Ja, das Argument, dass eine "Teilrenovierung" von Pult-DSP in den Pulten so nicht vorgesehen ist, würde so eine Lösung tatsächlich sinnvoll erscheinen lassen. Bleibt halt die Frage wieviel Reserve in den Pulten ist und was schneller "altert".
Beiträge von guma
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Diese Art von "Wir machen uns ein schnelles Master nicht mit DAW sondern mit den vorhandenen und vor allem gewohnten Mitteln nämlich unserem Mischpult" finde ich auch sehr charmant auch wenn es quasi kaum Editier- und Automatisieroptionen gibt.
Ich mache das ebenfalls so, dass ich den Master ins Nuendo zurück patche, allerdings mit einem anderen Pult und über eine Madi-Karte. Dort kann ich den patch der Karte Gott sei Dank in Ruhe lassen und muß nur den Master in den Madistream patchen un die passenden Spuren im Nuendo live scharf schalten. -
Ja, das geht dann preislich wieder in Richtung der waves Kiste.
Da bleibt nach wie vor die Frage, ob gerade an den Stellen, wo eine ordentliche Anzahl von plugs nötig wäre ... und nur dann lohnt sich das Ganze ... die pulteigenen Resourcen nicht schon gut genug sind. Am ehesten lohnt es sich wohl für jemand, der meint, mit pulteigenen Kompressoren oder EQs nicht hin zu kommen aber dann sollte man vielleicht auch darüber nachdenken, ob man nicht das falsche Pult hat.
Ein Streifen "hardwaretransendesigner" und/oder ein besserer "1HE-Streifen-Haupthall" brauchen jedenfalls auch nicht mehr Platz und sind bei dem Hardware-Preisverfall deutlich billiger, solange man nicht viele Instanzen davon braucht. -
Zitat von "simonstpauli"
Sehr guter Einwand. Natürlich muß man mit einer Delayline nur dort aufholen, wo etwas fehlt. Das ist tendenziell der Hochmitten-Bereich. Der Rest kann am Delay Weg rigeros beschnitten werden. Damit wird die Ermittlung des Crossover-Punktes erheblich einfacher.
Hier kommt das Systemdesign ins Spiel. Man kann die Komplexität verringern, indem man die Delay-Line schlau anordnet.Grundsätzlich wehre ich mich dagegen, Subsysteme nicht in Phase zu bringen, nur weil es ein komplexes Problem ist. Es ist zum Beispiel möglich, schlechte Zonen in unbestuhlte Bereiche zu verschieben und dafür den Rest zu optimieren.
Ja, der mentale Trick, den man braucht, um hier die Theorie ( respektive 6o6 :wink: ) in die Praxis umzusetzen, ist zum einen das 'spatial = acoustic crossover' ( hier formuliert der gute Bob nicht immer ganz glücklich obwohl er nicht von einem 'acoustic crossover point' spricht ) zu einer 'Crossover Zone' werden zu lassen. Dann passt auch Michas richtge Aussage.
Zum Anderen ... und da stimmt Christians Ansatz ... besteht ja gerade die Kunst des realen Beschallens mit mehr als einem Lautsprecher darin, die angesprochene Komplexität der Zone gleicher Lautstärke möglichst gering zu halten und das wird genau mit den genannten Werkzeugen nämlich der Positionierung und der Beschränkung des Frequenzgangs des Delaylautsprechers erreicht.
Was gerne vergessen wird: man kann den "wirksamen" Anteil der akustischen Crossover Zone auch dadurch einschränken, dass er teilweise ausserhalb der tatsächlichen Hörebene statt findet. Mann sollte nicht vergessen, dass die nur einen physikalisch lächerlich geringen Anteil des Gesammtvolumens eines Auditoriums ausmacht obwohl sie unsere eigentliche Betrachtungsebene ist.Zum Haas Effekt stimme ich Christian ( ... und 6o6 :wink: ) 100% zu. Es gibt keine Evidenz für dessen aktiven Einsatz. Allerdings sollte man in der Lage sein, dort wo Laufzeitfehler unvermeidbar sind, sie so zu gestalten, dass sie den Erkenntnissen von Herrn Haas sinvoll folgen, d.h. sehr lax ausgedrückt, die Pegel müssen zu den Laufzeitfehlern passen.
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Das ist richtig, betrifft aber nur den akustischen Crossover-Bereich also den Bereich gleicher Lautstärke.
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Zitat von "bernd häusler"
Das ist doch mal ein Satz für die Pinwand!
Nicht ganz, denn der Satz kann, da sprachlich nicht ganz einwandfrei, durchaus verschieden verstanden werden:
Delaylines sind zwangsweise immer Bestandteil der Ortung. Im Regelfall sollten sie diese aber nicht ändern. Im Ausnahmefall ( Effektlautsprecher ) sollen sie diese sehr wohl ändern.
Die Ortung ( wo auch immer diese hin gewünscht wird ) ist Aufgabe des Gesammtsystems.Um mal wieder zum Pültchen zurück zu kommen:
Die hier über die remote einzustellenden Zeitintervalle sind definitiv für korrektes alignment zu groß. Für einen Job in einem kleinen Auditorium wäre mir das egal, weil es da in der Regel maximal um das alignen eines einzelnen Boxenpärchens zum "Hauptsystem" geht und die "Gehstrecken" kurz sind. Es sind aber mit so einem kleinen Pult durchaus auch Industriejobs in großen Räumen mit aufwändiger dezentraler Beschallung über die Busse denkbar. Dann ist es kein Spaß, wenn man das nicht über die remote an den Mess- und Hörorten abwickeln kann. -
Zitat von "oton"
UAD spricht bei ihren neusten DSP Karten von ca. 150 Mono-Plugins, das sollte erst mal reichen .... Man kann übrigens wie bei allen Plug-Ins im Prinzip soviel Instanzen verwenden wie man will ... solange der DSP reicht ...
Ah, Danke, habs verstanden
:wink: -
Prima, dann können wir uns ja wieder Siegis Fragestellung zuwenden. :wink:
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Merkwürdigerweise konnten aber mehrere Leser leicht erraten, dass "zu kompliziert" wie vom Threadstarter bestätigt "zu kompliziert für eine bestimmte Art von Laienbedienung" meint, völlig egal ob das nun der Hausmeister, der Küster oder sonst wer ist.
Sind wir nun Hellseher ? Nein ! Wir konnten aber erkennen, wie es gemeint ist, weil wir wissen, das es für jemand Sachkundigen eben nicht kompliziert ist. :wink:
Nix für ungut.
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Ja, ich meinte das auf diesen "realtime Rack" server bezogen. Der ist ja die Hardware. Habe ich dann 1x, 4x, 8x oder 16x transendesigner, wenn ich das plug kaufe ? ... habe ich 1x, 2x, 4x .... Lex224 u.s.w. ?
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Ich kann das aufklären:
Die ipad ist sicher nicht zu kompliziert für den Pultkäufer und nicht für den Bediener des Pultes wohl aber für einen "Hausmeister", der in einer Festinstallation nur lauter und leiser machen können soll. :wink:
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Eine Frage vom plugin Unerfahrenen:
Ein Rack bedient 16 'inserts'
Wie viele Instanzen eines plugins erwirbt man denn üblicherweise bei UAD für einen "Einzelpreis", also wie oft kann man das plug gleichzeitig nutzen ? -
Ich habe das hier entstandene interessante Zweitthema "Yamaha-Pulte Kaskadieren" als neues Thema abgetrennt und nach 'Mischpult und Effekte' verschoben.
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@ Wolfgang
Ich schlage vor, Du schaust es bei mir einfach mal an. Ist noch relativ neu. Du hast damit wahrscheinlich noch nicht gemischt. Ist definitiv nicht mit subgruppen zu vergleichen. :wink: -
Bitte nicht :roll: :lol: :lol:
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Zitat von "wora"
ich finde den vorschlag von guma toll, dass er sich für schlagzeug einfach 4 subgruppen bastelt. gute idee!... wobei der Begriff 'Subgruppe' das nicht richtig beschreibt, was die Multichannels machen ...
Dieser Junge Mann beschreibt es ganz gut: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=digico%20multi%20channel%20folding&source=web&cd=1&ved=0CCsQtwIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dl82O4Sw4q8A&ei=VuryUovPKsSQswbt84G4CQ&usg=AFQjCNGqcVd-girj04Sb_DeJwH956mdn-Q&bvm=bv.60799247,d.Yms
Dafür sei ihm die Lichtorgel im background verziehen
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Zitat von "oton"
Aber dann gibt es doch viele viele Shows, die halt nicht so laufen ... wo ich wirklich ständig reagieren muss, nicht weiss was als nächstes kommt und und immer irgend etwas passiert ... aber auch da habe ich z.B. schon ein Midas Pro 6 gesehen oder eine Avid SC48, und dann wird es finde ich ziemlich haarig.
... Dann muß man ja eigentlich nur dafür sorgen, dass an die richtige Baustelle das richtige Pult kommt
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Fundstück zum Nachdenken:
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Zitat von "oton"
Aber jetzt geht der Trend imho, immer mehr Pulte mit vielleicht 16 Kanalfadern zu bauen, mit den man aber locker 50+ Kanäle mischen kann ... und das ist meiner Meinung nach kontraproduktiv. Ich bekomme da einfach, gerade bei komplexeren Shows mit vielen Unbekannten, einfach keinen flüssigen schnellen Workflow hin ... ich bin immer am "hinterhehecheln". Imho sind, gerade bei den Reaktionszeiten vieler Fader in den Pulten, PopGroups & Layerfahrten einfach zu langsam, um wirklich auf dem Punkt zu sein. Und die Bedienknöpfe für EQ/Dynamics/Auxwege auch erst nach 4x schalten erreichbar. Da ist der Delaycue schon wieder vorbei ... oder geht das nur mir so ?
Danke an Marcus für das spannende Thema !
Grundsätzlich erst mal Zustimmung. Für das Verwalten von vielen Kanälen muß die Hardware und damit auch die Faderzahl passen. Allerdings sehe ich keinen generellen Trend zu Bedienoberflächen mit zu wenig Fadern oder zu umständlichen Bedienabläufen. Es ist ja im Gegenteil so, dass sogar die Hersteller der preiswerten Produktreihen den Bedarf für ein Modell mit 24+ Fadern erkannt haben siehe Si Expression3, X32/M32, QU-24. Ebenfalls diesem Bedürfnis Rechnung tragen die größeren Produktreihen, die dem User erlauben, bei gleicher Bedienphilosophie zwischen unterschiedlich 'Faderbestückten' Modellen zu wählen wie CL Serie, SD-Serie, ilive Serie, GLD Serie.
Problematisch unter dem Aspekt finde ich eigentlich nur die midas pro1/pro2c Modelle und das AVID S3L "Fader-Keyboard".
Auf der anderen Seite ist natürlich die Frage wie ein "Wenig-Fader-Board" tatsächlich verwaltet wird. Wie 'cen' beschrieben hat, ist ja beispielweise die 'scroll' Methode nicht so das, was man braucht, um schnell von input 3 nach 29 zu kommen.
Zu meinen eigenen praktischen Erfahrungen mit SD11 als "Wenigfaderpult" muß ich sagen, dass mich das vor Einführung der Multichannels ebenfalls etwas genervt hat. Inzwischen ist es aber so, dass die Multis das Thema sehr vereinfacht haben weil die Multis im Gegensatz zu anderen Lösungen wie faderlinks, Gangs, DCAs, POP-Groups mit einem Klick die dahinter liegenden Fader und Kanäle in die Oberfläche holen und man von einem Multi aus auch einen "Gesammt-EQ" oder Aux-Sends direkt nutzen kann ohne irgend etwas zu schalten.
Beispiel:
Ein Schlagzeug aus Multis hat bei mir immer nur 4 Kanäle: Kick, Snare, Toms, Blech, egal ob das nun in Wahrheit 8, 10 oder 12 echte Drummikrokanäle sind. Beim "schnellen" Mischvorgang reicht das und wenn man Zeit hat, kann man immer noch nach einem "unfold" klick in den Einzelkanälen feilen und man kann auf diese Weise eine Menge tatsächlicher Kanäle in einer einzelnen 12-Fader-Bank "verstecken" und bequem und schnell "wiederfinden". -
Ein direktes Verschieben nach partypa gibt die Software leider nicht her. Für Sperren von Threads auf Verdacht bei Schreibern, die uns nicht chronisch auffallen, machen wir uns gerne ein genaueres Bild, was manchmal etwas dauern kann, auch wenn hier der Verdacht nicht von der Hand zu weisen ist. Bei Kindergartenverdacht daher am besten erst mal den Thread ignorieren.