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Beiträge von Hanseat

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 21. Dezember 2018 um 15:51

    Kurzer Bericht nach dem letzten Konzert: Aufstellung des Chors möglichst kompakt (auf ca. 4m Breite und in 4 Reihen hintereinander gestaffelt). Zwei Shure SM81 stehen davor und sind "verkehrt herum" auf die Tops gelegt (L nach R und umgekehrt). Ergebnis: Für die Chorverstärkung schon echt nicht schlecht, auch wenn das natürlich keine Rocklautstärken bringt (das hat aber auch niemand erwartet). Das letzte Stück des Konzerts (Mother Mother "Free" in einem eigenen Arrangement für Bigband und Chor) macht dann die Grenzen deutlich: Der Chor steht vor der Bigband, so dass die Körper der Sänger gleichzeitig als "Absorber" gegenüber der Bigband dienen. In den lauten Parts, bei denen die Bigband richtig loslegt, sind die Chorstimmen dann nur noch als Teil des Gesamtklangs wahrzunehmen, aber nicht mehr differenziert herauszuhören. Die Sänger des Chors sind eben nicht gerade stimmstark, aber das ist ja nicht den Mikrofonen anzulasten.

    Insgesamt sind alle Beteiligten recht zufrieden mit der Lösung. Aufgabe erfüllt... :)

  • Günstige 4-Kanal-Endstufe für Festinstallation?

    • Hanseat
    • 31. Oktober 2018 um 20:47

    Hab grade einen Tools4Music-Test zur TSA 4-300 gefunden, in der ihr ein mit knapp 69dB als sehr gut bewerteter Störspannungsabstand bescheinigt wird. Das Spektrum des Störsignals sieht völlig unauffällig aus und die abgegebene Leistung soll über den Herstellerangaben liegen.

    In einem anderen Forum habe ich einen knappen Kommentar von Mark Halbedel gefunden, der seinerseits der E4-250 eine hohe Zuverlässigkeit attestiert.

  • Günstige 4-Kanal-Endstufe für Festinstallation?

    • Hanseat
    • 31. Oktober 2018 um 20:14
    Zitat von wora

    ein amp mit 125W@4 Ohm für 10" monitore?

    auch wenn da keine "rocklautstärken" abgerufen werden müssen, würde ich mich das nicht trauen.

    Das sehe ich genauso. Die von mir genannten Amps fangen bei 250W@8 Ohm bzw. 400W@4 Ohm an - das halte ich schon eher für ausreichend.

    Zitat von yamaha4711

    Also Neuware...

    TSA 4-700 ist preislich nicht zu schlagen. Ich habe aber dennoch bezgl. der langlebigkeit Bauchweh. Auch was das Grundrauschen angeht. Ich weiß nicht...

    Hohes Grundrauschen würde mir allerdings schon ziemlich auf die Nerven gehen (das kenne ich von den jetzigen t.amps nicht) - sind die TSA 4-300 bzw. 4-700 denn dafür bekannt?

    Zitat von floger

    Auch nicht von eniem Händler?

    Das müsste ich klären - könnte allerdings gut möglich sein. Vielleicht wäre es doch sinnvoll, die vorhandenen Endstufen reparieren zu lassen...? Kann man da "pi mal Daumen" abschätzen, was man dafür zahlen müsste oder ist das völlig unmöglich?

  • Günstige 4-Kanal-Endstufe für Festinstallation?

    • Hanseat
    • 31. Oktober 2018 um 18:12

    Gebrauchtkauf kommt leider nicht infrage und selbst traue ich mich an die Endstufen nicht ran (müsste also ein Profi machen). Vier Monitorwege werden definitiv benötigt. Wir fahren die Monitore nur auf verhältnismäßig geringer Lautstärke - jedenfalls keine "Rocklautstärken". Mehr als zwei Monitore werden auch nicht parallel angesteuert. Viel Geld ist natürlich auch nicht da. Eine D4-500 haben wir als leichte Monitorendstufe für mobile Einsätze, aber für die Festinstallation brauchen wir ein so kleines und leichtes Gerät nicht. Gegen Chinatrümmer habe ich dennoch grundsätzlich nichts einzuwenden, auch wenn die EV-Eisenschweine für unsere PA wohl noch in Jahrzehnten stur ihre Arbeit tun werden.

  • Günstige 4-Kanal-Endstufe für Festinstallation?

    • Hanseat
    • 31. Oktober 2018 um 01:04

    Auf der Bühne der Schule verwenden wir 4 passive RCF-310 als Monitorboxen an vier Wegen. Bislang hängen im Rack dafür 2-Kanal-t.amps, die dort schon einige Jahre ihren Dienst getan haben (TA-1400 MKII). Nun gibt's an einem Kanal das Problem, dass nur bei ordentlich Pegel im Eingang auch was am Ausgang ankommt. Fraglich, ob sich eine Reparatur rechnen würde, ein anderer Kanal ist evtl. auch defekt (muss ich noch genauer prüfen).

    Als Ersatz denke ich an eine günstige 4-Kanal-Endstufe. Gefunden habe ich bei Thomann einige Angebote, aber auch der Musicstore bietet seine Hausmarke:

    • t.amp E4-250 (konventionell, 4x250W/8Ohm) - 269€
    • t.amp TSA 4-300 (Schaltnetzteil, 4x 350W/8 Ohm) - 319€
    • Fame MS 5004 (konventionell, 4x 350W/8 Ohm) - 319€

    Haltet ihr die Lösung für die genannte Anwendung für sinnvoll? Habt ihr evtl. positive/negative Erfahrungen mit den jeweiligen Endstufen?
    Laute Lüfter sind nicht das Problem, das Gewicht ist egal. Da aber bei Nutzung der Lichtanlage das gesamte System per Schlüsselschalter hochfährt, ist auch die Monitorendstufe an vielen Tagen im (Leerlauf-)Betrieb. Die E4-250 hat eine Standby-Funktion, die dafür vielleicht ganz nützlich sein könnte (schaltet nach 30min. ohne Signal ab).

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 29. Oktober 2018 um 20:43

    Heute war während der Probezeit des Chores ein Mikrofontest vereinbart, den wir an zwei Positionen durchgeführt haben. Einmal direkt an der Bühnenkante (enger gestellt und in 4 Ebenen gestaffelt) und in gleicher Weise links von der Bühne mit einer Podest-Konstruktion, so dass sich ebenfalls 4 Ebenen ergeben haben. Ich habe nur 2 Mikrofone je Typ verwendet, da der Chor auf nur ca. 4m Breite stand und mit Hilfe des Pannings für größtmögliche Abstände zwischen Mikrofon und Tops gesorgt (also linkes Mic auf rechten Speaker etc.).

    Die äußere Position gab tatsächlich 3-4dB mehr GbF, dennoch befanden alle Beteiligten diese Variante aus verschiedenen Gründen übereinstimmend als nicht so vorteilhaft. Die Position weiter hinten auf der Bühne möchte die Chorleitung nicht. Es bleibt dann wohl erstmal bei der Aufstellung an der Bühnenkante.

    Leider konnte ich nicht alle gewünschten Mikrofone an den Start bekommen. Getestet wurden nun:

    • Rode NT5
    • Shure SM81
    • Beyer MCE-86
    • AT 4051a
    • Beyer SHM-20

    Die Mikrofone waren alle weitgehend gleich aufgestellt. Zunächst wurden alle Mikrofone gleich eingepegelt, dann die einzelnen Pärchen an die Feedbackgrenze gebracht. Bei einigen klang es auch vor dem Feedback schon irgendwie "hohl" (Rode NT5) und ließ sich - wie zwei andere (AT/Beyer) auch - einfach nicht so laut kriegen. Die verbleibenden beiden Mics gefielen klanglich gut und erreichten beide einen spürbar höheren Pegel, blieben dabei im Sound auch immer noch bis an die Feedbackgrenze kontrolliert und präzise - eins eine Nuance heller in der Abstimmung (Shure SM81), das andere etwas wärmer im Sound (Beyer MCE-86 - das bekam den Männerstimmen sehr gut). Ein interessantes Ergebnis, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 24. September 2018 um 20:21
    Zitat von Marian Humann

    Ich finde die ganze Problematik klingt weniger nach Mikrofonkaufberatung als nach Psychologieberatung. Ich würde die ganz einfache Frage stellen:

    Möchtet ihr, dass das Publikum euch hört oder dass ihr euch wohlfühlt?

    Wenn sich Musiker nicht wohlfühlen, dann performen sie schlecht. Im Zweifelsfall ist deren Performance für den Erfolg eines Konzerts weitaus (!) wichtiger als technische Perfektion.

    Dass es Grenzen des technisch Machbaren gibt und bei Amateuren manchmal unrealistische Wunschvorstellungen gibt, ändert in der Sache nichts daran.

    Der Vergleich zu "Nachwuchsbands" hinkt auf beiden Beinen. Ein Chor ist ein verhältnismäßig homogenes Ensemble und benötigt bei geeigneter Akustik grundsätzlich überhaupt keine technische Unterstützung. Das ist bei einer Band etwas anders.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 23. September 2018 um 21:22

    Die Umpositionierung hat im Wesentlichen damit zu tun, dass der Chor bereits von der Akustik des Raums unterstützt wird. Wir können dann ja gegebenfalls noch einen Speaker an der von der Bühne abgewandten Seite aufstellen und bekommen zusammen mit dem an der Bühne installierten Topteil auf der anderen Seite des Chores dann eine vernünftige Stereoabbildung, die zur Aufstellung passt.

    Bin auch gespannt auf die Ergebnisse. Die Rode NT5 wurden mal für OH-Anwendungen angeschafft, da mag ich die Höhen aber nicht (dort werden nun MK012 eingesetzt), aber für den Chor könnten sie vielleicht ganz gut passen. Die 4051 gehören mir privat, die müssten wir dann gegebenenfalls für die Schule anschaffen.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 22. September 2018 um 19:00

    Kurzes Update: Es wird Ende Oktober einen Test im Rahmen einer Probe geben. Allerdings gab's nun doch Widerspruch seitens der Chorleitung zur Positionierung weiter hinten auf der akustisch sehr trockenen Bühne (ist für einen Chor auch wirklich nicht schön). Meinerseits habe ich deutlich gemacht, dass wegen der Feedback-Problematik an der Bühnenkante nur eine geringe Verstärkung möglich wäre.

    Als Alternative überlegen wir nun, ob für den Chor eine andere Ecke des Raums genutzt werden kann (also gar nicht auf der vorhandenen Bühne), da diese Ecke akustisch "harte" Flächen im Rücken besitzt und der Chor dort schon durch die Raumakustik besser unterstützt werden würde (Mikros dennoch notwendig). Diese Position wäre auch weiter von den Lautsprechern entfernt. Wir müssten dann damit leben, dass die Verstärkung aus den Tops L/R von der Bühne nicht so gut zur Aufstellung des Chors passt - oder zwei mobile Topteile in diesem Bereich aufstellen.

    Wir werden die alternative Aufstellung mit der an der Bühnenkante vergleichen und diverse Mikros testen (voraussichtlich Rode NT5, Shure SM81, Audio-Technica AT-4051, Beyerdynamic MCE-81 und MCE-86, evtl. auch Oktava MK-103, Superlux S241 sowie das billige T-Bone MB-78, vielleicht kriege ich auch noch das Sennheiser 865 an den Start). In beiden Aufstellungen werden wir versuchen, den Chor kompakter hinzustellen (enger und in 3-4 Ebenen gestaffelt hintereinander), dann sollten wahrscheinlich auch 2(-3) Nierenmikros ausreichend sein.


    In jedem Fall wäre die alternative Aufstellung deutlich unkritischer hinsichtlich des möglichen GbF. Nach der Durchführung des Tests werde ich mich sicher noch einmal hier melden und unsere Erfahrungen schildern.

  • Günstiges Mess-System zur Dokumentation nach DIN 15905-5

    • Hanseat
    • 9. September 2018 um 14:15

    Der "Beurteilungspegel" weist darauf hin, dass es nicht einfach nur um die (momentane) Lautstärke geht, daher fand ich "Lautstärke" alleine zu unpräzise. "Durchschnittliche Lautstärke" käme dann schon näher dran, auch wenn nicht erklärt wird, um welchen Durchschnitt es geht. Lass ich mir mal durch den Kopf gehen.

  • Günstiges Mess-System zur Dokumentation nach DIN 15905-5

    • Hanseat
    • 7. September 2018 um 22:29
    Zitat von patec

    Nein, ihr wart möglicherweise nicht auf der sicheren Seite. Wenn das Mikrofon so weit über Kopfhöhe des Publikums hing, dass es nicht mehr im Hauptabstrahlbereich des Lautsprechers war, habt ihr hier zu wenig Pegel gemessen.

    Hab den Thread erst heute wieder besucht und deinen Beitrag gelesen. Deine zentrale Annahme ist allerdings falsch - die Mikrofone befanden sich auf Achse etwa auf Mitte zwischen HT und TT. Damit haben wir sichergestellt, dass die Messung in jedem Fall höhere Werte anzeigt als für die den Lautsprechern nächsten Zuhörer relevant wäre.

    Zitat von patec

    Auch hier lohnt es sich, ein wenig genauer hinzuschauen.

    HK-typisch ist der Peak-Wert hier im Halbraum angegeben, der Wert für 1m Freifeld liegt daher bei 129dB Peak SPL. Wenn also das Publikum nicht näher als etwa 0,5 Meter an diese Box heran kann (da wären dann wieder etwa 135dB Peak SPL), seid ihr tatsächlich auf der sicheren Seite und könnt guten Gewissens auf die Peak-Messung verzichten. Denn durch die Auswahl der Boxen habt ihr technisch sichergestellt, dass der Wert von 135 dBC (der dBC Wert liegt immer unterhalb des ungewichteten Wertes) niemals am Hörplatz des Publikums überschritten werden kann.

    Das stimmt natürlich - und so nah wird nie jemand an die Tops herankommen, dafür sorgen wir.

    Zitat von patec

    Hier möchte ich noch auf einen gefährlichen Fallstrick bei dieser an sich vorbildlichen Aktion hinweisen: Das Mikrofon ECM 8000 von Behringer ist, was den Frequenzgang angeht, sicher für eine solche Messung geeignet. Aber gerade bei Messungen nahe am Lautsprecher ist die geringe Übersteuerungsfestigkeit dieses Mics gefährlich. Behringer gibt im Datenblatt hierzu keinen Wert an, aus Messungen, die dies genauer beleuchteten, glaube ich mich zu erinnern, dass der Maximalwert bei etwa 120dB lag. Das Dämpfungsglied ändert hieran nichts, da es erst hinter dem Mic in der Signalkette hängt.

    Auch wenn 120dB erst einmal sicher klingt: 99dB LAeq(30min) können bei einzelnen Titeln auch schon mal gerne 105dB LAeq(5min) sein, bei 12dB Crestfaktor (live auch gerne mehr) ist man dann schnell im Grenzbereich. Jetzt noch ein Korrekturfaktor von 10dB, weil man direkt vor der Box misst, und man ist locker drüber.

    Dazu kommt noch, dass beim Messmikrofon die Messung noch ohne A-Filter stattfindet, der Wert also signalabhängig deutlich höher liegen kann, als unser A-bewerteter Pegel. Die A-Bewertung, die eigentlich wissenschaftlich hier fälchlicherweise verwendet und in der Norm verlangt wird, gilt eigentlich im Bereich der unteren Hörgrenze, für diese hohen Pegel wäre das C-Filter korrekt. Dieser Fehler wird gerne verschwiegen, weil er ja eine lautere Wiedergabe innerhalb der Norm ermöglicht. Besonders Basssignale, die den Wiedergabepegel auf vielen Veranstaltungen dominieren, werden durch die A-Filterung stark reduziert berücksichtigt.

    Es lohnt sich wirklich, bei hochpegeligen Messungen eine Klasse höher einzusteigen und zum Beispiel das häufig genannte Isemcon zu nehmen.

    Der Tool4Music-Test gibt 131dB bei 3% Klirrfaktor an. Die Messung findet bei uns nicht im direkten Nahbereich vor dem Speaker statt, sondern in mehr als 1m Abstand. Der Korrekturfaktor fällt damit weg - und selbst deine Rechnung läge noch unterhalb der 3%-Klirrgrenze des Mics. Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass ein höherwertiges Mikrofon Sinn macht - vor allem, wenn man auch LCpeak messen muss (weil die Anlage mehr als 135dB Peak abgeben kann). In unserem Fall passt das aber noch so gut, dass ich keine Veranlassung sehe, ein anderes Mikrofon anzuschaffen.

    Das PAD ist nicht dafür da, den maximal verarbeiteten Schalldruck des Mikrofons zu erhöhen - das wäre ja auch völlig sinnlos, da hinter das Mikro geschaltet. Es geht vielmehr darum, den Eingangspegel soweit abzusenken, dass die Centrance-Soundkarte genügend Reserven besitzt, um auch die bei höchsten Schalldrücken vom Mikrofon abgegebenen Pegel noch verarbeiten zu können (die maximal möglichen Messwerte werden von der Software nach der Kalibrierung angezeigt). Das ging in diesem Setup nur mit PAD.

    Zitat von Jürgen Klingel

    Guter Text, für einen mit etwas "Background", wie uns PA-Foristen, sicher einleuchtend und verständlich.

    Denke ich nun an weniger "bedarfte" Personen, die wir eher als "Pax" kennen :)...so glaube ich, dass mit dem Wort "Beurteilungspegel" die Wenigsten was anfangen können.

    Den Fachbegriff habe ich verwendet, weil ich keine sinnvolle Möglichkeit gefunden habe, das in "einfache" Sprache zu übersetzen, ohne den Sinn maßgeblich zu verfälschen. Hast du vielleicht einen Vorschlag?

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 7. September 2018 um 11:32
    Zitat von Flugwuppich

    Grundsätzlich habe auch ich wie einige Foristen hier mit der MCE-Serie von Beyer sehr sehr gute Erfahrungen gemacht (hier allerdings mit MCE81) -

    Danke für den Tipp, davon habe ich privat noch einige rumliegen - an die hatte ich gar nicht mehr gedacht. Die habe ich auch noch als recht feedbackarm und offen klingend in Erinnerung (und das hätte man sogar angesichts des einwandfreien Polardiagramms vorausahnen können)

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 6. September 2018 um 08:02
    Zitat von wora

    ich würde das pragmatisch angehen:

    wenn der chorleiter unbedingt will, das der chor auf der vorbühne steht und das nur wenige mikrofone benutzt werden können (und man damit eben gegen das übersprechen der beschallungsanlage ankämpfen muss), dann werden die mikros eben nur so weit aufgemacht, das man ein sicheres GBF bekommt. mehr kann man dann ohnehin nicht tun.

    wenn das dann an der VA ausreichend ist, dann ist doch alles klar.

    falls es zu leise war, muss der chorleiter für zukünftige veranstaltungen eben mehr kompromisse zulassen.

    Genau SO werde ich das machen... und das erstmal mit den vorhandenen Mikrofonen bei einer der nächsten VA testen.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 22:19

    floger:

    Die MCE86/87 hatte ich auch shon mal im Auge, ist im Wesentlichen ja auch eine Hyperniere. Die Ausrichtung etwas über den Köpfen der ersten Sänger auf die hintere Reihe klingt nach einer guten Lösung (und laut Polardiagramm nimmt die Bündelung erst bei den höchsten Frequenzen stark zu). Aber leider gibt's die nicht mehr neu und das Nachfolgemodell sieht zumindest nach dem Datenblatt deutlich ungünstiger aus.

    TomyN

    Das Bündelungsmaß von Supernieren scheint mir - zumindest theoretisch - ideal zu sein: Etwas breiter als die Hyperniere mit deutlich geringerer rückwärtiger "Keule" und seitlich bzw. rückwärtig einfallenden Schall stärker ausblendend als Nierenmikrofone. Von anderer Seite wurde das e865 als "weit reichend" beschrieben (war in seinem Fall wohl eher ein Problem als Gesangsmikrofon) - aber vielleicht hat ja hier im Forum jemand Erfahrungen mit dem Mic? Preislich in Ordnung und robust genug für eine Schule wäre es jedenfalls.

    EDIT: Nun komme ich doch nochmal ins Grübeln:

    Wenn ich die Breite des Chors mit Supernieren abdecken will, dann benötige ich sicher mind. vier Mics. Mache ich das Gleiche mit Nierenmikrofonen, dann sollten auch drei ausreichen. Die Superniere bietet dann zwar im 1:1-Vergleich mehr Gain-before-Feedback (siehe das Sengpiel-Paper), aber wenn ich dann ein Mikrofon mehr einsetzen muss, geht der Vorteil wahrscheinlich gleich wieder verloren.

    Vielleicht wären Nieren dann ebenso sinnvoll - mit ein wenig gegenläufigem Panning (linkes Mikro auf den rechten Speaker und umgekehrt, nur das mittlere Mic auf beide Seiten) wäre der wirksame Abstand zum Lautsprecher maximiert. Und gute Nieren haben wir eigentlich schon...

    ...ich sollte mal mit dem Schulleiter sprechen, ob er uns das Budget auch bis zum nächsten Etat offen halten kann. In diesem Fall könnten wir noch die Gelegenheit zu ausführlicheren Tests nutzen.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 19:25

    Danke für die vielen Anregungen, denen ich (fast) ausnahmslos voll zustimmen kann.

    Zur Idee "zurück auf die Bühne": Beim Setup der Bigband (die bei den Konzerten parallel ebenso wie einige Bands auftritt) haben wir links und rechts von den zentralen Drums jeweils zwei gestaffelte Podeste. Wir müssten dann eben doch mal ausprobieren, wie es wäre, den Chor auf diesen Podesten und davor zu platzieren. Dort stehen sowieso ganz gute Mics (je 3x Shure SM81 für die Trompeten und Oktava MK-103 für die Posaunen und davor je nach Wahl einige MK-012/MD441/Beyer SHM-20). Einfach ein Chor-Preset auf dem Mischpult vorbereiten und los... vielleicht fühlt sich der Chor damit ja doch wohler.

    ...oder die Drums vorne am Bühnenrand platzieren und die gestaffelten Podeste (3x hoch, 3x niedrig) über die gesamte Breite für Bläser bzw. Sänger nutzen.

    Wenn die Position die Position an der Bühnenkante bleiben sollte, dann würde ich schon lieber auf die oben genannte "SM58"-Lösung setzen - das will aber die Chorleitung nicht.

    Alles in Ruhe ausprobieren wäre auch eine tolle Alternative :)
    Leider läuft das an Schulen manchmal anders:

    • Kauf zum Test und gegebenenfalls Rückgabe macht die Buchhaltung nicht mit
    • Schulleiter will den Chor unterstützen und gibt Mittel zur Anschaffung von geeigneten Mics frei
    • Man weiß nicht immer, wie lange diese Zusage gilt, also lieber nicht erst im kommenden Jahr die Mittel beantragen
    • Der Antrag muss schon diesen Freitag raus sein...

    Daher klingt die Geschichte leider nach "hit or miss" - und somit bin ich auch mehr auf euer Know-How und eure Unterstützung angewiesen.

    Zu den Polardiagrammen: Sich nur darauf zu verlassen wäre Unsinn, aber - und so habe ich das ja auch verwendet - zur Vorauswahl und zum Ausschluss von weniger geeigneten Alternativen scheint mir das schon ganz brauchbar zu sein.

    Bleibt immer noch die Frage, ob der Ansatz grundsätzlich sinnvoll ist und welche Mikrofone man dann dafür nutzen bzw. kaufen sollte.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 11:49

    Danke - hatte ich auf der Produktseite nicht gleich gefunden. Sieht allerdings jetzt nicht ganz so schön aus, wie ich mir das wünschen würde - gerade der Ausbrecher um 4kHz bei der Hyperniere würde mich schon abschrecken.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 11:35
    Zitat von B_West

    darf ich ? ... vielleicht interessant

    https://www.jts-europe.de/produkte/insta…stativ/fgm-170/

    Könnte interessant sein - aber ohne aussagekräftiges Polardiagramm (mögl. Oktavbänder von 125Hz bis 16k) sieht es erstmal nur optisch nett aus.

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 11:33

    Jaja, optimal ist anders. Aber die PA funktioniert aufgrund des asymetischem Horns der QRx-Tops im Raum (Halbkreis mit ca. 15m Radius, davon etwa ein 100°-Bereich bestuhlt) erstaunlich gut! (Ergänzende Subs stehen unter den Boxen auf dem Boden, die spielen für das Thema ja aber keine Rolle.) Selbst ein Beyer SHM-20 mittig ca. 2,5m vor der Bühne kriegt man mit einem Redner laut und deutlich - ohne entsprechendes Feedback (das ist aber auch die Grenze).

    Ziel ist, den Chor bestmöglich zu (unter)stützen, nicht mehr - und natürlich könnte ich die üblichen Tricks nutzen (linke Chormics nach rechts pannen und umgekehrt).

    Mit dem NT5 habe ich ein ziemliches Hass-Verhältnis (mag ihre Höhen gar nicht). MC930 und NT5 - und das C1000 zumindest in einer Konfiguration - sind ja Nieren mit deutlich breiterer Öffnung und geringerer Dämpfung zu den Seiten. Hältst du das angesichts der Situation für eine gute Idee?

  • Mikrofone für Chorverstärkung

    • Hanseat
    • 4. September 2018 um 11:03

    Moin,

    erstmal zur Ausgangsbasis:


    Bühne, Raum und Speaker:

    Chor-Setup aus der Vergangenheit (direkt an der Bühnenkante weil die Bühne akustisch ziemlich "tot" ist und der Chor sich da nicht wohl fühlt):


    Natürlich sind das keine ausgebildeten Stimmen - und richtig laut singen sie auch nicht immer. Dennoch muss ich die Stimmen sinnvoll verstärken.


    Unter anderem hatte ich an die Verwendung von vielen Gesangsmikros gedacht, so wie im folgenden Beispiel (aus einem anderen Thread in diesem Forum: dort singen ca. 60 Sänger jeweils zu zweit in ein Mikrofon, zwei Mikros werden per einfachem Y-Kabel auf einen Input gelegt). Die Chorleitung möchte aber nicht so viele Mikros da rumstehen sehen:

    https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=DwTHnw3o5SA


    Nun suche ich also nach vier Supernieren, die ich nutzen möchte, um mit passender Aufstelltung das Übersprechen der Toplautsprecher (EV QRx 112) zu verringern bzw. Feedback zu vermeiden. Mit den 120°-Minima der Supernieren verspreche ich mir größeren Erfolg als von normalen Nierenmics.

    Die Suche ergab bislang folgendes Ergebnis:


    Das Schoeps fliegt schonmal raus, weil es einfach zu teuer ist. Das KM185 hat die gleichmäßigste Richtwirkung für alle Frequenzen, aber die Rückwärtsdämpfung insgesamt scheint beim KMS105 und beim Sennheiser e865 noch besser zu sein - aber auch das Beta 87C macht selbst als Niere eine erstaunlich gute Figur (recht enge Bündelung für eine Niere) - nur ein Frequenzbereich will sich nicht ganz fügen. Das e614 gibt's grade äußerst günstig - wwar brechen die 16kHz bei dem Mic ziemlich aus - aber ob das von größerer Relevanz ist, wage ich zu bezweifeln (diese Frequenzen werden ja sowieso stark von den Tops in den Raum gerichtet abgestrahlt - und die QRx geben diesen Frequenzbereich sowieso nur noch eher müde ab).

    Fein fände ich, wenn man die Mics auch noch als hochwertige Solo-Mikrofone einsetzen könnte - das ist mir "Stäbchen" ja nicht so toll. Daher interessieren mich gerade die "normalen" Gesangsmics. Vom KMS105 habe ich aber auch Berichte von starker Feedbackanfälligkeit gelesen. Kann ich mir eigentlich bei dem Polardiagramm kaum vorstellen (außer man hat den Monitor blöd aufgestellt).

    Wie auch immer - gesucht werden:

    • vier feedbackunempfindliche Mikrofone
    • mit guter Rückwärtsdämpfung (Superniere - aber ohne "fette Rückwärtskeule" oder Niere mit engerer Bündelung)
    • Praxiserfahrungen von Usern, welche die Mikrofone aus der Praxis kennen (Datenblätter kann ich ja selbst lesen)
      (=> Leider kann ich die Mics für die Schule nicht einfach bestellen und dann wieder zurücksenden - das macht die Buchhaltung der Behörde nicht mit!)

    P.S.: Ja, die Suchfunktion habe ich schon benutzt :)

  • Günstiges Mess-System zur Dokumentation nach DIN 15905-5

    • Hanseat
    • 13. Juni 2018 um 14:26

    Den Gesetzgeber habe ich noch verschwinden lassen und den letzten Hinweis noch etwas ergänzt.

    Der Text darf bei Bedarf gerne von euch verwendet werden.

    Ihr Gehör ist uns wichtig!

    Um Gehörschäden zu vermeiden, halten wir daher einen max. Beurteilungspegel von durchschnittlich 95dB(A) an den lautesten Zuhörerplätzen vor der Bühne ein. Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass eine mögliche Gehörgefährdung bei durchschnittlichen Beurteilungspegeln über 85dB(A) nicht völlig auszuschließen ist.

    Bitte schützen Sie daher ihre Ohren und gehen Sie gegebenenfalls nicht so nah an die Lautsprecher heran.
    Achten Sie auch auf Ihre Kinder!

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