@ oton
Wie schätzt Du denn die Akzeptanz des DPA D:Facto II als Alternative zum KMS105 ein?
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Wie schätzt Du denn die Akzeptanz des DPA D:Facto II als Alternative zum KMS105 ein?
Ich denke es ist, wie so oft, multikausal:
1. Herstellerseitige Eigenheiten der Bassabstimmung:
mit einer B1 klang die Musik auch vor 30 Jahren schon immer nicht nur nach der Musik sondern auch nach der B1 und vor 20 Jahren sehr nach B2, wobei Bandpässe ja ein besonderes "Eigenleben" haben. Heute bemüht sich der Hersteller, auch Bassboxen anzubieten, die ein "neutrales" Ergebnis erlauben.
2. "Systemtuning"
3. Raumeigenschaften respektive das Ignorieren derselben
4. Umgang der Mischer mit dem Master-EQ
5. Früher war zumindest dem guten Tontechniker klar, dass live Sound trotz aller Einschränkungen gegenüber den Konservenhörbedingungen der Musikkonsumenten den riesen Vorteil der besseren dynamischen Abbildung hatte, heute ist die Konsumentenhörgewohnheit das Vorbild ( ... was nicht nur wegen der Bässe quatsch ist ... wovon soll der Zuhörer denn sonst "exited" sein? :roll:
)
6. Das oben beschriebene "wenn schon nicht mehr laut sein darf, dann wenigstens unten bissi mit wackeln" Phänomen
Da meistens mehrere dieser Faktoren zusammen kommen, führt das zum vom Threadstarter beschriebenen Ergebnis.
… und noch was ganz Schräges:
Beim Versuch mit dem 'midas care team' in Kontakt zu treten, erhalte ich bei Eingabe von MIDAS PRO1-IP ( Schreibweise des Herstellers ) und verschiedenen anderen Versionen in das Eingabefeld 'model' des Kontaktformulars immer die Auskunft 'invalid model name' und das Formular wird nicht angenommen.
und noch ein kleines Schmankerl:
Bei der Firmwareauswahl unter 'downloads' gibt es für PRO1-IP nur Versionen bis G3.2.2, für PRO1-TP auch die Version G.3.2.3, wobei der Unterschied zwischen installation package und tour package nur 'mit/ohne Case' ist?
Zitat von "guma"Jetzt wird's inflationär!
nachdem 3.2.2 sehr rasch auf 3.2.1. folgte, steht heute, also drei Wochen später 3.2.3 zur Verfügung. Ich gebe Bescheid, wenn das endlich der gewünschte Bugfix für pro1 ist.
So, nach etwa 20 Betriebsstunden mit V3.2.3 und umfangreichen Tests und Prozeduren vorsichtige Entwarnung:
Ich kann den Fehler "user Pop Group" und den damit verbundenen crash nicht mehr provozieren und gewinne wieder Vertrauen in die Kiste. Es steht noch die Prüfung von im Editor mehrfach weiter bearbeiteten files aus. Ich werde dann nochmals berichten.
Was weiter befremdlich ist, dass der Hersteller sich "releasenotemäßig" zu dieser Version komplett tot schweigt, die Versionen 3.2.1 - 3 in ein wenig "hektischer" Abfolge erschienen sind, ein englischer Benutzer meint, den Fehler seit 3.2.3 zu haben, die amerikanischen berufsfreundlichen Herstellerforenrepräsentanten den Fehler nicht kennen obwohl sie in den Ankündigungen zu 3.2.2 schreiben: "Addressed Issues: - Fix issue with reordering POP and VCA groups in user mode on the Pro 2" und aus Kidderminster keine Stellungnahme kommt. Immerhin hat man mir gestattet im midas-forum zensurfrei darüber zu berichten.
Und dann gibt's ja immer noch die großartige Alternative, die ich für mich bereits beschlossen habe:
Gar nicht mehr hin fahren, nachdem ich das Jahr für Jahr immer blöder finde. :roll:
Konnte ich leider nicht sehen, da die "größere" Fohhnanlage vom Samstag die System-Amps im Topteil hat und die hingen so, dass man das nicht einsehen konnte. Hat sich aber definitiv nicht sehr komprimiert oder gequält angehört, ich behaupte, dass ich ständigen Limiterbetrieb sehr gut raushören kann.
Gut zu hören, dass andere da auch Mühe haben, wobei ich mir das mit einer ordentlichen Festival-PA deutlich einfacher vorstelle. Ich habe in diesem Fall das Pech, für die Festivaltermine der Band im Sommer keine Zeit gehabt zu haben, sodass mir der Vergleich Clubsituation-Festival fehlt.
Wie ich im Threadstart bereits schrieb:
Zitat von "guma"
2. Leadsänger mit etwas Mühe mit seiner Gesangs- und Mikrotechnik
Das Problem mit der mangelnden Dynamik- und Mikrofonabstandsdisziplin gab's schon vor der Verinearung und mit Stöpseln ist das nicht besser geworden :roll: "Wir" arbeiten aber daran.
Noch zu den Fragen, wie sich die aufgenommen Gitarrenspuren verhalten:
Beim Nachbearbeiten der Gitarrenspuren unter "Regieraumbedingungen" (KH120) hört man die "Stereogitarre" mit reichlich FXen sehr breit also gewollt nicht ortbar und die Monogitarre straight forward eindeutig nach panning ortbar. Das ist mit EQ und pan völlig problemlos so zu separieren, dass es eigentlich kinderleicht so zu mischen ist, dass man die beiden Gitarren perfekt auseinander halten kann.
Ich tendiere in meinen Überlegungen ebenfalls zu einem "Holzproblem".
Campfire?
... Wobei das offene Leadvocalmikro vor allem den Drumsound "verändert" und damit mein Problem nicht erklärt ... :wink:
Ganz lieb finde ich, dass von ilive Usern mehrfach "neue" Features an dlive gelobt werden, die an GLD schon vorhanden sind ... ![]()
Zitat von "wora"meine zweite frage: hast du schonmal versucht, die PA nicht zu verzögern?
Ja und ich habe die Zeit von 0 - X mal durchgescrollt um zu hören ob es da überhaupt einen relevanten Effekt gibt -> man hört, dass die Snare besser in der Mitte sitzt, sonst tut sich aber ,wenn die ganze Band spielt, nix.
Es hilft ja eigentlich nur für die Anteile, die sowohl auf der Backline als auch in der PA akustisch real und in einer ähnlichen Lautstärke vorhanden sind also in dem hier beschriebenen Fall nur für das drumset selbst.
Ich hatte Eingangs ja schon erwähnt, dass ich keine Wunder erwartet hatte
Zitat von "guma"... Nachdem ich einige Gigs über die bandeigene 'Fohhn 10"/1" + 2 Stück 12" Aktivsubs pro Seite" gemischt habe, dachte ich: "naja für diese Mini-PA ist das alles bisschen viel".
aber es wurde eben mit der dickeren Ausgabe mit den Achtzehnern und den zwölfern gestern nicht wirklich besser ...
... was mir noch einfällt:
Tags zuvor hatte ich mit gleichem Pult (GLD80) und 2xQ10/2x18Sub in einem schwierigen Club (Gewölbekeller) mit 2 Stück 4x12" Marshallboxen plus nem Ampeg und einer Gitarrenband im zugegebenermaßen fortgeschrittenen Lebensalter einen sehr gediegenen Sound und behandle den GLD80 sicher mit ähnlichen Pegelverhältnissen/Routings ... will sagen am Pult/der grundsätzlichen Pultbedienung liegt's sicher nicht ...aber mir ist mein schon länger wahrgenommenes Problem durch den "Vortagsvergleich" besonders aufgefallen.
Zitat von "mellotron"Schön oldschool pannen, warum nicht Gitarren auch ganz links/rechts?
Mache ich schon... naja vielleicht nicht ganz hart links/Rechts
Zitat von "mellotron"Die PA selbst verzögerst Du sicher auf die Snare oder sogar kurz dahinter?
Jawoll!
Zitat von "mellotron"Snaremic(s) nur als Effektsends, Becken unverstärkt.
Drummer von sachdienlicher Spielweise oder Equipmentauswahl überzeugen.
Ich habe während des Soundchecks mal ohne Erfolg die Snare ganz raus genommen...
Zitat von "mellotron"Mikros für den Sänger durchprobieren (OM7?).
Die Kempersignale mal aufnehmen und schauen, was da an Stereoeffekten drauf liegt, die es subjektiv breiter, aber auch leiser/indirekter machen.
... werde ich beides machen. Ich kriege vom einen Gitarristen ein Stereo- vom anderen ein Monosignal.
... eigentlich ein paradiesischer Zustand für einen Mischer ... keine wedges, die unnötig lärmen, keine lauten Gitarrenamps, kein dröhnender Bass von der Bühne ... Dass es da wieder neue Probleme gibt, die das Mischen ganz schön schwer machen können, möchte ich hier zur Diskussion stellen:
Junge Band, die innerhalb eines Jahres nach und nach sowohl auf Komplett-inear als auch auf '3x Kemper = keine Gitarren- und Basslautsprecher auf der Bühne mehr' umgestellt hat. Die Jungs machen ihren Monitor über einen passiv gesplitteten x-32 Rack selbst, sodass man sich 100% auf FOH konzentrieren kann. Trotzdem habe ich ziemlich Mühe, in kleinen Clubs einen differenzierten, kontrollierten, ortbaren und nicht zu lauten Mix zu machen. Wie kann das sein?
Klar, auf einer großen Open Air Bühne mit fetter PA wird es wohl einfacher sein. Nachdem ich einige Gigs über die bandeigene 'Fohhn 10"/1" + 2 Stück 12" Aktivsubs pro Seite" gemischt habe, dachte ich: "naja für diese Mini-PA ist das alles bisschen viel". Dieses Wochenende hatte ich jedoch wieder so einen Gig, bei dem zufällig eine 12"/1"+18" Variante der gleichen Produktlinie des gleichen Herstellers eingebaut war und meine Mischprobleme blieben die gleichen. Ich nehme also mal wohlwollend an, dass das Produkt nicht scheisse ist, sondern analysiere meine Situation:
1. Sehr lautes Drumset mit dicker Berta, fetter Snare, dicken Stöcken, gegen das man anstinken muß
2. Leadsänger mit etwas Mühe mit seiner Gesangs- und Mikrotechnik
3. Dichte Arrangements mit viel "Gitarrenparallelaktion"
Trotzdem reicht mir das nicht zur Erklärung dafür, dass ich trotz aller Hingabe, klugem Kompressor- und Dynamic-EQ Einsatz und EQ-Differenziergebiege es nicht befriedigend hinkriege, einen differenzierten Mix abzuliefern wie ich es von mir gewohnt bin und wie man es ohne Wedge- und Backlinelärm erwarten würde? Wieso klingt alles so platt und dimensionslos?
mögliche Erklärungen ( ... und ich frage jetzt mal bewusst naiv :wink:
1. Band zu schlecht?
2. Fohhndingens immer noch zu klein (... oder doch zu mies)?
3. Clubs zu leer?
4. 3x Kemper = drei mal dimensionslose Gleichmacher?
5. Liegt es einfach nur an meiner Jahrzehnte langen Hörgewohnheit "mit Backline" die mir ganz subjektiv fehlt?
oder fehlt mir (das wäre mir ja am liebsten ... :wink: )
6. Ortung, wie sie in einem kleinen Klub "normalerweise" dadurch entsteht, dass a) die PA die Backline nur stützt und b) die geringe Entfernung zur Bühne und die Abstandsverhältnisse Backline-PA-Zuhörer dem Zuhörer erlauben, schon durch die Anordnung der Amps im Bühnenraum die Quellen sinnvoll "verortet" und angenehm räumlich zu hören?
Wäre es sinnvoll, wenn Punkt 6 relevant ist, mit Input Delay und "Laufzeitstereophonie" zu arbeiten oder ist das "Technikergewichse" und das "Problem" ist mit 1. - 3. ausreichend erklärt und ich müsste der Band "die Freundschaft kündigen"? ( klar ihr kennt die Band nicht aber es gibt einen netten Kollegen im Forum, den ich nach 12 Forenjahren zum ersten Mal im richtigen Leben getroffen habe, der sich das mit angehört hat und auf dessen Meinung ich mal gespannt bin :wink: )
Zitat von "wora"...... editor der iLive ...... kann man damit auf einem 1900er bildschirm glatt 48kanäle nebeneinander darstellen ....
Wobei ich den tatsächlichen Infomationsgehalt dieser Ilive-Editor-Mehrkanaldarstellung eher bescheiden finde ...
Egal ... Gerade da hat man sich bei dlive besonders Mühe geheben: Die pultseitige Mehrkanaldarstellung finde ich schon mal sehr gelungen. :wink:
Zitat von "wora"
... der nicht unbedingt genau so zu bedienen ist wie das pult. nur so kann man die jeweils beste performance für das jeweilige bediensystem erzielen. den editor für die iLive finde ich z.b. viel sinnvoller als den editor für das GLD.
zum offline-erlernen eines mischpultes ist der GLD editor natürlich geschickter, schon klar. aber man verschenkt dadurch eben ein paar nette möglichkeiten...
Das ist jetzt vielleicht ein Missverständnis:
im online Betrieb arbeitet der GLD Editor nicht als 'full mirror' sondern als 'remote' und ist damit keine gespiegelte Darstellung sondern eine echte Erweiterung, in der man z.B. einfach eine andere Bank ansehen, das FX Rack bearbeiten oder das metering einblenden kann und mit dem Pultschirm und der "Lichtorgel" eben etwas anderes wie z.B. Kanalbearbeitung oder den Recorder bedienen ( dessen Bedienung gibt's im Editor nicht), oder irgend etwas anderes machen kann. Auch die Bedienung ist anders, sodass manches im Editor sogar geschickter ist. Was dem Editor wirklich fehlt, ist eine echte Mehrkanaldarstellung zur Übersicht, die das Pult selbst ebenfalls nicht hat.
Das ist jedoch im dLive perfekt gelöst, sodass es im Editor keine solche Hilfsübersicht braucht. Völlig daneben finde ich, wenn die Darstellung im Editor und Pultoberfläche so gar nichts miteinander zu tun haben, wie ich das beim Avid S3L gesehen habe ( vielleicht hat man das ja zwischenzeitlich auch geändert )
Hat schon mal jemand einen Editor zum Pult entdeckt?
So, nachdem das also ausführlich besprochen wurde, möchte ich noch auf Folgendes hinweisen:
PA = Public Adress
HEIM( Kino ) ist das Gegenteil von 'public'. Threads darüber sollten also in einem PA Forum eher die Ausnahme sein. Dieser Einwand
Zitat von "ThoSchu"Ich weiß ehrlicherweise nicht was das mit PA zu tun hat...
des geschätzten Kollegen war also unbedingt berechtigt.