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Beiträge von guma

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 17. Januar 2012 um 20:34

    Danke WW. Das plugin ist sicher ein nützliches Tool fürs EQen, welches den SAC Usern auch live zur Verfügung steht. Ähnliches haben Kollegen früher mit einem auf pfl geschalteten RTA gemacht aber das plug ist natürlich komfortabler.

    Das 'EQen auf Lücke', oder subtraktives EQen oder 'frequency splitting' ( alles Synonyme für die gleiche Sache ) lässt sich relativ gut auf die live Situation übertragen, wenn man berücksichtigt, dass die 'Komponente Raum' live eine zusätzliche Dimension darstellt und eben in kleineren locations die "Subtraktion" nicht nur Lücken für andere Instrumente öffnen muß, sondern der auf der PA erlaubte "Rest" eben auch eine sinnvolle Ergänzung zum Direktanteil von der Bühne + der Summe aller Raumreflektionen sein muß, was es im Studio in der Form nicht gibt. So entsteht live die Situation, dass das tatsächtlich nach Kanal EQ auf die PA geschickte Signal manchmal nur noch ein Fragment des Originals darstellt, was bedeutet, dass live vor allem für die Club-Situation unter Umständen noch mehr EQt werden muß als im Studio, also beispielsweise vom Bass nur ein wenig sehr tieffrequenter Anteil und Obertöne auf die PA kommen.
    Um dieses EQen gehts in den 'Tipps for a better Mix' am 12., 13, und 15.1. was also tatsächlich mit Verstand übertragbar ist. Ebenso der Kompressortipp zur akustischen Gitarre am 14.1. Quatsch ist natürlich das Bearbeiten der Atemgeräusche im Gesang für live am 16.1., ebenso das 'compressor stacking' von heute 17.1.obwohl ich schon mal die Situation habe, dass ein dynamic EQ im Kanal, was ja prinzipiell auch ein Kompressor ist, und ein gesidechainter Summenkompressor für das gleiche Signal in der Kette liegen.

  • Behringer

    • guma
    • 17. Januar 2012 um 07:13

    Ist bereits bekannt. Siehe offenes Brett.

  • Realsatire im PA-Forum

    • guma
    • 16. Januar 2012 um 13:34
    Zitat von "Mechwerkandi"


    DAS Board für Freizeit-Soziologen und Hobby-Psychopathen. :D

    Im Prinzip bin ich mit dieser Einteilung einverstanden. :lol: ,vor allem zur 5-ten Jahreszeit . Allerdings unterscheiden wir weiter in eine gutartige und eine bösartige Spielart derselben, wobei wir der gutartigen das eine oder andere realsatirische Hobby nachsehen, :D:D und die bösartige Gott sei Dank nicht so häufig vorkommt :roll: .

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 15. Januar 2012 um 18:01

    Danke für den kleinen Einblick in Deine Studiowelt. Wie wirkt sich das Gesagte den konkret auf Deine live Arbeit aus ? Das mit Drumagog haben aufmerksame Leser Deiner Beiträge ja schon mitbekommen. Was mich interessieren würde, wären Beispiele ( Du mußt ja nicht gleich ein Kompendium verfassen :wink: ) für: "funzt live super", "funzt live nur unter den und den bestimmten Bedingungen", "funzt live garnicht".... oder ist das Betriebsgeheimnis ?

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 15. Januar 2012 um 11:32

    Ja, die Anwendung von FXen ist ein sehr gutes Subthema im Kontext "Was im Studio funktioniert muß live noch lange nicht funktionieren". Klar könnte man sich darauf reduzieren, dass das "mal so mal so" ist oder "von der akustischen Umgebung und/oder von Genre abhängt". Trotzdem entdeckt man im Lauf der Zeit für sich selbst Spielregeln. Man probiert ja nicht in jedem neuen Raum und mit jeder neuen Band/Produktion wieder alle 1001 Möglichkeiten aus. Das "Problem" ist doch hier vielmehr, dass die meisten von uns das 'intuitiv' zu machen glauben, was bei selbstkritischer Betrachtung nur so ist, dass man sich nicht die Mühe macht, das mal gedanklich zu ordnen.

    Vielleicht möchte WW an dieser Stelle mal seine live Erfahrungen zu 1001 plugins wiedergeben ? :wink:

  • lehrreiche live Aufnahmesessions

    • guma
    • 14. Januar 2012 um 15:12

    Wer gerne aus live recordings gewonnene Erkenntnisse zum Besten geben möchte, ist hier eingeladen, das zu tun.

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 13. Januar 2012 um 13:34
    Zitat von "audiobo"

    Bei Klassik z.B. gefällt mir klanglich die konventionelle OH-Abnahme der Violinen besser, wenn man jedoch mehr Lautstärke braucht, greift man halt zu Clips.

    Ja genau. Ich kann mich an ein von mir gerne zitiertes perfektes Ergebnis erinnern mit einer weitgehend studioüblichen "Überkopfmikrofonie" bei einem bekannten deutschen innerstädtischen Freilufttheaterereignis, bei dem das Orchester sehr weit vom ersten Lautsprecher weg war und das klanglich über jeden Zweifel erhaben ist. Ich selbst mache das indoor teilweise ebenfalls so, allerdings habe ich dann auf den Portallautsprechern nichts bis fast nichts und fange erst in der ersten delay line an, relevant was auf die Lautsprecher zu geben.
    Das ist ja klar: je weiter weg der erste betriebene Lautsprecher ist und je geringer die zu produzierende Lautstärke um so weiter kann man auch mit den Mikros von der Quelle wegbleiben. Klassik Open Airs mit PAs in der typischen Portalposition funktionieren allerdings wie Pop/Rockkonzerte nur mit Nahmikrofonie.

    @ all

    Was ich nicht so richtig verstehen will, ist, warum man, nur weil es unterschiedliche Genres mit sehr unterschiedlichen Abnahme- und Mischtechniken gibt, sich hier gleich "totalverweigern" muß ?

    Man kann die Dinge ja so, wie ich es vom Threadstart an vorgeschlagen habe, am konkreten Beispiel abvespern, dann gibts ja auch keine Verwirrung darüber, was wofür gerade als 'live anders als im Studio' gemeint ist.

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 13. Januar 2012 um 10:48
    Zitat von "Wurst Werner"

    Studiotechniker auf dem Live Job: Zu viel Kompression
    Livetechniker im Studio: Viel zu wenig Kompression

    Alles andere wird imho viel zu stark vom jeweiligen musikalischem Genre determiniert, als dass sich da Axiome ableiten ließen.

    LG
    WW

    @ WW

    Dass Du völlig problemlos "zwischen den Welten" hin und her curvst, bleibt sicher ohne Zweifel. Das ist allerdings bei weitem nicht jedem gegeben. 8) 'Axiome' hatte ich auch keine vor aufzustellen.
    Aber trotzdem schade, denn ich hätte erwartet, dass Du wie die anderen "beidseits" tätigen Kollegen zum Thema viel mehr zu sagen hättest. :wink:

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 12. Januar 2012 um 23:28

    Und hier nochmal, hoffentlich fürs Klangkrankenhaus verständlich, meine Absichten nachlesbar auch schon zwei Seiten vorher, die hier unnötigerweise nochmals erfragt werden:

    Zitat von "guma"

    Den Titel des Threads habe ich vielleicht etwas reisserisch gewählt. Ich bin natürlich nicht der Meinung, man könne im Studio überhaupt nichts für die Bühne lernen, fände es aber gut, wenn wir es schaffen, so wie es bemi schon sehr ausführlich gemacht hat, hier die wichtigen Unterschiede an konkreten Beispielen heraus zu arbeiten. Ich habe zwar schon gute aber auch sehr viele schlechte Ergebnisse von Leuten erlebt, die versucht haben, ihr Studiowissen ins live Geschäft zu importieren.

    Wie ich an anderer Stelle schon bemerkt habe, bin ich der Meinung, wir reden zwar viel über Geräte aber zu wenig darüber, was wir an den Pulten wirklich tun. Hier wäre so eine Gelegenheit, das etwas nachzuholen. :wink:

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 12. Januar 2012 um 23:19
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Und dass ein Livemitschnitt aus einem Mischer (Stichwort "Schlagzeug") in einem Club die Lautstärke- und Klangverhältnisse nicht 1:1 widergeben kann, ist mehr als trivial.

    Um Livemitschnitte gehts in diesem Thread genau nicht. Bei aufmerksamem Lesen der letzten drei Seiten hätte man das auch leicht feststellen können. Gerne machen wir für Dich aber einen eigenen Thread auf, wo Du das Thema auf eine weniger 'tumbe' Art beackern kannst. :D

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 12. Januar 2012 um 22:29
    Zitat von "mringhoff"


    Was sind denn aus Deiner Sicht die gröbsten Fehler, die Studiomischer im Livejob oder umgekehrt begehen?

    Die beiden gröbsten Fehler sind, dass von "Studiomenschen" einerseits die Möglichkeiten der Einflußnahme durch live Mixen an sich überschätzt und andererseits der Einfluß der akustischen Umgebung, des Systemtunings und der 'number of open microphones' unterschätzt wird. Die meisten Detailfehler lassen sich letztlich darauf zurückführen.

    ... Und hier können wir wieder zu Grahams "Tips for a better mix" zurückkommen. Nimmt man die Tipps vom 10. und 11.1. so geht es hier zwei mal um 'parallel compression', eine Geschichte, die live ebenfalls nur äusserst selten wirklich funktioniert. Trifft man jemanden, der erzählt, er würde das regelmäßig live einsetzen, hat er meist das Prinzip nicht verstanden. Es geht, um im Studio den gewünschten Effekt zu erreichen, um ein wirklich massiv komprimiertes Signal, was dem unbearbeiteten Signal auch relativ laut beigemischt wird. Die Voraussetzung hierfür ist aber immer eine gute akustische Isolation z.B. des Drumsets, die im Studio sehr einach durch Einzelaufnahme zu erreichen ist. Live würde man in den massiv komprimierten Kanälen immer auch massiv die Umgebung mitverstärken. Ausserdem bringt das Verfahren sehr leicht ein stabil weit unter der Feedbackgrenze gefahrenes setting ( 12 - 15 dB darunter ) unbemerkt in einen Zustand nahe der Feedbackgrenze ( 6 dB darunter, ohne jemals wirklich zu koppeln ), was man als 'resonating room' bezeichnen kann und sich wirklich grauenvoll anhört, dann aber als irgend ein raumakustisches oder 'Monitor zu laut' Problem fehlinterpretiert wird.
    Dann überwiegen die Nachteile bei Weitem die möglichen Benefits des Verfahrens.

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 10. Januar 2012 um 18:16

    OK, aber bei 'laut und rockig' finde ich das klassische Overhead in der Regel sinnlos und klanglich eher destruktiv. Was ich noch vergessen hatte zur 'Beckennahmikrofonie': Für das Reduzieren der Snare in der Beckenmikrofonie spielt etwas anderes noch eine entscheidendere Rolle als die 'Abschattung'. Eigentlich ist es ganz simpel, man denkt aber nicht wirklich freiwillig daran. Den größten Einfluß hat das Verhältnis der Entfernungen zueinander. In der üblichen Überkopfposition verhält sich die Entfernung 'Becken - OH-Mikrofon' zur Entfernung 'Snare - OH-Mikrofon etwa 1:1,2-1,3. Bringt man das Mikro näher an die Becken, bringt man es zwar auch näher an die Snare aber wenn z.B. das Mikro zu einem Becken 15 cm zur Snare aber 60 cm Abstand hat, was durchaus realistisch ist, ist das Entfernungsverhältnis 1:4. Denkt mal darüber nach, was das für die Lautstärke der Snare im Verhältnis zum Becken im 'Beckennahmikrofon' bedeutet. :wink:

  • Ausbildung!

    • guma
    • 10. Januar 2012 um 17:55

    Wie geil, jemand hat meine Gedanken als vor ~ 25 Jahren das erste ... money making machine ... in GERMANY aufmachte, zu einem Film verarbeitet. :D:D:D:D:D:D8) :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

  • Neues von Allen & Heath?

    • guma
    • 10. Januar 2012 um 07:02
    Zitat von "Jens Droessler"


    Ich habe selbst ein LS9-32 im Lager. Es bietet ja nicht mal Subgruppen!

    Hast Du es schon mal benutzt ?

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 23:42
    Zitat von "audiobo"

    Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit schon aus Kanalmangel nur mit OH + BD gearbeitet und es hat in diesen 2-3 Fällen auch ziemlich gut funktioniert. Ist allerdings recht speziell, auf jeden Fall aber eine Erfahrung die ich nicht missen möchte

    Klar, dann gibt es aber das hier diskutierte Problem mit den Wechselwirkungen zwischen dem Snare-Mikro und dem "room"-Mikro nicht. Der komplette Haupt/Stütz-Quatsch enfällt bis auf die Bassdrum, die b.z.w. deren Mikro recht gut akustisch isoliert ist. Diese Dreimikrofonanordnung ist natürlich die sinnvolle Ausnahme.

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 22:53

    Zum Subgruppen-EQ
    Ja, kommt bei mir auch vor, wenn ich auf der einen Seite nicht genug Zeit und Möglichkeiten habe, feedback einer bestimmten Quelle zuzuordnen, aber auf der anderen Seite nicht das ganze System danach EQen will. Also z.B. eine Gruppe von headsets in einer Musical Produktion, ein Flügel, wenn mehr als zwei Mikros darin sind, ein Streichersatz.
    Zur 'Klangbeeinflussung' eher nicht, Ausnahme ein Bläsersatz mit mindestens 4 oder mehr Instrumenten, da aber seit es dem BSS DPR 901 Dynamic EQ gibt ( ~ 1991 ? ) lieber dieses sehr sinnvolle Gerät oder dessen digitale Nachbildungen. :wink:

    Also auch hier kann man sehen, dass der Einsatz einer solchen Anordnung live eher andere Ziele verfolgt als im Studio.

    Zur Snare, die sich live nicht durchsetzt:
    Ich kann mich nicht erinnern, je dieses Problem gehabt zu haben. :D:D

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 20:08

    Suppi für das Thema ist Grahams heutiger Tipp. Hattet ihr live schon mal das Problem, dass sich die Snare im Mix nicht richtig durchsetzt ? 8)

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 15:32

    @ Tonknecht

    Wir haben das schon mehrfach als Beckennahmikrofonie diskutiert. Ich mache es so, daß ich z.B. auf der Snare-Seite so nah an das/die Becken herangehe, dass das Becken selbst die Snare abschattet, oder diese Methode, wie sie Gert oder Klauston verwenden: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=28&t=81222&hilit=Becken+mikrofonieren .Dann kann man das snareseitige Beckenmikro bezüglich der Snare in dessen maximale Auslöschung platzieren.

    Ansonsten muß ich Volker und Bernd rechtgeben: Die 5 Minuten Tipps sind zum Teil ganz schön dilettantisch. Womit man in USA alles Geld verdienen kann :roll: "Wir machen eine Subgruppe und ziehen 500 Hz aus den Drums, das hilft immer" . :lol: :lol: :lol:

    Trotzdem kann man an dieser Stelle überlegen unter welchen besonderen Umständen live Subgruppen-EQ für Instrumentengruppen Sinn macht. Frage an Euch :?:

  • Neues von Allen & Heath?

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 06:50

    Ja, ich würde es sehr begrüssen, wenn in 2012 nicht jeder Thread zu einem neuen Digitalpult in die Analog-Digital-Schleife einbiegen würde. :roll:

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • guma
    • 9. Januar 2012 um 00:06

    Den Titel des Threads habe ich vielleicht etwas reisserisch gewählt. Ich bin natürlich nicht der Meinung, man könne im Studio überhaupt nichts für die Bühne lernen, fände es aber gut, wenn wir es schaffen, so wie es bemi schon sehr ausführlich gemacht hat, hier die wichtigen Unterschiede an konkreten Beispielen heraus zu arbeiten. Ich habe zwar schon gute aber auch sehr viele schlechte Ergebnisse von Leuten erlebt, die versucht haben, ihr Studiowissen ins live Geschäft zu importieren.

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