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  2. audi

Beiträge von audi

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 17. September 2012 um 09:57
    Zitat von "billbo"


    Btw.: diese Bluegrass – 1 Mikro in die Mitte – Geschichte fand ich (als Fan des K.I.S.S. Prinzips) immer schon faszinierend; und ich hätte nichts dagegen, bei Gelegenheit in einem extra – Thread da mal mehr drüber zu erfahren.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Es wäre vermutlich nicht so guter Stil, wenn ich dazu einen Thread aufmachen würde. Aber über das Prinzip mit den 3 Kapseln und seinen Möglichkeiten kann ich gerne mehr erzählen.

    Jetzt am Wochenende gibt es dazu einen Vortrag von mir im Rahmen eines AES Summits in Wien.
    http://viennastudentaes.wordpress.com/2012/07/09/reg…cess-in-vienna/

  • Mehrkanalumschalter für Zuspieler

    • audi
    • 17. September 2012 um 09:48

    Du schreibst analoger Mischer und Szenenumschalter. Was ist das für ein Mischpult?

    Wenn ihr ein Digitalpult hättet, könntest Du die Umschaltung einfach mit einer digitalen Patchbay machen, z.B. Z-Sys. Du könntest dann auf einmal 8 Kanäle von den Digitalquellen auf die Senke umschalten.

    Wenn ihr ein Analogpult habt, ginge das auch mit einem zusätzlichen 8-kanal Wandler.

    Für eine schnelle, rein analoge Lösung würde ich einfach mal bei Funk Studiotechnik oder Michael Zähl anklopfen. Die haben vielleicht sogar sowas von der Stange.

  • Show us your SAC Rig

    • audi
    • 14. September 2012 um 22:53
    Zitat von "billbo"

    Ich hoffe, Du nimmst mein Gemopper nicht all zu ernst :D . Aber bei all der Euphorie hier muss irgendjemand ja auch mal einfach mal dagegen halten.

    Für so einen Job, wie Du ihn schilderst, nehme ich einen LS9 und 'ne 40m Schilltrommel mit.
    Das habe ich mit (dem Küster) einem 2. Mann in 10 Minuten aufgebaut und einsatzbereit. Auch wenn ich den USB Stick vergessen habe, dafür gibt’s 'Initial Data'. Und kann ab da einfach arbeiten. Ohne mir irgendeinen Gedanken zu Protokollen, Kompatibilitäten, Slipped Buffers, Plugins, oder was auch immer machen zu müssen. Wie bediene und überwache ich bloß den Gain meiner Wandler? :idea: Ha! Ich drehe einfach am Gain Encoder.
    Und während Du nach der Show noch Sicherheitskopien anlegst, Dein Betriebssystem runterfährst und rätselst, was Du bis zum nächsten Gig noch alles umkonfigurierst und ob Du nicht doch besser noch eine 2. USV mit nimmst, bin ich schon längst wieder im Hotel.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Sehe ich genau so. Einfacher ist meistens besser.
    Wobei ich mir beim LS9 gerne für die 6 Chormikrofone und 2 Solisten einen externen Preamp mit Wandler leiste. Ohne geht´s auch und ist ja einfacher (hat also Charme) aber mit den 8 zusätzlichen Inputs macht es gerade bei Chor mehr Spass.

    Und da sind wir dann wieder beim Ausgangspunkt zum SAC Rig: Wenn´s spass macht? Warum nicht......?

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 14. September 2012 um 22:37
    Zitat von "Jeremy"

    Blechmusik ist ja an sich schon nicht sehr leise, sprich die setzt sich über einige Meter im Zelt schon von ganz alleine durch. Hat schon mal jemand den Versuch gewagt, die Main-PA extrem zu reduzieren (evtl. sogar auf so gut wie null) und erst ab der Delayline mit der Verstärkung anzufangen? Das ergäbe doch den mit Abstand größten Sicherheitsabstand zwischen Lautsprecher und Mikrofon.

    Naja, das klappt natürlich. Aber es klingt dann halt wie Gartenfest von Hintertupfing. Früher gab es das auf den Dorffesten sehr oft, wo durchaus richtig viel Publikum da war. Da kam dann der Elektriker dazu und hat seine 100V Beschallung dezentral aufgebaut.

    Zurück zum langen Zelt. Ich komme aus einer Ecke, wo Blasmusik Tradition hat und ich bin damit aufgewachsen. Wenn die Beschallung gut klingen soll, dann muss sie auch aus einem Guß sein. Keine Front und nur Delay Line kriegt man nicht so richtig zusammen. Wenn Gesang dabei ist, geht´s gar nicht.

    Man kann die Front ruhig etwas breiter stellen (ist im Zelt begrenzt, weiß ich) oder 2 m vor die Bühnenkannte aufbauen. Dann gewinnt man schon was. Man kann dann über die Front dezenter fahren und die Delay Line stärker einbinden. Die muss dann aber qualitativ auf dem Niveau der Front sein, sonst klingt es wie gewollt und nicht gekonnt. Es empfiehlt sich auch, die Delay Line über eine Matix zu speisen, wo ich den Mix etwas anders zusammensetzen kann, weil die unterschiedlichen Instrumente unterschiedlich weit tragen. Das kann man dann schon komplementär mischen.

    Ich habe viele Blaskapellen gemacht, auch im Zelt mit 55 m. Wenn man die Front schön hoch bekommt und ein gutes Hornsystem oder Line Array hat, würde ich keine Delay Line nehmen, braucht man nicht. Wenn die Front qualitativ etwas schwachbrüstig ist (Ausgewogenheit, Abstrahlverhalten) würde ich Delay Lines nehmen. Bei der Länge sollte sogar eine reichen.

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 14. September 2012 um 22:26
    Zitat von "billbo"


    audi: keine Sorge, ich bin sicher, das wird ganz enorm viel besser funktionieren als alles, was es da bisher gibt. Sonst hättest Du’s schließlich nicht im Vertrieb, oder? :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Ich bin mir da nicht sicher, sonst hätte ich es schon längst ausprobiert. Es gibt nicht das beste Mikrofon, es gibt immer nur passende Mikrofone. Die beiden U89 passen in solchen Situationen immer extrem gut und haben sich für mich über viele Jahre bewährt.

    Dass ich Josephson Engineering importiere, weiß jeder, der auf meine Webseite gegangen ist. Und wie Du es vermutest, hätte ich es nicht im Vertrieb, wenn´s mich nicht überzeugen würde. Das C700S ist hervorragend für Recording als Hauptmikro bis 5.1 oder Stütze oder sogar als Surround-Atmo einsetzbar. In der Beschallung herrschen etwas andere Bedingungen und die Vorteile, die Beispielsweise der Druckempfänger (eine der 3 Kapseln) bei Recording bietet, wird man in der Beschallung kaum ausnutzen. Dafür ist die Möglichkeit, am Pult live die Richcharakteristik sogar frequenzabhängig einzustellen, sehr verlockend.

    Trotzdem muss ich aber bei dem C700S als Koinzidenz-Mikro die virtuell erzeugten Nieren oder Suernieren stärker nach außen richten / abwinkeln. Mit der quasi AB Aufstellung der beiden U89 bin ich bezüglich der Ausrichtung stärker zur Schallquelle hin erst mal im Vorteil.

    Also, zu Deiner Vermutung

    Zitat

    keine Sorge, ich bin sicher, das wird ganz enorm viel besser funktionieren als alles, was es da bisher gibt


    bin ich mir da weniger sicher. Ich würde es aber jedem anderen M/S Verfahren mit 2 Kapseln vorziehen. :wink:

    Für kleine Besetzungen bewährt es ich in der Beschallung regelmäßig.
    http://www.josephson.com/img/Bearfoot-large.jpg

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 14. September 2012 um 17:23
    Zitat von "wora"


    nö.

    wenn monokompatibilität eine grosse rolle spielt, nutze ich die XY stereofonie


    Wie gesagt, ich werde es demnächst mal mit einem Josephson C700S probieren. Damit kann man 5.1 machen, aber auch quasi XY. Man legt sich die 3 Kaüseln einfach auf 4 Fader und kann dann XY erzeugen mit variablem Offnungswinkel und frequenzabhängiger Richtcharakteristik. Das geht einfach über die Fader und deren EQs. Für Aufnahmen nutze ich das regelmäßig und vielleicht schon in 2 Wochen mal für Beschallung von Chor plus Band.

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 14. September 2012 um 10:19

    Ja, genau genommen ist es ein gemischtes Verfahren (Pegel und Laufzeitunterschiede), zu dem ORTF auch gehört, aber mit ganz anderen Größen. Bei ORTF hat man Nieren mit 17,5 cm Basis und einen Mikrofon-Öffnungswinkel von 110 Grad.

    Wenn man bei dieser Basis Supernieren nehmen würde, müsste man den Winkel verringern, ebenso bei Vergrößerung der Basis. Genau das mache ich. Die Basis liegt bei mir mit den Supernieren bei 35 bis 50 cm und der Öffnungswinkel wird dadurch kleiner. Wie viel genau, kann man mit Hiilfe der Williams-Diagramme einstellen.

    Nun kommt es mir nicht genau auf Grad und cm nach Williams an, aber ich bevorzuge bei Beschallung eben die größere Basis mit dem kleineren Öffnungswinkel, weil dann die Supernieren stärker nach vorne und damit weniger zur Seite gerichtet sind. Dadurch komme ich mit der Superniere gleichzeitig in den Bereich der größten Dämpfung, die zur Front PA zeigt. Der Winkel ist also so klein, dass man fast von AB reden kann, wo die Mikrofone gerade nach vorne gerichtet sind. Wenn man es ganz streng sieht, ist es kein echtes AB.

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 13. September 2012 um 22:44

    Unterschreibe ich alles, was Rainer sagt - mit einer Bemerkung.

    Zitat von "Loloverde"

    Das U89 ist ja von der Charakteristik umschaltbar, dann kann man auch breit abnehmen.

    Sobald man auf Niere oder breite Niere geht, kriegt man weniger Druck auf die PA. Aber man kann da wieder probieren. Es hängt sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Wenn es der Raum hergibt, nehme ich auch mal Niere oder sogar Achten, die die PA auf 90 Grad super ausblenden und das was von hinten kommt ist (je nach Raum) manchmal so viel leiser als die Vorderseite, dass Achten gut gehen. Zu 90% bin ich aber bei den Supernieren.

    Alles das ist immer bezogen auf ein Quasi Hauptmikrofon von vorne. Die Methode mit den langen Auslegern von hinten nehme ich auch oft. Das geht auch bei Chören sehr gut.

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 13. September 2012 um 22:37
    Zitat von "Sound-Buster"

    Zitat audi:
    2 U89 in AB Aufstellung,.........

    dazu habe ich eine Frage: In einem Zelt mit 55 m Länge werden wir ohne Delayline nicht auskommen. Eine Delayline wollen
    wir ja mit einem Monosignal ansteuern. Die AB Aufstellung ist leider nicht monokompatibel. Hattest Du da bis jetzt noch keine Probleme damit?

    Die Mikros stehen bei mir sehr eng - 50 cm auf einer Schiene. Monokompatiebel ist das nicht, stimmt.
    Der Vorteil ist einfach, es steht auf einem Stativ, das man sehr schnell neu platziert.

    Auf die Front sind die beiden Mikros hart li und re gepannt. Das klingt sehr schön und die, die am Rand hocken und nur eine Seite hören, sind trotzdem gut versorgt, weil der Unterschied zwischen den beiden Mikros nicht sooo groß ist und die Stützen ja auch noch ihren Teile beitragen. Mit denen kann man bezüglich Panning ein wenig spielen. Ortung ist mir da nicht wichtig, sondern Sound. Dann können die auch schon mal leicht entgegen der realen Position gepannt sein - wie gesagt leicht. Das macht den Klang manchmal offener und alle sind gut versorgt.

    Hängt die Delay Line zentral über den Köpfen? Dann würde ich nur eines der beiden U89 nehmen.
    Wenn die Delay line links und rechts steht, warum nicht einfach Stereo fahren? Fehlt euch da ein Verstärker oder ein Ausgang am Mischer?

    Ich werde demnächst mal einen Versuch mit dem Josephson C700S machen. Da kann man sich dann zwei Supernieren einstellen und als Koinzidenzmikro ist das auch monokompatibel. Die schönen Laufzeiten der AB Technik hat man nicht direkt, aber oft indirekt über Reflexionen auf das Y-Signal (entspricht bei Stereo dem S-Signal). Bei kleineren Besetzungen - es gibt aj so 8 bis 15 Mann Bläsertruppen - kommt das wahrscheinlich sogar besser als die U89. Bei großen Sachen mit 30 oder mehr Bläsern ist AB mit Supernieren sehr easy.

  • Mehrfach-Splitten Mikrofon... Wie?

    • audi
    • 13. September 2012 um 22:14
    Zitat von "billbo"


    Als Gast versuche ich nach Möglichkeit, das kurz vorher anzusprechen – also zumindest wenn ich den Eindruck habe, mein Betreuer versteht mich :D. Manchmal bleiben ja buchstäblich nur ein paar Sekunden für so was; aber für einen Satz wie "wenn Dir irgendein kapitaler Blödsi .....
    ..... l

    Sehr gut! Ich würde sogar so weit gehen und es als normalen menschlichen Umgang miteinander bezeichnen, wenn man sich als Gast so verhält.

  • Mehrfach-Splitten Mikrofon... Wie?

    • audi
    • 12. September 2012 um 13:00
    Zitat von "bemi"

    1. Wedges über FOH und IEM über Monitor? Vielleicht anderes Monitorpult?
    2. dass ein Übertrager/Splitter besser ist als Y muss nicht sein - da hat das Mikrofon mit der Speisung genausoviel "Arbeit", eher sogar noch mehr (Ausnahme: Aktivsplit)
    3. FOH Direct Out von Monitor würde ich nicht ohne weiteres akzeptieren, da gain sharing (und ausserdem evtl. Vorteil eines guten Preamp am FOH genauso dahin; wie übrigens auch beim Aktivsplit ...)
    4. Split auf Monitor und über Trafo auf FOH und Recording ist (bzw. war zu Analogzeiten) doch absolut "normal" - also auch 3 Senken

    .

    Im Prinzip stimmt das schon alles so. Es kommt auch auf das Signal an. Wenn man ein dynisches Mikrofon passive auf 3 Senken verteilt, ist das für mich auch nicht unüblich und ich bekomme keine Bauchschmerzen. Einmal hat ein Sänger aber tatsächlich was gemerkt und ihm gefiel das ungesplittete Signal besser.

    Oft habe ich einen Chor mit Schoepsen. Da hört man dann schon Unterschiede, ob ich erst in einen sehr guten Preamp gehe und das dann auf 3 Senken gebe oder ob ich erst passiv auf 3 Senken gehe und dann den gleichen Preamp für FOH nutze.

    Zu Punkt 3 ok. Wenn FOH bessere Preamps hat als Monitor, wollte ich das auch nicht. Es kommt einfach auf das gesamte Setup und die Location an. Manchmal ist man froh, wenn man Line Pegel von der Bühne zum FOH schickt, gerade wenn die Licht Jungs sehr fleißig waren.

  • Mehrfach-Splitten Mikrofon... Wie?

    • audi
    • 12. September 2012 um 12:49
    Zitat von "wora"


    oh je, jetzt hast du was geschrieben. :shock:
    hier herrscht überwiegend die meinung vor, das es keine klanglichen unterschiede zwischen preamps der verschiedenen digitalpulte gäbe... :D
    ich wollte das vor jahren schonmal mit einem blindvergleichstest ergründen, aber leider war ausser mir niemand bereit sich drauf einzulassen... schade eigentlich, denn so werden wir die wahrheit nie erfahren. 8)

    Herrscht dann hier auch die Meinung vor, dass die Preamps in Analogpulten alle gleich klingen?

  • Mehrfach-Splitten Mikrofon... Wie?

    • audi
    • 12. September 2012 um 00:43
    Zitat von "billbo"

    Das wäre zwar eine anpassungstechnisch saubere Lösung – aber sie ist so 'üblich', dass ich sie auf den letzten ca. 5000 Livebaustellen genau nicht ein einziges Mal angetroffen habe... :roll:

    Sicher, weil dann meistens ein Splitter im Einsatz ist. Das ist dann eh die beste Lösung. Wenn aber kein Splitter zur Verfügung steht, aber Monitorpult und FOH Pult im Einsatz sind, würde ich immer über das M-Pult und dessen Direct Ous gehen. Wie Du selbst sagst, anapssungsmäßig die beste Lösung. Vermutlich kostet sie sogar weniger, als erst noch Y-Splits anzufertigen.


    Zitat

    Welche Ausgangsimpedanz hat Dein Mikrofon? Welche Eingangsimpedanz haben der/ die folgenden Eingangsverstärker? Bis zu ungefähr 1:5 geht man von Spannungsanpassungsverhältnissen aus. Bedeutet in der Praxis: handelsübliche dynamische Mics (um die 200 Ohm) laufen problemlos an 2 parallelen typischen Mic - Eingangsverstärkern (je um die 2 kOhm). Typische Kondensatormics mit je nach eingebautem Impedanzwandler 50 – 100/ 150 Ohm auch an drei oder mehr.
    Ist natürlich stark vereinfacht, reicht aber für den Alltag.

    Ja, reicht für den Alltag. Mit etwas zu wenig Luftdruck fahren, reicht auch für den Alltag ... und ich mache das auch hin und wieder. Aber wenn doch ein Monitorpult zur Verfügung stünde und es noch nicht mal mehr kostet, dann gehe ich doch den anpassungsmäßig besseren Weg.


    Zitat

    Du machst Livebeschallung, keine geeichten Messungen: ist im direkten A/B Vergleich (abgesehen von minimalem Pegelverlust) ein Unterschied wahrnehmbar? Nein – dann ist es irrelevant. Ja – dann musst Du entscheiden, ob er relevant ist. Für Dich? Für’s Publikum?

    Stimmt. Muss jeder für sich entscheiden.


    Zitat

    Nutzt Du als FOH - Pult ein gängiges Digitalgerät? Dann verzichte auf SPL o. ä. und route einen Eingangsverstärker/ Wandler auf 2 Kanäle. Die Unterschiede/ 'Schwächen' heutiger Mikrofoneingangsverstärker sind so gravierend, dass kaum ein hochkarätiger Toningenieur sie unter idealen High End - Studio – Abhörbedingungen herauszuhören vermag; geschweige denn der feiernde oder andächtig lauschende Zuhörer beim elektrisch verstärkten Livebetrieb. Da nützt auch der Glaube an die großen Namen aus der Vergangenheit der Tontechnik (auf unterschwellig – psychologischem Weg) leider nur noch deren nostalgischem Besitzer. :wink:

    Ich würde das nicht verallgemeinern. Wenn ich ein Yamaha LS9 nehmen muss, bringt sogar ein RME Octamic klangliche Vorteile gegenüber den Preamps des LS9 und der Octamic ist noch lange nichts Besonderes, schon gar nicht was Nostalgisches.

    Bessere Preamps bei den wichtigen Signalen erleichtert oft die Arbeit, auch wenn es nicht unbedingt nötig ist.

  • 1bit Wandler

    • audi
    • 11. September 2012 um 14:17

    Im HiFi Bereich laufen die unter Class D Verstärker. Die neuere Generation ist da sehr gut und den klinisch sterilen Sound haben die meisten nicht mehr.

  • Mehrfach-Splitten Mikrofon... Wie?

    • audi
    • 11. September 2012 um 11:42
    Zitat von "hans jürgen schmidt"

    H
    2.) ich splitte das Signal am FoH nochmal auf zwei Vorverstärker auf...

    Zu 2.: hier ist es so, dass bereits zwischen FoH und Monitor ein harter Y-Split existiert. Bei nochmal Y-Split am FoH habe ich Bauchschmerzen. Sieht jemand alternative Lösungen? Ich möchte beim Splitten passiv bleiben...

    Das sollte man gar nicht machen. Es funktioniert, aber die Mikros müssen dann ganz schön Strom liefern und dadurch sinkt dann deren Maximalpegel - heißt, sie zerren früher. Üblich ist eigentlich von den Direct Outs des Monitorpultes auf den FOH zu gehen. Dieses Signal kann man dann auch problemlos mit einem Y-Split verdoppeln und es ist sauber. Gute Ausgänge (Quellen) können auch 3 Senken treiben und dann hättest Du eine Lösung.

    Hat das Monitorpult keine Direct Outs?

  • Abnahme kleinerer Blasmusik im Zelt (55x25m)

    • audi
    • 11. September 2012 um 11:33

    Beschallung von Blasorchestern in Bayern habe ich vermutlich mehr als 100 gemacht. Von 2 Mikrofonen bis 48 Mikrofonen, von 500 Leuten bis 5000 im Freien, im Zelt oder in der Halle war da alles dabei. Die meisten Tipps hier finde ich gut, außer die Richtrohre, die gafallen mir klanglich nie und bringen nicht das, was ihre Länge herzugeben scheint. Nähe ist einfach durch nichts zu ersetzen außer durch Nähe (Zitat mit dem Hubraum von mir frei abgewandelt).

    Wenn es schnell gehen soll, mit wechselnden Kapellen und trotzdem guten Klang hat sich für mich ein System als extrem leistungsfähig bezüglich Druck und natürlichen Klang ergeben.

    2 U89 in AB Aufstellung, Superniere mit Trittschallfilter bei 80 Hz, leicht nach außen gerichtet. Je mach größe der Kapelle und Art des Podiums auf Höhe des Dirigenten 2,20 bis 2,70 hoch. Lieber etwas tiefer, wenn die Klarinetten gut zu hören sein sollen.

    Dann für die Tenorhörner eine Stütz, Niere. Für die FlgH eine Stütze, Niere. Posaunen brauchen keine Stütze, die hauen gut ins Hauptmikro rein, ebenso die Trp (abhängig von der Aufstellung). Die Tuben brauchen auch noch eine Stütze, dann hat man ein schönes Fundament.

    Die Stützen waren bei mir immer Schoeps MK4. MK41 klingen zu scharf dafür und die engere Richtcharakteristik braucht man nicht wirklich, besser gut hinstellen.

    Als Stütze würde ich auch fast jedes andere Kondensatormikrofon nehmen, z.B. Beyer MC930 oder Gefell M300, wenn´s nicht so teuer sein soll.

    Mit den U89 mache ich bestimmt 75% des Drucks bzw, der Reichweite im Zelt. Die Stützen dienen zum ausbalancieren und auch für etwas mehr Druck in den unteren Frequenzen. Ich habe noch kein Mikrofon gefunden, das für diese Anwendung besser ist als U89. Die kleine Präsenzdelle ist perfekt für Blech und ganz oben löst es feiner auf als ein U87.

    Für den Fall des Fragestellers ist ein bzw. 2 U89 vielleicht etwas überm Limit. Dann würde ich mich auf 4 Stützen, alles Nieren, bezüglich Kauf konzentrieren und für die Veranstaltungen einfach U89 leihen.

    P.S.
    Zu dem Einsatz von Josephson bei Blaskapellen könnte ich aus dieser langen Erfahrung viel sagen bezüglich Hauptmikro und Stützen (was gut geht und nicht gut geht) genau bei der Anwendung, halte mich nun aber zurück, weil ich Importeur dafür bin.
    Auf dem AES Summit in Wien werde ich zur Hauptmikrofonierung dazu einen Vortrag im Zeitfenster mit Wuttke halten.
    http://viennastudentaes.wordpress.com/2012/07/09/reg…cess-in-vienna/

  • In-Ear Monitoring Big-Band

    • audi
    • 10. September 2012 um 11:47
    Zitat von "wora"


    das geht in anderen pulten aber auch mit Aviom, vor allem in meinem lieblingspult ;)

    somit bleibt für mich nur der unterschied mit den EQs im endgerät und der geringere preis.
    letzterer relativiert sich (zumindest im moment) aber noch etwas, da ich ja zum P16 system auch ein passendes pult dazukaufen müsste.

    In der Beziehung wäre wie Aviom auch Mamba Mix mit jedem Lieblingspult einsetzbar. Das läuft auch mit eigener Hardware in einer 19" und 1HE Box, mit 16 oder 32 Eingängen und 4, 8 oder mehr Stereoausgängen (kaskadierbar auf fast beliebig viele Ausgänge). Bei drahtlosem IEM ist dann auch durch die Bedienung über iPad (oder iPhone und Android) kein Kabel auf der Bühne. Individuelle EQ Einstellungen (3 vollparametrische Bänder plus HPF pro Kanal), Scene Speicher usw. geht auch.

  • Pult für Installation

    • audi
    • 5. September 2012 um 09:54
    Zitat von "wora"

    tja, es ist eben die frage, wie die bedienmöglichkeiten ausfallen sollen.
    wenn man nur ein paar fader oder potis und ein paar presets für verschiedene user benötigt, kann man das auch recht kostengünstig mit A&H iDR4 und PL6 oder PL10 oder den anderen PL-einheiten lösen.
    oder mit Bose ESP88, oder mit ner Audiaflex, oder mit der Soundstructure, oder mit... da hat natürlich jedes system sein vor- und nachteile,

    Das halte ich für die beste Lösung.

    Alternativ könnte man das vielleicht sogar mit Mamba Mix lösen. Da hast Du 16 Eingänge und 4 Stereo Ausgänge. Die Bedienung erfolgt über iPads. Mit denen könnte man dann auch Durchsagen oder sonstige Files abfahren. Man kann Presets anlegen für unterschiedliche Nutzer.

    http://www.mambamix.com

    Das ist ein sehr einfaches und leicht zu bedienendes System, das eigentlich für Personal Monitoring gedacht ist. Aber man kann das auch anders einsetzen. Die vielfältigen Möglichkeiten eines iLive bietet es sicher nicht. Doch wenn die Features ausreichen, ist das eine günstige und gute Lösung. Über CAT5 Kabel könnte man abgesetzt zusätzliche Eingänge und Ausgänge realisieren.

  • Orchestermikrofonierung Nahabnahme

    • audi
    • 5. September 2012 um 00:29
    Zitat von "Teddytaste"

    An Bratsche/Cello/Bass packe ich entweder AT350 bzw. AT-PRO35x, hab damit ganz gute Erfahrungen gesammelt.

    lg pb

    Ich auch, besonders am Bass.

    Für die höheren Streicher finde ich die Halterungen von http://www.amplistring.de sehr gut. Das klingt in Verbindung mit MKE2 sehr gut, nehme ich aber meist nur für die ersten Pulte und den Rest dann von oben.

    An Hörnern und Pauken kommt das Josephson e22S sehr gut. Für die Klarinetten nehme ich am liebsten Schoeps MK4 sehr niedrig gestellt. Das schattet dann viel ab und es kommt weniger Müll von der Bühne rein. Von SD Systems gab´s mal sehr guten Clip-Systeme mit 2 Kapseln für Klarinette, würde ich aber nur für Solisten nehmen. Für die Flöten gab es auch sehr schöne Mikros von SD Systems. Die müsste es noch auf dem Markt geben.

  • 1bit Wandler

    • audi
    • 4. September 2012 um 15:04

    Ein DSD Signal ist nicht zur Bearbeitung geeignet. Man kann damit rudimentäre Schnitte machen in Systemen wie Sonoma, aber andere Systeme wie Pyramix oder Sadie dezimieren bereits bei einem Crossfade den 1-Bit Datenstrom in ein PCM Signal, z.B. 8 Bit 384 k oder 352,8 kHz oder 24 Bit 384 kHz.

    DSD ist gut für die Aufzeichnung, um dann analog zu mischen oder auch um von einer analogen Mischung direkt wieder in ein DSD Signal zu wandeln, um dann Files für die SACD zu haben. Wenn man digital mischen möchte, geht das nur mit PCM, nicht mit DSD.

    Die Wandler von DAD, EMM Labs, Sadie oder auch das Horus von Merging können DSD ausgeben. Aber sie können auch alle PCM wandeln und nur das macht für DAWs und Digitalpulte Sinn.

    Wie bereits weiter oben geasgt, sind heute fast alle Wandler 1 Bit Wandler. Der 1 Bit Datenstrom mit 64 FS, 128 FS oder noch höheren Frequenzen (viele arbeiten mit 11 und mehr MHz) wird dann über Dezimationsfilter in ein PCM Signal zwischen 44,1 und 384 kHz gewandelt. R2R Wandler gibt es ganz selten als AD Wandler. Im Hifi Bereich gibt es noch einige DA Wandler davon, meist recht teuere High Geräte.

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