Vielen Dank für deinen Input. Wir haben einige SEHR (!) am Licht interessierte Schülerinnen und Schüler, aber die Corona-Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen. Ohne Praxis bei Konzerten kann man natürlich auch keine neuen Schüler mit der Technik vertraut machen. Mit Martin M-PC haben sich allerdings auch alle interessierten Mitglieder der AG sehr schwer getan. Einzige Ausnahme ist unser Ehemaliger - der ist aber eine absolute Ausnahmeerscheinung (völlig Technik-verrückt, tolle Vorstellungskraft, sehr schnelles Tempo und extremes Abstraktionsvermögen - das war schon ein eigenes Universum)... und wie gesagt - als Ehemaliger (hat schon sein Studium abgeschlossen) steht er uns nur in Notfällen zur Verfügung.
Es gibt keinen jährlichen Wechsel (das war evtl. missverständlich), aber eben einen ständigen Wandel (neue Schüler kommen dazu, andere machen Abi...). Als Lehrer bin ich die Konstante im Team, selbst leidenschaftlich allerdings vor allem in der Tontechnik unterwegs, das Licht war für mich lange Zeit Neuland. In M-PC habe ich mich eingearbeitet, musste jedoch feststellen, dass mir - trotz Einarbeitung - die Arbeit mit dem System nie besonders leicht von der Hand ging. Wir haben einiges an Arbeit und Zeit investiert, um ein System aus Mini-PC, Touchscreen, einem angepassten APC-20-Controller und einer programmierten Kassentastatur für den "Programmer" zu bauen. Dennoch war die Arbeit mit M-PC eher umständlich und wenig intuitiv (nicht nur für mich).
Die Beschränkung auf das Wesentliche kann daher hilfreich sein, gerade weil dadurch vielleicht nicht alles möglich ist. Die Interfaces des FLX-S und des Lampy finde ich - nach allem was ich in diversen Videos sehen konnte - gelungen. Sie führen schnell zum Ziel und machen den Eindruck, dass man sich zügig damit zurechtfinden wird. Über OSC (Lampy) oder die ZerOS Remote-/ Monitor-Apps lassen sich auch mit den Pulten gegebenenfalls "Hausmeisterlösungen" bauen. Das FLX-S gibt's auch als Software-Lösung. Auch diese Pulte bieten dann ja die Möglichkeit für verschiedene Arbeitsweisen.
Software-Lösungen sind für Zuhause eine tolle Möglichkeit (wenn eine Visualisierung möglich ist), aber eine Show vor Ort alleine über ein Touchscreen zu steuern macht wenig Sinn. Mich nervt die reine Tablet-Bedienung schon beim Ton, der Blick hängt einfach zu viel am Display - beim Licht geht das gar nicht. Die dezidierten Controller sind meist aus Profi-Sicht gedacht (und kosten entsprechend). Bei den oben genannten Pulten kann man z.B. auf den Nummernblock gern verzichten - für Profis ganz sicher ein Manko, für Schüler ein Segen.
4Art Danke für den Tipp zum LSC Mantra Lite. Hab mir grade ein paar Videos angesehen. Das sieht nach einem Pult mit einer sehr an modernen Apps orientierten Bedienung aus, die für viele Schüler geradezu selbsterklärend sein sollte. Die Möglichkeiten sind dabei gegenüber dem FLX-S und dem Lampy jedoch noch eingeschränkter, so mein erster grober Eindruck. Preislich ist das Pult auch interessant (evtl. mit einem zusätzlichen Wing). Derzeit reicht uns noch ein Universum, für die Zukunft dürfte das aber knapp werden (ein zweites lässt sich mit zusätzlicher Hardware nachrüsten).