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  2. Hagen Jaeger

Beiträge von Hagen Jaeger

  • Limmer 085 Topteil

    • Hagen Jaeger
    • 28. Dezember 2012 um 10:59

    Hast du das 042er im P2 oder P3, also mit DE16 oder DE25 Hochtöner gehört? Denke da wird es auch nochmal Unterschiede geben, zu mir sagten bisher alle, die das 042er aus der P3 (also mit DE25) mal gehört haben, dass das ja einsame Spitze wäre (mit der Passivweiche).

    Ich muss bei diesem Bandpassbuckel leider etwas passen, ich weiß nur, dass es passiert, und zwar beim 085er unter der Viertelwellenresonanz, was praktisch ist, da man damit mehr Tiefgang erreicht. Das hat eben was mit dem Luftvolumen, der im Hornverlauf sitzt, zu tun, da ich den Effekt aber nicht vollends beschreiben kann, lasse ich es lieber bleiben und stütze mich eben auf das, was mein Auge bei der Hornresp-Simulation sieht.

    Einfach mal etwas in Hornresp herumspielen. Ich weiß ja nicht wo du zum 8er trennen willst, aber je nachdem wo könnte man mit Vorkammer simulieren, oder eben auch nicht.

    Wichtig ist, dass du nachher deine gewünschte Abstrahlung hinbekommst. Kann man in Hornresp auch ablesen, aber das wird ja ab einer bestimmten Frequenz duch die Geometrie festgelegt durch den Öffnungswinkel.

    Leider ist es in dem Bereich meiner bescheidenen Meinung nach auch nicht mit Literatur getan. Da muss man einfach etwas experimentierfreudig sein, Simulationen und schriftliche Verallgemeinerungen helfen eher dir richtige Richtung abzuschätzen, als ohne Prototyp gleich das perfekte Gehäuse aufbauen zu können.

    LG - Hagen

  • Limmer 085 Topteil

    • Hagen Jaeger
    • 25. Dezember 2012 um 17:13

    Hi,

    gerne doch, dazu ist ein Forum ja auch (teilweise) da.

    Also unter 200-250 Hz flat kommst du nur durch "Schummeln", also mit dem hohen BR-Tuning, und wie gut das dann letztendlich funktioniert ist eher schlecht vorherzusagen. Oder du baust dir eben ein eigenes Tieftonhorn, dass länger ist und deine 100 Hz schafft, denke 50cm Länge und entsprechende Formgebung für den kleinen Bandpassbuckel unter der Hornladung wirst du aber mindestens brauchen um das ordentlich zu schaffen. Ansonsten ist das nicht sonderlich kompliziert, ist mit Hornresp gut machbar.

    Mit dem 085er-Flare muss man eben schauen. Vielleicht solltest du das mit der Bassreflexbox wirklich mal probieren und schauen ob dir das taugt. Man muss es wohl leider mal probieren, aber ein MDF-Testgehäuse wird bei nicht mehr als 40 Euro liegen.

    Wenn du viel Grundton magst wird dir das 085er denke ich gefallen, das schiebt in der Oktave 250-500 Hz ziemlich mächtig an, aber auch nur in dieser Oktave so richtig gut, und klingt deswegen
    recht "warm" bzw. Grundtonlastig.

    Die Idee mit dem 8er und Tweeter klingt interessant, allerdings frage ich mich gerade warum du nicht die P3 benutzt, also über das 085er Flare das 042er Flare mit Ciare im Mittelton und Dem DE25 drüber. Dazu gibts ja auch einen frei verfügbaren Weichenplan. Oder sprengt das das Budget?

    Wenn das alles nix hilft und du aber trotzdem das 085er benutzen willst würde ich mal über die Option nachdenken einfach einen 2. 15er dazuzustellen und den ähnlich wie beim P2 mit wenig Flankensteilheit früh rauszunehmen (also quasi 3,5 Wege). Damit schafft man dann die 100 Hz Flat sicher ganz bequem, auch mit nicht so hohem Tuning.

    Ja, ich werde berichten wie die Messungen ausgegangen sind, dauert aber noch c.a 1-2 Monate.

    LG - Hagen

  • Limmer 085 Topteil

    • Hagen Jaeger
    • 23. Dezember 2012 um 10:36

    Hi,

    mit Lautsprecher kommst du so auf großzügig aufgerundete 25cm Hornlänge. Viertelwellenresonanz wäre dann so bei c.a 350 Hz. Darunter kommt nochmal ein bandpassartiger Resonanzeffekt zum Vorschein, der es tatsächlich erlaubt ab c.a 200 Hz an diesen kleinen Strummel ankoppeln zu können.

    Was du nun machen kannst ist da ein Bassrelfexgehäuse drum zimmern und das sehr hoch tunen. Eventuell bekommt man so einen.... naja... einigermaßen gleichmäßigen Wirkungsgrad bis 80 Hz hinunter, Fullrange kann man damit dann aber eher nicht mehr so gut machen wenn das Tuning so hoch liegt (geht aber auch).

    Die Frage ist immer wie das klingt und was du damit machen willst. Für ein Topteil, dass mehr in Richtung Spaß geht und bei dem es nicht sonderlich auf möglichst neutrale Wiedergabe ankommt, sondern eher auf Lautstärke, ist sowas durchaus gängig, das findet man nicht nur bei den günstigen Chinaplasteboxen.

    Die Föön-Box habe ich mir gerade mal angeschaut. Für mich sieht es so aus als wäre da einiges mit dem Controller begradigt worden (was ja durchaus erlaubt ist), aber es sieht nicht so aus als ob dieses Topteil die 80 Hz aus "eigener Kraft" schafft. Das Problem beim Begradigen einer Lücke mit dem Controller ist, dass in diesem Bereich für dieselbe Lautstärke eben mehr Leistung benötigt wird. Betreibt man die Komponenten nun mit eher weniger Abstand zur Leistungsgrenze, dann ist der Schallwandler in diesem Bereich teilweise schon vollkommen überlastet / im Limit. Das mit dem Geradebiegen klappt also nur "gut", wenn man die Komponente nicht bis an die Leistungsgrenze treibt.

    Geradebiegen könnnte man das 085er Flare nach 80 Hz unten hin auch in CB, aber vom Horn hat man dann eben nix mehr. Wirkungsgrad und Maximallautstärke werden hier dem des Direktstrahlers ähnlich sein. Wenn man einen leistungsfähigen und für diesen Bereich geeigneten Lautsprecher hat kann das durchaus ok sein, nur ist dann die Frage über die Sinnigkeit des Hornstummels wenn man darüber eh nicht Vollgas geben kann (da sonst wieder die Lücke entsteht oder der Lautsprecher durch das Equalizing im schlechtesten Fall überlastet wird).

    Ich benutz das 085er selbst und habe damit auch schon rumexperimentiert. Wenn du ein möglichst neutrales, lautes Topteil willst, dass es bis 80 Hz schafft, dann geht das mit dem 085er nicht, oder du musst eben entzerren (Problematik von oben). Oder du probierst es mit der Bassreflexbox, das angesprochene Ergebnis ist aber nicht sichergestellt. In den Messungen zum 085er sieht man aber schon was das höhere Tuning an Wirkungsgradzuwachs bringt. Klanglich führt das ja immer zu hitzigen Diskussionen, einigen gefällts garnicht wegen des nicht korrekten Zeitverhaltens u.s.w., anderen gefällts wiederrum genau deswegen bzw. die Kunden kennen und mögen es so. -> Selbst probieren und anhören.

    Mitte Februar kann und werde ich das Teil mal im IHA Oldenburg durchmessen, danach kann man auch noch expliziter was zur unteren und oberen Grenzfrequenz im Bassrelfexgehäuse sagen. An meinem Exemplar des Limmerhorns arbeitet übrigens ein 18Sound 15MB700 in einer 90l großen 55 Hz Bassreflexbox, falls es dich interessiert.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 2. November 2012 um 15:43

    Ja, der gewollte Effekt ist tatsächlich vorhanden, da hast du natürlich recht, nur (leider) nicht mehr so schön, wie simuliert ;-).

    Zitat

    Dann verwechselst du zumindenst Groupdelay mit Delay


    Laufzeit bleibt Laufzeit, egal ob nun im Controller, oder im Horn. Ich sage nicht, dass die Effekte sich gleichen, nur, dass die Systeme so grundverschieden garnicht sind.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 2. November 2012 um 08:33

    Das mit dem rückwärtig geladenen Basshorn ist mein absoluter Ernst. Das gilt natürlich nicht für alle Frequenzen, aber dass der rückwärtig erzeugte Schall mit dem Delay der Hornlänge noch einmal zu hören ist (wie gesagt, nicht für alle Frequenzen, bei der "Tuningfrequenz" herum strahlt fast nur das Horn Schall ab, aber auch verzögert) ist das Selbe Phänomen wie bei Cardioid, nur dass dort die Lautstärke des rückwärtigen Schalls im Verhältnis zum Vorderen nicht ganz so laut ist.

    Mit der von dir als ersten zitierten Aussage ging ich darauf ein, dass der Schall des rückwärtig strahlenden Subwoofers mit der Entfernung leicht unterschiedlich zum hinten ankommenden Schall des vorderen Subwoofers mit der Entfernung abnehmen wird. Dieser Effekt ist bei den Abständen, über die wir hier reden, vernachlässigbar. Mit der Lautstärke die der hintere Subwoofer erzeugen muss, hat diese Aussage also nichts zu tun. Wir sind da woe gesagt einer Meinung, haben es nur anders beschrieben.

    Hat man eine Bühne im Weg und so wenig Platz nach hinten, dass man nichtmal 2 Subwoofer hintereinanderstellen kann, dann kannst du deine Simulationen ebenfalls vergessen.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 2. November 2012 um 07:36
    Zitat

    Ne Pegeländerung über Abstand gesehen ist für dich vernachlässigbar, ich sehe es anderst.

    Nein, ich schrieb :

    Zitat

    Dass man die Lautstärke des hinteren Subwoofers dem gewählten Abstand angleichen sollte ist hoffentlich jedem klar der 'Cardioid' aufstellt

    Ich möchte also die Lautstärke des hinteren Subwoofers nach vorne durch größeren Abstand gering halten (eine Pegelangleichung an den Schall des vorderen Subwoofers muss natürlich trotzdem erfolgen, auch ein Vorteil, da bereits die größere Entfernung überwindet werden muss und man deswegen weniger Leistung am hinteren Subwoofer anlegen muss), habe aber auch geschrieben, dass

    Zitat

    Wenn man die Kisten aber wiederrum zu weit auseinanderstellt, dann bekommt man eben den gerade gespielten Ton mit ein paar Metern Delay nochmal (leiser) zu hören, auch unschön.

    Exakt das Gleiche wie deine Formulierung

    Zitat

    Sieht auch auf Bildern schön aus, wird aber eher schwammig klingen

    .

    Ich sehe diesen Abstand von Subwoofer umgedreht hintereinanderstellen aber noch nicht als problematisch. Bei einer 60cm tiefen Bassbox gäbe das eine Verzögerung von c.a 2,5m, das wird klangtechnisch in die Richtung eines rückwärtig geladenen Basshorns gehen, dass immerhin einige immer noch aus das Non-Plus-Ultra für manche Beschallungsjobs sehen. Und ob der Schall nun 1,4 oder 2,5m zu spät ankommt... Naja, ich weiß ja nicht, vielleicht traust du deinen Ohren auch ein bisschen zu viel zu. :wink: ...

    Achso, ich habe übrigens beides schon probiert und die Variante mit dem Hintereinander stellen definitiv als die subjektiv bessere heraushören können. Testort war ein Fußballplatz.

    Noch was : wer keinen Platz hat zwei Subwoofer hintereinanderzustellen (wand?) sollte das mit Cardioid so oder so sein lassen.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 1. November 2012 um 21:51
    Zitat

    Simuliert mit irgendwas, oder simuliert mit von mir empfolenen Soft? Meiner liebling zeigt auch simulierten F-Gang.


    Ich benutze ebenfalls Ray-End (u.a.), aber das kann im Grunde genommen egal sein, dieses (vollkommen theoretische) Verhalten kann man mit einigen Programmen simulieren. Mir geht es hier auch nicht darum rechthaberisch zu sein, sondern nur darum die von mir beschriebene Aussage auf der ersten Seite, die u.a. zur Diskussion mit Mark geführt hat, zu unterstützen, und die darauffolgende Anschuldigung, dass das Unfug wäre, als eben diesen darzustellen.

    Die diskutierte Charakteristik des Frequenzganges wird NUR über den realen Abstand der Lautsprechermembranen zueinander und den Winkel zum Zuhörer festgelegt. Die Tiefe und Flanke der "Einbrüche" wird über den Gain vom hinteren Sub mitgeregelt. Aber der Gain vom hintern Subwoofer muss so hoch sein, dass eine gute Auslöschung nach hinten stattfindet, sonst kann man sich das ganze Procedere so oder so sparen. Daraus folgt, dass diese Einbrüche immer existieren werden (diese Aufstellung deswegen nach oben hin nicht ganz unkritisch ist), es sei denn man stellt den hinteren Subwoofer sehr weit weg, was aber wieder zu anderen Problemen und Funktionsabbruch dieser Aufstellung führen kann. Man muss die goldene Mitte finden, für einige ist das eben das Umdrehen eines Subwoofers, für Andere das umgedrehte Dahinterstellen. Man sollte nur wissen welche Vorteile / Nachteile aus einer Positionsänderung des hinteren Subs entstehen, darüber sind wir uns doch alle einig. Warum dann weiter darüber diskutieren?

    Was du sonst geschrieben hast ist eigentlich exakt das, was ich bereits geschrieben hatte, weswegen ich mich frage warum du es nochmal schreibst.

    Zitat

    Die vordere Bässe weden anders nachlassen als "Kontra" über den Abstand gesehen.


    Das ist definitiv so, ist aber für die Abstandsänderungen, über die wir hier reden, vernachlässigbar.

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 31. Oktober 2012 um 17:58
    Zitat

    Um das zu verstehen solltes du es lieber simulieren


    Ich denke, dass ich sowas oft genug simuliert habe.

    Zitat

    Gain für verdrehter Sub spielt auch ne grosse Rolle. Will man mehr an Dämpfung hinten, soll der Gain erhöht werden, will man besseres F-Gang, dann doch reduzieren


    Hm, hast du meinen Text gelesen? Das ist nämlich auch eine der Kernaussagen von diesem, nur dass ich nicht den Pegel über den Lautstärkeregler, sondern die Entfernung variiere (womit man sich wie o.g. wieder andere Probleme einfängt).

    Wir sagen also im Grunde genommen das Gleiche, keine Meinungsverschiedenheit.

    Zitat

    Irgendwann wird F-Gang wellig, aber ein Filter mildert das und nach dem Filter eh egal, denn es kommen keine Überhöhungen, sondern eher Senkungen


    Wenn man das in nur einer Oktave machen will, wie ebenfalls bereits in vorherigen Beiträgen gesagt, ist der eigenwillige Frequenzgang ja auch kein (großes) Problem mehr. Aber wenn man das über mehr als eine Oktave machen möchte, dann muss man sich damit eben beschäftigen.

    Das mit den Senken sieht man ja in dem von mir verlinkten Bild gut.

    Zitat

    Das was in Progs gerechnet wird und auch Simuliert hat keine feste Aussage, denn man betrachtet nicht lineare usw. nicht (denn ein verpolter nebeneinander stehender Sub löscht nicht zu 100% aus. Selbst zwei verpolte Eingangssignale löschen sich nicht 100%ig aus)


    Wenn man jetzt so theoretisch und pingelig wird müsste man schon viel früher in der Kette anfangen Fehler zu suchen. In der Praxis klappt das schon erstaunlich gut. Und wenn man weiß was man da simuliert und mit was man arbeitet kann man schon ziemlich realitätsnahe Aussagen treffen, man muss es eben nur wissen.

    Zitat

    ich experementiere gerade mit Shelv Filtern den "Kontrasub" zu bearbeiten anstatt Gain.


    Sicher auch nicht uninteressant, da die Richtcharakteristik eines Basslautsprechers auch im Übertragungsbereich nicht immer perfekt kugelförmig ist, besonders bei den etwas größeren Kandidaten. Wenn du zu wirkungssteigernden Ergebnissen bei Cardiod kommst würde mich diese interessieren. Aus reinem Bauchgefühl heraus würde ich mal einen flach abfallenden HighShelve-Filter (mit negativem Gain) probieren, der so ab 70-80 Hz langsam 2-3 dB rausnimmt. Aber wie gesagt, alles reines Bauchgefühl.

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 30. Oktober 2012 um 13:40
    Zitat

    Er bringt auch Energie nach vorne


    Die Frage ist was dann mit dieser passiert. Unter der gewählten Frequenz (die angesprochenen Lambda/2) möchte man die Überlagerung eigentlich nicht haben, denn dort wird es je nach Entferung zur genannten Frequenz leiser, weit weg (von der Frequenz) sogar leiser als mit nur einem Sub. Aber da der rückwärtige Schall gut ausgelöscht wird geht man diesen Kompromiss ein.

    Bsp : stelle 2 60cm tiefe Subwoofer aufeinander und drehe den oberen (die "Standartaufstellung, die ich als nicht optimal ansehe). Das Delay wählt man dann mit c.a 70-80cm. d.h. der Schall vom hintern Sub kommt 1,4-1,6m später vorne wieder an. Ist lambda/2 (wegen der der um 180° geänderten Phase der hinteren Box) nun gleich dieser Verzögerung (in diesem Beispiel wären das um die 110 Hz), dann gibt es eine komplette Addition, da die vorne ankommende Welle wieder 360° phasenverschoben ist. Das gilt dann auch für die ungradzahligen Harmonischen dieser Frequenz. Dies ist auch in dem verlinkten Bild gut zu sehen.

    geht man nun in der Frequenz tiefer (größere Wellenlänge), dann klappt diese Addition nicht mehr gut. hat man z.B. 40 Hz (8,5m), dann ist die vorne ankommende Welle der hinteren Box mit quasi 1,5m Delay noch recht nahe 180° phasenverschoben und es gibt destruktive Interferenz, es wird deutlich leiser.

    Zitat

    Um den Sub leiser zu bekommen gibt Gainregler.


    Dass man die Lautstärke des hinteren Subwoofers dem gewählten Abstand angleichen sollte ist hoffentlich jedem klar der 'Cardioid' aufstellt. 2 Subs nach vorne und einer nach hinten passt eigentlich immer ganz gut , wenn man den hinteren Sub einfach umgedreht hinter den vorderen stellt (ungleich draufstellen) und verpolt.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 30. Oktober 2012 um 09:19

    Das kann man machen, dann ist der Lautstärkeverlust zu tiefen Frequenzen hin hoch. Wenn man die Kisten aber wiederrum zu weit auseinanderstellt, dann bekommt man eben den gerade gespielten Ton mit ein paar Metern Delay nochmal (leiser) zu hören, auch unschön. Und wenn die Lautsprecher noch weiter auseinanderstehen (damit der Schall vom auslöschenden Lautsprecher 'leise genug' geworden ist bis er vorne ankommt), dann bekommt man immer engere Auslöschung nach hinten.

    Wie gesagt, sowas will richtig gemacht werden.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 29. Oktober 2012 um 23:06
    Zitat

    Wenn man den hinteren Baß ausschaltet, wird es vor den vorderen LS leiser


    Wenn man das freifeld macht und wirklich mit Sinustönen arbeitet, bezweifle ich, dass das bei allen Frequenzen der Fall ist.

    Ein Sinus ist nicht praxisnah, aber darum geht es mir hier auch nicht. Dein vorangegangenes Zitat spielte darauf an, dass meine Erklärung zum Frequenzgang eine Cardiod-Stacks falsch ist, aber das ist sie meiner Meinung nach nicht in dem angedeuteten maße. Mit dem Bandpass lag ich wohl nicht ganz richtig, aber man wird meiner Meinung nach frequenzgangtechnisch sowas hier rausbekommen (nicht repräsentativ, es geht mir regelrecht um die Kurvenform) :

    http://www.qscaudio.com/support/educat…re_cardioid.png

    Die Tiefe der "Einbrüche" ist in der Praxis sicher lang nicht so stark wie hier gezeigt (und auch davon abhängig wie [Abstand] / wieviele Lautsprecher man für sein Cardiodsetup benutzt und wo man misst), aber die Tendenz wird erkennbar sein. Cardioid ist nicht

    Zitat

    [...]nach oben hinaus sehr unkritisch.

    , deswegen will sowas auch gut gemacht werden. Mit plumpem Bässe rumdrehen, verpolen, delayen und dann ohne EQ arbeiten der zumindest den Abfall zu tieferen Frequenzen hin kompensiert führt meistens nicht zum gewünschten Ergebnis.

    Zitat

    [...]davon, daß
    ich jetzt was Kugelstrahler / 8 Charakteristik Addition schreibe, wird es auch nicht
    verständlicher.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es danach, abhängig von der Qualität des Geschriebenen, durchaus verständlicher wird. Das ist aber alles offtopic und kann gern per PN besprochen werden, wenn daran Interesse besteht und sich die Zeit findet.

    Nichts für ungut :wink: , Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 29. Oktober 2012 um 16:07
    Zitat

    Cardioid ist keine plumpe "die vorderen Bässe warten auf den hinteren Bass"- Aufstellung.


    Nein, das ist es tatsächlich nicht, das ist ein Endfire-Array.

    "Die hintere Box löscht den rückwärtigen Schall der vorderen Box aus, überspricht aber trotzdem in den nach vorne abgestrahlten Schall" trifft es wesentlich besser, und wenn du abstreiten möchtest, dass es dabei keine frequenzabhängigen Interferenzen - sowohl über als auch unter der "Tuningfrequenz" (nicht die der BR-Box) gibt, dann möchte ich gerne, dass du mal das Gegenteil beweist.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 28. Oktober 2012 um 22:28

    Ich habe den NLW9600 mal in einer geschlossenen box gehört. Den kann man ohne Probleme auch über 200 Hz laufen lassen, da klingt der keinesfalls schlechter als ein 0815er 15"-TMT. Der limitierende Faktor ist das BR-Gehäuse. Durch die "exotische" Portgeometrie beim 118EX wird soweit ich das verstanden habe aber dem Eigenleben ("tieffrequentes Rauschen") eines BR-Ports entgegengewirkt. Das heißt, dass man diesen Subwoofer ohne Probleme bei 160-170 Hz trennen kann. Ich meinte bei Ralf hatten wir auch mal eine etwas höhere Trennung probiert und das für gut befunden, man muss den Pegel obenherum halt etwas absenken, ein 6 dB HighShelve mit -4 bis -5 dB auf der Trennfrequenz liefert sicherlich das gewünschte Ergebnis, oder man probiert einen Filter mit Bessel-Charakteristik.

    Das Problem bei so einer hohen Trennung ist, dass das bei Zahnlücke und Cardiod schwierig wird. Cardiod ist ja quasi auf eine Frequenz "getuned", die man durch den Abstand der Lautsprecher festlegt. Darüber und darunter gibts teils konstruktive, teils destruktive Interferenz, man baut sich also frequenzgangtechnisch was bandpassartiges. Und wenn man hoch trennt, bzw. einen weitern Frequenzbereich mit dem Subwoofer abdecken möchte, wirds eben komplizierter als wenn der Sub nur eine Oktave abdecken soll.

    Zitat

    Baue nur eine Seite aus 1xP3 Top und 4, 5 und 6 Bässen auf und berichte mal wie es ausgegangen ist.


    Das finde ich die beste Idee, berichte mal, die Praxis würde mich auch interessieren ;) ...

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 28. Oktober 2012 um 20:42

    Hi,

    es kommt drauf an was du damit vorhast und wie du die Sachen aufstellst.

    Wenn du ein Monocluster aus acht dieser Bässe baust und die Tops L-R aufstellst wirst du die Bässe wohl nicht ganz ausfahren (was auch wieder auf die Musikrichtung ankommt).

    Wir haben das seinerzeit mal gemacht. 8 18er und besagtes Topteil mit 085er-Flare, dort lief eigentlich nur Techno. Das hatte dann gepasst, denn da darf es ja ruhig etwas mehr Fundament sein. Bei einer Live-Veranstaltung könnte man schnell in Versuchung geraten die Bassdrum, bzw. das gesamte Fundament zu mächtig zu mischen.

    Ich jedoch finde die Idee mit 8 Bässen gut. Ich finde generell viele Bässe gut, denn die kann man schön aufstellen. Wenn du live mit solchen Sachen machst könntest du mit Cardiod (4x1+1er, 2x 3+1er oder 1x5+3er Cardiod [bei den letzten zwei braucht es Platz nach hinten] oder Endfire (2 4er-Reihen z.B., auch das braucht Platz) arbeiten. Oder das horizontale Bassarray ("Zahnlücke"). Gewisse Raummoden kann man auch bekämpfen durch geschickte Aufstellung.

    Die Frage ist natürlich wieviele Endstufen dann zur Verfügung stehen. Hast du eine Endstufe die du mit 2x2 Ohm belastest, dann sind so Spielereien wie Cardiod oder Endfire natürlich eher nicht drin (4x1+1 würde gehen). Ich würde dann aber sowieso zu 2 Endstufen und 4x4 Ohm Belastung raten.

    Der lange Rede kurzer Sinn : Wenn du möchtest, dann bau die Teile. Ob die Topteile da hinterherkommen ist von sehr vielen anderen Faktoren abhängig und ein bisschen Headroom schadet besonders im Bassbereich eigentlich nie.

    LG - Hagen

  • Limmer P3

    • Hagen Jaeger
    • 28. Oktober 2012 um 14:38

    Benutze das 085er-Flare mit 18Sound 15MB700 und kann aus Erfahrung sagen, dass es da schon 3 18er sein sollten - wenn man über c.a (!) 180 Hz trennt. Wenn man deutlich tiefer trennen will muss man Mut zur Lücke haben, oder schiebt etwas mit dem EQ und lebt mit weniger Maximallautstärke.

    3 18er ergeben übrigens auch eine nette Höhe für das Topteil, würde also schon 3 pro Seite stellen.

    LG - Hagen

    p.s : kenne den BR118EX übrigens, wie gesagt, 3 pro Top machen sicher sehr viel Spaß.

  • 1x15" oder 4x10" Subwoofer?

    • Hagen Jaeger
    • 15. September 2012 um 11:01

    Wozu willst du denn nen Bandpass mit impulskompensierten LS bauen? Das ist Schwachfug für das was du damit machen willst. Willst ja nicht bis in den Frequenzkeller beim Heimkino.

    Dann bau lieber 2 zu kleine CB's und entzerre, das ist lauter und klingt sicher besser als ein 6th order Bandpass...

    Die Deltas sind schon eon gutes Angebot, ja, aber das mit dem halben Preis ist einfach nur ne Milchmädchenrechnung, sorry.

    LG - Hagen

  • 1x15" oder 4x10" Subwoofer?

    • Hagen Jaeger
    • 14. September 2012 um 08:49

    Die Deltas werden aber nur in 8er-Paketen abgegeben. Versand kommt auch noch dazu. Ob das wirklich so ein Schnäppchen letztenendes ist? Für Selbstabholer vielleicht...

    LG - Hagen

  • Das Beste Allround Horn ? Neuentwicklung ?

    • Hagen Jaeger
    • 13. September 2012 um 14:24

    Hi,

    wie wäre es mit dem SuperBassHorn SBH von Startec?

    http://photo.qip.ru/photo/amanosem…7/138894491.jpg

    Kommt etwa so tief wie ein X1 und kann auch noch bis 120 Hz hoch (höher eher nicht, da 3 Faltungen). Hat untenrum den Wirkungsgrad einer BR-Kiste, ab 60 Hz kloppt das Teil aber richtig los 99 dB Vollraum oder 105 dB Halbraum, das sind 3-5 dB mehr als übliche BR-Kisten.

    Im 4er-Stack gehts dann auch mit dem Wirkungsgrad untenrum etwas bergauf.

    Das Horn ist für den RCF LF18N401, Void V18-1000 oder Precision Devices PD1850 geeignet.

    Das Hörnchen gefällt mir, kommt auf 3m Hornlänge :) .

    LG - Hagen

  • 1x15" oder 4x10" Subwoofer?

    • Hagen Jaeger
    • 13. September 2012 um 14:11

    Ich würde die 10er verbauen, ja.

    ich würde sie aber tatsächlich in Einzelgehäuse verfrachten, denn mit 4 Einzelgehäusen kann man auch bestimmte Aufstellungen realisieren. Wenn du irgendwann nochhmal 4 dazukaufen möchtest, dann kannst du mit 8 Einzelsubwoofern schon ein ziemlich gut richtendes und weit tragendes hozizontales bassarray am Boden machen (Zahnlücke). Oder Cardoid, oder Endfire. Geht auch alles mit 4 Subs, aber mit 8 ist man flexibler.

    Außerdem ist so ne 1x10" Kiste echt schnuckelig zu tragen. Bei 2x10" weiß ich, dass das durchaus geht, aber bequemer ist eine 1x10"-Kiste.

    Die Frage ist jetzt noch wie man abstimmt. Ich würde die Einzelkisten auf 50 Hz tunen, wenn dann 4 oder mal 8 Stück zusammenstehen rutscht das Ganze eher zu 45 Hz hin, und das reicht für PPA vollkommen.

    40l, 50 Hz würde ich aus dem bauch raus sagen, ohne Simulation, wobei ich Simulationen eh nicht mag. Die TSP sind ja doch geringfügig anders, und jeder will eine spiegelglatte Kurve, was nicht immer dem Einsatzzweck entsprechten gen größten Sinn macht.

    LG - Hagen

  • 1x15" oder 4x10" Subwoofer?

    • Hagen Jaeger
    • 13. September 2012 um 12:41

    TSA 4-700 wäre für den 10er natürlich perfekt. Wenn man mal nen 2. baut, dann einfach pro Kanal 2 10er. Wenn man nur einen hat pro kanal einen 10er, oder pro Kanal 2 10er, dann hat man bei kleinveranstaltungen auf denen es nicht mehr als 2-4 subs braucht Amping für die Subs. Bzw. 2x2 Ohm mit 2 4x10" und dann wieder 2 Kanäle für Tops.

    Alle Kanäle mit 2 Ohm Last zu quälen würde ich unterlassen. Schon im 4x4 Ohm betrieb merkt man, dass der Trafo langsam Panik bekommt wenns ans Limit geht. Also 2x2 und 2x8 ohm gehen wohl, 4x4 Ohm, 4x8 Ohm. aber nicht 4x2 Ohm.

    Ich habe selbst eine TSA 4-700. Das ist wirklich eine nette Endstufe zu diesem Preis die auch ziemlich gut Bass kann (natürlich ist ein 45 kg schweres Eisenschwein mit der 4fachen lestung nochmal was anderes, aber logisch - ne?).

    Wie du schreibst : ich finde die Lösung mit den 10ern perfekt, und da die Membrane nicht gerade superleicht ist und der Antrieb nicht megapotent werden die auch schön nach Subwoofer klingen, denke nicht dass das reine Töckbooster werden.

    Zitat

    Danke für deine Antwort :)


    Bidde ;)

    LG - Hagen

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