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Beiträge von guma

  • Fragen zu LV1 - Workflow, Setup, Hardware

    • guma
    • 6. Januar 2021 um 12:20

    Das Thema ist für mich ernster als es sich so anhört:

    Ich kriege seit vielen Jahren meine kleinen Pulte (früher das GLD80, aktuell immer noch das SD11i, das X32compact, sogar das pro1 und seit neuestem ein Wingchen) mit einem „Reinwipptrick“ in den Kombi. Wie Du Dich vielleicht erinnerst, hatte ich zu genau dem Thema vor Jahren mal einen Thread mit Gewichtsangaben eröffnet. Für mich und meinen Rücken ist das also schon lange ein Thema weil ein Teil meiner Jobs für meinen Part zumindest beim Laden auch ohne Truck und ohne Helfer gehen muß.

    Was mich kolossal nervt, ist das 48er DiGiCo MADI-Rack, das mir selbst ohne äusseres Haubencase nur im Transflex Holzinnencase jedes Mal den Bandscheibentechnischen Angstschweiß auf die Stirn treibt. Das alte 32er D-Rack war zwar handlebarer aber unsinnig groß, und die modularen SD Stageboxen unbezahlbar. Wie oft ging das GLD mit auf den Job (wenn 32 Kanäle auf der Bühne genug waren) obwohl das Pultcase größer war als das des SD11i und obwohl ich mit dem SD11i soundmäßig besser zurecht kam nur weil das 4HE SKB roto molded shallow rack mit der AR2412 und der AR84 so schön handlich war.:rolleyes::rolleyes:;).

    Auch viele dLive Nutzer machen es ja heuer so, dass sie eher die 32- Stagebox mit einer 16er DX kombinieren als eine 48-er zu kaufen, damit das handlebar bleibt.

    Will sagen, ich sehe den Server auch lieber auf der Bühne, würde aber lieber zwei Ethercon patche mehr auf der Baustelle stecken und dafür zwei handliche Cases, eins mit der eigentlichen 32er Stagebox und eins mit dem Rest sehen, was für die Option 64 inputs mit zwei Stageboxen sowieso viel geschickter wäre.

  • Fragen zu LV1 - Workflow, Setup, Hardware

    • guma
    • 5. Januar 2021 um 17:16

    Äh, hab‘ den konstruktiven Part vergessen:


    Hast Du für uns Senioren schon über eine zweiteilige Lösung fürs Stage-Rack nachgedacht? ;)

  • Fragen zu LV1 - Workflow, Setup, Hardware

    • guma
    • 5. Januar 2021 um 12:18

    Wie sich manchmal der Blickwinkel mit der Aufgabe ändert:

    Zitat von Dezember 2019 Wurst Werner

    Ich hab für den Plugin Wahn nen Waves LV-1 Setup, dat ist wenigstens teuer, instabil und in manchen Punkten haarsträubend schlecht... im Vergleich zur Wing:-)

    LG
    WW

    Ich denke, die Aufgabe „Streaming“ geht doch mehr ins „studiologische” wo man sich die IT Baustelle eher leisten kann und 96Khz mehr Thema ist. Ein etwas vorgereiftes setup tut übrigens auch bei anderen digitalen Mischvorrichtungen gut:

    Zitat von Aktuell Wurst Werner

    Klingt vielleicht komisch, aber das WING hab ich von allen Pulten die hier rumstehen bis jetzt am wenigsten benutzt. Wer wie ich im Herbst des Lebens angekommen ist, der mag sich immer weniger mit Kompromissen arangieren. Die Wing würde ich da mitnehmen, wo man nicht weiß, was einen so genau erwartet und es daher schnell gehnen muss mit Chaos Routing, Ausspielwege ändern usw. (Stadtfest, Low Budget Festival).

    Sound-mäßig hat der Flügel keine Chance im Vergleich zu nem LV1. Da die letzten Monate eh nur Autokonzerte und Streams waren, war ich fast nur mit dem LV1 unterwegs...und ich muss sagen, damit komm ich zu deutlich besseren Ergebnissen als mit der Wing.

    Was mich total überrascht hat: Ich hab mir ne LV1 Start Szene für klassische Rock Band Besetzungen angelegt, da ich eine Streaming Serie hatte, wo es nur 30 Minuten für Soundcheck und Monitormix gab. Mit der LV1 Mixerszene war ich super schnell, weil der Grund-Sound extrem schnell stand. Sehr viele F6 EQs, welche die Signal typischen Nervefrequenze sofort neutralisieren ohne großes Geschraube, massive Kompression/Limiting für einen steady Pegel und PSE auf alle Vocals - der Mix ist so aufgeräumt, das würde ich mit nem Wing nicht hinbekommen.

    LG

    WW

    Ich denke, DU würdest es mit PSE im WING auch hinbekommen und die seniorengerechte Gewichtsersparnis sehe ich zwischen „Wing im Plastecase + nacktes DL32 im SKB Roto-Molded 3U Shallow Rack“ und der SoundSurface-Kiste samt Plasteneimeraußenverpackung und dem 8HE Doubledoor-Case+Rollbrettunterbau, bei dem ich Deine Bandscheiben quietschen höre, wenn es in Deiner Umarmung die Heckklappe passiert, nicht.

    Sei ehrlich: die Urkraft, die Dich das alles erdulden lässt, ist die Kombi aus Forscherdrang und Spieltrieb! ;)

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 5. Januar 2021 um 04:32

    Marcus

    Ich meine, Du hast die „Aufbauen oder stecken lassen“ Frage vor Längerem schon mal ähnlich beantwortet. Ist ja klar, dass der Aufwand, das an ein „fremdes" Pult anzudocken, die Konfiguration ein wenig anzupassen zur „Umgebung“ im weitesten Sinn passen muß.

    Mich hätten jetzt Details Deiner Langzeiterfahrung interessiert. Wie siehts mit Zuverlässigkeit der Komponenten aus, Aufwand für Softwarepflege, Kompatibilität mit dem MacOS, nutzt Du immer noch die MADI Interfaces Deines vor Jahren begonnenen setups, was würdest Du anders machen, wenn Du heute noch mal neu damit anfangen würdest? Was ist der Königsweg, die Plattform, um, wie Du es machst, das beste aus verschiedenen Welten ans Laufen zu bekommen?

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 4. Januar 2021 um 05:26
    Zitat von Wurst Werner

    Frage ist: Würde ich mit Wing+Superrack arbeiten, wenn es ne Wing Waves Karte geben würde? Vermutlich nicht. Ich seh da den Sinn nicht, zwei Systeme (Wing+Superrack) gleichzeitig zu bedienen. Erst schraubste im Mixer, dann schauste wieder ins Superrack, dann wieder zurück zum Mixer. Das ist mir zu fragmentiert.

    Das genau ist der zweite Grund, der mich von einer Hybrid-Lösung seit Jahren abhält.

    Ich verstehe sehr gut den Impuls eines freelancers, zumindest für eine überschaubare Anzahl von plugs und eine überschaubare Anzahl von Pulten, mit denen man es zu tun hat, ein gut transportables FX setup mit reproduzierbaren Ergebnissen mit zu führen.

    Wie sieht's da eigentlich mit den Langzeiterfahrungen des Kollegen oton aus? Da gäbe es sicher Interessantes zu berichten?

    Die alte DiGiCo-Lösung mit waves im Pult fand ich spannend, die ist aber längerfristig am Hunger nach Rechenleistung gescheitert und damit eben auch an der DiGiCo-Philosophie, ihre Pult möglichst lang aktuell zu halten. Leider war da die "Arbeitsteilung" auch nicht so gestaltbar, dass man das Problem mit Tausch des soundgridservers allein beheben konnte.

    Von daher verstehe ich den Schritt zu waves in einer puren Form, in der man eben aber Systemkomponenten tauschen kann um das ganze am Laufen zu halten.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 3. Januar 2021 um 19:31
    Zitat von Karel Noon

    ich warte mit der Wing quasi sehnsüchtig auf die Waves Anbindung, auch da geht es in erster Linie um reverb Effekte.

    die in der Wing sind gut, aber es geht sicher mehr.

    Mit Effekten und vielen Dynamik-Bearbeitungen, die als plugin so verkauft werden, geht es mir heute noch so, dass ich erst mal exzessiv suche, was mit den angebotenen Parametern so raus zu holen ist und erst wenn ich davon überzeugt bin zu wissen, das nicht mehr geht, wird es mit etwas besserem ersetzt.

    Ganz viele Menschen in der live mischenden Zunft agieren so, dass sie zunächst vom Hersteller angebotene presets benutzen und oft nicht wesentlich daran weiter arbeiten. Am besten stellen sich Hersteller/Softwareprogrammierer dann auf, wenn der Default schon gut klingt. Das erklärt auch den großen Erfolg von 'one knob' plugins, nicht nur deren einfache Bedienung.

    Aufgefallen ist mir das Phänomen vor langer Zeit am PCM70. Wie im Forum schon öfter erwähnt war mit 'concert hall' predelay und midreverbtime das Thema gegessen. Damit war ein erträglicher Hall erzeugt, der sich besser oder zumindest anders als die üblichen japanischen Mitbewerber anhörten und das wars für die meisten Kollegen schon. Ich fand den 'rich plate' in seiner generischen Form eher grausig und merkte, dass man da doch allerhand Zuwendung reinstecken mußte, damit das wirklich „teuer“ klingt. Umgekehrt gab es damals schon Kollegen, die mit Hingabe aus einer Yamahagurke Dinge rausholten, die man so nicht erwartet hätte. Der Mensch ändert sich nicht und heute wird bei der Flut von erhältlichen Plugs eher noch spontimäßiger reagiert: 'klingt gleich oder weg damit'.

    Bezüglich Halldichte, Substanz, Durchsetzungsfähigkeit und Bearbeitbarkeit waren schon die alten X32 Halls und Plates hinter der 480er Fassade ganz passabel obwohl deutlich dünner als ein echtes, dass kann man jedoch vom neuen VSS3 Algo definitiv nicht mehr behaupten. Der geht so teuer und fett wie man möchte. Das Manko ist eher, dass ihm zu den schicken "neuen“ Hallplugs die rafinierte Graphik und der besagte 'Klingt immer gut obwohl b.z.w. gerade weil es nur drei Schieber hat'-Effekt fehlt. Hier ist auch der Unterschied zu den SMR Algos von A&H: die gehen auch mit aller Hingabe nicht dicker und nicht edler.

    Die wesentlichen Innovationen der FX und Dynamics Welt der letzten 30 Jahre sind im Wing eigentlich vorhanden und das in einer geradezu erschreckenden Qualität und nicht in einer miesen Kopie, wie man erwarten würde. Ich kann so z.B. Die Distressor Emulation kaum von meinen beiden echten Analoggeräten unterscheiden.

    Das Gerät ist ja noch jung, und man darf gespannt sein, was da noch so alles freches nachgelegt wird. ;)

    Ich geb' mir auf jeden Fall erst mal keine Laptop-Extension.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 3. Januar 2021 um 13:03

    In '96Khz und gut' fällt mir im DLive-Sytem als wirklich wichtig im Sinne meiner Fragestellung auch zuerst der Edelhall ein. Wenn man bedenkt, wie winzig der Quantec ist, kann ich Dich gut verstehen. ;)

  • Fragen zu LV1 - Workflow, Setup, Hardware

    • guma
    • 3. Januar 2021 um 12:11

    Danke Henning erst mal fürs Anlegen eines neuen LV1Threads!

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 3. Januar 2021 um 11:39

    Fazit für mich und aktueller Stand:

    In den ergonomisch und hardware-Komponenten-mäßig ausgereiften Systemen fehlt noch allerhand glücklich machendes software-Spielzeug und die Option, Rechenleistung nach zu schieben.

    Dem softwaremäßig glücklich machenden Ding fehlt weiter allerhand Hardware und die Option, mit anderen hard- und software Produkten stressfrei zu kommunizieren. Lächerlicheweise fehlt dem letzteren sogar in der selbst bereitgestellten hardware die Rechenleistung.

    Technische Entwicklung geht immer zum höher Integrierten und das wollen wir ja auch so. Je stressiger die Baustelle um so weniger mögen wir Frickellösungen und dem LiveProfessor, um dessen Vorzüge es hier ging und gehen sollte, geht es bestimmt aus diesem Grund auch so, dass je nach Stressgrad der Laptopdeckel zu bleibt.

    Mir geht es gerade so, dass mein Seniorengewichtsplugrecordingkomponentenspeedsoundpreisleistungsgedönsquotient in der Mixingstation+Wingimplastecase+DL15blau-Schleife hängt und die Lust, am Zusatzgefrickel und am Geld ausgeben ziemlich Null ist. Meine ersten 4 gut klingenden 4-Band-Dynamic-EQ hatten in meiner Praxis vor 30 Jahren schon mehr Bänder als ich brauchen konnte, daher fehlt mir kein F6 und in diese Richtung zielte auch meine Frage:

    Zitat von guma

    @all

    Vom Spieltrieb abgesehen, was ist nach längerer Anwendungserfahrung das, wovon ihr sagen würdet, das geht mit meinem Pult ohne die Pluginplattform für mich garnicht mehr?

    Wenn ich statt „Einmalmitallesunddavonvieldöner“ versuche, so eine Quintessenz aus Stand der Technik in der Klangbearbeitungswelt für die Bühne zu ziehen, dann gibt es da schon eine Konvergenz in der Plugin-Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

    Edelhall, Edelplate, Distressor, Dynamic-EQ, PSE, Vocal-Rider, Bassmonster u.s.w. und da fehlt mir gerade am Wing nur das zweite Band am Dynamic EQ. ;)

    Es bleibt weiter spannend oder weiter blöd, je nachdem ob man ein 'Glas halb voll' oder 'Glas halb leer' Typ ist. :)

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 3. Januar 2021 um 00:04

    Nachdem ich nochmal über Pulte für Männer im Herbst des Lebens nachgedacht habe, ist mir eingefallen, dass das seniorengerechteste 32in18 Pültchen schon 2014 an Dir vorbei geschippert ist (leider funktioniert der Foddoupload nicht mehr):

    Zitat von Wurst Werner

    Wer ganz große Angst hat, der kauft sich sich für 500,- Euro halt ein Havarie X32.

    Kann man auch mal nen kleinen Job machen, ohne viel zu schleppen.
    Ich nenne dieses Setup "Billbos Alptraum" :D -->

    4jt9nyi2.jpg

    Das ganze Ding war doch irgendwie leichter als das Italopelicase vom Soundsurface leer wiegt und ich nehme an, Du hast inzwischen geerbt:

    Zitat von Wurst Werner

    Ich muss ja sagen, dass der LV1 für mich ein Mysterium darstellt. Ein komplettes Setup mit passenden Touchsceens, Wave Server, Plugins und LV1 Software, Switches, IO Devices und Faderboard ist imho absurd teuer für das was es kann. Und heh...es gibt keine iPad Remote App dafür... lol

    Scheinbar konntest Du das Mysterium entmystifizieren:) ... wie siehts mit der ipad App aus:?:

  • Alles gute für ein hofffentlich besseres 2021

    • guma
    • 2. Januar 2021 um 22:47

    Schön, dass ihr alle mit guten Ideen helft, wie ich in meinem zukünftigen Rentnerleben mit dem Nachbarn ein wenig Spaß haben kann.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 2. Januar 2021 um 19:08
    Zitat von Wurst Werner

    Frage ist: Würde ich mit Wing+Superrack arbeiten, wenn es ne Wing Waves Karte geben würde? Vermutlich nicht. Ich seh da den Sinn nicht, zwei Systeme (Wing+Superrack) gleichzeitig zu bedienen. Erst schraubste im Mixer, dann schauste wieder ins Superrack, dann wieder zurück zum Mixer. Das ist mir zu fragmentiert.

    Ja, das wäre die Frage gewesen und Danke für die klare Antwort.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 2. Januar 2021 um 08:48

    Ich komme jetzt noch mal auf den Nutzen der eigentlichen plugins zurück. Der hängt ja nicht ganz unerheblich von der Ausstattung des jeweiligen Pultes ab. Ich kann sehr gut verstehen, dass man als dLive-/Avantis-Anwender eine Bricasti Emulation und ein Analyzer-Werkzeug gut gebrauchen kann auf der anderen Seite mit den Dynamics im eigenen Pult erst mal keine weiteren Kompressoren oder DYN EQs vermisst.

    Ebenfalls sehr gut verstehen kann ich, dass ein DiGiCo oder Yamaha Nutzer etliches aus dem Waves Sortiment sehr gut gebrauchen kann.

    Wurst Werner

    Mal ab von dem replacement Kram, den Du so nutzt:

    Was fehlt Dir denn am Wing noch so, damit Du den live Professor aktivierst und

    @all

    Vom Spieltrieb abgesehen, was ist nach längerer Anwendungserfahrung das, wovon ihr sagen würdet, das geht mit meinem Pult ohne die Pluginplattform für mich garnicht mehr?

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 1. Januar 2021 um 15:39
    Zitat von JS-Collect

    Das wären bei meinen Plugins aktuell 240 Dollar.

    Nicht nötig, Kosten und aktuell keine Kompatibilitätsprobleme. 😊

    Ah, verstehe, Danke!

    Man hängt an der Melkmaschine, darf aber immerhin noch selbst entscheiden, ob man Milch gibt.

  • Alles gute für ein hofffentlich besseres 2021

    • guma
    • 1. Januar 2021 um 02:44

    wora

    Ich hätte da noch die Version:

    'Treacy Private Overkill'

    Möchtest Du sie in 48 oder 96 KHz?

  • Alles gute für ein hofffentlich besseres 2021

    • guma
    • 1. Januar 2021 um 01:21

    Ich denk mir zu Sylvester was für meine Nachbarn aus:

    Werte Nachbarn,

    Nachdem ich nun 30 Jahre lang nicht so richtig mittun konnte, mich nicht adäquat sozial im nachbarschaftlichen Umfeld engagieren konnte, kann ich ihnen nun Erfreuliches mitteilen:

    Ich werde bald Rentner und habe endlich Zeit mich zu kümmern und mich meinen Fähigkeiten und Kenntnissen gemäß einzubringen ... ist das nicht schön?

    Nachdem all die sommerlichen Fußballderbies, die einsamen Hächselaktionen mit der gequält jammernden Hächselmaschine, die frustrierten, einsamen Rasentrimnachmittage, das Benzinrasenmähen mit historischem Modell im Kohlenwasserstoffnebel ohne einfühlsame Lärmpegelbegleitmessung, die langweiligen Poolparties ohne professionelle Freizeitmanagerbegleitung, die gepflegten Jugendsportereignisse im eigenen Parcour ohne stadiongerechte Musikbegleitung und all die schönen Drinkandsmoke-Lagerfeuerromantiken, kurzum all diese schönen Ereignisse, mit denen das Recht auf Lärm und Gestank hochgehalten wird, 30 Jahre lang ohne mich auskommen mußten, darf ich mich glücklich schätzen, ihnen anzukündigen, dass ich mich nun endlich für den Rest meines bescheidenen Lebens kümmern werde!

    Ja Sie haben richtig gehört: KÜMMERN!

    Nachdem, wie einige bereits mit bekommen haben, Veranstaltungstechnik meine lebenslange Leidenschaft darstellt, kann ich mich jetzt endlich einbringen:

    Sie planen einen Hächselnachmittag? Bei schönem Wetter gerne auch nahtlos ins Abendprogramm übergehend? Das ist Spitze!!! Ich denke 'Rage against the Machine' wird die passende Begleitung. Wir machen schön Surroundsound, denn es sollen ja alle im Carré Spaß haben und selbstverständlich wird das durch kalibrierte Lärmpegelmessungen begleitet, wir wollen ja keinesfalls der Behörde zur Last fallen, oder?

    Sie fühlen sich beim Rasen trimmen allein gelassen? Das muß nicht sein! 'Fiesta' eine tolle Filmmusik von keinem geringeren als Miles Davis hilft über die einsame Rasentrimmittagspause aber Obacht: Bleiben sie im Garten und gehen Sie nicht auf den Balkon, es soll bei dieser Musik schon das Bedürfnis, herunterzuspringen beobachtet worden sein.

    Ein Sportereignis im Garten ist geplant. Das ist suuuper! Ein 'We Are The Champions' second harmonics distorted HF Boost Mix' ist vorbereitet! Der tut auch innerhalb der erlaubten Pegelgrenzen gargarnicht weh. Wir lassen ein paar Bässe weg und machen eine kleine Erholpause und schon freut sich der Gesetzgeber. Directivity für alle Fans ist Ehrensache.

    Poolparty ohne audiophile Eventtechnik ... das darf natürlich nicht sein. Damit alle sich wohl fühlen, haben wir ein Schwimmbad-Sample für Sie vorbereitet, einfach so ein wenig schwimmbädliches Grundrauschen mit oder ohne Bademeistertrillerpfeife, ganz nach Belieben.

    Der Sommernachmittag neigt sich dem Abend zu, die Beschallungstechnik ist wetterfest gemacht ... ein wenig Niederschlag wird uns doch nicht abhalten! Die Lagerfeuer gehen an, die Fenster bleiben zu, Lüften bei > 30° C ist ja auch wirklich nicht nötig ... ein 'Smoke On The Water' Remix ist vorbereitet. Was soll ich sagen ... die Essenz, ein Loop von 'Smoke on the Water' und zwar nur davon, diese eine Zeile für die nächsten vier Stunden, davon haben Sie seit der Pubertät geträumt!

    Ich weiß, Sie können ihr Glück kaum fassen aber ich geb' noch eins drauf:

    GEMA, falls sie anfällt, bezahle ich, d.h. das Ganze bleibt für Sie kostenfrei!!!

    Und klar ... nicht nur die nächste sondern auch die übernächste Saison und wenn die Kinder mal aus dem Haus sind, passen wir das einfach so an, dass Sie nichts vermissen...

    Schöne Grüße

    Ihr immer mitfühlender Nachbar

  • Alles gute für ein hofffentlich besseres 2021

    • guma
    • 31. Dezember 2020 um 23:57

    Ich mag das Optimistische in den Foddos!

  • Alles gute für ein hofffentlich besseres 2021

    • guma
    • 31. Dezember 2020 um 22:38

    Ah, hier ist der Thread für die Guten.

    Ich wünsche euch ein Jahr voller guter Ideen dazu wie es weiter geht.

    Euer ziemlich von den (Mit?)Menschen genervter GUMA. ;)

  • I don't need that, 2.0

    • guma
    • 31. Dezember 2020 um 20:50

    oje, welch eine Anhäufung von Irrtümern...:rolleyes:(aber eigentlich gibts den nötigen smiley bisher gar nicht)

    Gehört nicht hier hin aber eigentlich doch:

    IDN

    UM MICH RUMM BÖLLERTS

    DER DÄMLICHE MOB KACKT DEM STAAT INS GESICHT.

    ICH HABE MITLEID MIT TIEREN UND DEM GESUNDHEITSMINISTER.

    ICH VERSTEHE PLÖTZLICH DIE CHINESISCHE REGIERUNG, DIE SO WEISE IST, ZU WISSEN, DASS DER MOB EH NIEMALS DAS GESCHENK DER DEMOKRATIE VERSTEHEN WIRD.

    ICH SCHÄME MICH FÜR MEINE MITMENSCHEN UND FÜR DEUTSCHLAND.

    WIR SIND EINES DER REICHSTEN UND GLEICHZEITIG EINS DER ÄRMSTEN LÄNDER DER WELT!

    EDIT

    ICH WOHNE IN EINEM STADTGEBIET DER WOHLHABENDEN. ES GIBT KAUM WAS ASOZIALERES ALS NEUREICHE. ICH ENTSCHULDIGE MICH DAHER AUCH NOCH FÜR DEN DUMMDREISTEN BÖLLERNDEN NEUREICHENMOB UM MICH HERUM.

    Prost Neujahr.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • guma
    • 31. Dezember 2020 um 12:51
    Zitat von JS-Collect

    Waves PlugIns V11

    Ich hoffe, Dich nicht damit zu nerven und frage an dieser Stelle exemplarisch weiter, um nachzuvollziehen, wie der Entscheidungsprozeß ist.

    Was hält Dich davon ab, auf V12 upzudaten:

    nicht nötig?

    kostenpflichtig?

    Kompatibilität?

    ...?

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