Eigentlich ist es ganz einfach.
Horntrichter haben zwei untere Grenzfrequenzen:
1. Die Hornmaulöffnungsfläche, unterhalb derer das Horn nicht mehr in der Lage ist, Wellenfronten eines gewünschten Frequenzbereichs an Luft zu transmissionieren, d.h. die akustische Impedanz steigt an und das Horn strahlt einfach nichts mehr ab. Diese untere Grenzfrequenz und damit auch die Mauöffnung sollte so gewählt sein, dass der oder die Membranlautsprecher, die darunter arbeiten, für den gewünschten Übernahmebereich noch keine Effekte wie z.b. cone breakup aufweisen und mit dem jeweiligen Nachbarmembranlautsprecher noch kombinieren, d.h. sich weitgehend wie ein Lautsprecher verhalten.
2. Die Hornmaulöffnung sollte sich in alle gewünschten Abstrahlrichtungen nicht wie ein akustischer Spalt für die gewünschte untere Grenzfrequenz verhalten, also nicht kleiner lambda/2 der unteren Grenzfrequenz zugehörigen Wellenlänge sein, da sonst an der Maulöffnung gegen die untere Grenzfrequenz der Abstrahlwinkel durch Beugung aufgeweitet wird und die Direktivität des Horns dafür verloren geht.
Durch diese Determinanten sind die Horngrössen für Kombinationen wie beispielsweise einem 12"/1.4" System vorgegeben und wenn der Trichter zu klein ist, treten die o.g. unerwünschten Effekte auf. Wenn man die Membrandurchmesser der zum System gehörigen Direktstrahler kleiner macht kann ( z.b. 8" ) man theoretisch auch den Hochtontrichter kleiner machen aber man muß sich für diese Lautsprecher auch wieder eine 'Mehrfachanordnung' einfallen lassen, um einem solchen System Direktivität "einzuhauchen". ( Stichwort linearray ). Ob das wirklich kleiner wird ist dann eine sehr individuelle Frage.
An diesen Mindestgrössen und der dazugehörigen Physik können vor allem technisch weniger begabte Handelsvertreter und Einzelhandelskaufleute nichts ändern !!!!!!!!!!!!!