Ja, und damit kommen wir auch direkt zur Frage nach der Empfindlichkeit für 'spill' zurück. Da ist Billbos Beispiel ein ganz passables Erklärungsmodell für das Verhältnis von Nutzpegel für die "Nahnutzquelle" zu spill. Nah am Mikrofon können schon 1-2 cm eine relative Entfernungsvervielfachung darstellen und im gleichen Verhältnis ändert sich auch das Verhältnis Nutzpegel/Spill. Hier sehe ich das höchste Erklärungspotential für das angesprochene Problem. Der tatsächlich wirksame Quelle-Korb/Membranabstand ist bei den meisten Kondensatormodellen der handgehaltenen Mikros verhältnismäßig ungünstiger als bei ihren dynamischen Kollegen. Gerade beim KMS105 mit dem "eingepackten KM185" ist der besagte Abstand relativ groß, was zwar gut für Naheffektreduktion, Reduktion von Pop/Windgeräuschen, Reduktion von Feuchtigkeits/Kondensateffekten auf der Membran ist, jedoch schlecht für Spill. :wink:
Das "Massenträgheits/Dämpfungsmodell" halte ich für keine gute Erklärung für die "Spillempfindlichkeit". Wenn das tatsächlich dazu beitragen würde, dann allenfalls in einem winzigen Bruchteil des gesammten zu beobachtenden Phänomens oder umgekehrt: Wenn das die Erklärung wäre, müssten dynamische Mikros noch viel schlechtere Wandler sein, als sie es in der Praxis sind.
Beiträge von guma
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Zitat von "nojunk"
....und wenn's den kunde wünscht/bezahlt, werden auch mal 2 pulte aufgebaut - da gab's früher mal ein nützliche feature bei yamaha pulten - "über kreuz verkabelung der steuerung", salopp ausgedrückt.
Die Steigerung dieses Features heißt heute 'full mirror', ist in DiGiCo Pulte eingebaut, bedeutet, dass das redundante Pult tatsächlich alles mitmacht und bei Ausfall einer Konsole im MADI Stream einfach weiter werkelt und hat mein SD8 schon das eine oder andere Mal in Arbeit gebracht.
Ansonsten, Männer Ihr habt natürlich alle Recht aber ein Vierkanalamp ist für Redundanzüberlegungen aller Klassen schon eine besonders aparte Steilvorlage ...


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Bei Vierkanalamps und Brötchen fällt mir noch Folgendes ein:
Bin ich Freizeitbeschaller und mein Amp heißt TSA 4700, habe ich entweder einen Reserveamp dabei und kein Problem oder ich bin bescheuert und habe deswegen ein Problem, das ich auch sonst im Leben habe.
Bin ich die Firma, die aus 'befriedigen' einen Zweiteiler macht und mein Amp heißt D80, ist der Job entweder so groß, dass ein ausfallender D80 nicht auffällt oder ich habe auf eigenen VAs einen Reserve D80 dabei und kein Problem oder mein 'dry hire' Kunde ist bescheuert, weil er keinen Reserve D80 bestellt hat.
Bin ich Kleinprofi, der gerne mit den Großen pinkeln möchte und die Kohle hat gerade für zwei D80 gelangt, mit denen man ja auch schon ziemlich Lärm machen kann, geht im Zweifelsfall entweder eine ganze Seite oder Bass respektive Top komplett aus. Wenn dann die Kohle nicht mal für das Leihen des dritten D80 langt, hat man sehr viele Probleme:
Falsches System, falscher Denkansatz, falsche Geschäftsidee, falsche Kalkulation, falscher Beruf, Selbstständigkeit falscher Status, falsche Philosophie.Will sagen, es gibt keine Amps, die zu teuer sind ....Und es gibt keine Amps, die nicht kaputt gehen

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Zitat von "billbo"
Das wichtigste an frei konfigurierbarer Busstruktur ist der factory reset .......
heißt neudeutsch 'template'... :wink:
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Zitat von "klauston"
Das sehe ich nicht so.
ich sehe sehr wohl einen Unterschied zwischen den verschiedenen Bussen.
Gruppe, Pro/Post AUx, Matrix usw....Das ist nicht das Selbe.
Ebenfalls. Wir können uns vielleicht auf Folgendes einigen:
Technisch gesehen sind Busse eben Busse. Bei Pulten mit offener Architektur ist es schon immer so, dass man beim Konfigurieren wählt, wie man diese Busse anwenden möchte, d.h. wie viele Auxe, Gruppen, Matrixen .... man daraus macht. Es handelt sich also um Bus-Anwendungen.
Nicht sinnvoll finde ich es, für diese Anwendungen die Terminologie zu ändern oder ab zu schaffen, vor allem nicht für diejenigen, die nicht so genau wissen, was damit gemeint ist. Schließlich hilft sie uns ja, untereinander und gegenüber den Herstellern zu vermitteln, was wir haben wollen. :wink: -
Ab heute ist ( zusammen mit CL V2.03 ) die QL Firmware V1.07 mit dem dazugehörigen Editorupdate downloadbar.
Bitte für zukünftige update memos diesen Thread hoch holen.
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Ab heute
CL Firmware V2.03 + aktueller Editor downloadbar !
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Zitat von "oton"
... Pultsummierer am FOH bei größeren Festivals ...
Dazu sollte das Teil zum AES out aber modernerweise auch ein paar AES Inputs können. Das geht bei Yamaha über die Karten auch über die kleinste Gurke, bei Pulten mit MADI Option nur über relativ teure Interfaces, bei Dante ebenfalls, bei Pulten ohne Karten oder Netzwerkoption gar nicht.
... äh und wenn ich es genau überlege, ist für die Anwendung 'separater Pultesummierer' die interne "Kleinpultmatrix" am wenigsten nötig, denn in dem Fall ist das Pult selbst die Matrix. -
Die deutschen "Interpreten" wahrscheinlich auch nicht.

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Zitat von "wora"
lösung b)
auxweg prefade schalten -> alle gewünschen signale (z.b. subgruppen) mit 0dB faderstellung auf den aux mischenJungs, hier liegt jetzt wohl ein kleiner Irrtum vor:
Das Manual
ZitatAlles anzeigenMono and stereo input channels and FX returns can
be routed to groups. Group routing follows the
channel faders and pan. They do not have send levels.
You can use a Group to sub mix several channels for
single fader level control, or to process several
channels, for example:
FX return or stereo drum sub mix
Compressor over several backing singers
Single EQ over several lavalier microphones
Grouping signals for recording or ME monitoring
For sub mixing – Assign channels to the Group rather
than LR, then assign the Group to LR.
Access the Group masters using the Master Strip Mix
keysliest sich nicht so, als gäbe es in den subgruppen noch mal aux sends. Das wäre wohl aber Vorraussetzung für diese Vorgehensweise und bedeutet für mich eben neben anderen Unbequemlichkeiten das definitive Aus für die auxe als Matrix :wink:
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Zitat von "billbo"
Das ging/ geht schon beim M7 ohne (störend bemerkbare) Artefakte; dessen Technik ist mittlerweile etliche Jahre alt...
Jep, das funktionierte. Ob das allerdings bei den neuen ( CL ) noch genau so funktioniert, wenn in einem Gruppeninsert was aus dem Premiumrack hängt ... ?? -
War es die "Musik", die mit G anfängt ? :wink:
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@ Karel
Bist Du Dir sicher, dass Du das Prinzip verstanden hast ?@ all
Können wir bitte halbwegs im Kontext 'Kondensatorgesangsmikros' bleiben ? -
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Zitat von "presonus"
Unangefochtener Spitzenreiter im Spill ist das KMS 105....
'Spill' gefällt mir
... Ja und da decken sich unsere Erfahrungen 100%. Mein Schlüsselerlebnis damit war die grauenvolle Übertragung einer Tonnendach Openair Bühnenschepperdröhnakustik mit drei KMS 105 bei einem Gitarren/Gesangstrio ... Und ja, die Jungs wußten, wie man laut und nah in ein solches Mikro singt ... und nein ... es war auch grauenvoll mit zugedrehten wedges und ja ... es war weg mit drei OM7 unter genau gleichen Bedingungen.... auf dem gleichen Job. Mikros sind unterschiedlich. Basta. -
Zitat von "billbo"
... das Labor - Richtverhalten des Gesangsmikros (welches bei 'supernah + in der Hand gehalten + bewegt' praktisch komplett irrelevant wird),
Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube ... Du solltest es vielleicht doch mal überprüfen auch wenn Du damit vor 30 Jahren schon abgeschlossen hast. :wink: und nein es ist nicht der "Respekt" des Anwenders vor dem teuren Kondensatormikrofon und ja es lässt sich mit isosupernahen Abständen im Direktvergleich beweisen.
Du verwechselst Laborrichtverhalten mit Prospektrichtverhalten. Das zweite hat tatsächlich nichts mit der Aufnahme des Umgebungsgeräuschs während der Nahnutzung zu tun.
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Ist der holländische Thomann und daher auch gesamt europäisch unterwegs. Hat in "trusted shop" zu wenige Bewertungen um aussagekräftig zu sein.
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Zitat von "treibsand"
IDN: Coburg.
oder:
4. Gefühlte 3 Mio "Percussionisten", von denen nicht 2 (zwei) gleichzeig mal nicht auf Instrumenten rumdengeln... :roll:Du denkst das verkehrt herum:
Gefühlte 3 Mio "Perkussionisten" brauchen uns, die Beschaller nicht.

:lol: -
Eine Matrix ist eine feine Sache, um bestimmte Aufgaben, die wora oben schön zusammengefasst hat, zu erledigen.
A ) Ich denke, solange das Pult als Band/Proberaum/JUZE LR Beschallung u.s.w. genutzt wird, braucht's die Matrix nicht. Sie sorgt dann eher für Verwirrung.
B ) Für eine Beschallungsfirma, die das Pult möglichst vielseitig und platzsparend nutzen möchte und daher eine Kompaktversion eines ausgewachsenen Pultes sucht, das auch komplexe Aufgaben für wenige Inputs erledigen kann, sollte eine Matrix vorhanden sein.Je nach Präferenz gibt es ja unterschiedliche Anbieter für kleine Pulte. Ob ein Hersteller das einbaut, hängt vor allem vom angepeilten Klientel ab. Ist der Anteil A sehr groß, kann der Hersteller es eher weglassen, soll der Anteil B der Kundschaft mit bedient werden, sollte er die Matrix "einbauen".
Dann sollte es aber mindestens die Option pre/post fade für die Quellen der Matrix geben. Ob die dann unbedingt DCA-bar sein muss, würde ich für mich jetzt nicht zum KO Kriterium machen und ich müsste im Kleinpult nicht unbedingt Inputs auf die Matrix legen können. Was aber zwingend sein sollte, ... und darüber wurde bisher nicht gesprochen ... , ist, dass für alle unterschiedlichen Quellen, die der Hersteller für die Matrix "freischaltet", keine Laufzeitunterschiede im Pult möglich sind, da hier einzelne Signale durchaus auch mal parallel verschiedene Wege bis zur Matrix nehmen können !
Auf Auxe als Krücke hätte ich jedoch keine Lust. Wenn die Anzahl der Busse im Kleinpult begrenzt ist, würde ich für eine AUX/MATRIX Umschaltung plädieren, wie sie hier schon gefordert wurde.