Die Audioindustrie war nie der Hauptnutzer sondern er eine Randerscheinung wobei es bei der Entwicklung des Standards ging. Das die Switch gewisse Anforderungen erfüllen muss liegt an den Forderungen die vor allem die Industrie stellte. Genau diese kann Dante und andere IP basierte Lösungen eben nicht stellen. Audinate hat sich zunächst auch an dem damaligen AVB Standard orientiert, aber eben alles weggelassen was die Zielgruppe nicht brauchte. Milan macht ja genau das gleiche, wenn sich die Nutzer nicht durchsetzen bei der IEEE gehen sie eben eigene Wege.
Das ist nicht das Ziel eines Standards und ich sehe auch keine Gründe für diese Modifikationen. Die eben nicht auf den von der IEEE Standard aufbauen. Auch wenn man das behauptet, wenn man dann im Protokoll einfach was unten ran klatscht was in einer neuen Version des Standards dann anders genutzt wird. Oder den Verbindungsaufbau modifiziert, weil es einen zu lange dauert wenn der Stream abreißt.
Das Problem bei Dante ist die große Abhängigkeit von einem Anbieter und das hat vor und Nachteile. Ein Vorteil ist das die Geräte alle 100% zusammenarbeiten, wo Dante drauf steht ist auch Dante drin.
Nachteil ist eben die Abhängigkeit von der Firmen,Lizenzpolitik und auch von der Technologie. Deshalb wollen große Medienhäuser keine Installationen im Kernbereich mit Dante.
Das Ende der Fahnenstange hat Audinate erkannt und sich auch was die Technologie betrifft geöffnet. Zu viele Einblicke erhält man allerdings nicht, schon gar nicht um alternative Produkte auf den Markt zu bringen. AES67 ist das kleinste Zugeständnis und das ausschließlich mit 48khz.
