Yeah!
Das ist aber eigentlich nicht schlimm, schlimm ist ... wie immer... der Mensch! ![]()
Yeah!
Das ist aber eigentlich nicht schlimm, schlimm ist ... wie immer... der Mensch! ![]()
Ein schräges Beispiel dafür, warum ich gerade wieder neu überlege, ein eigenes Pult in eine location zu schleppen, obwohl das Vorort-Pult eigentlich o.k. wäre:
Ca 8 Jahre schleppe ich in einen Veranstaltungsort ein eigenes Pult, weil ich das Hauspult in Gestalt der Urversion des später als Depressionsmischgerät zu Ruhm gekommenen Modells konsequent bestreike. Ca. Ende2018/Anfang 2019 (wing war schon in der Pipeline) entschließt man sich dort, dem Beispiel eines so ausgerüsteten Ko-Veranstalters zu folgen und ein M32 anzuschaffen. Ich beschließe das SD11 im Lager zu lassen und das M32 zu nutzen. Nach einem Gig 2019, das Pult ist schon seit Monaten in Betrieb, ein aufgeregter Anruf aus dem Veranstaltungsbüro:
Nach meinem letzten Gig wären alle Setups der anderen Honorartechniker weg, was ich da wohl gemacht hätte!? Das ginge so nicht!!!
Ich telefoniere mit der dort am regelmäßigsten beschäftigten Fachkraft A in der Hoffnung, Verständnis für das Prinzip „jeder am Mischgerät XY tätige Techniker ist für seine Datensicherung selbst verantwortlich“ zu finden. Auf die Frage nach der Datensicherung erfahre ich statt dessen man habe „Szene für Szene“ mühsam wieder neu laden müssen. 'Export/Import Show' war dem Betreffenden zu dem Zeitpunkt noch nicht begegnet. Während einer meiner 2019er Shows ist eine weitere Fachkraft B zugegen, die ich nur mit Mühe überzeugen kann, mich ein überfälliges firmware update machen zu lassen, um meine aktuelle Editorversion online betreiben zu können. Begründung: man habe gehört, die Behridas Tablet App würde danach nicht mehr spielen
.
Kleiner Exkurs zur X/M32 Speicherlogik für die nicht Involvierten:
Das Pult merkt sich Szenen und Snippets als Dateien. Diese Dateien können entweder einzeln auf ein externes Speichermedium oder in einen Ordner 'show' gepackt und als solcher ex- und importiert werden. Darüber hinaus gibt es libraries für channels, FX und Routings die unabhängig von shows einzeln oder als Ordner ex- und importiert werden können b.z.w. müssen.
Die Haken:
1. Anders als bei anderen Herstellern kann 'scene' schon ziemlich alles, was Ottonormalmischer so braucht, wenn er keine szenischen Abläufe abarbeiten muss. Das führt leider dazu, dass über übergeordnete Speicherebenen nicht nachgedacht wird.
2. das Pult merkt sich zwar viele Szenen aber nur eine show. Wechseln von shows geht nur über das externe Medium.
3. Einiges merkt sich das Pult gar nicht und muss entweder händisch oder über 'third party' ware eingestellt/gespielt werden.
Ich beschließe, vor meinen zukünftigen Jobs eine Sicherungskopie der Hausszenen in Gestalt einer 'Haus-Show' zu erzeugen bevor ich das Pult mit meiner show platt mache und dieselbe danach wieder aufzuspielen und dem Veranstalter den USB zur Verwahrung zu übergeben.
Im Oktober 2021 habe ich dort meine erste show nach lockdown. Davor rufe ich Fachkraft A an, zu hören, wie es denn mit fw updates steht und hole mir die Erlaubnis die letzte fw aus März 2021 aufzuspielen
Beim Job finde ich meine für den Panzerschrank gedachte USB Sicherung im Pult liegend und sichere wie beschrieben die Hausshow bevor ich sie im Pult mit meiner show platt mache und lade dieselbe nach meinem gig wieder ins Pult. Danach alles friedlich. Im Dezember 2021 habe ich die nächste show, gleiches procedere.
Ende März erhalte ich vom Veranstalter eine Nachricht, in der man mir mitteilt, dass wieder alle Szenen der Honorartechniker weg gewesen wären (gaaanz schlimm
) und das wohl daran läge, dass ich ungefragt updates gemacht hätte (wohl inspired by Fachkraft B).
Ich weise den Veranstalter darauf hin, dass es zwischen Oktober 21 und Dezember 21 keine fw updates mehr gegeben habe, ich folglich keine machen konnte, ich bei meinem letzten Job die gesicherte Hausshow wieder aufgespielt habe und wenn ich das nächtens je vergessen würde, die Sicherung im Pultcase läge. Ausserdem böte ich mich gerne an, mal einen Workshop M32 für Fachkräfte und andere Interessierte zu machen unter anderem mit dem Unterthema Speicherlogik XM32. Da hat man natürlich signalisiert, das für so was keine Zeit wäre und die Fachkräfte ja topfit wären.
Aaaahhh, jetzt ist meine Lust wieder ein eigenes Pult in diese location zu fahren ins Unermessliche gestiegen. ![]()
...ist noch mal ein eigenes Kapitel.
Was haben wir uns doch gewundert. Als es vor 20 Jahren mit den Digitalpulten so richtig los ging, dachten wir (ich
) „Suppi, jetzt muss es nur „das richtige“ Pult sein und die Bandmischer kommen nur noch mit dem USB. Keine FOH-Burgen mehr, mit zwei der Lieblingsmarken der Kollegen ist das Festival erschlagen. Bald darauf gabs Fotos mit vier(!) PM5Ds ++ an einem Monitorplatz zu bestaunen und irgendwie war das mit dem USB dann in der Praxis doch nicht so der Standard. Ausserdem hat sich früh gezeigt, dass das Lernen der vielen unterschiedlichen Bedienphilosophien und -oberflächen doch den einen oder anderen Kollegen überforderten.
Heute sind brauchbare Pulte billiger und damit ein eigenes oder ein für eine Tour dauergemietetes Pult für Bands und Bandtonis machbarer geworden. Damit lässt sich das „keinen Bock auf ein täglich neues 'Mixage Surprise' Problem“ umschippern. Die niedrigen Anschaffungskosten erlauben den Vorteil, mit dem immer gleichen Gerät arbeiten zu können.
Zusätzlich hat in den letzten Jahren auch zur Freude der Hersteller eine Individualisierung eingesetzt entweder in Gestalt von Plugin-Servern über Kartenschnittstellen an fertigen Pulten oder ganz individualisierte Sets aus DSP Engines, Stageboxen, Servern, tochscreens und faderboards. Die Pandemie hat natürlich auch ihren Beitrag geleistet, indem sie allerhand Zeit zum Tüfteln an Individuallösungen freigesetzt hat.
Hier wäre jetzt der Thread, Beweggründe, Erlebnisse, Fragen, statements nicht zu den Gerätschaften sondern zum praktischen Umgang mit dem Thema zum Besten zu geben. Ich zitiere zum Threadstart mal den Kollegen 'mfk0815':
... Und ich sehe das Pult an sich schon als Verlängerung meiner tontechnischen Fähigkeiten. Das ist ja der Grund, warum ich mir das eine oder andere Pult zugelegt habe, weil ich mich damit intensiv genug auseinander setze, um damit ein Optimum umsetzen zu können. Es ist ja ok, wenn ich mit einem gleichen oder ähnlichen Pult arbeiten kann, auf dem ich dann auch mein Setup benutze. Aber selbst da sind Grenzen gesetzt. Neulich hatte ich das erste mal ein Avantis unter den Fingern. Gut, das ist jetzt nicht sooo weit weg vom SQ bzw dLive um nicht damit arbeiten zu können. Dachte ich mir. Aber zum einen braucht das Teil doch noch einiges an Softwarepflege, denn da hakt es nich an einigen Stellen, und das ist halt weit weg von optimal wenn man dann schnel das eine oder andere sucht. Und auch der Workflow ist wieder anders. Das Pult ist für die Techniker doch näher dran an einem Instrument als man meinen mag. Aber ich habe auch schon früher gerne mein eigenes FX Rack mit genommen. Das kannte ich und wusste wo ich wie was finde.
Also ich bin deutlich für "Bring your own device".
Ich habe ja den abgespaltenen Faden in 'Cash & Co' einsortiert, weil ich dachte, es ginge vor allem um wirtschaftliche Aspekte und um die Konstellation 'der Technikausstatter oder die Veranstaltung buchen und bezahlen einen FOH-Techniker mit Pult. Bin jetzt unschlüssig, was wir damit machen sollen, wenn sich das auf die technischen, logistischen, künstlerischen und Komfortaspekte des Phänomens 'Bandtechniker bringt eigenes Pult mit' ausweitet?
Beim SM12 bestand der Bugfix im sofortigem Trennen vom Netz und nachschauen, ob der Rauch …
Genau, Soundcraft Analogpulte waren die, die mit Rauch funktionierten! ![]()
Und ich arbeite lieber mit Kollegen, die 'ausfälle gewohnt sind' - die wissen dann nämlich auch, wie man die Bugs fixt...
… und ich liebe es, mit Kollegen zu arbeiten, die wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, aufzuhören, Bugfixversuche abzufeuern und auf ein zweites oder anderes Pult zu wechseln… ![]()
… und, hihi, beim SM12 war ja die Anzahl der möglichen Bugfixes (3
) überschaubar.
Hihi, wenn es der dünne Spulendraht war, der reißt bei dem Versuch ab, vor dem Öffnen des Mikros den XLR hinten raus zu ziehen. ![]()
Ich denke, da war noch was anderes kaputt, denn das klappt bei meinem Exemplar ganz gut. Man darf aber nicht vergessen, dass das Mikro auch für Kick oder Tuba oder Bari funktionieren sollte. Der Naheffekt ist also nur reduziert aber nicht weg.
Bei der anderen Firma unterm gleichen Dach ist es genau so. Da hab ich vor Jahren den Programmier-Chief kennen gelernt. Der hat so geweint, dass ich unter den deutschen Programmieren, die ich so kenne, rum gefragt habe, ob nicht einer für ein tolles englisches Mischprodukt arbeiten möchte. ![]()
Welche meinst Du?
Ich hab‘ da mal was abgespalten. ![]()
ich würds halt gern fest ins Pultcase einbauen
Für eine 'Eigenbau-Klappbildschirm-Server-DSP-Remotelösung' könnte ich mir auch dieses Teil vorstellen: https://mackie.com/en/products/st…stealthbar.html
Wenn man die Füße wegnimmt, ergibt sich auch eine klevere Befestigungslösung.
Alles anzeigenIAlso ich würde es nur bedingt wollen, dass ein techniker sein eigenes Pult mitbringt.
Was ist, wenn das Ding verstirbt? Gut, dass kann beim eigenen Pult auch passieren, aber dann trägt man eben die Verantwortung. Stirbt das Pult des Technikers und damit die Show, dann haftet er auch dafür?
Nur mal aus Interesse: wie regelt ihr das, wenn ihr einen Techniker mit Pult bucht und der Fall tritt ein.
aus Sicht des Technikers ist die Sachlage im Grundfall klar: man lässt sich nur noch mit eigenem Pult buchen und verdient dann natürlich an Arbeitszeit und Pult.
Aber eben die Haftung. Woher weißt ich als Kunde, dass nicht beim letzten Job ne Cola reinfloss (der natürlich erst morgens endete) und nachmittags dann beim nächsten Job mal gehofft wird, dass das Pult durchhält - und dann tut es das eben nicht…
Schwierig.
Muss das Pult im Falle des Versterbens sicher gestellt werden um die Haftungsfrage für die Versicherung zu klären? Hat der Techniker überhaupt ne Versicherung dafür?
Was aus arbeitsrechtlicher Sicht zielführend ist (Techniker mit Pult eher selbständig) wirft eben Randprobleme auf, wenn was schief geht....
Hm, ich weiß nicht...wenn ich den Mann mit Pult buche, würde ich den kennen und wissen, ob er pfleglich mit seinem Zeug umgeht und sein Pult so gut kennt, dass er 'den besten' Job macht. Wenn ich in nicht kenne, buche ich ihn nicht, wenn es irgendwie nicht an ihm vorbei geht, darf ihn gern der Veranstalter buchen.
Mal ganz naiv gefragt, welche Versicherung versichert Digitalmischpulte d.h. Computer gegen ihren Ausfall und was kostet das?
Und mal weiter gedacht, wenn die Veranstaltung so wichtig ist, dass die Pause bis zum Ersatz des Pultes schon zum Regress führt, ist es doch super, wenn Dein eigenes Pult als Havarielösung daneben steht?
Was wir damals vergessen haben:
Zweiwegemikrofone
Gleiches Ziel -> bessere Einhaltung der Richtcharakteristik auch für tiefe Frequenzen und Unterdrückung des Naheffekts.
Typische Vertreter: AKG D200, D202, D222, D224, D3600. Allesamt exzellente Mikros mit einem breiten Anwendungsspektrum.
Nachteile:
1. die notwendigen Schaltungen fraßen ganz ordentlich am Wirkungsgrad und man brauchte gute, damals teure Preamps um die niedrige Empfindlichkeit auszugleichen. (Wäre heute kein Kostenfaktor mehr)
2. Die 200er Serie der 60er Jahre war nicht so besonders robust und ich habe schon in den Achtzigern viele defekte Exemplare gesehen.
Das späte, letzte Modell aus der Tripower-Serie der Achtziger, das D3600 war deutlich robuster, dann aber schon verhältnismäßig teuer und hatte nur eine sehr kleine Fangemeinde unter Bläsern und Drummern. Ein Sleeper sozusagen, der dann in den Neunzigern eingestellt wurde. Defekte Exemplare weisen entweder Zeichen falscher Lagerung (feuchte Keller) oder Spuren menschlicher Neugier auf. Es sind aber auch gut erhaltene Exemplare im Umlauf. ![]()
Ein weiteres Hilfsmittel, um in Sekundenschnelle als Freier einen Haken für Kopfhörer oder Beltpacks werkzeugfrei zurecht zu biegen und an einem beliebigen Pultcase an ergonomischer Stelle zu befestigen z.B.:
Der Durchmesser bestimmt die Biegesteifigkeit um einen guten Kompromiss zwischen „von Hand bequem zurecht zu biegen“ und „fest genug um das Gewicht von Beltpack oder Kopfhörer zu tragen“. 3mm ist schon recht stabil, 5mm schön fest. Es ist leicht, lässt sich mit offenen Drahtenden bequem zwischen Case und Innenpolster zwängen ohne den Schaum ernsthaft zu beschädigen und viele Male zum Transport im Rucksack platt machen und wieder neu für das nächste Case anpassen. Mein erster solcher Haken war ein Tubusführungsstab
.
Farbig wird’s dann der echte Hingucker. ![]()
Sollte sowas nicht von der Firma selbst offen kommuniziert werden? Ich mein wenn das Problem bekannt ist würde es helfen zu wissen welche Features man besser erstmal meidet um das Risiko eines Absturzes zu minimieren
Recht hast Du und wir können froh sein, dass für 'mixing station' zwischen Dir und uns, den Anwendern nicht noch all diese Marketing-, Vertriebs- und sonstwie-Figuren hängen, unter denen sich solche Geheimschlauberger finden, die dann eine solche offene Kommunikation verhindern.
Es weiß doch gar niemand hier, in welcher Liga der TS unterwegs ist.
Man kann es aber wissen, wenn man Frank Lars googlet, wie es 'hell&dunkel' gemacht hat und eine Vorstellung davon hat, wie man in der Szene und der jeweiligen Liga so unterwegs ist. Daher auch meine Frage, wer das Pult bedient.
Prima, dafür kann man ein sehr schönes Mischpult kaufen.
Wer wird das Pult bedienen?
Ich vermute, das ist erst Mal zweitrangig
Auf den ersten (vernünftigen) Blick ja. Aber meine Lebens- und Berufserfahrung sagt: Menschen ändern sich nicht. Ob jemand vor 40 Jahren in den Musikladen kam und ein sehr hochwertiges/erstklassiges oder wie auch immer Instrument, Mischpult, Box sucht oder heute den webshop anklickt unterscheidet sich für den Verkäufer vor allem dadurch, dass ihm manchmal aber auch nicht immer eine bestimmte Art von Kundengespräch erspart bleibt. Manchmal verlagern sich solche Gespräche heute dann in Foren.
Meine Nase sagt mir, dass mich der Threadstart an eine bestimmte Art von Kundschaft und die vielen guten und teuren Tipps an mich selbst und meine diesbezüglich durchgemachte „Lehrzeit“ erinnern. Da ich heute und im Forum kein Equipment mehr verkaufen muß, gehe ich sehr gerne den Weg, die einfache Gretchenfrage zu stellen und erspare mir Luftschlossdigicofendergibsons, wenns um nen hochwertigen XR18HarleyBenton geht.
Die Frage lautet also definitiv weiter:
BUDGET?