht in Frage) und spikes aus dem Netz abzumildern (das ist für dich wichtig).
Probier also mal eins aus.
C1 kannst du auch mal vergrößern; bis einige 100nF; muß aber ein X2 Kondensator sein mit VDE-Prüfzeichen
sonst Brandgefahr.
Zwischen L und PE und zwischen N und PE kannst du mal Kondensatoren hängen ca. 4.7nF; müssen Y-Kondensatoren mit VDE-Prüfzeichen sein
Über die Elkos und die Gleichrichterdioden kannst du testweise mal KeramiK Cs hängen so 100n/mind.200V; Folien C hat schlechte HF-Eigenschaften. -
Der Netzfilter muß natürlich nur HF dämpfen; hat bei Geräten die Aufgabe den HF-Dreck den z.B. ein SMPS oder ein DC-Motor erzeugt gegenüber dem Netz zu dämpfen (kommt ja bei dir nicht in Frage) und spikes aus dem Netz abzumildern (das ist für dich wichtig).
Probier also mal eins aus.
C1 kannst du auch mal vergrößern; bis einige 100nF; muß aber ein X2 Kondensator sein mit VDE-Prüfzeichen
sonst Brandgefahr.
Zwischen L und PE und zwischen N und PE kannst du mal Kondensatoren hängen ca. 4.7nF; müssen Y-Kondensatoren mit VDE-Prüfzeichen sein
Über die Elkos und die Gleichrichterdioden kannst du testweise mal KeramiK Cs hängen so 100n/mind.200V; Folien C hat schlechte HF-Eigenschaften. -
ja ausser dem C1 hab ich auch nichts gesehen; üblich sind z.B. LC-filter am Netzanschluß; Überbrückung aller Gleichrichterdioden mit Keramic-Cs etc... Mess den amp doch mal mit Belastung ob der dann bei tiefen Frequenzen stärker einbricht; optimal wäre es wenn du dabei mit einem Oszi den ripple an den Elkos messen könntest. Gute Netzteilelkos halten sehr lange wenn die im Betrieb nicht sehr erhitzt werden; hatte neulich einen knapp 30 Jahre alten Marantz Receiver repariert, da waren die Elkos noch topfit.
Die abgelagerten Elkos sollten formiert werden; einfach über Widerstände (vielleicht so 470R-1k Draht R) zur Strombegrenzung zusätzlich an den amp ranhängen ;sehr vorsichtig danach mit Widerstand wieder entladen; diese low ESR Elkos erzeugen gigantische Kurzschlußströme
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ja ausser dem C1 hab ich auch nichts gesehen; üblich sind z.B. LC-filter am Netzanschluß; Überbrückung aller Gleichrichterdioden mit Keramic-Cs etc... Mess den amp doch mal mit Belastung ob der dann bei tiefen Frequenzen stärker einbricht; optimal wäre es wenn du dabei mit einem Oszi den ripple an den Elkos messen könntest. Gute Netzteilelkos halten sehr lange wenn die im Betrieb nicht sehr erhitzt werden; hatte neulich einen knapp 30 Jahre alten Marantz Receiver repariert, da waren die Elkos noch topfit.
Die abgelagerten Elkos sollten formiert werden; einfach über Widerstände (vielleicht so 470R-1k Draht R) zur Strombegrenzung zusätzlich an den amp ranhängen ;sehr vorsichtig danach mit Widerstand wieder entladen; diese low ESR Elkos erzeugen gigantische Kurzschlußströme
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Wenn der amp nicht geclippt hat bei der Messung und dein Multimeter richtig anzeigt ist der Abfall bei Messung ohne Lastwiderstand echt nicht nennenswert.
Ohne Oszilloskop kannst du in dem amp aber nix aussagekräftiges messen.
Soweit ich gesehen habe sind da überhaupt keine Maßnahmen in dem amp drin um den EMV-fest sprich störfest zu machen; ist halt eine uralte Kiste, da gabs sowas wie CE noch nicht.
Netzfilter würde ich halt mal einfach ausprobieren um leitungsgebundene Störungen, die vom Netz kommen sollten, abzuschwächen. Im Elektronikladen kaufen oder aus einem Gerät (Waschmaschine, Monitor etc) vom Sperrmüll ausbauen. Ist halt nix angepasstes und soll ja nur ein qualitativer Test sein ob sich was bessert. Ob sich größerer Einsatz an Zeit und Geld für deine alte Kiste lohnt kannst wohl nur du für dich selbst entscheiden... -
Wenn der amp nicht geclippt hat bei der Messung und dein Multimeter richtig anzeigt ist der Abfall bei Messung ohne Lastwiderstand echt nicht nennenswert.
Ohne Oszilloskop kannst du in dem amp aber nix aussagekräftiges messen.
Soweit ich gesehen habe sind da überhaupt keine Maßnahmen in dem amp drin um den EMV-fest sprich störfest zu machen; ist halt eine uralte Kiste, da gabs sowas wie CE noch nicht.
Netzfilter würde ich halt mal einfach ausprobieren um leitungsgebundene Störungen, die vom Netz kommen sollten, abzuschwächen. Im Elektronikladen kaufen oder aus einem Gerät (Waschmaschine, Monitor etc) vom Sperrmüll ausbauen. Ist halt nix angepasstes und soll ja nur ein qualitativer Test sein ob sich was bessert. Ob sich größerer Einsatz an Zeit und Geld für deine alte Kiste lohnt kannst wohl nur du für dich selbst entscheiden... -
Also wenn die immer knackst auch wenn garnichts angeschlossen ist hab ich so recht keine Idee, da müsste man mal etwas aufwendiger messen und die Stromversorgung im amp checken; Testweise würde ich einfach mal einen Netzfilter vorschalten; kann ja ein ausgeschlachteter sein aus z.B. einer Mikrowelle Waschmaschine oder einem Monitor etc; die sind natürlich auf das Störspektum der jeweiligen Geräte optimiert, aber so zum Vergleichstest ist das ok.
Ideal wäre natürlich ein Lastwiderstand, zur Not die Boxen dranlassen obwohl die ja keine konstante Impedanz haben und mit kleinem Pegel fahren. 2.83Veff entspricht ja 1 W an 8 Ohm. Dann Vergleichsmessung mit Hifi-Verstärker machen (Klangregelung und Loudness aus!)
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Also wenn die immer knackst auch wenn garnichts angeschlossen ist hab ich so recht keine Idee, da müsste man mal etwas aufwendiger messen und die Stromversorgung im amp checken; Testweise würde ich einfach mal einen Netzfilter vorschalten; kann ja ein ausgeschlachteter sein aus z.B. einer Mikrowelle Waschmaschine oder einem Monitor etc; die sind natürlich auf das Störspektum der jeweiligen Geräte optimiert, aber so zum Vergleichstest ist das ok.
Ideal wäre natürlich ein Lastwiderstand, zur Not die Boxen dranlassen obwohl die ja keine konstante Impedanz haben und mit kleinem Pegel fahren. 2.83Veff entspricht ja 1 W an 8 Ohm. Dann Vergleichsmessung mit Hifi-Verstärker machen (Klangregelung und Loudness aus!)
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Die Endstufe hat symmetrische Eingänge; wie hast du das mit deinem Hifi-Zeugs verbunden? Müsste man ja unsysmmetrisch schalten; z.B. Pin 1 mit 2 verbinden. Wie steht der Ground-lift?
Ob die Bass-Wiedergabe unzureichend ist würde ich erstmal durch Messung verifizieren; notfalls eben nur mit ner Test CD und einem AC-Voltmeter; so ca. im Bereich 40-400Hz zeigen auch die Billigteile halbwegs brauchbar an wenns ein Sinus ist. Evtl. Vergleichsmessung mit subjektiv bassgewaltigem amp machen.