Welche Software lief denn auf dem gestrigen Pult?
nach aussage der crew die neueste. das pult muss auch immer wieder ans internet gehängt werden.
Welche Software lief denn auf dem gestrigen Pult?
nach aussage der crew die neueste. das pult muss auch immer wieder ans internet gehängt werden.
Korrektur: ersetze 0dBu durch 0VU (elektrisch meist +4 oder +6dBu)
Aber das weisst du ja…
einverstanden! ![]()
dLive hat doch auch selbst so ein gain tracking feature?
ja, das hatte ich ja erwähnt.
das zugeben von eigenen fehlern gehört zum lernprozess dazu. wer eigene fehler nicht zugeben kann hat da einfach ein problem, denn das hemmt einfach die weiterentwicklung.
so ist zumindest meine erfahrung aus meinem umkreis.
mir ist es mal auf einem kleinen festival passiert, dass ich bei der vorletzten band eine effektszene geladen habe - und es auf der bühne plötzlich lautes feedback gab! die band hörte sofort auf zu spielen.
sehr peinlich! und sehr unschön für die ohren der musiker!!
mir war zunächst nicht klar, wo das probem gelegen haben könnte, aber ich habe dann erstmal keine FX-szenen mehr recallt.
die lösung entdeckte ich später:
wenn ich in der dLive effektszenen erstelle, speichert es in diese szene immer den kompletten pultinhalt. vor dem recallen muss man dann den recall-filter einstellen und nur die änderung der effektparameter zulassen.
wenn man nun aber änderungen am routing macht - und bei der band hatten wir zusätzlich einen DX168 in betrieb - dann muss man diese recallfilter auf das geänderte routing anpassen.
und genau daran hatte ich nach 8 stunden livemix nicht mehr gedacht!
also habe ich beim recallen meiner effekte aus versehen auch andere preamp-werte recallt ![]()
als konsequenz aus dieser heftigen erfahrung überprüfe ich heute vor jedem gig (!), ob meine FX-szenen auch wirklich nur das recallen, was sie sollen!
da sollten wir vielleicht erstmal klären, welche 0dB gemeint sind.
dBu oder dBFS?
-18dB hört sich für mich nach dBFS an, das ist dann auch ungefähr 0dBu
ich bin ja auch nur berichterstatter und wollte jetzt eigenlich nichts dazu sagen. aber die beiden techniker gestern waren nicht ganz so happy damit. ihr pult ist gestern während der VA abgestürzt, zum glück genau zur pause. und sie berichteten auch von anderen problemen, die sie schon hatten.
aber haben die einfach ein montagspult erwischt oder waren sie gar überfordert, ihr pult zu bedienen? letzeres kann ich mir dabei nicht so richtig vorstellen, denn die haben auf mich einen professionellen, unaufgeregten eindruck gemacht. und das ergebnis, das sie gemischt haben, klang auch wirklich gut.
deshalb würde ich gerne wissen, wie die erfahrungen der wirklichen nutzer damit sind.
Ich optimiere auch als erstes jede Quelle einzeln mit Gain auf sauberen Nutzpegel, in etwa auf -10dB, ...
darf ich fragen, wie du auf diesen wert gekommen bist?
Ausgangsseitig steht mein Master immer um 0 herum. Ich benutze den nicht als Systemlautstärkeregler, sondern als dynamischen Mixfader. Da geht’s im Chorus schonmal 2 dB nach oben oder so. Außerdem geht der Master auf verschiedene Matrizen (z.B. Record-Matrix, Master + Ambi Mics), da ist es auch gut wenn der Pegel von Show zu Show konstant ist.
Für die Gesamtlautstärke benutze ich dann Matrizen.
das mache ich sehr ähnlich.
mein master steht grundsätzlich immer auf 0dB, den fasse ich nie an. deshalb brauche ich den auch nie auf meiner haupt-oberfläche.
die ausgangssignale leite ich dann über matritzen an die lautsprechersysteme. hier stelle ich dann den ausgangspegel ein, der für den aktuellen zustand mit meiner beschriebenen vorgehensweise der aussteuerung der eingänge, mit den subgruppen auf 0dB kann ich sicherstellen, dass mein master-bus immer im optimalen bereich läuft (meist so um die 0dB bis +6dB), und zwar völlig egal, welche eingangsempfindlichkeiten die nachfolgenden amps haben.
zur gesamtänderung deer PA-lautstärke erstelle ich aber immer eine DCA, die ich einfach Volume nenne. diese beeinhaltet dann alle matritzen, die zu den einzelnen lautsprecherkreisen gehen. der vorteil daran ist, dass ich mit einem fader die lautstärken über alle kreise gleichmäßig verändern kann, mein master-bus davon aber völlig unabhängig bleibt.
bei monitorwegen gehe ich immer so vor, dass ich das jeweilige gesangsmikro erstmal auf 0dB stelle.
dann ziehe ich per tablet den master-regler dieses monitorwegs so lange weiter auf, bis ich einen guten pegel auf dem monitor habe.
der vorteil: meine regelbewegungen für den monitorsend bleiben für diese feedbackenpfindlichen quellen immer in einem gut zu regelnden bereich.
gerade letzte woche hatte ich mal wieder mit extrem empfindlichen monitor-amps zu tun... gut, das ist jetzt ein aussergewöhliches beispiel, aber meine monitor-master regler standen da tatsächlich bei -25dB!! und das, obwohl schon kräftig pegel aus den wedges kam! die inputs der amps hatten also fast schon mikrofonpegel-empfindlichkeit!
aber mit dieser methode ist mir das schlussendlich egal, hauptsache ich habe sinnvolle regelbereiche an den fadern... denn wenn ich meinen send-level immer auf 0dB stelle, wären meine kanalfader bei -25dB oder darunter gelandet ![]()
wie gesagt: das ist ein extremes beispiel. aber monitor-master werte von -10dB bis -15dB sind bei fremdmaterial durchaus keine seltenheit !
DCAs:
die verschiedenen instrumentengruppen steuere ich immer auch per DCA an.
zum beispiel die melodieinstrumente oder die drumkanäle. damit kann ich die kanalfader weiter oben (im 0dB bereich) lassen und regle den gesamtpegel dieser quellen auf ein passendes maß. so starte ich meist mit -5dB am DCA für die instrumente und drums, die vocal-DCA ist aber bei 0dB. das passt für meine arbeitsweise meistens sehr gut.
auf den monitor wirkt sich das natürlich nicht aus, hier stelle ich die kanalfader einfach nach musikerwunsch ein. mit ein bisschen erfahrung weiß man aber schon, dass hier ein regelwert von -30dB praktisch "aus" bedeutet. die fader sind hier in der regel also immer deutlich oberhalb diese linie.
was den trim angeht:
diese möglichkeit benutze ich nur in zwei fällen:
a)
für digitale inputs, die von zuspielern kommen.
die kommen ja oft mit knapp 0dBFS an. das passt dann aber nicht zu meiner anderen arbeitsweise mit dem headroom in den kanälen. bei mikrofonen will ich aber unbedingt den headroom haben. also passe ich die digitalen quellen per trim-regler entsprechend an. der steht bei mir dann meist bei -10 bis -15dB.
b)
für situationen, in denen ich die preamps mal in die sättigung fahren möchte, ohne die lautstärkenverhältnisse generell zu ändern.
dazu schalte ich die funktion gain-tracking ein, um die änderung des preamp-gains mit dem trim zu kompensieren.
damit verarscht man sich dann auch nicht selbst, denn der ausgangspegel bleibt ja gleich ![]()
ansonsten steht der trim bei mir immer bei 0dB
ich habe mir die videos nicht angesehen, weil ich diese sprache einfach nicht gut genug beherrsche.
aber der gainregler ist nur dazu da, den verstärkungsgrad des preamps zu regeln und damit den inputpegel an die nachfolgende schaltung anzupassen.
die nachfolgende schaltung sollte ja in einem möglichst optimalen arbeitsbereich betrieben werden können.
ob das pult das signal nach dem preamp nun analog oder digital weiter verarbeitet, spielt ja nur eine untergeordnete rolle.
insofern ist es auf jeden fall die richtige vorgehensweise, den preamp möglichst gut zwischen rausch- und verzerrungsarmut einzustellen. das sind ja die beiden extreme: zu geringe verstärkung bedeutet ein schlechtes S/N verhältnis, zu große verstärkung bedeutet verzerrung.
Meine bisherige Vorgehensweise:
- Channelfader auf 0dB- Masterfader auf 0dB
- Gains entsprechend der gewünschten Ausgangslautstärke der Kanäle anpassen.
so eine vorgehensweise ist mir nicht bekannt.
ich habe ja mal elektroniker gelernt, da ging es auch "irgendwann mal" um störspannungsabstände. ![]()
deshalb sieht meine logik so aus:
- der kanal-gain wird auf das jeweilige inputsignal angepasst - aber nicht voll ausgesteuert, wie manche kollegen das tun, sondern mit genügend headroom. danach fasse ich den gain (in der regel) nicht mehr an.
- kanalfader erstmal auf 0dB
- subgruppen und DCAs auf 0dB
- der masterfader wird dann der gewünschen lautstärke der PA (oder der monitorwege) angepasst.
ich mache das also tatsächlich eher wie guma. den vorteil sehe ich ebenfalls darin, dass die rauschanteile der einzelnen kanäle im unhörbaren bereich liegen und sich dadurch nicht groß aufsummieren.
außerdem habe ich damit, vor allem im monitor, meine kanalfader meist irgendwo im 0dB bereich - und kann dann dort deutlich feiner regeln. wenn ich die masterregler der monitorsends voll aufmache, kann es bei sehr empfindlichen monitoramps sonst durchaus mal vorkommen, dass die kanaregler immer irgendwo bei -20 oder -30 dB sind... dann wird feines regeln zum millimeterspiel.
eben. sonst müsste man ja den x-over-weg auswählen können. und da das nicht geht, muss der abgriff vor dem spekerprozessing sitzen.
so ein blockschaltbild ist schon was tolles ![]()
EDIT:
das bild ist nicht aktuell, denn es gibt seit der 1.40 auch die möglichkeit, in einer zone eine 1-weg weiche zu aktivieren. so nutze ich das in der regel auch.
dienstag abend bin ich in der bandprobe, deshalb hab ich da in der regel keine zeit.
mittlerweile gibt es ja ein paar dieser pulte auf der straße.
gerade heute ist wieder eines hier.
wie sind denn so die erfahrungswerte der user? mich würde hier vor allem die stabilität des softwaresystems interessieren.
gibt es hier welche, die regelmäßg mit dem pult arbeiten?
ach herrjeh... dienstags keine zeit zu haben scheint gar nich sooo schlecht zu sein ![]()
ich habe mir den editor jetzt mal aufgemacht, um das nachzuvollziehen.
das routing von einer zone in eine andere zone wird im input der zone angelegt (X-Point Routing).
das ist in der tat nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe. ich dachte, man stellt das im output der zone ein, wohin das signal gesendet wird... dort wäre dann klar ersichtlich, welches signal man sendet...
dort kann man aber "nur" die gewünschen outputs wählen, keine anderen zonen.
ok, da man im genannten X-Point Routing der zone 8 lediglich die anderen zonen auswählen kann (also ohne weitere auswahl der speaker-prozessing kanäle), gehe ich davon aus, dass der abgriff vor dem speaker-prozessing erfolgen muss.
denn sonst müsste es ja eine auswahlmöglichkeit geben, welchen speaker-prozessing kanal man als quelle haben möchte.
so kann man sich das dann herleiten.
aber warum habt ihr denn so lange gewartet?
bzw. auf was habt ihr gewartet?
so eine software zu entwickeln kostet ja viel zeit und geld, das ist ja kein großer konzern mit bergen von geld auf dem konto... wenn man die software benutzt muss man solche leute doch unterstützen?
sorry für diese worte, aber so sehe ich das eben. ich werde mich von meiner ARTA-lizenz jedenfalls nicht trennen.
ok, nun ist mein alter thread aus dem jahr 2020 also komplett in einen neuen thread verschoben worden. auch gut, hauptsache das thema bleibt auffindbar.
die abgriffe für die XPoints sollten selbsterklärend sein. das kann man eigentlich schon optisch, also anhand der bedienoberfläche, ganz gut nachvollziehen.
so, jetzt hätte ich zeit... ![]()
ha, ich hab´s gefunden!
unter dem button "Sync Source" die funktion MTC aktivieren und als sync-source den MIDI treiber von A&H auswählen.
dann natürlich in den -> Preferences / Control Surfaces die kommunikation für Allen&Heath anwählen.
- dort unter "Show Protocol Settings" den Device Type auswählen: in meinem Fall eben "Avantis/dLive"
- "Incoming /Outgoing MIDI on:" hier ebenfalls den A&H MIDI treiber wählen
- dann den MIDI-kanal des pultes einstellen
- zum schluss dann "Accept Channel names from Mixer"
damit funktioniert dann die kommunikation mit der dLive.