die Diskussionen über HCQ sind nicht wirklich "Fake News" die gibt es ja
und die Fachdiskussion soll auch durchaus sein,
Das ist imho aber genau oft ein Schwachpunkt in der Diskussion über solche Diskussionen.
Die Fachdiskussion ist ganz einfach:
Es gibt einen "Goldstandard" in der medizinischen Forschung, wann eine Behandlung als wirksam und (das ist wichtig!) dieses Ergebnis als gesichert angesehen werden kann. Und das sind randomisierte kontroliierte Studien.
Es gibt bisher keine solche Studie, die die Wirksamkeit von HCQ belegt. Nichts anderes sagen die "Gegner" dieser Behandlung. Sie fügen vielleicht noch hinzu, dass es sogar schädlich sein kann, es einzunehmen, bevor die Wirksamkeit erwiesen ist.
Der wesentliche (und in meinen Augen traurige) Unterschied zwischen diesen "HCQ-Gegnern" und den Verschwörungstheoretikern ist, dass wissenschaftlich denkende Menschen Ihre Aussagen ändern, wenn sich die (in randomisierten kontrollierten Studien ermittelte) Faktenlage ändert. Sie vertreten keine gefestigte "Meinung", sondern den aktuellen Stand der Erkenntnis.
Daher muss es aktuell auch keine wirkliche Diskussion über Für und wider einer solchen Behandlung unter Laien geben, denn Jahrzehnte und Jahrhunderte der (medizinischen) Wissenschaft haben ein Schema definiert, mit dessen Hilfe diese Frage mit hinreichender Wahrscheinlichkeit hinreichend eindeutig beantwortet werden kann. Das ist m.M.n. einer der wenigen Punkte, wo es mehr schwarz und weiß gibt, als grau.
Just my two Cents.
- phlownd, kein Dr. med.
Edit: neben der Randomisierung und der Kontrolle spielt bei deart wichtigen Studien auch das peer review, also die Prüfung durch fachlich kompetente Experten eine Rolle. Dazu gehört dann auch, dass die zugrundeliegende Methodik sauber und unmissverständlich dokumentiert sein muss, damit jeder mit Sachverstand die Ergebnisse sauber einordenen kann. Meist ist das bei Nachweisen über eine angebliche Wirksamkeit ein gehöriger Schwachpunkt. Viele Verwechseln dann methodische Kritik mit einer entsprechenden Einschränkung der Aussagekraft wiederum mit einer Kritik an der Sache selbst, was die Diskussion erschwert.