Genau das ist es, der erste Eindruck ist überwältigend und erschlägt einen vielleicht so ein bisschen. Wenn man aber die Basics der Bedienung verstanden hat, dann kommt man schon gut zurecht und kann auch schon eigentlich alles damit machen. Die Software kann aber noch viel mehr, wo dann der "Freak" zum Einsatz kommt und sich austoben kann
Wenn es möglich wäre, das User-Interface so zu konfigurieren, dass sie sich in der Einfachheit nahezu auf dem Niveau einer Zero88 FLX-S befindet, dann wäre das eine Option. Vorausgesetzt, dass die Anschaffung einer MQ50 preislich überhaupt möglich ist (was ich noch klären muss).
Ein paar Fragen dazu:
- Wie konfiguriere ich die Layouts? In der Software ist schon was im Lay1 und wie man das dann anordnet, das habe ich verstanden. Hinter Lay2 und Lay3 ist bislang nur ein leerer Screen. Wie kann ich diesen verschiedene Ansichten hinzufügen?
- Was ändert der "Simple Mode"? (Setup/Mode)
- Gibt es bei MagicQ eine ähnliche Möglichkeit wie bei der Zero88, beim jeweiligen Playback zwischen HTP/LTP zu wählen und Filter zu setzen, welche Attribute durch den Fader beeinflusst werden? (Sind das die unter "View Cue Stack" / "View Options" zu findenden Optionen?)
- Werden dem User bei MagicQ nur die für ein Fixture sinnvollen Paletten-Einträge angeboten - d.h. bei einem Moving-Head mit Farbrad auch nur dessen Farben? Was passiert, wenn ein User den Colour-Picker verwendet, obwohl das Fixture nur ein Farbrad hat? Bekommt er dann eine Warnung, nutzt MagicQ die der ausgewählten Farbe ähnlichste Position auf dem Farbrad oder merkt der User gar nicht, dass er gerade Unsinn probiert? (Gilt natürlich genauso für die Auswahl von Farben für Theaterscheinwerfer, Positionen für Fixtures ohne Pan/Tilt etc.)
Im Prinzip müsste ich drei verschiedene Anforderungen abdecken:
- Playback only: Nutzer verwendet fertige Playbacks / Excutor-Window, kann NICHT programmieren.
Im Manual habe ich den "Playback Mode" gefunden, der sich allerdings wohl auf MagicQ on PC bezieht. Gibt es sowas auch für die Hardware-Konsole? - User: Kann die Konsole auf dem Niveau einer FLX-S anwenden. Sieht nur das, was er braucht und wird nicht durch die Funktionsvielfalt verwirrt. Nutzt vorhandene/vorbereitete Paletten-Einträge und bekommt tiefere Funktions-Ebenen gar nicht zu Gesicht.
(Wird das durch Auswahl des "Simple"-Modes erreicht?) - Experte: Hat Zugriff auf alle Detail-Funktionen.
Fraglich wäre auch, wie der Zugriff auf die drei Ebenen ermöglicht bzw. auch geschützt werden kann. Vielleicht reicht es aus, dass nur die Experten wissen, wie man den jeweiligen Mode auswählen kann - aber schöner wäre ein Passwort-Schutz für die tiefgehenderen Ebenen.
Bliebe der Wunsch nach eigenen Fadern für die Theaterbeleuchtung, die wir in jedem Fall über Hardware-Fader machen möchten. Gibt es evtl. die Möglichkeit, ein einfaches Pult über einen DMX-Input an die MagicQ anzuschließen und die Einstellung dieses Pults als Cue in der MagicQ zu speichern?
Letztendlich muss ich abwägen, ob wir die komplexen Möglichkeiten der MagicQ tatsächlich auch nur annähernd benötigen und ob nicht das einfachere User-Interface einer Zero88 FLX-S für unsere Anforderungen geeigneter wäre (im Wissen, dass die Möglichkeiten dann eingeschränkter sind).