Verstehe ich das Prinzip richtig, wenn ich es so formuliere:
Anstelle auf die PFL Anzeige zu achten und dabei je nach Kanal verschiedene 'Zielwerte' anzustreben, möchtest Du die Zielwerte als Kompressor Threshold setzen und dann einfach den Gain so hindrehen, dass die Gain-Reduktion Anzeige anfängt was anzuzeigen?
so verstehe ich das auch.
ich habe eine andere herangehensweise:
ich pegle die signale nach erfahrungswerten irgendwo um die 0dB und ein klein bisschen mehr. ich mag 15-20dB headroom ![]()
bei keyboardern, bassisten und gitarristen bin ich etwas zurückhaltender, weil die sich oft während des gigs lauter machen. und bei drummern ist es extrem schwer abzuschätzen, wie sehr sie dann wirklich reinhauen, wenn das publikum da ist. deshalb bin ich da auch erstmal eher vorsichtig.
aber grundsätzlich mach ich diesen schritt eben direkt über die pegelanzeigen für den inputpegel.
die gewünschten, grundsätzlichen start-pegelverhältnisse zwischen instrumenten und gesang stelle ich mir dann über DCA gruppen ein. damit bin ich dann auch bei den ersten tönen des gigs einigermaßen fix, um möglichst schnell ein einigermaßen harmonisches gesamtbild zu bekommen.
meiner erfahrung nach bekomme ich mit dieser vorgehensweise innerhalb des ersten songs eine gute arbeitsbasis für den rest des gigs. spätestens beim zweiten - oder in ganz schwierigen akustischen umgebungen vielleicht erst im dritten - song muss mein mix dann aber schon so weit ausgefeilt sein, dass ich mich wieder hauptsächlich um die künstlerischen aspekte der songs kümmern kann.