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  2. mringhoff

Beiträge von mringhoff

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • mringhoff
    • 11. August 2012 um 16:54
    Zitat von "ThomasL"

    - kein Problem - Hauptsache die "Kids sind von der Straße". So ausgesagt von unserer örtlichen IHK.


    dieses Gefühl habe ich auch. Vermutlich ist das ein politisch veranlasste Einstellung. Weg von der Straße heißt auch raus aus der Arbeitslosenstatistik.

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • mringhoff
    • 10. August 2012 um 23:00
    Zitat von "Wetterauer"

    Ist nicht genau dies der Fall bei fast allen Buchungen in der VT?
    Auftragnehmer zur Durchführung der VA bucht mehrere Einmannfirmen zur Hilfe und stellt Material und ggf. einen Teil des Personals.

    Ist somit der einzelne 'freie' Techniker nicht einen Werksvertrag mit dem Unternehmen welches ihn gebucht hat eingegangen?

    Der Veranstalter bucht eine VT-Firma mit dem Auftrag zur Ausführung einer technischen Ausstattung auf seinem Event. Wenn die technische Ausstattung nicht zum Erfolg führt, wurde der Vertrag nicht erfüllt und es gibt keine Zahlung. Soweit der Werksvertrag. (Zumindest mal aus Sicht des Veranstalters)

    Die VT-Bude bucht freie Techniker zur Unterstützung/Mithilfe bei diesem Auftrag. Dabei wird rein rechtlich ja kein Erfolg vereinbart, sondern zunächst mal die reine Mitarbeit. Ich sehe das dann eher als Dienstleistungsarbeit. Wenn man mit dem Techniker nicht zufrieden war, sehe ich rechtlich Schwierigkeiten, ihm weniger oder gar kein Geld zu bezahlen. Es gilt der vereinbarte Tagessatz / Stundensatz. Beim nächsten Job ist er halt nicht mehr dabei.

    Aber im Grunde ist die Unterscheidung zwischen Dienstleistung + reine Vermietung und Werksvertrag schon immer ein Streitthema in unserer Branche und auch nicht immer so einfach zu lösen.
    Die VT-Bude möchte natürlich auch lieber eine Dienstleistung mit Vermietung anbieten als ein Werksvertrag und gestaltet die Veträge / AGB entsprechend. Aber ob sich das immer so durchsetzen lässt, steht auf einem anderen Blatt.

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • mringhoff
    • 10. August 2012 um 11:30
    Zitat von "Wetterauer"

    Wie sieht das denn eigentlich aus?
    Was muss ein 'Selbständig Tätiger' denn selbst dabei haben, um nicht als 'Angestellter ohne Sozialversicherung' betrachtet zu werden.


    Seine PSA (Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Helm etc.)
    sich selbst
    und sein Hirn
    (letzteres wäre zumindest wünschenswert)
    Die Kriterien der Scheinselbständigkeit richten sich primär eher an anderen Dingen aus (Umsatz im Vergleich zum Gesamtumsatz, weitere Kunden, öffentliches Auftreten/Werbung etc.)

    Zitat von "Wetterauer"


    Auf dem Bau hat der Sub die Mörtelkelle dabei, nicht der GU.


    Der Sub auf dem Bau ist aber eine Firma, die wiederum das Personal anheuert. Das Personal selbst hat nicht dabei. Das Werkzeug kommt von der Firma.
    Falls der Sub eine Einmannfirma ist, hat dieser einen Werksvertrag zu erfüllen, dazu benötigt man Werkzeug/Material. So wurde das auch gebucht und wird das abgerechnet.

  • So eine liste brauche. Wir auch.... Gagenliste aus A

    • mringhoff
    • 10. August 2012 um 10:46
    Zitat von "Karel Noon"

    Was das thema Bezahlung angeht, da müssen wir vielleicht einfach noch bessere "Lobbyarbeit" betreiben, und auch jungen kollegen klar machen was sie mit dumpingpreisen anrichten.

    Ob das klappt?

    "Hallo Kollege, bitte sei doch nicht so günstig, denn sonst bekomme ich den Job nicht, sondern Du..."

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • mringhoff
    • 10. August 2012 um 10:42
    Zitat von "skyworker"

    Nicht das Mindeste für einen Tonjob am Mann, aber je nach Lagerbestand Spezieleffekte und Mikros. Die zieht man dann aus dem Hut, falls Bedarf besteht und setzt sie nachträglich auf die Rechnung?


    Also die Mikros oder Effektgeräte sind eindeutig Aufgabe der VT-Bude. Die hat die ja schliesslich auch gegenüber dem Kunden berechnet.
    Wenn jetzt ein Bandtech kommt, darf er natürlich gerne eigenes Zeug mitnehmen, wenn er will, aber ohne Berechnung und auch nur dann, wenn noch genug Zeit ist, das entsprechend umzubauen. Bei Festivals o.ä. nervt das aber manchmal, wenn jeder Bandmischer sein eigenes Süppchen kochen will....

    Wenn die VT-Bude einen Tontechniker stellen soll und einen Freelancer dafür bucht, dann geht die auch davon aus, daß das vorhandene Material verwendet wird. Wenn dieser Freelancer meint, eigene Mikros/Effekte an den Start bringen zu wollen, gilt das gleiche wie für den Bandtech: wenn die Zeit da ist, dann kann er das gerne zu seiner privaten Erfüllung tun, aber bezahlt wird da nichts.
    Anders ist es, wenn etwas fehlt und der Freelancer zaubert es aus seinem Rucksack. Dann ist die VT-Bude froh, das so unkompliziert lösen zu können und zahlt gerne auch den passenden Mietpreis dafür.

    Am besten wäre natürlich, wenn der Freelancer sich bei der Buchung vorab schon mal Infos über den Job einholt, wenn nicht die VT-Bude ihn schon damit versorgt hat. Also: Ablaufplan, Bühnenplan, Channel-Liste etc. Hier können gerne noch Änderungswünsche oder Verbesserungsvorschläge angebracht werden. Wenn ein Freelancer mit einer Mikrofonierung nicht zufrieden ist, sagt er es vorher und die VT-Bude gibt dann soweit möglich die Wunschmikros mit.


    Das betrifft jetzt eben nur die Tontechniker am Pult.
    Die "Werkzeugfrage" bei Freelancern ist ja auch sehr breit aufgestellt. Ich hab schon einige Hands kennengelernt, die ein wahres Werkzeugarsenal dabei haben, natürlich zur eigenen Befriedigung. Wenn ein Problem auftritt, saust dieser gleich zu seinem Waffenschrank, holt was raus und ist ganz stolz, derjenige zu sein, der die Veranstaltung gerettet hat.
    Berechnet hat noch keiner etwas :)

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • mringhoff
    • 9. August 2012 um 17:15

    Bandmischer: ist klar, der ist aber nicht Freelancer der VT-Firma, sondern leibeigener Tonmensch der Band und von dieser bezahlt.

    Zitat

    Systemtechniker, egal ob Ton, Licht oder Video müssen heutzutage in vielen Fällen leider neben Notebook und evtl. Messsystem/DMX-Interface halbe Werkstätten mit sich rum schleppen


    da läuft doch was schief. Wenn ich als VT-Firma ein "System" vermiete, dann gehört es doch dazu, daß man alle dafür notwendigen Werkzeuge, die man für die Einrichtung desselben benötigt, auf die Baustelle mitgebe. Das gehört m.M. zum System dazu nicht zum Techniker.
    Nebenbei kann und darf ich mich ja auch nicht darauf verlassen, daß ich einen MacGyver gebucht habe, der alles hinbiegt, was ich als VT-Bude nicht auf die Reihe bekommen habe.

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • mringhoff
    • 9. August 2012 um 17:03
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Ist der zwingend vorgeschrieben?

    Vorgeschrieben schon, aber die IHK darf Ausnahmegenehmigungen erstellen. Und das tut sie auch gerne...

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • mringhoff
    • 9. August 2012 um 15:34

    Hatte neulich mal eine Diskussion:

    Von welcher Ausrüstung darf man ausgehen, die ein Freelancer mit sich führt, wenn man ihn bucht?

    Es gibt Leute, die kommen mit rollenden Werkzeugkoffern / Taschen / Cases / Rucksäcken auf Job und haben da eine ganze Menge dabei. Darauf angesprochen, heißt es oft, daß das immer dabei ist, wenn man sie bucht. Offenbar sehen manche Firmen das auch so: Material kommt von der VT-Bude, Werkzeug nimmt der Techniker mit...

    Daß Tontechniker ein kleines Case mit Mikros, Adaptern und diversen Zauberteilen dabei haben, sieht man auch öfters.

    Ich bin aber eher der Meinung, daß man den Freelancer "ohne alles" bucht - nur mit der notwendigen Sicherheitsausrüstung / PSA. Die Technikfirma sollte doch alles notwendige an Werkzeug/Adapter/Mikros etc. stellen. Natürlich schadet es nicht, wenn ein Helfer noch Werkzeug dabei hat, aber offenbar scheint es ja immer mehr in Mode zu kommen, daß jeder eine volle Ausrüstung mitschleppt.

    Irgendwann steht da der "normale" Freeelancer in der Pflicht, technisch aufzurüsten, weil man das von ihm erwartet. Eine Tagessatzerhöhung ist aber deswegen nirgends drin. Eigentlich ungerecht.

    Ein Freelancer soll doch keine kleine rollende Technikfirma sein...

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • mringhoff
    • 9. August 2012 um 15:17
    Zitat von "kevin segger"


    Bestehen Auszubildende vor Ablauf der unter Nr. 1 vereinbarten Ausbildungszeit die
    Abschlussprüfung, so endet das Berufsausbildungsverhältnis nicht mit Bekanntgabe des
    Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss, sondern zum geplanten Ende der Ausbildung.

    klingt irgendwie seltsam.
    Eventuell will man damit aussagen, daß man die Ausbildung nicht am Tag der Notenbekanntgabe das Arbeiten einstellt, sondern schon noch die restlichen Tage arbeitet (meist bis zum Monatsende). Schliesslich gibts ja auch noch ein volles Monatsgehalt.

    Oder denkst Du an eine mögliche Lehrzeitverkürzung und hast Angst, dann trotz bestandener Prüfung noch ein drittes Jahr zum Azubigehalt schuften zu müssen?
    Die Lehrzeitverkürzung ist eine freiwillige Sache des Betriebs, nicht der Noten (wenngleich man es immer daran festhängt). Wenn Dein Betrieb damit einverstanden ist, wird er Dich wohl auch früher gehen lassen. Ich habe aber auch schon von Betrieben gehört, wo eine Lehrzeitverkürzung nicht möglich ist. Hier gehts halt ganz klar um die billige Arbeitskraft im dritten Lehrjahr.

    Ansonsten werden Ausbildungsverträge ja auch von der IHK kontrolliert, unterzeichnet + gestempelt. Ich weiß zwar nicht, wie genau der Text gelesen wird, aber es ist zumindest eine Instanz dazwischen...

  • Sanyo XP-51 (vorher Sharp Notevision PG-C30XE)

    • mringhoff
    • 8. August 2012 um 18:03
    Zitat von "DJheini"


    Gibts eigentlich eine versteckte Funktion bei dem Beamer mit dem man Betriebstunden bzw. Lampenstunden
    abfragen kann?


    Bei den Sanyo-Projektoren geht das auch mit bestimmten Tastenkombinationen, die man länger drückt.
    Im Menü findet man nichts und in der Bedienungsanleitung auch nicht, warum wird denn da so ein Geheimnis daraus gemacht?

    Zu den Tastenkombinationen siehe: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=3&t=80044
    leider ist das offenbar von Projektor zu Projektor verschieden.

  • Zugspitze: War shcon jemand zum Arbeiten oben?

    • mringhoff
    • 7. August 2012 um 21:52
    Zitat von "guma"

    .. und natürlich genügend Sauerstoffflaschen im Vorrat haben


    Wenn die Veranstaltung ganz oben auf der Zugspitze gewesen wäre, ist das durchaus ein guter Tipp gewesen. Wenn man sich einen ganzen Tag auf rund 3.000m aufhält, schlaucht das in der Tat etwas. Dort oben gibts auch Veranstaltungsräume und ich kann mich an einer VA erinnern, bei der zwei Leute (von ca. 300) einen Kreislaufkollaps bekommen haben.
    Beim Bergsteigen oder Skifahren hält man sich ja nicht stundenlang dort oben auf, aber der arme Veranstaltungstechniker vom Lande...

    Hitower: sorry, hab Deinen Beitrag gerade erst gelesen, sonst hätte ich Dir noch ein paar Tipps geben, bzw. Bedenken nehmen können. Dort oben auf Deutschlands höchstem Berg geht es zu wie auf keinem anderen. Aufzüge, Touristenmassen, Restaurants, Andenkenläden, Gebetsräume...

  • Wie seht Ihr der Krise entgegen

    • mringhoff
    • 7. August 2012 um 21:18
    Zitat von "ukw"

    und ?
    wem von Euch geht es definitiv besser als vor der "Krise" ?

    Krise? Welche Krise denn?

    Wir haben schon seit über 10 Jahren eine "Krise" nach der anderen. Ich habe so das Gefühl, ohne ein Gekrisel kommt die deutsche Presselandschaft nicht mehr aus....

  • So eine liste brauche. Wir auch.... Gagenliste aus A

    • mringhoff
    • 7. August 2012 um 21:12
    Zitat von "wora"

    so lange es leute gibt, die diesen job gerne und aus hobbygründen machen, wird das mit vernünftigen löhnen wohl nix werden :)


    So ist es leider.

    Das Problem liegt an der Wurzel: Veranstaltungstechnik vermieten und betreuen darf jeder und es machen auch immer wieder neue Hobbyverleiher ein Gewerbe auf, die sich mal einen Schwung Equipment gekauft haben, weil es einfach Spass macht.
    Da helfen Vergleiche mit dem Installateur, Elektriker oder anderen Handwerkern nichts, denn ohne Meistertitel dürfen die keinen Laden aufmachen. Das sind gut ausgebildete, schon etwas reifere Leute, die ihren Beruf vollzeitlich betreiben wollen, denen man das betriebswirtschaftliche Rechnen beigebracht hat und die ihre Kunden über Werbung, Mundpropaganda und gute Referenzen gewinnen und nicht durch den billigsten Preis.

    Bei der VT läufts andersrum: Zuerst wird es als Hobby betrieben, das Geld kommt aus der Sparbüchse bzw. von anderen Nebenjobs. Den Lebensunterhalt finanzieren die Eltern, man wohnt noch daheim und die Freunde helfen gegen Freigetränke gerne mit. Wer das Hobby ernsthafter betreiben will, sucht sich eine Ausbildungsstelle und falls danach der eigene Laden immer noch läuft, macht man vielleicht mal den Meister.

    Wie soll sich eine kleine VT-Firma über Wasser halten, wenn drei Garagenbuden im näheren Umkreis die lokalen Jobs für lau machen? Diese Firma wird nur überleben, wenn sie größere, anspruchsvollere Jobs an Land zieht, das machen viele auch wieder über den Preis. So schaukelt sich das Problem von unten nach oben auf.

    Wenn ein Kunde eine kleine Galaveranstaltung plant, wird der Bedarf geklärt (Beschallung für X Gäste, Mikros, Leinwand + Beamer, Bühnenausleuchtung, etwas Tanzflächenlicht und die stimmungsvolle Gebäudeanleuchtung) und dann damit Angebote eingeholt. Die allermeisten Kunden haben kaum Ahnung von der Materie. Wenn sie vier professionelle VT-Firmen anfragen, bekommen sie vier verschiedene technische Lösungen und meist auch mit größeren Preisunterschieden. Der eine mag zwar teuer sein, aber bietet z.B. auch wesentlich mehr Gebäudebeleuchtung etc. Für den Kunden sind das aber oft böhmische Dörfer, letztendlich zählt dann doch wieder der Preis. Manche machen das noch offensichtlicher: Sie kopieren den Inhalt eines Anbieters und mailen herum: "Bitte um Angebot". Hier gehts ja nur noch darum, wer das günstiger macht.
    Und da sind wir wieder in der ganz falschen Ecke.

    Wie will denn eine VT-Bude dann hier noch vernünftige Technikergagen aufrufen?

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • mringhoff
    • 7. August 2012 um 17:14
    Zitat von "marcoboy"

    (...) Bei einen 1 Man Unternehmen wäre ich Vorsichtig und stelle mal gelinde gesagt die Frage "Ist dieser überhaupt fähig dich Auszubilden?" (...)
    Ich gebe dir einen Tip! Lerne in einer Vernünftigen großen Firma! Da lernt man was und muss sich nicht solche fragen stellen. (...)

    Das kann man nicht so pauschalisieren, das kommt wirklich auf die Firma an.
    Bei den ganz großen Firmen in Deutschland und im öffentlichen Dienst (Rundfunk, Oper, Theater...) sowieso, kann man sich entsprechende Ausbildungsstrukturen leisten. Hier dürfte der Ausbildungsinhalt gut rübergebracht werden.

    Der allergrößte Anteil hierzulande macht der Rest aus. Wenn ein VT-Betrieb schon 10 Festangestellte hat, dann gilt er in der Branche oft schon als "groß". Wirklich groß sind diese aber gesamtwirtschaftlich gesehen auch nicht. Es gibt keine eigene Abteilung für Ausbildung, keine interne Schulungen etc.
    Hier werden, wie auch bei Einmannfirmen die Azubis einfach eingestellt und irgendwie "betreut".
    Und da habe ich schon viel mitbekommen. Vom "billigen Helfer" bis zur gewissenhaften, ehrlichen Ausbildung.

    Bei den "größeren" Firmen kümmert sich der Chef meist nicht mehr selbst um die Azubis, das erledigt ein Mitarbeiter. Wenn der als Ausbilder nichts taugt oder vor lauter Arbeit nur im Stress ist, interessiert das auch niemand. Bei "größeren" Firmen gibts oft komplexe und wichtige Jobs. Hier sind alle immer in Zeitdruck und im Erfolgszwang. Der Azubi bleibt als Helfer auf der Strecke, vor allem, wenn er nicht von selbst Lerninhalte einfordert.

    Bei kleineren Firmen kann die Chance größer sein, in mehreren Bereichen mitmischen zu können/dürfen, weil der Azubi einfach überall gebraucht wird, nicht nur beim Kistenschleppen.

    Aber letztendlich hängt es von der individuellen Firma ab, wie ernsthaft hier ausgebildet wird, weniger von der Größe.

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • mringhoff
    • 7. August 2012 um 16:51
    Zitat von "kevin segger"

    Hallo,
    wüsste gerne mal, was den im Moment faire Ausbildungsvergütungen sind...
    Ich bin in dem Fall der Azubi, und soll vollgendes bekommen:

    1. 400€ Brutto
    2. 450€ Brutto
    3. 500€ Brutto

    Wenn ihr meint, es ist zuwenig, sollte ich dann versuchen nachzuverhandeln, oder sollte ich lieber froh sein eine Ausbildung zu haben?
    (...)
    Geht noch diesen Monat los..
    Eher kleinerer Betrieb, einzigster Auszubildener... 1 Mann Betrieb...

    Alles anzeigen

    Ja, ich finde die Vergütungen aus Münchner Sicht auch etwas wenig, aber keine Ahnung, was in Niedersachsen üblich ist.

    Aber Verhandlungen sollte man eher vor dem Vertragsabschluss führen und nicht danach. So habt Ihr das nun mal ausgemacht, das kommt erstmal ganz komisch rüber, wenn Du in den ersten Tagen Deiner Arbeit erstmal mehr Geld haben möchtest.

    Eventuell ist es auch so, daß der kleine Einmannbetrieb nicht gerade eine Goldgrube ist und der Firmeninhaber auch schauen muss, wie er jeden Monat rumkommt.
    Ob man froh sein sollte, einen Ausbildungsplatz zu haben, kann man auch schlecht sagen. Wie ist denn das Verhältnis zwischen freien Ausbildungsplätzen und Bewerbern? Möglicherweise kann der Ausbildungsbetrieb zwischen vielen Bewerbern wählen. Insgesamt ist es wohl leider immer noch so, daß der VTler ein Modeberuf ist.

    Bei einem Einmannbetrieb könnte die Ausbildung übrigens besser sein, als in einem großem Laden. Hier ist das Verhältnis zwischen Ausbilder und Azubi einfach persönlicher und direkter. Man ist viel näher dabei, je nach Firma, Job und eigenem Engagement ist es auch wahrscheinlicher, über alle Themegebiete mitzumischen bzw. auch schon mal am Pult zu stehen. Bei größeren Firmen kommt es häufiger zu den von Mechwerkandi beschriebenen Situationen. Aber ich will nichts pauschalisieren, es gibt Ausnahmen auf beiden Seiten.

    Mein Rat: ein Nachverhandeln kommt ziemlich unprofessionell und würde die persönliche Basis - und die ist bei einem kleinen Betrieb sehr wichtig - erstmal etwas irritieren. So sollte eine Ausbildung nicht beginnen.
    Schau Dir den Laden mal ein paar Monate an, lerne mal alles kennen, wie das so läuft. Bringe Dich ein und zeige Engagement und Interesse. Das zahlt sich früher oder später viel mehr aus, als 100,- EUR brutto mehr im Monat.

    Wer weiß, wenn der Firmeninhaber Dich kennen und schätzen gelernt hat, ist vielleicht auch mal ein Tool oder ein Zusatzkurs o.ä. drin, das/den er Dir mal schenkt.

    Denke auch an die Zeit nach der Ausbildung. Ich weiß ja nicht, was Dein Plan ist, aber wer in der Branche weitermachen möchte, kommt in den meisten Fällen um eine Selbständigkeit nicht herum. Wenn Euer Verhältnis partnerschaftlich ist und Du gute Arbeit machst, hast Du nach Deiner Ausbildung schon mal den ersten Kunden...


    Zitat von "kevin segger"

    Ist es üblich, das der Betrieb Lehrgänge bezahlt?


    Üblicherweise besucht ein Azubi die Berufsschule und keine weiteren Lehrgänge. Alles andere ist halt Verhandlungssache.

    Zitat von "kevin segger"

    Oder sich an den Spritkosten beteiligt, wenn der Wohnort relativ weit vom Ausbildungsort entfernt liegt?


    Nein, das ist nirgends üblich.
    Spritkosten nur dann, wenn Du mit deinem privaten Auto auf einem Job geschickt wirst. Das aber auch nur dann, wenn man vorher (!) darüber geredet hat. Bei freien Technikern ist es oft gängige Praxis, daß diese selbständig auf die Baustelle kommen, wenn diese im Umkreis der Firma ist. Azubis werden hier gerne mal ebenso behandelt. Hier einfach mal das Thema ansprechen, bevor es zu einem solchen Einsatz kommt.

    Zitat von "kevin segger"

    Wie sieht es mit Arbeitskleidung aus?

    Kauft sich - bis auf die schon angesprochene Firmen-Tshirts / Poloshirts / Hemden mit Aufdruck - jeder selbst, denn es ist keine spezielle Kleidung erforderlich. Einfach normale, bequeme Freizeitkleidung. Das klischeebehaftete schwarze Multitaschen-Kampfoutfit mit Werkzeuggürtel ist nicht notwendig.

    Zitat von "kevin segger"

    Mit Handy? Es ist ja üblich, das in der Branche viel Telefoniert wird.


    kenne keine Firma (auch außerhalb der VT-Branche), die ihren Azubis ein Handy stellt. Der Azubi sollte telefonisch erreichbar sein, von ihm wird aber nicht erwartet, daß er auf Job diverse Dinge telefonisch regelt. Üblicherweise ist der Azubi auch nicht allein auf Job.
    Wenn aber die Beanspruchung des privaten Telefons für betriebliche Zwecke zuviel wird, dann sollte man das ansprechen und Lösungen finden.

    Zitat von "kevin segger"

    Gibt es eine Grundausstattung, die man erhält? Denke da an Leatherman, Taschenlampe, HD25, SM58...


    Solche Dinge wie Tool oder Taschenlampe eher nicht, Mikros, Kopfhörer oder anderes VT-Equipment schon gar nicht, das stellt die Firma bei Bedarf auf dem jeweiligen Job.
    Das einzige was gestellt werden sollte ist der persönliche Arbeitsschutz: Sicherheitsschuhe, Handschuhe und bei Bedarf auch ein Helm. Eine PSA ist aber nicht gemeint, ein Azubi ist ja erstmal kein Rigger...

    Zitat von "kevin segger"

    Wie sieht es mit einer Überstundenvergütung aus?


    Überstunden werden mit Freizeit ausgeglichen. Die Arbeitszeiten in der VT-Branche müssen zwangsläufig sehr flexibel gestaltet werden, was aber nicht heißt, daß man die Leute einfach nur länger beschäftigt. Wenn ein Job länger dauert, dann ist mal wieder Freizeitausgleich angesagt. Gerade bei einem Einmannbetrieb muss das jedesmal individuell besprochen werden. ("Heut dauerts etwas länger, aber dann bleib halt morgen mal zuhause und schlaf Dich aus...")
    Unter dem Strich soll es halt passen. Und man sollte auch nicht jede Minute aufrechnen, wenn man nicht gerade im öffentlichen Dienst ist...

    Zitat von "kevin segger"


    Gibt es sonst noch Sachen, auf die ich unbedingt achten sollte?


    Achte darauf, daß der Ausbildungsbetrieb Dir auch alles beibringt, was er kann und soll. Die Schule ist vorbei, das Leben hat begonnen und die Eigenverantwortung steigt. Wenn Du Dich nicht um eine gute Ausbildung kümmerst (Fragen stellen, Engagement zeigen, Inhalte in Theorie und Praxis einfordern etc.), dann tut es meist keiner mehr. Es geht nicht um eine gute Abschlussnote, sondern um Deine Erfahrung und Dein Wissen.
    Die Ausbildungszeit ist die Phase, in der man das Wissen kostenlos bekommt. Nutze Sie. Später musst Du für jeden Kurs zahlen!

    Wenn Deine Firma Dich zu sehr als billige Helferkraft einspannt, musst Du das Thema auf den Tisch bringen. Bei Problemen steht auch die IHK zur Verfügung. Die kümmert sich notfalls auch darum, Dich in einen anderen Betrieb zu vermitteln.
    Aber nicht gleich übertreiben. Auch Azubis müssen mal wie alle anderen kräftig hinlangen und mitarbeiten. Da kann auch immer wieder mal eine Woche Lageraufräumen, Steckerlöten, Kabelputzen und Kistenschleppen sein.
    Problematisch wird es nur, wenn das über Monate so ist und man kaum etwas lernt.

    In diesem Sinne: eine erfolgreiche, erlebnisreiche und wissensreiche Ausbildungszeit!

  • Die sind aber auch lästig, diese Kunden...

    • mringhoff
    • 30. Juli 2012 um 15:46
    Zitat von "Kracky"


    Aber sind wir mal ehrlich, solche Anfragen haben bestimmt schon viele von uns erhalten, da will jemand einen auf dicke Hose machen, hat aber nur nen 50er für nen kompletten Geburtstag und wohl möglich sollte es aber für Getränke auch noch reichen also würde man sich über ein billiges Angebot freuen.

    Klar, solche Anfragen gibts immer wieder. Und mit einigen Jahren Erfahrung weiß man auch schon manchmal nach den ersten drei Sätzen, wie diese Anfrage enden wird.
    Aber nichts desto trotz muss man solche Leute ja nicht gleich so bloßstellen bzw. fast schon beleidigend werden. Man hat hier verschiedene Möglichkeiten zu antworten:

    1: kurz und mit dem geringsten Aufwand: "sind leider schon ausgebucht, tut uns leid...."
    2: mit ein paar Minuten mehr Zeit: "Habs mal gerade preislich überschlagen, wir würden jetzt ungefähr bei ...XXXX,- EUR liegen, wäre das überhaupt noch interessant für Euch? Habe jetzt sogar schon die 10% Nachlass miteingerechnet, die wir für Schüler etc. gewähren..."
    3: die Zeitschinder-Methode: "Wir sind gerade momentan im Stress, könnt Ihr Eure Anfrage per Mail schicken mit allen Infos, Daten etc.? Wir mailen dann unser Angebot zurück." (des öfteren kommt auch schon gar keine E-Mail mehr...) Wenn die Anfrage per Mail vorliegt, könnte man wieder mit Variante 1 oder 2 antworten.
    4: Einfach mal das Angebot mailen. Öfters ist das zwar herausgeworfene Zeit und Mühe, aber man wundert sich immer wieder mal, daß es dann doch gelegentlich zum Job kommt. Vermutlich hat dieser Kunde bald bemerkt, daß seine Preisvorstellungen bei jedem Anbieter daneben lagen und er nun in der Realität angekommen ist.

    Und ja, die öfters zitierten "Kunden von morgen" gibts wirklich. In seiner Schulzeit organisierte der junge Mensch die Schulparties mit den klammen Kassen, suchte nach preiswerten Anbietern und war bald einer der Technikfreaks seines Jahrgangs. Ein paar Jahre später jobbte er schon in einer Agentur und rief natürlich "seine" Leute von früher an, um dann für lukrativere Jobs Angebote einzuholen...

  • XLRs für AES multicore

    • mringhoff
    • 17. Juli 2012 um 18:22
    Zitat von "guma"

    Ich sagte ja wünschenswert aber doch so ein bisschen realitätsfern zu glauben, mann könne das konsistent durchhalten. :wink: ... und vor allem keinesfalls ausreichende Voraussetzung, für mobile Beschallungstechnik den pin 1 mit dem Steckergehäuse zu verbinden ! :wink:


    Wollte nur erwähnen, daß es nicht praxisfern ist, unnötige Steckverbindungen zu vermeiden. 100%ig konsistent natürlich nicht, Ausnahmen gibts immer wieder. Und es soll auch kein Argument für "Pin1 auf Gehäuse" sein :)

  • XLRs für AES multicore

    • mringhoff
    • 17. Juli 2012 um 17:47
    Zitat von "guma"

    ist jetzt auch so ein bisschen billbomäßig ungewohnt praxisfern auch wenn es schön wäre, wenn es so wäre oder ?

    Finde ich nicht. Verlängerungen versuche ich immer wo es geht zu vermeiden. Wenn man merkt, daß ein 5m Kabel nicht reicht, verlängere ich es nicht mal schnell um weitere 5m, sondern nehme es wieder heraus und baue ein 10m Kabel ein.
    Für längere Strecken liegen auch längere Kabel bereit.

    Dabei gehts nicht nur um die Störungen, sondern auch um die höhere Fehleranfälligkeit bei Steckverbindungen. Wenn Leitungen im Freien verlegt werden, ist das sogar umso mehr eine goldene Aufbauregel.

    Mag sein, daß dieses Aufbauverhalten für manche etwas zu übertrieben erscheint und daß die allermeisten Verlängerungen auch keine Probleme hervorrufen werden, aber zu einer sauberen, fehlervermeidenden Arbeitsweise gehört auch dieses. Habe in den vielen Jahren meiner Arbeit schon so manche Dinge erlebt, da gewöhnt man sich einfach so etwas an.

    Außerdem sieht es optisch schöner aus :)

  • Einpegeln und gesetzliche Kontrolle

    • mringhoff
    • 16. Juli 2012 um 19:50
    Zitat von "verstärkerberserker"


    Ich weis nur von den Anlagen, die ich in Österreich, die ich dort installiert habe (...)

    vermutlich liegt hier auch der Unterschied. Ich kenne nur die Praxis aus Deutschland und dann auch eher die für Veranstaltungen.
    Früher kam immer noch so ein Behördenfuzzi vorbei, hat gemessen und verplombt, dann fand die Veranstaltung statt.
    Heute bekommt der Veranstalter nur noch eine Liste mit Auflagen, unter anderem die mit der Lautstärkenbegrenzungen und während der Veranstaltung kommt gelegentlich eine Kontrolle vorbei.

    Vielleicht ist das auch nur mein subjektiver Eindruck, aber die Zeiten, als wir die alten Sigel wieder von unseren Geräten kratzen mussten, sind schon lange her...

    Möglicherweise liegt diese Vorgehensweise auch an der immer dünner werdenden Personaldecke in den Behörden. :)

  • Einpegeln und gesetzliche Kontrolle

    • mringhoff
    • 16. Juli 2012 um 18:41

    Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist, daß die Behörden inzwischen gelernt haben.

    Der Beitrag aus 2006

    Zitat von "mike j."

    Viele Anlagen sind nach der Staatlichen Messung wieder offen....


    zeigt noch, daß man damals seitens der Behörden noch glaubte, durch eine einmalige Messung und anschliessender Verplombung das Problem gelöst zu haben. Wird es wieder zu laut, muss der Staat das erstmal rausbekommen und nachweisen, daß dem so war.

    Inzwischen macht man es viel einfacher. Man gibt Lautstärke-Werte vor, die einzuhalten sind. Wie das passiert, ist den Behörden mehr oder weniger egal. Der Diskothekenbetreiber ist selbst verantwortlich, die Nachweispflicht liegt auf seiner Seite. Die Beweislast ist quasi umgekehrt. Der Betreiber muss nachweisen, daß er nicht zu laut ist. Die Plombierung dient eher als Schutz des Betreibers vor den Händen des DJs.

    Zitat von "Jonnytrance"

    (...)
    "Gemäß & 5 Abs. 1 Gaststättengesetz werden folgende Auflagen erteilt:
    (...)
    Vom Antragsteller ist ein messtechnischer Nachweis in Verbindung mit der Einpegelung und der Plombierung der zulässigen Lautstärke der Musikanlage zu führen."

    Die damalige Verplombung war ja auch nur ein Witz. Je nach Intelligenz und Engagement des Behördenmannes wurden zwar Endstufen und Controller verplombt, aber ein zwischengeschalteter EQ, der nicht mehr über den Endstufen eingebaut war, sondern eine Ecke weiter, wurde schon nicht mehr beachtet. Ebenso der Gain oder die EQ-Sektion des Mischers (was ja auch vollkommen zu weit geführt hätte). Da musste man nichts tricksen, wer wollte, drehte einfach den Gain lauter oder den EQ.
    Und diese dämlichen staatlichen Verplombungs-Sigel bekam man nach der Veranstaltung nur noch mit viel Mühe herunter...
    Gut, daß diese Zeiten vorbei sind.

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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