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Beiträge von Mix4Munich

  • Und was habt IHR so an Fasching angestellt?

    • Mix4Munich
    • 26. Februar 2008 um 15:55
    Zitat von "ton-thorsten"

    hallo,
    was bitte soll denn dieser thread????
    beweihräucherung ...... auflistung ...


    Wo ist Dein Problem? Wenn Du den Beitrag nicht magst, dann ignorier' ihn halt. Den anderen hat es immerhin so gut gefallen, dass sie ihre eigenen Anekdoten dazugeschrieben haben. Mehr ist es es m.E. nicht - eine kleine Sammlung, was einem bei den doch sehr speziellen Karnevalsaufträgen passieren kann: Samba bis zum Erbrechen, schräge Vögel auf der Bühne, Change-Over in nullkommanix, Künstler ohne technisches Verständnis will nicht bestelltes Material nutzen, Strom aus überforderten Aggregaten. Die normale Härte halt, komprimiert auf ein paar Tage - man kann in dem Bereich auch was erleben, was nicht mit technischen Problemen zu tun hat.

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure neusten Errungenschaften

    • Mix4Munich
    • 23. Februar 2008 um 18:22

    Heute ganz frisch eingeschwenkt:
    - 5 Mikrofonkabel, Klotz M2 à 10m
    - 1 Mikro Sennheiser 905, für Snare und andere Percussion
    - 1 Mikro Sennheiser 906, ein weiteres von meinen geliebten Gitarren- und Bassmikros
    - 3 Mikro Beyerdynamic Opus 66, kleine Mikros für Toms

    Und so für mich zum Spass einen neuen Bass, den Ibanez BTB 5-Saiter in Walnuss (der 6-Saiter war mir für lange Gigs zu schwer und auch nicht so komfortabel zu spielen für meine kurzen Fingerchen ...) incl. Gurt und Gigbag - goiles Teil!

    Viele Grüße
    Jo

  • Welche Magazine habt ihr Abonniert oder Kauf ihr ab und an?

    • Mix4Munich
    • 11. Februar 2008 um 13:32

    Prosound (hin und wieder)
    Soundcheck (so ca. jede zweite Ausgabe)
    Tools 4 Music (in der Vergangenheit nur selten, aber nun mit Abo)
    Produktion Partner (hin und wieder)

    Soviel von mir. Schade, dass man in der Abstimmung keine Stimme für mehrere Magazine gleichzeitig vergeben kann.

    Viele Grüße
    Jo

  • Test zum Sound von Kabeln

    • Mix4Munich
    • 11. Februar 2008 um 13:28

    Naja, das was wir an alten Soundprozessoren so schätzen, ihr Sound, insbesondere der vielgepriesene "Röhrensound", wird durch technisch unerwünschte Artefakte, nämlich Obertöne, sprich Verzerrungen, erreicht.

    Ob das allerdings auch auf Kabel so zutrifft, bezweifle ich. Die sollen einfach nur sauber und klar übertragen. Tun die meisten aber nicht, bzw. nur mit Einschränkungen. Daher wird ein Signal prinzipiell auch durch Kabel beeinflusst. Und da mag es Kabel geben, die den Sound weniger stark oder weniger merklich beeinflussen (habe den Bericht in der tools4music noch nicht gelesen, aber schon mal das Heft bestellt).

    Viele Grüße
    Jo

  • Und was habt IHR so an Fasching angestellt?

    • Mix4Munich
    • 10. Februar 2008 um 03:31

    Importeur, Distributor - schlagt mich, ich weiss es einfach nicht mehr genau. Jedenfalls haben sie früher im großen Stil BELL vertickt und nutzen auch jetzt noch jede Menge davon.

    Viele Grüße
    Jo

  • Und was habt IHR so an Fasching angestellt?

    • Mix4Munich
    • 9. Februar 2008 um 12:21

    Ja, ich habe jetzt schon ein paarmal für die Jungs gearbeitet, und als ehemaliger BELL-Importeur haben die jede Menge von dem "Holz" (hehe) rumstehen. Die Front waren m.w. VPS 700 im Bass und VPS 300 als Tops, und die Delays waren V2 oder V4, die sind ja nahezu identisch und unterscheiden sich nur in der Beschaltung der Speakon-Buchsen.

    Das Amping bestand aus schon gut abgehangenen BELL-Amps. Habs nicht mehr genau im Kopf, gab es da Stufen mit der Bezeichnung 8024 und 9024?

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure neusten Errungenschaften

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 22:38

    Dem habe ich meine Seele doch schon lange vermacht - für ein paar funktionierende Öhrchen und die Fähigkeit, einen Soundcheck in fünf Minuten durchzuziehen, wenn es sein muss. Dafür muss ich in der Hölle dann einen ewigen Soundcheck ertragen: "won-tu-won-to-tscheck-tscheck!" bis zum Abwinken!

    :grin:

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure sinnlosesten PA-Angewohnheiten

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 22:35
    Zitat von "MRspeaker"

    ... alle Stecker selbst in den Cases alles Neutrik.... kaum fusch... überall Rackblenden und übelst dimensionierte Spezialkabel und Harting Standartisierungen...
    Manchmal halte ich das selber schon für sinnlos und frage mich.. warum so viel Kohle sinnlos verpulvern wo man früher noch Ergeizig rumgestöpselt hatte....

    Ich stehe ebenfalls kurz vor diesem Stadium - derzeit kaufe ich teure Klotz-Kabel und Neutrik-Stecker wie ein Blöder, und das nächste MultiCore hat definitiv Hartings statt einzelner XLRs. Und die Effekt-Racks dann auch endlich!

    Mein derzeitiger PA-Spleen ist es, bei allen Restaurants, Kneipen, McD's & BK's auf das Schild mit den Öffnungszeiten zu gucken ("Krieg ich hier morgens um vier auf dem Heimweg noch was zu spachteln?")

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure neusten Errungenschaften

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 22:22

    Kabel:
    - das bereits diskutierte Klotz Funkmaster für den Bass
    - das Klotz "La Grange" für die Gitarre
    - zwei Mikrofonkabel Klotz M5, je 3m
    - vier Klotz Patchkabel mini_link à 1,5m

    Zusammen 140,- Öcken! Teufel auch ...

    Viele Grüße
    Jo

  • Powerline - Internet durch die Steckdose?

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 22:19

    Das hier (http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?t=51661) war auch mit den Powerline-Teilen - den langsamen allerdings. Das lief auch wirklich exzellent, als es erstmal eingerichtet war und wir die Steckdosen gefunden hatten, die auf einer Phase lagen. War auch ein extrem altes Gemäuer in Frankreich ...

    Viele Grüße
    Jo

  • Test zum Sound von Kabeln

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 22:11

    Interessanter Effekt: Ich habe mir nun auch das Klotz "La Grange" Kabel gekauft und wollte das in den Vergleich mit aufnehmen. Also Amp angeschmissen, den Bass umgehängt. ABER: Ich bin etwas übernächtigt und verschnupft, habe zuwenig getrunken heute (wir reden von Wasser!), und der Schädel brummt ein wenig. Ich höre NIX mehr, es sind für mich keine Unterschiede zwischen den Kabeln mehr auszumachen!

    Also vielleicht am Wochenende, wenn der Kopf frei ist und ich ausgeschlafen bin ...

    Viele Grüße
    Jo

  • For guitarplayers *only*

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 21:53

    Update - habe die Seite um ein paar Links zu Videos von einem Burschen namens Carlos Vamos erweitert (siehe rechts oben auf http://www.mix4munich.de/too-technical.htm) - ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn er die Maccaferri Gitarre mit einem Floyd Rose bestückt. Dem Burschen graust's vor gar nix! Aber spielen kann er, meine Herren!

    Viele Grüße
    Jo

  • Und was habt IHR so an Fasching angestellt?

    • Mix4Munich
    • 7. Februar 2008 um 14:38

    Der Thread-Titel sagt eigentlich alles: Was habt Ihr an Fasching angestellt? Also hingestellt. Und zum Beschallen benutzt. Is' klar.

    Ich hatte am Samstag einen Job als angeheuerter Tontechniker bei einer Faschingsveranstaltung in einem noblen Münchener Hotel. Die Veranstaltung ging von 21:00 bis kurz vor 5:00 Uhr morgens und lief unter dem Motto "Karneval in Rio". Das Programm bestand aus zwei sich abwechselnden Samba-Bands. Kaum andere Programmpunkte (ausser Einmarsch der Prinzengarde und einer Tombola, verteilt über acht Stunden). Mit Soundcheck und einer kurzen Showprobe habe ich locker zehn Stunden Samba abbekommen. Was soll ich sagen - ich kann's nicht mehr hören! Wobei die eine der beiden Truppen richtig gut war - guckst Du http://www.terra-brazil.de/

    Die andere Truppe war laut meinem Auftraggeber vor allem billig zu haben. Das war dann auch an Sound und Auftreten zu merken. Während Terra Brazil ausser Samba auch eine Menge artverwandte und abwechslungsreiche Kost auf höchstem Niveau lieferten (mal einen Funk, mal einen Reggea) und vor allem auch mit dem Publikum kommunizierten, hat die andere Truppe einfach nur Samba an Samba gereiht. Anscheinend ist es beim Samba-Karneval üblich, die Songs übergangslos aneinanderzuhängen. Da hört sich dann ein Set von 45 Minuten an, als ob die immer den gleichen Song spielen. Für den Nicht-Samba-Kenner ist das irgendwann öde. Vor allem haben die irgendwann nur ihr eigenes Ding abgezogen und sich einen Sch... um das Publikum gekümmert. Gut kam bei denen vor allem die Tanzshow an - hübsche exotische Tanzmäuse, leicht bekleidet, und ein paar knackige Jungs - das gefiel dem Publikum (ja, nee, is' klar)

    Ein paar Takte zur eingesetzten Technik:

      Pro Seite vier Bässe und zwei Tops aus der BELL VPS-Serie - reichlich überdimensioniert, wir haben das bei weitem nicht ausgefahren
      Zwei kleine BELL-Tops als Delay-Line
      Monitoring ebenfalls von BELL, acht Coaxialsysteme
      Amping ebenfalls von BELL, Controller von dbx
      Großes Yamaha-Pult, 32 Kanäle, gute EQs, nur vier AUX (ging aber)
      dazu ein kleines Mackie für die CD-Player und zwei der drei Handfunken (das waren die Systeme für die Ansagen)
      FX von Lexicon (MPX-1) und TC (D-two, klar)
      Dynamics von dbx und ein Gate, das ich vergessen habe - da wir keine ausreichend langen Inserts eingepackt bekommen hatten, lagen die Dynamics eh brach
      EQs von BSS, die 966er - sehr nett
      Mics kamen von Sennheiser (drei Handfunken), Shure (diverse SM57 und 58 und eine Grenzfläche für die BD), ganz viele AKG C-1000
      ausserdem CD-Player, Intercom, das übliche halt
      Licht (12 PAR64, Hazer und Steuerung) - da haben wir fast nix mitgebracht, weil das Hotel im großen Saal eh schon mit 36 Wackellampen ausgestattet ist

    Montag dann Kontrastprogramm - Rock'n'Roll-Band und DJ im Wechsel, um Welten bessere Stimmung und (für meinen Geschmack) coolere Musik. Getanzt wurde da auch sehr viel, eigentlich sogar noch viel mehr, das Publikum ging wesentlich besser mit! Winzige PA, noch kleinere Lichtanlage, aber guter Sound in dem kleinen Rahmen! Und eine Band, die einfach nur Spass macht!

    Und was habt Ihr so getrieben?

    Viele Grüße
    Jo

  • mikro für bd und snare

    • Mix4Munich
    • 26. Januar 2008 um 10:56

    ... okay, ich hätte besser geschrieben "schiebt schön in den Tiefen, wenn die PA das hergibt, und hat genügend Höhen...".

    Damit wollte ich sagen, das Mikro macht es dem Tech einfach, einen guten Sound hinzukriegen, man muss nicht dagegen anmischen. Und es ist ausreichend flexibel, um heute Rock/Pop, morgen Metal und (zur Not) übermorgen Jazz damit zu mischen. Wobei, im letztere Fall muss man schon ein wenig am EQ verbiegen, der "eingebaute" Sound geht in die Richtung Rock/Pop - mit dem typischen Bassboost, dem Cut in den Mitten und einer Höhenanhebung.

    Muss ich eine Band über ein Pärchen 12/2er oder 15/2er auf Hochständern übertragen, werde ich den Teufel tun und diesen armen Böxchen eine schiebende BD abverlangen. Ich hatte gedacht, das wäre in diesem Forum klar.

    Ich arbeite seit ein paar Jahren mit dem N/D 868, und es gab weder bei mir noch bei fremden Techs irgendwelche Probleme damit. Daher der Tip.

    Viele Grüße
    Jo

  • mikro für bd und snare

    • Mix4Munich
    • 25. Januar 2008 um 15:46

    Mein Tip für die BD: Das Electro Voice N/D 868 - schiebt schön in den Tiefen und hat genügend Höhen, um die BD leicht im Mix zu orten. Für die Snare würde ich mal ein Sennheiser 905 oder 904 antesten.

    Oder wenn Du bei den Klassikern bleiben willst: SM57 an der Snare, AKG D112 an der Bassdrum. Geht auch ganz gut, und keiner beschwert sich. Aber technisch besser sind die Lösungen wie oben vorgeschlagen (auch in den vorhergehenden Beiträgen).

    Viele Grüße
    Jo

  • Leidensbericht eines Party-PA'lers

    • Mix4Munich
    • 18. Januar 2008 um 12:25

    Einfach nochmal nach oben geholt ... zu wichtig, um "abzutauchen"

    Viele Grüße
    Jo

  • Test zum Sound von Kabeln

    • Mix4Munich
    • 17. Januar 2008 um 14:41

    Vielleicht hätte ich das eher "Erfahrungsbericht" als "Testbericht" nennen sollen. Gegen Ende meiner Schreibe habe ich ja schon auf gewisse Schwächen im Ansatz aufmerksam gemacht.

    Ergebnisse in Form von Aufnahmen: Schwierig m.E. und mit extrem viel Aufwand verbunden. Mein Test hat keine Stunde gedauert. Das ganze dann auch noch mitzuschneiden, in mundgerechte Häppchen zu zerteilen, als MP3s umzuwandeln und irgendwo hochzuladen - nein, danke, das würde mindestens nochmal doppelt solange dauern und ist mir einfach zuviel. Zumal auch die Aufnahmen vollkommen angreifbar wären: "Du hast anders gespielt!" z.B. oder "Du hast bestimmt andere EQ-Settings benutzt!" (die EQs blieben die ganze Zeit über ungenutzt, einfach alles in Neutralstellung).

    Der Name "FunkMaster" stammt von Klotz. Etwaige Beschwerden hierzu bitte an die dortige Marketingabteilung oder direkt an T.M. Stevens richten.

    Und knappe 30 EUR, das waren mal DM 55,- - für ein Kabel finde ich das einfach teuflisch viel Geld. Okay, wir sind hier noch lange nicht in der esoterisch bepreisten Abteilung à la Vovox oder MonsterCable, wo man für 6m Instrumentenkabel locker EUR 100,- auf den Tisch des Hauses legt. Im Falle Vovox habe ich allerdings auch schon mal einer Demo beigewohnt, und die Unterschiede zu einem "normalen" Kabel waren deutlich zu hören. Darauf will ich hier aber nicht eingehen, da es zu schnell als Voodoo abgetan wird. Interessanterweise genau von denjenigen, die an so einem Vergleich noch nicht teilgenommen haben.

    Viele Grüße
    Jo

  • Test zum Sound von Kabeln

    • Mix4Munich
    • 16. Januar 2008 um 15:20

    Aloha, Forum!

    Ich habe mir letztes Wochenende mal was Gutes tun wollen und mir ein echt nobles Kabel gegönnt - 9m Klotz "FunkMaster" für rund 27,- oder 28,- Öcken. Das ist das Signature-Kabel von T.M. Stevens. Mein bislang teuerstes Gitarren- bzw. Basskabel. Heute musste es dran glauben und sich einem gnadenlosen Vergleichstest zu meinen bisherigen Kabeln unterziehen.


    Die Kombattanten:
    ------------------------------

    - 9m Klotz "FunkMaster" (ca. 27,- EUR)
    - 6m Klotz, günstigere Serie ohne Namen, ich nenne es mal das "Standardkabel" (ca. 13,- EUR)
    - 3m Hausmarken-Kabel, Grabbeltischware (ca. 2,- EUR)


    Das Testequipment:
    --------------------------------

    - mein kleiner Warwick Blue Cab 20 Combo (der große steht im Proberaum)

    - ein Bass namens "Bass Collection" von einer Firma namens Marina - ein billiger Viersaiter aus der Mitte der 80er; passive PJ-Bestückung, Regler für Vol, Balance, zweimal passive Höhenblende - eine billige Kopie der damaligen Nobelbässe wie Spector u.ä. Mit denen hat er aber nur ansatzweise die Optik gemein. Durch den dünnen Hals lässt er sich aber nicht schlecht bespielen. Der Klang ist mittig, etwas dünn und im Vergleich zu den anderen beiden Bässen etwas "pappig" - einfach weniger Substanz im Sound

    - mein Hauptbass, der Harley Benton HBB 5000, ein aktiver Fünfsaiter vom großen T. Meiner Meinung war dieser Kauf nach ein echter Glücksgriff. Die billigen Werkssaiten habe ich durch Elixiers ersetzt und die Mechaniken gegen welche von Warwick ausgetauscht. Was soll ich sagen? Er klingt sehr gut für den Preis von EUR 325,-. Leider wird er nicht mehr gebaut. An diesem Instrument kann man sehen, wie sich innerhalb von 20 Jahren die Instrumentenbaukunst im Günstigsektor entwickelt hat. Der Marina ist im Prinzip etwas teurer gewesen (im Kaufkraftvergleich sogar deutlich teurer). Aber er kann dem HBB 5000 nicht im mindesten das Wasser reichen, in keiner Disziplin. Der HBB 5000 ist mit Reglern für Vol, Balance und einer aktiven Zweibandklangregelung ausgestattet. Der Sound hat ein wenig von allem und lässt sich mit den Fingern gut formen, die Klangregelung nutze ich so gut wie nie. Ich spiele und spielte mit diesem guten Stück schon Jazz, Prog und Hardrock - no problem, geht einwandfrei damit.

    - ein edler Siebensaiter von HK, einer Marke des HeKe-Vertriebes; die Leutchen bieten auf ebay günstige Gitarren und sehr viel edlere Bässe an. Ich hatte das Glück, diesen Bass an Ostern 2007 für einen günstigen Preis zu "schiessen" - ich habe ihn gestimmt wie eine siebensaitige Gitarre H E A D G H E ("echte" Bassisten hätten die beiden hohen Saiten jeweils einen halbton höher gestimmt, damit sie überall einen Quart-Intervall haben - als langjähriger Gitarrist bin ich aber etwas anders gestrickt). Der Bass hat Regler für Vol und Balance sowie einen aktiven Dreiband-EQ, der m.E. einen viel zu grossen Regelbereich hat. Soll heissen, man kann sich den Sound echt ruinieren. Ein MM StingRay beispielsweise hat eine dezentere Klangregelung, mit der man den Sound nicht kaputt machen kann. Daher benutze ich den EQ eigentlich auch nie und mache alles mit den Fingern. Der Sound in Mittelstellung aller Regler ist echt edel - mächtig, pfundig, von allem was dran.


    Testverfahren
    -----------------

    So, und nun zum Vergleichstest der Kabel. Ich habe jeden Bass eine Weile gespielt und dabei immer mehrmals die Kabel ausgetauscht, um etwaige Unterschiede so direkt wie möglich mitzubekommen. Um es vorwegzunehmen, ich habe zwar Unterschiede erwartet, aber niemals in dieser Größenordnung! Ich war echt überrascht, wie unterschiedlich ein Instrument mit verschiedenen Kabeln klingen kann.


    Die Ergebnisse
    ------------------

    Zuerst das Standardkabel: Das klingt im Vergleich zum Funkmaster eindeutig mittig! Am Bass (und zwar besonders deutlich bei den beiden aktiven) beschneidet es hörbar das Frequenzspektrum im Bassbereich und auch ein wenig in den Höhen. Es klingt aber subjektiv lauter als die anderen beiden. Für Gitarre werde ich es nochmal checken, aber an den Bass kommt mir dieses Kabel nicht mehr.

    Dazu im Vergleich das Grabbeltischkabel: Prinzipiell ähnlich, aber noch etwas leiser (geringfügig) und noch weniger durchsichtig im Sound. Auch dieser Unterschied ist an den Aktivbässen deutlicher wahrzunehmen als an dem billigen passiven Bass von Marina.

    Zuletzt die Beschreibung des Klotz Funkmaster. Breitwandsound von den aktiven Bässen, deutlich durchsichtiger und in den Details feiner gezeichnet. Dafür klingt es subjektiv etwas leiser als das Standardkabel. Hört sich an, als hätte man das Instrument durch ein deutlich edleres aus derselben Serie ersetzt, also quasi vom Einsteigermodell in die Mittelklasse gewechselt. Auch die tiefe H-Saite (beim HBB 5000 ein klein wenig unterrepräsentiert) gewinnt drastisch an Deutlichkeit.

    Ich habe eine Menge Akkorde in höheren Lagen ausprobiert, und beim HBB 5000 gibt es eine Stelle, wo es mit dem Standardkabel ansatzweise wummerig und undeutlich wird - kein Thema mit dem FunkMaster, alles klingt glockenrein und aufgeräumt. Ich bin zwar nicht so sehr der Slap-Held, aber ich habe es mal ausprobiert, und mit dem Funkmaster springen einen die Slaps und Pops viel eher an als mit den anderen beiden Kabeln. Es klingt (nicht von der Spielfertigkeit, aber von der Tonentfaltung), als ob ich eine Woche lang slappen geübt hätte.

    Der HK bietet ohnehin einen noch detailreicheren Sound als die anderen beiden, aber mit dem FunkMaster klingt alles deutlicher aufgelöst, man kann die Bestandteile eines Akkordes besser getrennt wahrnehmen, mit den anderen beiden Kabeln dagegen "verklebt" ein Akkord in sich, man kann die Bestandteile weniger deutlich heraushören. Der Effekt ist hier allerdings schwächer ausgeprägt als beim Harley Benton.

    Noch ein paar Worte zur Mechanik und Haptik der Kabel - das Wühltisch-Kabel hat angschweisste billige Klingenstecker und fühlt sich mit seiner glatten Oberfläche insgesamt nach Plastik an. Die beiden "Klötzer" fühlen sich da eher schon nach Gummi an, was ich besser finde. Das Standardkabel ist dabei kaum dicker als das billige. Deutlich anders fühlt sich das FunkMaster an - etwas dicker, trotzdem noch flexibler, nicht so "sperrig" oder widerspenstig wie manche anderen Kabel, denen man schon bei der ersten Berührung ansieht, dass sie sich mal verdrehen werden. Das war früher so das Cordial-Standard-Vorurteil im Vergleich zu Klotz. Gut auch die STecker am FunkMaster: Einer gerade, einer abgewinkelt - für jeden etwas dabei.

    Wenn ich Zeit und Musse habe, werde ich den Test mal in ähnlicher Form mit der Gitarre oder für Mikrofonkabel durchführen. Da ich auf mittige Gitarrensounds stehe, kann sich das Bild da möglicherweise komplett umkehren. Bei Mikrofonkabeln soll es einfach nur neutral (also quasi gar nicht) klingen. Wir werden sehen.

    Die "famous last words" - was will ich mit diesem Testbericht zum Ausdruck bringen? Nun, es gibt beim Sound von Instrumentenkabeln deutliche Unterschiede, man kann den Klang eines Instrumentes durch die passende Kabelwahl massiv beeinflussen. Statt also einen neuen Bass oder einen neuen Amp für Hunderte von EUR anzuschaffen, hört Euch mal ein teures Kabel an. Ihr dürftet überrascht sein.

    Die "famous allerletzten Worte": Natürlich ist dieses Ergebnis oder der Test insgesamt angreifbar - kein Messequipment, kein Doppelblindtest (wie auch, alleine?), keine weiteren Hörer. Ich sehe die Relevanz dieses Ergebnisses auch nicht als massgebend für andere an - anderes Instrument, andere Klangideale spielen da eine wichtige Rolle. Bei einer Sache bleibe ich jedoch: Probiert's aus, Ihr werdet überrascht sein! Ich selbst jedenfalls hätte im Leben nicht SO dermassen drastische Unterschiede erwartet.

    Viele Grüße
    Jo

  • 60's Sound

    • Mix4Munich
    • 6. Januar 2008 um 19:20

    Asche auf mein Haupt, es ging ja um die Sixties, nicht die Fifties. Sorry, die berühmten SMs kamen ungefähr Mitte der 60er auf. D.h., Du bist damit gut im Geschäft. Oder Du nimmst für den Gesang das Shure 565SD Unisphere - das dürfte ebenfalls aus der Zeit oder noch davor stammen und klingt auch heute noch nett.

    Viele Grüße
    Jo

  • 60's Sound

    • Mix4Munich
    • 5. Januar 2008 um 00:14
    Zitat von "stepu"

    ... Mikros waren damals ja auch schon SM57/58, man kann sich ja auch noch einpaar alte besorgen ...

    Das bezweifle ich - das SM 58 (und damit wohl auch das 57) ist jetzt gerade 40 geworden. D.h. in den wilden Fifties gab es die noch nicht. Optisch gut und stilecht kommt das Elvis-Mic, das Shure SH-55. Der Sänger der R'n'R-Combo, die ich betreue, hat sich in das SH-55 die Kapsel des Beta 58 einbauen lassen, kostet nicht die Welt und klingt gut.

    Viele Grüße
    Jo

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