Okay, ich nehm mir die Kritik zu Herzen und handle das ganze so kurz wie möglich ab und verstricke alle Leser nach Möglichkeit nicht in unnötige Diskussionen: Lautsprecher mit den (zur Zeit) üblichen Impedanzen sind Strom bzw. Leitungsabhängig, die Signalkette davor dagegen praktisch durchgängig spannungsabhängig. Die Spannung passiv im Lautsprecher zu begrenzen ist deswegen vollkommener Quark, zumal der Hub dazu auch Frequenzabhängig ist und eine passive 'Lösung' darauf so nicht eingehen kann, jedenfalls nicht ohne immensen Schaltungs- und weil das auch klangliche Auswirkungen hat, nicht ohne dementsprechenden Weichenentwicklungsaufwand. Davon hat man natürlich auch dementsprechende Bauteilkosten und Arbeitsstunden, die dabei zu Buche schlagen. Das Spannungsbegrenzen geht dagegen perfekt im Controller oder am Amp. Da braucht man sich keine Rätsel in der Dimensionierung oder in der klanglichen Auswirkung selber aufgeben, vor allem, weil es absolut nullkommanull zusätzliche Sicherheit gibt, ganz besonders, wenn es um die mechanische Grenze geht, die man (passiv) einfach überhaupt nicht von der Spannung abhängig machen kann und eine Impedanzlinearisierung zu dem Zweck in einem Bauteilgrab, immensen Zeitaufwand für die Entwicklung der Weiche und trotzdem keiner absoluten Sicherheit resultiert.
Nicht falsch verstehen, eine Soffitte als Pi x Daumen Schutz gegen die ersten grobe Fehlbedienung(en) macht Sinn, aber wenn man am Pult darauf nicht reagiert, hilft weder die Soffitte noch ein Varistor oder ZD und auch ein Controller ist dabei einfach keine Garantie, daß alles überlebt, es sei denn, daß man die Sicherheitsmaßnahmen schon sehr deutlich unterhalb der Leistungsgrenze eingreifen läßt, zumal bestimmte Signalformen [clip/reckteck] und/oder starke Kompression, EQ-Einstellung, falschen Verkabelung, falscher Controllereinstellung, Musikmaterial, nicht idealen Frequenzweiche, nicht seriöse Chassisdaten/äußere Umstände (Temperatur/Feuchtigkeit/Feedback/Funkeinstrahlung in die Signalkette/Materialermüdung/whatever) in der richtigen Konstellation sowieso einen Ausfall bewirken können. Und dann kann man sich den Aufwand einfach auch sparen, indem man statt der ganzen 'Sicherheitsmaßnahmen' einfach einen deutlich schwächeren Amp hinstellt oder ganz simpel mehr Kisten hinstellt und nicht alles am Anschlag fährt.
Ehrlich, der Varistor oder ZDs bringen mehr Unsicherheiten als Sicherheiten mit sich, wer sowas einbaut, hat nur in echten Sonderfällen einen Nutzen davon. Wenn es wirklich 'DER' echte Schutz wäre, dann wären die Varistoren mit ihren geringen Bauteilpreisen in jeder Box auf dem Markt drin - die Realtiät sieht aber so aus, daß in keiner einzgen marktrelevanten Box ein Varistor verbaut ist. Hub (bzw. u.U. Leistung) muß man über Tuning, Horn, Frequenzweiche/Trennfrequenz/Controller/Lowcut/Strahlungswiderstand/Cluster/Aufstellung (idR. im Bass)/Anzahl der aufgestellten Kisten/Mix am Pult oder ggf. ernstem Gespräch mit dem DJ begrenzen, Experimente mit Varistoren oder ZD bringen dagegen schlicht KEINE SICHERHEIT!!
Die einfachste und billgiste Lösung ist, einfach nicht alles ständig am Anschlag laufen zu lassen oder im Zweifelsfall einfach mehr Kisten hinstellen als grade eben ausreichend. Ja, ich weiß, ist nicht beliebt, hier ist keiner glücklich, wenn nicht alles am Anschlag läuft und dabei mega-hero-mäßig soooo viel besser und fetter läuft als bei allen anderen... *sigh* ...
..ehrlich? Wenn ich mir die Entwicklungszeit, Bauteilkosten und 'Restrisiko', Zufriedenheit vom Kunden und Publikum anschaue, ist es so unglaublich viel billiger und effektiver, einfach mehr hinzustellen als Ausfall, Gründe dafür, neue Chassis, Arbeitszeit und Folgeaufträge zu verbuchen (bzw. eben nicht ;)) für Zeug, daß mit xy 'protection' dann villeicht nicht reicht oder grade eben so überlebt)