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  2. KurtSchuster

Beiträge von KurtSchuster

  • Steile Flanken, oder lieber nicht ?

    • KurtSchuster
    • 28. Februar 2013 um 13:30

    Hi Jonny,

    und erstmal danke für deine Antworten.

    Was micht etwas verwirrt bei der ganzen Sache obs bei z.B. 4ter Ordnung nun 180 oder 360 Grad sind ist das:

    http://books.google.de/books?id=OLgY0QpXD0YC&pg=PP8&lpg=PP1&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Oder interpretiere ich das einfach falsch ? Imho sagt Görtz das ein BR ein HPF 4ter Ordnung ist der um 360° dreht.

    Er sagt weiterhin:"Der Hochtonweg stellt für sich einen HPF 2ter Ordung dar mit einer Phasendrehung von 180°."

    Erst dann kommt er zu den elektrischen Filtern.
    Ich will damit nicht sagen das deine Rechnung falsch ist, aber gehen wir evtl. von verschiedenen Voraussetzungen aus ?

    Jetzt bin ich total verwirrt. :?

    Hat da sonst noch wer ne Meinung zu ?

    Hoffe der Link funzt.

    Gruß,
    Kurt

    P.S. sehe gerade ds das so nicht geht mit dem Link. Klickt oben rechts im Fenster auf die Taste "Inhalt", dann Kapitel VIII von Görtz. Dann scrollen auf Seite 473.
    Sorry für die Umständlichkeit. :cry:

  • Steile Flanken, oder lieber nicht ?

    • KurtSchuster
    • 26. Februar 2013 um 21:42
    Zitat von "Jonnytrance"


    Delay im Bezug auf was? LS 2ter Odnung ist was?

    Die Bezüge sind natürlich wichtig. Also erstmal das mit der zweiten Ordnung. Ein in ein CB Gehäuse eingebauter Tieftöner ( oder LS allgemein, bezieht sich aber in meinem Beispiel auf nen TT ) verhält sich wie ein HPF 2ter Ordnung.

    Das bedeutet imho:

    a) das die SPL ab einer Eckfrequenz ( der Begriff der Eckfrequenz ist mir nicht vollkommen klar, bezieht er sich immer auch die Reso des Gesamtsys? ( also in diesem Fall ein Sub )) X um 12dB pro Oktave abfällt.
    b) aber auch die Phase um 180° gedreht wird

    Das allein durch CB_Gehäuse und LS. Keine Weichen oder so.
    Der gleiche LS in ein BR Gehäuse gebaut wäre ein akustischer Filter 4ter Ordnung. ( Einmal Feder<>Masse versus 2x Feder<>Masse ( plus Wechselwirkungen zwischen Sys1 und 2 )
    Also:
    a) 24dB weniger SPL pro Oktave unterhalb der Reso.
    b) und ne Drehung um 360° der Phase

    Wieder nur durch LS eingebaut im Gehäuse ( jetzt aber BR ). Kene Weiche oder so.

    Welches Delay hab ich jetzt durch die akustischen Filter ? Und, ist es konstant über die Frequenz ? ( z.B. von 40 bis 80 Hz )

    Zitat von &quot;Jonnytrance&quot;

    Sonst: Delay = Phasenwinkel / (Frequenz X 360)

    Ok, das wäre im CB Falle mit 36 Hz Eckfreq.: 180/(36x360) = 180/12960 = 0,0138

    Das wären dann imho 13,8 mSec. Korrekt ?

    Zitat von &quot;Jonnytrance&quot;

    Dazu sollte man messen und nicht rechnen.

    Bin ich deiner Meinung. :wink:
    Bevor ich anfange zu messen möchte ich aber noch mehr darüber wissen was überhaupt Sache ist.
    Wie soll ich ein ( elektrisches ) Delay für ein ( BR ) Horn_Top erstellen wenn ich ich nicht weiß welche Delays die akustischen Filter erzeugen ?

    Zitat von &quot;Jonnytrance&quot;


    Das mitm Gropdelay hab ich nicht verstanden worauf du hinnaus möchtest.

    Frage ist ob das Groupdelay konstant ist. Oder nur Probs macht an den Übernahmepunkten. Also da besonders hoch ist.

    Angenommen das akustische Delay über die Fequenz wäre nicht konstant. Dann müsste man das elektrische Delay ( per DigiController ) anders anlegen. Bei Peaks bei den Trennfreq`s würde sich das nochmal anders darstellen.

    Darum gehts mir gerade.

    Gruß,
    Kurt

  • Steile Flanken, oder lieber nicht ?

    • KurtSchuster
    • 26. Februar 2013 um 17:49

    Servus zusammen,

    eine Frage die mich umtreibt ist die ob der Groupdelay über den zu übertragenden Freq._Bereich konstant bleibt oder nicht.

    Also angenommen ich hab nen HPF 3ter Ordnung bei 40Hz und einen LPF bei 80Hz ebenfalls 3ter Ordnung. Gibt es dann zwischen den Trennfreq`s ein geringeres Groupdelay als an den Trennfreq`s ?
    Wenn man sich die Sprungantworten anschaut dann müsste das Delay ja eigentlich gleich bleiben. Denn schließlich dreht sich ja phasenmäßig nichts mehr nach dem Sprung.
    Nun hab ich aber hie und da anderes gelesen.

    Sollte das Delay zwischen den Sprüngen tatsächlich kleiner sein müsste man ja anders rangehen. Dann wäre es eher eine Näherung als ein "korrektes" delayen.

    Imho müsste sich für elektrische als auch akustische Filter dieselbe Frage stellen.

    Übrigens finde ich die "Lückenabstimmung", also z.B. 10Hz Luft lassen, welche ich im laufe diese Threads "entdeckte" die nützlichste Änderung bis jetzt. Tut fast immer gut, getestet an unterschiedlichen Setups.
    Der Sound wirkt direkter, klarer, sauberer im Übernahmebereich. Was sich auf den Gesamteindruck deutlich auswirkt.

    Noch was zum delayen. Ich hab nun schon die unterschiedlichsten Berechnungen gesehen. Kam mal dies mal das raus. Welches Delay macht eurer Meinung nach z.B. ein eingebauter LS 2ter Ordnung ? Also CB mit sagen wir ner Eckfrequenz ( = Reso? = Impedanzmaxima ? ( oder gilt das nur für BR ? )) von 36 Hz.

    Bitte nicht nur die Ergebnisse hinschreiben sondern auch den Rechenweg. Danke. :)

    Gruß,
    Kurt

  • Abstrahlung für Horntopteil

    • KurtSchuster
    • 23. Februar 2013 um 14:08
    Zitat von &quot;marius sommer&quot;


    Die Sache mit 2 Topteilen je Seite ist damit Geschichte. Jetzt soll ein wirklich ordentliches System her. Am Besten horngeladen wo man bei etwa 80Hz trennen kann. Ich möchte etwa 90-120grad horizontal erreichen.

    Das ist, wie Jonny schon andeutete, wirklich etwas viel verlangt.

    Möchtest du du bei 80Hz trennen und 120 Grad horizontal haben dann geht das mit einem Horntop nicht.
    Und für 3000 Besucher schon gar nicht.....

    Das einzige in Stückzahlen verfügbare und bezahlbare ( wir sind im Party_PA ) Horntop für so eine Anwendung ist die Community RS880. Aber auch mit dieser Box geht es nur mit 2 Tops pro Seite.

    Bei 3k Besucher müsstest du da:

    a) ne Unmenge an Subs drunterstellen
    b) entweder fliegen oder sehr hoch stellen ( ankippen )
    c) imho trotzdem noch ein Infill benutzen
    d) zumindest auf eine Ampvillage zugriff haben
    e) mit nem guten Controller ran den du auch einstellen kannst
    f) und so weiter :D

    Und selbst dann sind 3k Besucher imho illusorisch. Mal abgesehen davon das das dann auch nicht mehr Party_PA wäre.

    Aber ca. 1500 Leute ( z.b. wenn die mehr breit als tief stehen, sonst machen die 120° keinen Sinn ) kann man damit schon verhaften.

    Ist immer so ne Sache mit den Besucherzahlen und wer soll eigentlich wie beschallt werden ?!

    Kleines Beispiel: Reunionparty an der örtlichen Uni. Es werden ca. 200 Gäste erwartet. Nu ist die Frage ob man dann da ne Anlage hinstellt die 200 Leute beschallen kann.....?
    Eindeutig nein, wäre Nonsens.
    a) findet die Hälfte der Veranstaltung sowieso vor der Tür statt ( Rauchverbot )
    b) wollen die Leute an der Theke etc. sich unterhalten
    c) kommen mit Glück ab 23 Uhr die ersten Leute auf die Tanzfläche

    Ich versorge also die Allgemeinheit mit angenehmen Hintergrundgedudel und gleichzeitig max. 20 Leute mit "fettem" Sound auf der Tanzfläsche.
    Das mache ich normalerweise mit einer CSX60 und 2 x CSX52.

    Ergo langen die 3 CSXe für 200 Leute. So kann man das sehen. :wink:

    880 werden in der Bucht und bei gebrauchte Veranstaltungstechnik angeboten.

    Gruß,
    Kurt

  • KV2 SL412 und Community CSX70

    • KurtSchuster
    • 29. Januar 2013 um 14:02
    Zitat von &quot;Thomas&quot;

    Das Konzept ist klasse.

    Genau, und darum gings mir ja hauptsächlich.

    Ein theoretischer Vergleich ist trotzdem interessant. Die KV2 Entwickler haben die Fehler, oder besser gesagt die Kompromisse, der Commi Entwickler vermieden.
    Das Löchlein :wink: um 600 Hz ist imho nicht dem M200 ( S2 ) geschuldet. Der könnte auch tiefer. Jedoch ist das Mid_Horn sehr klein. Da wird dann gewiss der Hub zu groß, sollte man versuchen den Mid_Treiber tiefer zu trennen.

    Diese, wohl gefährlichste Klippe, haben die KV2 Entwickler geschickt umschifft indem sie:
    a) die Box ca. 15cm breiter gemacht haben als die Commi_Leute
    b) die BR_Öffnung aus der mittigen Schallzeile verbannten

    Dadurch ist in der mittigen Zeile deutlich mehr Platz um ein größeres Mid_Horn zu verbauen. Welches dann, auch Aufgrund der Wahl eines 8" ( versus 2" CSX S2 ) deutlich tiefer getrennt werden kann.
    Mit dem HT Treiber und Horn verhält es sich ähnlich.

    Vielleicht ist die SL412 das Produkt das den Commi_Entwicklern mal vorschwebte aber aufgrund von Kostendruck nicht umgesetzt werden konnte in der, wortwörtlichen, Spanplattenklasse. ( Commi, nicht KV2 )

    Zitat von &quot;Thomas&quot;

    Bei der Community Gurke müssen die 12" viel weiter hoch spielen um irgendwie an die Midsektion angekoppelt zu werden. Den Frequenzgang kann man sich ja anschauen. Au Weia.

    Der Frequenzgang sieht wirklich schaurig aus. Allerdings klingt das Teil in real deutlich besser als man Aufgrund des Frq_Ganges meinen sollte. Für Konservensachen ohne große Bassansprüche, hochgestellt und mit einer gebrückten MA1201 pro Box durchaus ein Pfund. Ohne Subs.
    Soviel mal zur Ehrenrettung der Commis. Ganz so übel ist das Matrerial nicht. Und wie gesagt, 20 Jahre alt. Ich meine mal in irgendeinem uralten Fred gelesen zu haben das sogar der Admin 2 Stacks CSX60/70 besaß. Erste "Profi"_Boxen. 8)
    Zumindest war es bei mir so. RS war unbezahlbar.

    Zitat von &quot;bandit&quot;

    Habe die SL auch mit Live Musik gehört. Auch da spielt sie hervorragend und eine Wurfweite von 60m ist kein Problem.

    Damit kann die Box das was mit der CSX nicht geht. Weit und live. Da ging ihr immer schnell die Puste aus und sie wurde unangenehm.
    Auch mit dem gutartigen Rückkopplungsverhalten wars dann vorbei wenn man die Box aus ihrer Wohlfühlzone holte.
    Wie verhält sich die SL diesbezüglich ?

    Die SL gefällt mir richtig gut. Sie ist vielfältig einsetzbar. Von Single Konserve bis live mit Subs untendrunter. Klar, die Tops zu clustern geht nicht. Aber in die Verlegenheit komme ich nicht.
    Was wiegen die Teile eigentlich ? In der von mir oben verlinkten Seite steht Gewicht 48. Allerdings ohne Kg angabe.
    In der Preisliste steht 60 Kg. Womit sie nur 4 Kg leichter wären als die CSX.

    Apropo Preisliste. Beim anschauen der Selbigen wirds mir leider schwummrig. 15k€ für das kleinste Setup ? Kann man das wenigstens mit vorhandenen Controllern/Amps/Subs kombinieren?

    Ich würde die SL412 gerne mal selbst hören. Kann mir wer ne Location bzw. ein Event nennen wo sie eingesetzt werden ?

    Gruß,
    Kurt

  • KV2 SL412 und Community CSX70

    • KurtSchuster
    • 17. Januar 2013 um 17:01

    Ahoi zusammen,

    da das Material von KV2 Audio ja ausnahmslos ( !? ) gelobt wird hab ich mir mal paar Pics von der SL412 angeschaut.

    http://www.iad-audio.de/?id=771

    Die ähnelt vom Aufbau her verblüffend der oft als Krücke gescholtenen CSX70.

    http://www.communitypro.com/files/literatu…c22218d669e7aab

    Imho sind die beiden Boxen in Bezug auf Output und Klangqualität wenig vergleichbar. Denn Entwicklung und verbaute LS der CSX70 sind ca. 20 Jahre älter denn die der SLS412.
    Darum gehts mir aber auch nicht. Sondern um den Aufbau der Box. Der ja nicht aus x-beliebigen Gründen bei einem anerkannten Schachtelentwickler aus der Versenkung gehoben wurde.

    Imho macht die Box folgendes:
    Die alte ( S1 ) CSX70 hat 4x12". Die übereinanderliegenden 12er koppeln in ihrem Bereich. Die gegenüberliegenden Paare der 12"er ( welche ja eine "neue" Schallquelle bilden ) koppeln wahrscheinlich auch noch etwas. Zumindest wenn man die Box Fullrange nutzt. ( 2 dimensionaler Dapolito ? )
    Dann die Schallzeile in der Mitte. 2x1" die auf ein gemeinsames Array_Horn arbeiten. 4xPZT als HT ebenfalls als Array angeordnet.
    Ganz schön sophisticated für so ne alte Filzlaus aus dem unteren Range.

    Die SLS412 benutzt jedoch keine Arrays in ihrer mittigen Schallzeile. Die CSX70 S2 hat auch "nur" ein Hörnchen und einen Mid_Treiber.
    Hat mal wer die SLS gehört ? Was sind die Vorteile einer solchen Box aus eurer Sicht ?

    Denke beide Kisten, CSX70 als auch SLS412, waren von den jeweiligen Entwicklern nie als Live_Sys gedacht. Höchstens für die Not.

    Gruß,
    Kurt

  • Ambience versus Sound

    • KurtSchuster
    • 28. November 2012 um 18:50
    Zitat von &quot;treibsand&quot;

    Wenn er aber komplett leer bleibt, soll die Anlage umgebaut werden, der FoH nach unten verlegt, ein unheimlicher Aufwand betrieben werden, den keiner bezahlt? Ich als Tech hätte diese Diskussion auch gleich abgewürgt.

    Mir fällt da auch nix sinnvolles zu ein. Wollte man das wirklich tun müsste man min. 2 mal pro Woche die Anlage umbauen. Illusorisch. Viel zu viel Arbeit, mal ganz davon abgesehen wie das Material darunter leiden würde.

    Vielleicht eine kleine PA die direkt bei der Band steht ? 2 x Top und nen Sub dazu. Soll ja alles sehr intim und relativ leise sein.
    Für ne Zentralbühne aber sicher auch nicht die Königslösung.

    Insgesamt ein Dilemma das schwer zu lösen ist. Ein BWLer würde da sicher sagen:"Lass es, die Voraussetzungen sind zu schlecht. Du müßtest zu viele negative Aspekte kompensieren um finanziellen Erfolg zu haben".

    Was mich zu der Frage führt: Sind anspruchsvolle Konzerte nur noch per Mischfinanzierung und nackter Haut möglich ?
    Und direkt danach: Kann ich das Publikum erziehen ? Fortbilden ? Werden sie irgendwann in der Lage sein zu schätzen was eine hochwertige Produktion zu bieten hat ?

    Es ist ja nicht so das das Publikum generell bei hochwertigen Produktionen ausbleibt. z.B. sind die großen Konzerte/Festivals derart gut besucht wie schon seit Jahrzehnten nicht.
    Da sind die Leute bereit große Summen ( 150€ und mehr ) für ein Ticket zu bezahlen.
    Kleine und mittlere Festivals haben jedoch zu kämpfen.

    Und ich denke das liegt an den Referenzen die ein jeder im Kopf hat und aus Funk und Fernseh kennt.
    Gigantische Bühnen, extremer Aufwand an PA und Licht.
    Da überlegt man sich im Vorfeld ob so ein 2-3 tausend Leute Festival einen überhaupt begeistern kann. Da muss ja zwingend alles viel kleiner und unspektakulärer sein.

    Und dann ein Live_Club. Kann mich das von den Socken holen ?

    Der gewöhnliche Beschaller/Live_Club vor Ort wird nicht mit dem aus dem Nachbarort verglichen sondern mit Top Events rund um die Welt.
    Mir gehts, muss ich sagen, genauso. In beiden Richtungen.
    z.B. als User: wer mal ne Kraftwerk Show im großen Rahmen über ein Milo und mit entsprechendem Video/Licht erlebt hat ist anschließend nur schwerlich ( zumindest in Sachen Electro ) zu beeindrucken.

    Übrigens wundert es mich das die Experten hier im Forum noch nicht die Kinke entdeckt haben die ich in meinen Eingangstext einbaute. :D

    Ich dachte ( habs extra gemacht ) das es gleich Kommentare wie:" Du hast ja keine Ahnung wovon du sprichst" gibt.

    Keiner ? :wink:

  • Ambience versus Sound

    • KurtSchuster
    • 26. November 2012 um 16:40

    Hallo Leute,

    ich war die Tage mal wieder im Grünspan in HH.

    Es spielte eine elfköpfige Band. Rock, Blues und ein ordentlicher Schuss BigBand Sound.

    Das Besondere an der Sache war nun das die Band nicht auf, sondern vor der ( fest installierten ) Bühne spielte.
    Also im eigentlichen Publikumsraum. Ähnlich einer Zentralbühne.

    Alles mit viel Liebe arangiert. Dicke Teppiche auf dem Boden, 3 alte Stehlampen platziert. Und stimmiges hauseigenes Licht. Tolle, sehr intime Atmospäre.
    Die beiden Leadsänger benutzten Sh55 was gut ins Bild passte.
    Insgesamt erinnerte mich das an die MTV_Unplugged Shows.

    Soweit so gut. Ambience also top.

    Allerdings wurde die HausPA benutzt. Was bedeutete das die PA ca. 6 Meter hinter der Band hing.
    Leider hatten die auch keine entsprechenden Controller da um die Band zu delayen.

    Außerdem wurde von einer Empore aus gemischt.

    Das gab dann, wenn man vor der Band saß/stand nen ziemlich üblen Matsch. Haben uns dann hinter die Band gesetzt. Das ergab ein etwas besseres Verhältniss von Direkt zu PA Sound.

    Man muss wissen das das Grünspan in Spuckweite von der Reperbahn ist.

    Denn die Resonanz auf das Konzert war erstaunlich. Es waren tatsächlich mehr Leute auf der "Bühne" denn davor. Genau genommen waren es 8 Gäste.
    Freitag ca. 23 Uhr. Paar Meter weiter tobte der Mob.

    Ich hab dann mal wen angequatscht der mir irgendwie hausintern vor kam. Fragte ihn zuerst wo die 2 Viererstapel Hornsubs hingewandert sind. Meinte er unter die Bühne. Tops wären pro Seite 2 x MSL4.
    Nachdem ich ihm sagte das es ziemlich bescheiden klingt und z.B. die Vocals absaufen, meinte er" Jo, stimmt". Dreht sich rum und entschwindet.

    Jemand anders noch auf das finanzielle Konzept der Sache angesprochen. Der meinte sie würden ihre Kohle mit Burleske ( 2 x ca. 400 Gäste pro Woche ) verdienen. Das hier sei für Musikbegeisterte. Sie würden auch keine Werbung machen sondern das solle sich rumsprechen und irgendwann wär der Laden dann auch voll.

    Kann sowas aufgehen ? Ich denke gerade audiophile Menschen, die ja angesprochen werden sollen, können sowas nicht gut finden.

    Ich hab auch ein bißchen mit der Band mitgelitten. Meine Güte....die ganze Arbeit...das Herzblut...die teuren Instrumente, Verstärker, Micros...die ganze Proberei. Und dann kommen im Herzen von HH 8 Leute.

    Und die Band war wirklich gut !!!

    Soweit mein kleiner Bericht.

    Gruß,
    Kurt

  • Reihenschaltung von LS - Welche Vorteile hat das ?

    • KurtSchuster
    • 4. September 2012 um 15:50

    Hab den T-Sub angeschaut.
    Das war nicht was ich in Erinnerung hatte. Das war ne große Kiste mit 8 Direktstrahlern. Laut, sauber, trocken.
    Kann sie aber im Netz nicht mehr finden. Egal.

    Sonst noch jemand der ne Reihenschaltungsbox kennt bzw. nen Vorteil nennen kann ?

    Gruß,
    Kurt

  • Reihenschaltung von LS - Welche Vorteile hat das ?

    • KurtSchuster
    • 3. September 2012 um 15:13

    Ahoi,

    erstmal Danke für die interessanten Antworten.

    Die Sache mit den Toleranzen ist logisch und nachvollziehbar. Bedeutet für den Hersteller also eher eine Bürde denn eine Erleichterung in der Fertigung. Ershließt sich dann erstmal nicht warum jemand sowas tut.

    Das in einem Cabinet, bedingt durch die Reihenschaltung, wahrscheinlich immer nur ein Speaker ins Jenseits übertritt, ist ein echter Vorteil. Da bei Betrieb mit einem defekten LS die anderen ungeeigneten Umständen ausgesetzt sind.

    Man sagte z.B. bei der MTL4 ( 4x18", parallel ) dass, wenn ein Speaker im Betrieb das Zeitliche segnete, die anderen 3 regelmäßig auch einen mit abbekamen.
    Also direkt alle vier reconen bzw. komplett austauschen.
    Wenn man das nicht machte, also nur einen Speaker ersetzte, konnte man davon ausgehen das einer der restlichen Drei bei der nächsten VA das Spiel von vorne begann.
    Naja, Mythen und Mären. Kein Plan ob das wirklich stimmt. Hört sich aber plausibel an.

    Kein Märchen hingegen ist die CSX60. Siehe hier http://communitypro.com/files/literatu…c22218d669e7aab

    Leider geht aus dem PDF nicht hervor das 1 Ohm Speaker verbaut wurden. Die Nennimpedanz der Box liegt bei 4 Ohm.
    Was bei ( unwissenden ) Reparaturversuchen mit 4 Ohm Speakern natürlich flott in die Katastrophe führte.

    Bei der KS Box hab ich ja extra "evtl." geschrieben. War nur ne Mutmaßung ob der vielen Speaker.
    Die KS_Box ist also ne Mischform. Wie Marian Human schon vermutete.
    Immerhin greift da auch der Lichterketteneffekt. Allerdings ist nur jeweils eine "halbe" Box geschützt.
    Wobei, wenns 4 Öhmer sind macht es wenig Sinn 2 parallele 4er-Päckchen in Reihe zu schalten. lst irgendwie anders. z.B. je 2 Parallel, und diese dann in 2er Pärchen in Reihe........
    Damit müsste sich auch die Toleranzanfälligkeit ( bezüglich der Speaker ) des Konzeptes mindern.

    Haben die Speaker der KS eigene Volumina ? Dann wärs ne Art von URPS. Hab das Teil vor Jahren mal auf der PLS gehört. Beeindruckend.
    Aber das ist OT.

    Gruß,
    Kurt

  • Reihenschaltung von LS - Welche Vorteile hat das ?

    • KurtSchuster
    • 2. September 2012 um 19:15

    Ein Beispiel wäre die CSX60. ( Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl :D ) Da wurden vier 1 Öhmer in Reihe verbaut.

    Ein anderes evtl. das 8 x 10" Teil von KS.

  • Reihenschaltung von LS - Welche Vorteile hat das ?

    • KurtSchuster
    • 2. September 2012 um 18:34

    Hallo Leute,

    da ich nicht so richtig wusste wohin mit dem Thema hab ichs mal hier gepostet.

    Seit längerem frage ich mich was manche LS_Entwickler dazu bringt LS ( in einer Kiste ) in Reihe zu schalten.

    Wo liegt der Vorteil von z.B. 4x Lautsprecher X mit 1 Ohm in Reihe versus 4 x Lautsprecher Y mit 16 Ohm parallel ? Sagen wir beides in einem BR_Gehäuse verbaut.

    Die Kosten pro Lautsprecher eher nicht. Denn 1 Ohm Speaker ( oder auch 2 Ohm bei 2 Lautsprechern in einem Gehäuse ) sind doch noch eher Exoten als 16 Öhmer. Oder ?

    Die Last fürs Amp scheidet auch aus, denn die ist ja gleich. Oder doch nicht exakt gleich ?

    Wer kann da was zu sagen ?

    Gruß,
    Kurt

  • 2x18" oder 4x15"?

    • KurtSchuster
    • 29. August 2012 um 15:40

    Ich seh das auch so das eine 4x15" Kiste einer 2x18", zumindest klanglich, überlegen ist.

    Kommt natürlich stark auf die Boxen an die man vergleicht. Aber ich denke grundsätzlich kann man das so stehen lassen.

    Die 4x15" klingt knackiger, trockener. Erst recht wenn eine 4x15" ( kenne nur CB und BR`s ) gegen eine 2x18" BP antritt.
    Bei Sachen bis ca. 150 Personen nutze ich eine 4x15" die ich meißt asymetrisch aufstelle. Also nicht in der Mitte sondern unter einem der Tops.
    Denn ein weiterer Vorteil einer 4x15" ist das sie, schon als einzelne Kiste, ein wenig gerichtet abstrahlt.

    Beim Einsatz von 15" Tops kann ich bei 80 Hz nach oben trennen. Zwischen 40-50 Hz nach unten.
    Signal für den Sub wird per Matrix des Controllers zusammengemischt.
    Ich hab also, z.B. gegenüber der Theke, wo die Leute eher reden wollen, eine Bassalley in die sich die Bassfans stellen können. Trotzdem ist der Rest des Raumes ausreichend mit Bass versorgt.
    Ist ne Aufstellung die sich imho bewährt hat. Denn, die Menschen sind unterschiedlich. So kann sich jeder sein Plätzchen suchen. Oder auch nach Lust und Laune zwischen den beiden Bereichen wechseln.


    Gruß,
    Kurt

  • Hurricane 2012

    • KurtSchuster
    • 29. Juni 2012 um 14:59
    Zitat von &quot;DJheini im Stäbchen Mania Thread&quot;

    Rote Bühne gegen blau Bühne:
    Da kann man doch so pauschal garnicht vergleichen
    und auf die verwendeten Systeme zurückführen.
    Da spielt ja wohl noch etwas mehr mit rein. :roll:

    Nein, nicht Rote gegen Blaue. Da hing doch dasselbe.

    Grüne ( K1 ) gegen Rote und Blaue ( Geo ).

    Wieso kann man das nicht vergleichen ? Man kann, und es ist ganz einfach. Das einzige was mich evtl. stoppen könnte sind die vielen Bierstände zwischen den Bühnen. :wink:

    Zitat von &quot;Steppo im Stäbchen Thread&quot;

    Wenn man da was vergleichen will bei den grossen Stages dann reicht definitiv nicht nur ein Gang und ein Festival.

    Ich hab bis jetzt min. und das ist echt tiefgestapelt, 40 ( OA, keine Raumeinflüsse ) Shows auf K1 gehört. Das war mal besser mal schlechter. Es gab Ausrutscher aber auch perfekte Shows. Trotzdem blieb das immer hörbar K1.

    Und genauso bleibt Geo ( etwa 10 Shows ) hörbar Geo. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Ihr hättet mal erleben müssen wie die Mischer sich beim Soundcheck einen abgebrochen haben. Teilweise dachte ich die hören gar nicht mehr auf. 45 Minuten für ne 5 Mann Rockkapelle waren ( an beiden Geo_Bühnen ) kein Einzelfall.

    Wo einzelne Stimmen und Instrumente beim Soundcheck noch ganz passabel klangen....spielte die Band dann zusammen los wurden die Gesichter lang. Kein Druck und viel zu undifferenziert.

    Ich denke bei diesen echten Anwendungen ( keine wohlfeilen Konservensounds bei ner firmeneigenen Vorführung ) trennt sich die Spreu vom Weizen. Keine "richtige" Band hat an 3 Tagen auf den Geo`s nen guten Sound hinbekommen.

    Bei "Die Antwoord" ( rote Bühne ) meinte Uli: "Hmm, geht doch, hört sich gut an". Stimmte auch, aber auch nur weil die Band aus nem DJ und 2 SängerInnen bestand. Also ein einfaches Signal. Und weiterhin waren die Defizite hörbar. Nur halt nicht so ausgeprägt.

    Mit dem Einsatz des Nexo hat man niemandem einen Gefallen getan. Nicht den Bands, dem Publikum oder dem Veranstalter. Nicht mal dem Vermieter, denn der hat imho nen Menge zu reconen. ( Limiter ? Aber anderes Thema ) Es macht keinen Sinn ein Sys einzusetzen das von Anfang an auf der letzten Rille läuft. Im Gegenteil ergibt sich dadurch ein Rattenschwanz an Problemen.

    Vielleicht war ja kein Geld mehr da ob des verpatzten RFID_Projektes. Die 3 Jungs mit denen ich da war programmieren ein Warensystem für nen großen nordischen Spirituosenhändler. Da gabs schon bisserl gekicher. Verbrannt wurde geschätzter Weise ein mittlerer 6 stelliger Betrag.

    Es wirkt dann schon so als ob an anderer Stelle gespart werden müsse. Warum ausgerechnet bei der PA wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Warum nicht drei K1, oder Milo oder J ? Es gibt so viele tolle Anlagen.

    Ich hoffe ich konnte bißchen darstellen das es auch bei Großholz große Unterschiede gibt. Wenn jemand sagt: " Ab ner gewissen Preisklasse gibt es keine relevanten Unterschiede mehr".
    Dann sage ich, das stimmt nicht.
    Natürlich immer auf eine konkrete Situation bezogen und live. Sonst verliert man sich im Grundrauschen.

    Leider hat sich auch dieses Jahr keiner aus diesem Forum gefunden der mitgekommen wäre aufs Hurricane. Schade.

    Soweit, und lasst euch nicht blenden von nem Alublech, :)

    Gruß,
    Kurt

    P.S. was ich ganz vergaß. Die vertikale Pendelei des K1 letztes Jahr. Ich bin mit nicht ganz sicher. Aber ich meine K1 hätte letztes Jahr an einem großen Kettenzug gehangen. Dieses Jahr hing es ( wie Kara ) an 2 Kleinen die diagonal am Bumper befestigt waren. Was dazu führte das die Bewegung um die vertikale Achse deutlich gemindert wurde.

    Geo, zumindest an der roten Bühne, hing nur an einem Kettenzug.

    Macht es eigentlich Sinn die neuen Nexo Monis im Metersabstand an der Bühnenvorderkante entlang zu verteilen ?

  • Stäbchen Mania

    • KurtSchuster
    • 29. Juni 2012 um 13:20
    Zitat von &quot;Steppo&quot;

    zu den Stäbchen ist alles gesagt worden.

    Seh ich auch so. Das wars.

    Der Rest wird zu OT. Trotzdem werde ich noch ein paar Sätze zum Geo schreiben. Aber im Hurricane_Fred.

    Zum Schluß, fand das nen netten Fred. Schon weil es zivilisiert blieb. :D

    Gruß,
    Kurt

  • Stäbchen Mania

    • KurtSchuster
    • 28. Juni 2012 um 16:40
    Zitat von &quot;sebastian&quot;

    Der Stein des Anstoßes war nicht die geschilderte Erfahrung, sonders die Wertung, die aus der Erfahrung resultierte und die Vehemenz mit der diese Wertung als gefälligst allgemeingültig anzusehen verkauft wurde.

    Ich hab nie behauptet oder gefordert das man meiner Meinung sein müsse.
    Deine Erregung scheint mir vielmehr darin begründet das du nicht ( mehr ) weißt wie ein ordentlicher Verriss aussieht. :grin:

    Was wiederum daran liegt das die deutschen Musik_Magazine ihre eigenen journalistischen Grundsätze entweder vergessen oder aber nie gelernt haben. Welche da wären Unabhängigkeit, Objektivität, investigatives Handeln, Vergleichen, in Relation stellen und nachfragen, nachfragen, nachfragen.
    Die Kompetenz LS zu bewerten scheint mir gegeben. Den Mut dann offen über die Ergebnisse zu sprechen, der fehlt dann leider meißt. Wann hat wer den letzten echten Verriss über einen LS gelesen ?

    Der Journalismus ( 4.Macht ) ist hauptsächlich dafür da zu dokumentieren . ( Fehl ) Entwicklungen aufzuzeigen und zu hinterfragen. Sei das jetzt ein großes gesellschaftliches Thema ( z.B. Atomkraft ) oder eben nur ein paar LS.
    Dieser Aufgabe wird der deutsche Musikjournalismus nicht gerecht. Wäre dem so gäbe es imho kein Coray und auch kein Geo.

    "Der Autor kann sich vorstellen das Sys in leicht modifizierter Form im professionellen Umfeld einzusetzen" :wink:

    Solche Sätze braucht kein Mensch. Einfach sagen " Taugt für praktisch nix" wäre angebracht.

    Neulich sprach ich mit einem Kameramann. Fragte ihn genau nach dem Thema. Und wie es in seiner Branche aussehe. Da geht das gleiche ab. Zumindest bei den deutschen Magazinen. Geht eher in die Richtung das ein Produkt vorgestellt aber nicht umfänglich beleuchtet und bewertet und in Relation gestellt wird. Die Engländer seien da mutiger.

    Noch ein Anekdötchen zum Geo. Ich war jetzt das 4te Jahr mit den Kollegen auf dem Hurricane. Und, zumindest unterschwellig, kam gern rüber " Was erzählt der denn dauernd über die Unterschiede bei den Anlagen ?"
    Und zugegebenermaßen klingt eine Milo zwar anders als ein K1, aber nicht schlechter. Worüber also nachdenken ?

    Ebenso dieses Jahr mit den Geo`s. Das ist Superprofimaterial. Was erzählst du da ?

    Dann ermunterte ich Uli dazu sich das K1 anzuhören und auf gewisse Sachen zu achten. Als erstes die Stimme. Wie klingt die ? Kannst du sie gut verstehen ? Dann die Snare. Kann ich den Bass mit der BD und dem Standtom auseinaderhalten...sowas. Aber nicht zu viel. Stimme ist das wichtigste. Jeder weiß wie Stimme zu klingen hat.

    Dann bat ich ihn sich diese Eindrücke zu merken. Anschließend sind wir zur roten Geo Bühne. Welche sogar noch die Kleinere war. Die Band fängt an zu spielen...er achtet als erstes auf die Stimme, und dann ist bei ihm der Groschen gefallen.
    Anschließend war der Mann kaum noch zu bremsen mit seinen Kommentaren. Dies und das und jenes ist anders und vor allem schlechter....und er hätte nicht gedacht das es derartige Unterschiede geben kann :grin:

    Wenn man es einmal gehört hat gibts kein zurück mehr. :wink:

    Nachdem ich ihm dann noch die überforderten Amps und klatschenden Subs an der blauen Bühne zeigte stellte er sich entrüstet-fragend hin und formulierte ne verdammt gute Frage:

    >> " Hat sich das denn keiner angehört bevor die das gekauft haben ?? " <<

    Gruß,
    Kurt

    P.S. Schon wieder so lang geworden. Und wie immer, ich greif hier niemanden persönlich an. Alles nur Gedanken.

  • Stäbchen Mania

    • KurtSchuster
    • 27. Juni 2012 um 15:54
    Zitat von &quot;ADMIN&quot;

    Könnte es nicht vielmehr sein, dass hier der Tontechniker und nicht die Anlage der begrenzende Faktor gewesen ist?

    Klar kann das sein. Wahrscheinlich war es auch so. Was mich wunderte war die scheinbare Zufriedenheit mit der Mischer und Hands dastanden.

    Wahrscheinlich waren die schon länger Soundcheck am machen. Hab ja nur den Rest mitbekommen.

    Trotzdem ist es einfach dem Mischer den schwarzen Peter zuzuschieben.
    " Du hast hier ne Anlage die einen Namen wie Donnerhall trägt und ne Menge Geld gekostet hat. Wenn du daraus nix machen kannst bist du ein schlechter Mischer. "

    Wenn es tatsächlich derart monokausal wäre hätte zumindest ein Mischer auf den beiden Geo`s beim Hurricane nen ordentlichen Sound hinbekommen.
    Die armen Kerle bekommen es von allen Seiten ab. Band sauer, Publikum sauer, Veranstalter und Vermieter sauer. Und wer ist Schuld ? Natürlich der doofe Mischer.

    Ich hab mit dem Mischer von "Pennywise" gesprochen. Er sagt das man auf dem Sys, in der Größenordnung, einfach keinen guten Sound mischen kann. Punkt. Das muss man dann einfach mal hinnehmen. Egal ob da Nexo oder Coda oder oder draufsteht. ( Guckst euch an was ich im Hurricane_Fred dazu schrieb )

    Und, Sebastian, Überheblichkeiten helfen da keineswegs weiter. Und wenn du mich schon zitierst, dann bitte vollständig.

    Ich will mich hier nicht rumzoffen. Mir geht es um Informations- und Erfahrungsaustausch. Nicht um kleinliche Markenkriege. Niemand baut nur gutes Material. Nicht über einen längeren Zeitraum.

    In anderen Musikforen ist das Aggressionspotential übrigens deutlich niedriger. Da hab ich mal drüber nachgedacht und versucht die Unterschiede herauszuarbeiten.

    Ich denke der ausschlaggebende Faktor a) ist das es hier finanzielle Interessen gibt b) das ein jeder permanent um seine Reputation besorgt ist, was wiederum daraus resultiert das die wenigsten einen vorzeigbaren Abschluss ( etwa TonIng. ) vorweisen können, was zu c) führt, ich definiere mich über mein Material und meine Projekte.

    Wie gesagt, ich will niemandem an die Karre pissen, alles nur Gedanken die keinem wehtun.

    Gruß,
    Kurt

  • Stäbchen Mania

    • KurtSchuster
    • 26. Juni 2012 um 15:47
    Zitat von &quot;ADMIN&quot;

    Wenn die Anlage zu koppeln beginnt, dann ist das kein Indiz dafür, dass sie leistungsmäßig am Ende ist.

    Das stimmt.

    Was aber auch stimmt ist: Wenn ich die Koppeleien der Anlage nicht in den Griff bekomme, warum auch immer ( oder ich muss zu viel runterziehen ) , dann ist die SPL bevor es quietscht diejenige die das Limit bestimmt.

    Zitat von &quot;test&quot;

    das coaray werden wir uns noch anhören. das wird aber sicher auch gekauft.

    Bitte sei mir nicht böse. Aber diese Einstellung kann ich nicht nachvollziehen. Warum hörst du es dir überhaupt an wenn du es sowieso kaufen wirst ?

    Die Coray_Stäbchen hingen übrigens um max. 20 Grad nach hinten ( wohin auch sonst ) geneigt. Wenn man sich jetzt die 24 Grad_Keule vorstellt wird klar warum bis zum ca. 10 Meter entferntem FOH da nicht viel ankam.

    Was das Sys aber prima konnte war den ganzen Stadtteil mit "Sound" zuzumüllen.
    Mit derartigen Setups ( falsches Material falsch aufgestellt usw. ) erreicht man RuckZuck das sich Anwohner beschweren. Denn der Sound fliegt überall rum, nur nicht da wo er hingehört.

    Gruß,
    Kurt

  • Hurricane 2012

    • KurtSchuster
    • 26. Juni 2012 um 00:07

    Hallo Leute,

    back from Hurricane. :D

    Es war mal wieder ein tolles Festival.

    Sogar das Wetter spielte Freitag und Samstag mit, kein Regen und etwas Sonne.
    Dafür gabs am Sonntag einen kleinen Schauer, dauerte ca. 7 Stunden. Einmal Landunter. :wink:

    Trotz der sonntäglichen Widrigkeiten konnten alle Bühnen ihr jeweiliges Programm durchziehen. Hut ab.

    An der grünen Bühne hing wie erwartet K1. Wieder mit 6 Flugbässen und 12 Tops pro Seite. Als Outfill gab es dieses Jahr kein vDOSC sondern ein Kara. Glaube 9 Elemente pro Seite. Delayline ebenfalls kein vDOSC sondern K1.
    Die Delaytower hatten im Unterschied zu letztes Jahr keine Sub`s.
    Auch schienen mir an der Bühne weniger Subs zu stehen als letztes Jahr.
    Imho hat das der Gesamtperformance des Sys gutgetan. Eigentlich braucht man diese extrem wuchtigen Bass_Freq`s nicht, da sie alles zumüllen.

    Was K1 in Kombi mit Kara ( und nem guten Team ) wirklich kann konnte man bei "The Cure" erleben. Perfekter Sound. Sowas hab ich noch nicht erlebt. Nicht in der Größenordnung.
    Der Sound war derart perfekt ( und ich würde dieses Wort nie leichtfertig benutzen ) das mir kurz durch den Kopf schoss ob das ein Full/Halfplayback ist. :shock: Aber nein...ist Unsinn, es war keins.

    Sehr beeindruckend auch die Homogenität wenn man von vor dem FOH ( Biernachschub holen :grin: ) parrallel zur Bühne wanderte. Der Übergang von K1 zu Kara war, wenn man nicht genau drauf achtete, nicht der Rede wert.
    Keine Verfärbungen, matt oder spitz werden von Freq`s. Zur Seite hin fadet die SPL einfach aus.

    Das Sys an der blauen Bühne war ebenso wie an der roten ein Nexo Geo T.

    >> Wer Geo in sein Herz geschlossen hat der liest hier am besten nicht weiter. <<

    Kurz gesagt, Geo kann weder K1 noch Milo das Wasser reichen. Und auch nicht dem Sys das im Zelt hing. Geo spielt nicht in derselben Liga.

    Die klanglichen Unterschiede sind derart stark das ich sagen kann das mir das Geo echt den Spass an LaBrassBanda verdorben hat!
    Auf die hatte ich mich am meißten gefreut auf dem Festival.
    Man merkte richtig wie die Leute abgehen wollten....aber das Sys hat sie immer wieder runtergezogen. Oder, anders gesagt, das Sys konnte den Leuten nicht den entscheidenden Kick geben der zwischen "Jetzt fliegt die Kuh" und " Ja, ist schon toll" entscheidet.

    Ok, los gehts, als erstes fällt sofort die schlechte Sprachverständlichkeit auf. Die ist so ausgeprägt das man richtig hinhören muss um deutschsprachige Sänger zu verstehen.
    Der komplette Mitteltonbereich ist unterbelichtet und grundtonarm, hat keine Präsenz und kann sich nicht durchsetzen. Dem HT ergeht es nicht viel anders.

    Das Sys ist, zumindest für die blaue Bühne, nicht geeignet. Imho hingen 24 Elemente pro Seite. Plus 26 Subs auf dem Boden.
    In ner Umbaupause bin ich mit nem Kollegen mal ganz nach vorn an die Bühne gewandert.
    Angeschaut, dann ging der Soundcheck los für die nächste Band. Drumset...ich guck so in die Hamsterkisten rein ( sicherlich der häßlichste Sub am Markt ) und denke " macht ordentlich Hub die Membran die man von außen sehen kann".
    Gucke weiter unter die Bühne und entdecke ein 4 Kanal Amprack welches mir auch schon fröhlich mit seinen roten LED`s entgegenblinkt.

    Totz der schieren Masse an Subs ein recht bescheidener Output. Der Meinung war wohl auch der Mischer und gab noch bisserl mehr Gas. Wir sind bei BD und anschließend Toms.

    Nachdem ja schon rot angesagt war fingen die Sub`s nun an zu klatschen. Der eine mehr der andere weniger. War ja schon der dritte Tag. Fröhliches reconen. :?
    Aber das schien keinen zu interessieren. Hauptsache laut ( genug ) . Gute Miene zum bösen Spiel. Absolute Dilemmasituation für den Mischer.
    Nicht so ausgeprägt, aber auch sehr deutlich dieselben Probleme an der roten Bühne. Welche kleiner war als blau und grün.

    Bei "Pennywise" ( komplexes Signal für die Kisten ) besonders ausgeprägt.
    Komplex kann Geo gar nicht.
    Wir stehen also vor dem FOH und ich erzähl meinen Leuten gestenreich warum das alles nicht so ist wie es sein sollte. Fotografiere dann die Bühne, drehe mich um und fotografiere den Mischer. Welcher mir prompt den Stinkefinger zeigt :grin: .

    Ich musste genauso ansatzlos loslachen weils halt ne spontane Reaktion von ihm war aber wir beide wussten worum es ging.

    Anschließend wende ich mich wieder der Bühne zu.
    2 Min. später tippt mir wer auf die Schulter. Ich dreh mich rum, der Mischer.
    Glücklicherweise wollte er mir mir keine reinhauen sondern sich darüber unterhalten warum es so ist wie oben beschrieben. :wink:
    Ich ließ ihn nach einer Begrüßung aber erst gar nicht zu Wort kommen, sondern klagte ihm mein Leid.
    Tenor seiner langen Antwort: Was nicht da ist kann man nicht benutzen.

    Geo hat im Vergleich zu K1, Milo und J starke Defizite.
    Welche imho nicht zu tolerieren sind. Denn 24 Geo`s versus 12 K1 +6 K1SB sind vergleichsweise viel zu teuer.

    Damit kommen wir zum J. Welches imho kein Mid_Size_Sys ist.

    Für mich auch überraschend, im Zelt hing ein J. Hab nur bisserl Konserve und die Kalkbrenner_Show angeschaut. Was an Tops hing weiß ich nicht da die Tower mit Logo_Gazen zugehängt waren. Sub`s waren glaube 6 2x18" unter den Bananen plus 4 Megakisten die nach 2x21" aussahen, dazwischen.

    Man merkte schon bei Konserve das das Sys was kann. Kalkbrenner war ziemlich geil. Kannte den vorher nicht.
    Am Anfang dachte ich" Na super, Techno auf Schützenheimniveaue", 15 Min. später erwischte ich mich dabei das ich am tanzen war. 8)

    Klar, es war nur DJ_Sound...aber alles schön durchgezeichnet. Souverän. Sauber.
    Und, was mir ganz besonders gut gefallen hat, war eine gewisse Brutalität der J_Tops wie ich sie auch an großen Horntops schätze. Die aber noch kein LA konnte welches ich je hörte.
    Damit meine ich das die LS einigermaßen linear skalieren. Und dann wird es halt irgendwann brutal, klingt aber immer noch sauber. Ich mag das. :twisted:
    Das alles ohne das imho zu heftige "In your Face" des K1. K1 ist super. Aber nicht mein Ding.

    Die Doppel 21"er traten nicht sonderlich in Erscheinung. Eher moderater Sub_Bereich. Was mir gut gefallen hat.

    Sodale, ganz schön lang geworden. Und noch die Hälfte vergessen.

    Gruß,
    Kurt

  • Stäbchen Mania

    • KurtSchuster
    • 18. Juni 2012 um 13:34

    @ fladdi Upps, das kam wohl etwas heftig rüber. War aber nicht so gemeint. Und auch nicht auf dich gemünzt :)

    Lassen wir die PP, ist ein Thema für sich.

    Wirst du das Coda mit Konserve und/oder live testen ? Wäre nett wenn du nach dem Test ein paar Worte schreiben würdest.

    @ Jan Zipper Ich denke auf der PLS wurde mit Konserve getestet, oder gab es Gesang.....?

    Zitat von &quot;Jan Zipper&quot;

    Ich denke mal es gibt noch mehr Faktoren, die in ein gutes oder schlechtes Klangbild einspielen.

    Zustimm

    Zitat von &quot;Jan Zipper&quot;

    Zu aller Erst, muss man sich das genaue Setup und vorallem die Hochtonhornbestückung des Corays angucken.

    Das ist ne Sache die mir noch unklar ist. Der HT übernimmt imho bei 1,3 kHz die Arbeit. Warum so ein enger vertikaler Abstrahlwinkel ? Das ist doch eher was für nen Weitstrahler.
    Und, was ist mit den Leuten direkt vor der Bühne ?

    Wenn ich ein Infill brauche würde ich sagen das dies dem Systemgedanken widerspricht. Hmm....

    Erinnert bisserl an die Anfangszeit der Computer, nach dem Motto : Kaufen sie sich einen Computer und sie werden Probleme bekommen von denen sie nicht mal ahnten. :grin:

    Gruß,
    Kurt

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