Juergen - was meinst denn mit "nicht so pralle"? Ich wuerde denken, dass eine verschiebung um -200Hz und einem Testhoeren bei moderaten Lautstaerken keine grossartigen Unterschiede im Verzerrungsverhalten eines Kompressionstreibers hervorruft. Die gehoerten Unterschiede sind vermutlich wieder durch Unregelmaessigkeiten im Leistungsfrequenzgang zu erklaeren.
Ich versteh das mit der Weiche nicht ganz - du benutzt fuer den 12" das Zobel-Glied. Die Impedanz des 2206H liegt dann bei 5.6Ohm. Warum aendert sich die Uebertragungsfunktion? Oder benutzt du eine Tabelle, welche die Bauteilwerte nur fuer 8Ohm angibt?
Egal wie, du musst die Passivweiche genau auf die 5.6Ohm angleichen. Du kannst auch die Werte aus einer 8Ohm-Tabelle einfach auf beliebige Impedanzen umrechnen - dabei gilt fuer jedes einzelne Bauteil: bei der Eckfrequenz muss das Verhaeltnis aus Bauteilimpedanz und Abschlusswiderstand konstant bleiben. Also:
Cx = Za * Ca / Zx und Lx = Zx * La / Za
wobei der Index 'a' die Tabellenwerte der Impedanz und Bauteile, und Index 'x' die gewuenschte Impedanz bezeichnet.
Mit einem Messmikro in 1m Entfernung wuerde das ganze Geschaetze, Geiteriere und Gedenke aufhoeren, und du koenntest zielstrebig 2..3 Weichenvarianten berechnen und die beste durch Hoeren ermitteln. Mit ordentlichen Messungen koennte man Dich auch bei der Berechnung von Passivweichen und Controllersetups unterstuetzen.