Ich würde erstmal das Gesangsmikro austauschen und dann mit nem Kompressor die extremen Schwankungen noch etwas ausgleichen. So mal für den Anfang.
Fällt das sonst echt keinem auf?
Welche der Aufnahmen meinst Du?
Ich würde erstmal das Gesangsmikro austauschen und dann mit nem Kompressor die extremen Schwankungen noch etwas ausgleichen. So mal für den Anfang.
Fällt das sonst echt keinem auf?
Welche der Aufnahmen meinst Du?
ah und ... fast hätte ich's vergessen ... beim Mischen ist es immer hilfreich, wenn man die Instrumente kennt. Es ist nicht die "Okulele" und auch keine "kleine Gitarre" sondern eine Mandoline, genauer gesagt eine f-style Mandoline.
Was würde ich åndern/ anders machen, war ja die Frage.
Aufnahme
Die Aufnahme ist schon um!
Beim Mischen den EQ nach Gehör, nicht nach Werten oder Presets verwenden.
Das ist ein Allgemeinplatz und kein konkreter Hinweis.
Noch alles OHNE Reverb oder Delay
Mit dem Motor anfangen: Bass und Drum
Dann die Instrumente
Und zuletzt den Gesang .
Das ist ein Hinweis zum Prozeßablauf. Da wir nicht wissen, wie der tatsächlich war (war vielleicht genau so und hat trotzdem zu diesem Ergebnis geführt) auch kein konkreter Hinweis dazu, was man im Mix handwerklich im Detail ändern sollte. ![]()
Was würdest Du konkret im Detail ändern?
So ich habe mal in der Zwischenzeit noch auf eure Setliste geschaut.
1. Der 'on board' Algorithmus 'Hall' mit der an LARC angelehnten GUI ist natürlich wie alle anderen kein Lexicon 480, sondern bestenfalls ein entfernter Verwandter. 'Hall' hat weit weniger Kontent, ist weniger komplex und Du hast erheblich weniger Zugriff auf Parameter.
Typisch Lexicon sind die Parameter 'shape' und 'spread' mit denen man besser als mit dem predelay einen natürlichen Reflektionsverlauf hin kriegt. Wähle mittlere bis längere shape Werte und mittlere spread Werte.
2. 'Vintage Reverb' klingt relativ authentisch nach einer EMT Plate der 80er, aber auch hier fehlt es ein bisschen an Fülle.
Ich weiß nicht sicher, was Du mit 'körnig' meinst. Die "Körnigkeit" die durch alte Wandler und alte DSPs entsteht, kannst Du nicht parametrieren. Was aber geht, ist folgendes: Es fehlt dem 'Hall' Algo die Option späte Reflektions- und Delaycluster zuzufügen, was im 480 zwei komplette Parameterbänke beinhaltet und den Hall lebhafter, weniger glatt werden läßt. Statt dessen kannst Du eine zweite FX engine mit einem triple oder Quad delay dazufügen, dort ein möglichst ungeordnetes multitap delay einstellen und das unterschwellig zu Deinem Hall dazu mischen.
Für 80er Hall würde ich sowohl Hall als auch Vintage Reverb im EQ des return Wegs sowohl unten als auch oben zusätzlich zu den filtern in den FX engines deutlich begrenzen. Dazu den unteren Filter auf LCut (low cut) den oberen auf HCut (high cut) und als Startposition unten 250Hz und oben 5,76KHz.
Parametersatz für eine Eighties Startposition:
HALL
PRE DEL 50ms, DECAY 1,67 s, Size 100, DAMP 8,34 KHz, DIFF 30, LOWCUT 122Hz, HICCUT 8,7KHz, BASSMULT 0,80, SPREAD 38, SHAPE 145, MOD SPEED 20.
VINTAGE REVERB
Front, Decay 1,4 s, Predelay 14ms, LoMulti 0,8 LoCut 120Hz, HiMulti 0,7, HiCut 12,8 KHz, Modulate 48%.
Typisch 80er ist ADT auf den Vocals. Das mache ich mit dem Dual Pitch Shifter. Delay links 16,4ms, Delay rechts 25,4ms. Dazu ein minimales Pitch shifting links -1 bis -3%, rechts +1 bis +3% Hart links-rechts pannen.
Vocals nach vorne mit Kompression kommt die nächsten 2Tage. Viel Spass beim Ausprobieren. ![]()
Unter den verlinkten Flügelmikrofonierthreads habe ich diese zehn Jahre alte Zusammenfassung meiner Überlegungen und Experimente wieder gefunden:
Alles anzeigenSehr interessant im Zusammenhang fände ich folgendes kleines Experiment:
Das 4099 hat ja die Besonderheit, dass in der Kapselabstimmung dem Naheitseffekt entgegen gewirkt wird so dass ein linearer Frequenzgang für die schon recht geringe Entfernung von 20cm erzeugt wird. Das bedeutet für den Nahheitseffekt, das in Abständen < 20 cm eine mäßige Bass/lowmid-Anhebung stattfindet in Abständen > 20cm jedoch eine relative Bassabsenkung.
In einem Flügel haben wir bei der Nahmikrofonie zwei Besonderheiten für eine Beschallungssituation:
1. Die Abnahme findet für Beschallung in einem teilweise oder ganz geschlossenen Hohlkörper statt. Daher kommen sinnvoll auch Druckempfänger/Kugelkapseln zum Einsatz, denn das Aufnahmeverhalten der Einheit Instrument-Mikrofon wird nicht mehr nur von der Richtcharakteristik des Mikrofons über dessen Frequenzgang sondern von der Wechselwirkung des Mikrofons mit dem es einschließenden Hohlkörper bestimmt.
2. Für die Anfälligkeit gegenüber Rückkopplung kann ebenfalls das Mikrofon nicht mehr ohne die Quelle betrachtet werden, da Resonanzphänomene des Instruments unmittelbar Bestandteil der Rückkopplungsschleife werden.
Eigentlich verhält es sich im "freien Raum" ja so, dass der Anteil des erzeugten Pegels in der Beschallung, der dem Nahheitseffekt geschuldet ist, sehr viel weniger an der Rückkopplungsschleife teilnimmt, da bei der großen Differenz zwischen 'Abstand Mikrofon-Quelle' und 'Abstand Mikrofon-Lautsprecher' die Schleifenverstärkung diesen Anteil nicht "sieht". ( Wenn man so will der "SM58-Effekt" ). Wahrscheinlich ist es so, dass das von Klaus als "Lautstärke vor Feedback mittels SM57 am Schallloch" , also über der resonanzärmeren Zone über einem der Löcher im Gußrahmen des Flügels beschriebene Phänomen einer günstigen Kombination aus eben dieser Resonanzarmut mit dem ausgeprägten Nahheitseffekt des SM57 zu verdanken ist. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die Anhebung durch den Nahheitseffekt eine starke Richtungsbezogenheit aufweist, was eine Anhebung durch einen elektrischen Filter nicht leistet.
Bekanntlich sind die ersten Feedbacks, die uns beim Flügel in der Nahmikrofonie Probleme machen, immer tieffrequente "Resonanzschleifen". Interessant wäre nun mal vergleichszutesten, welche Mikrofonie ( keine pickups ) wirklich am lautesten geht:
1. Kugel/Druckempfänger ohne Nahheitseffekt aber mit dem linerarsten Frequenzgang
2. klassische Gradientenempfänger mit linearer Abstimmung ohne Berücksichtigung des Nahheitseffekts.
( z.B. MK4 )
3. dynamische Gradientenempfänger mit ausgeprägtem Nahheitseffekt und Präsenzanhebung ( SM57 ).
4. dynamische Gradientenempfänger mit ausgeprägtem Nahheitseffekt ohne Präsenzanhebung mit nicht rotationssymetrischer Aufnahmencharakteristik ( Bändchen, z.b. M160 )
5. dynamische Gradientenempfänger mit 'kontolliertem' Nahheitseffekt ( variable D, am liebsten das kleine RE15, das leider nicht mehr gebaut wird, hat die linearste Beziehung zwischen Aufnahmewinkel und Frequenzgang )
6. Gradientenempfänger mit einer Kapselabstimmung, bei der die Abstimmung den Nahheitseffekt gerade so kompensiert, daß eine Linearität für einen bestimmten kleinen Abstand erzeugt wird ( hier wäre das DPA 4099 einzuordnen aber auch die sogenannten Sprachkapseln von Schoeps MK4S, MK4A und MK40 mit einer kleinen Höhenanhebung.
Daher finde ich die Nutzung unterschiedlicher Mikrofontypen bei einem solchen Test ebenso sinvoll, wie das Kombinieren mit einem Pickup-System. Ich kam danach eben auf die Lösung, die ich bis heute nutze: Pickup set + 2× 4099 oder 2x CMC6/MK4S + 2x RE15
Für den aktuellen Test würde ich, wegen der den VariableD Mikros ähnlichen Eigenschaften und der kleinen Bauform unbedingt das AE2300 mit einer geeigneten Halterung mit einbeziehen. ![]()
Meinst Du jetzt die Versicherung des Flügels, die Krankenversicherung der Teilnehmer, die Unfallversicherung für eventuelle Flügelbeine auf Teilnehmerfüßen oder die Diebstahlversicherung für die teuren Mikrofone ... ah, Du möchtest, dass wir einen Versicherungsfred für Dich eröffnen?
Wenn ich richtig weiß, gibt es dafür keinen deutschen Vertrieb. Ich weiß aber, dass es Verleiher gibt, die sich das direkt besorgt kaben.
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Geschraubt oder verändert wird da nichts ... 'einbauen' ist trotzdem richtig.
über den könnten wir uns vielleicht mal im rahmen eines kleinen forentreffens hermachen und ihn mit mikrofonen vollstopfen.
bei den vielen ATM350 geht es mir ja hauptsächlich darum, viele mikrofonpositionen mit gleichen mikros aufzunehmen, damit man nur die positionen unterscheiden kann - und nicht noch verschiedene mikros. ich weiß nicht, ob das so rübergekommmen ist
Nö. Aber macht ja nix. Wenn sich jemand findet, der YAMAHIKOs einbauen kann, bin ich dabei. ![]()
wenn die Frage nach genügend ATM350 nebst Flügelhaltern geklärt ist, kann ich mutmaßlich ALLE anderen dafür in Frage kommenden Mikrofonlösungen nebst Flügelhalterungen + die Schertler Grand Piano Lösung beisteuern.
Was ich nicht habe, mich aber sehr interessieren würde, sind das YAMAHIKO pickup System und ein aktuelles Helpinstill im Vergleich. Kann das jemand besorgen?
Wie einige schon angemerkt haben, gibt es ja nicht DIE eine Lösung aber was sich als sinnvoll in den letzten 40 Jahren Beschallung heraus gestellt hat, sind klevere Kombinationen aus pickups und Mikros. Das sollte so ein Test berücksichtigen.
Bei Guma geht es definitiv nicht nur um diesen EINEN Eintrag...
Das ist richtig und da ich meine Aufgabe als Moderator sehr ernst nehme und mich dafür veranwortlich fühle, dass in den entsprechenden Threads Inhalte stehen, die zum Thema gehören und mir dieses Praxis-Board sehr am Herzen liegt, habe ich mir die Mühe gemacht, noch mal sämtliche Rebecca-Beitrage zu Audio-Themen seit 2018 quer zu lesen.
Du hast Recht, da muß sich etwas ändern.
bisher war die Band fast immer schneller mit der Frage ob ich aufnehmen kann als ich mit dem gleichen Vorschlag
Deshalb existiert dieses Problem in der PRAXIS nicht. Ich kann aber gerne dafür einen Theoretikerfred eröffnen oder wora könnte Rebecca private Fragestunde nebst Autogramm ... ![]()
Vorläufige bahnbrechende Erkenntnis: der wirklich sauber gesetzte Keyfilter im Standard Gate oder -Kompressor ist nicht selten zielführender als das schönste Vintage- Plugin.
Auf jeden Fall findet man bei dieser Art von Hausaufgaben allerhand Sachen, für die man sich zumindest mal vornehmen kann, in Zukunft genauer zu arbeiten.
@ Karel
Du meinst jetzt Bands, die es nicht schaffen, beim SC Ernst zu machen? Wer meinen Grundkurs 'soundcheck' nicht verstanden und in seine Aufführungspraxis übernommen hat, wird es nicht schaffen, mich vom Gang ins Catering abzuhalten. Nein ich möchte dafür nicht die Aufnahme vom letzten Job benutzen. ![]()
Wir setzen mal einfach voraus, dass das mit der Band, für die man arbeitet, geklärt ist. Bitte keinen Nebenschauplatz zur Rechtslage. Wer sich in die Hose scheißt, kann sich das ja unterschreiben lassen.
@ Rebecca
Für Beiträge in diesem Thread immer den header dieses Boards im Auge behalten.
Es gibt ja aktuell einen anderen Thread, in dem um Aufnahmen zum zuhause üben gebeten wird. Mir geht's beim Geschraube an fremden Live-Multitracks meist so, dass mir die Fehler, die beim Aufnehmen gemacht wurden, schon so auf den Sack gehen, dass ich die Lust am Bearbeiten verliere. Deshalb bin ich ganz dankbar, selbst gemachte Aufnahmen zum ausprobieren von Bearbeitungsideen oder als Nachbereitung nutzen zu können.
Was für mich denkbar wäre und was ich mir auch durchzuexerzieren vorgenommen habe, (wenn wir dann im Herbst mal wieder dürfen
) ist, auf diese Art zwischen echtem SC und show zwei, drei Sachen per VSC akut nach zu arbeiten, mit denen man die Nerven der Künstler nicht belasten sollte. (Nochmal Voc kompressor Zeiten anpassen, Attack, ER, Delaycluster im Hall dem jeweiligen Raum anpassen, bei einer inear/Kemper Band, bei der das Bühnensignal leise bis "silent" ist auch nochmal Sachen "paarig" hören und am EQing feilen (Kick/ Bass, Keys/Git) ...
Ist natürlich in diesem sensiblen Zeitfenster ne Frage von Zeit, Disziplin, Lust, der Belastbarkeit anderer in der Halle befindlicher Individuen und einem guten Management der eigenen Grundbedürfnisse (Essen, trinken, rauchen, entspannen, telefonieren oder dummes Zeug quatschen) Na, ich hab's mir jetzt immerhin mal vorgenommen ...
Das wäre hier der Thread für die Nutzer also diejenigen, die real Versuche unternehmen. ![]()
Dieser Thread hat 2011 begonnen. Zwischenzeitlich sind die Werkzeuge für 'virtual soundcheck' vor allem durch die Klark/Behringer X-live Karte für 32 Sprur SD Karten Recording sehr viel billiger, verfügbarer und schneller und einfacher zu bedienen.
Haben sich für euch dadurch für die Konzertvorbereitung neue Wege, neue Gewohnheiten ergeben? Gibt es einen neuen Anwenderkreis mit neuen Ideen/Lösungen?