Nun geht es ans Zusammenbauen: Erst einmal nur mit Schrauben:
Mein vorgehen hier: Löcher an der passenden Stelle in den Außenteilen vorbohren (ggf. senken, wenn es eine bleibende Schraube ist) und dann erst schrauben. Hier kann es auch mal hilfreich sein die Bretter mit Schraubzwingen an Position zu halten, bevor man schraubt. So bekommt man es auch mit einer Präzision < 1 mm als Laie zusammen gebaut.
Die Reihenfolge, die ich als praktikabel erwiesen hat: Seitenwand, dann Boden, Rückwand, Oberseite, dann die Schräge unten hinten, dann die Schallwand. Nun legt man den fertig zugesägten Versteifungskeil für den Bassreflexkanal direkt an die Gehäuseseite und nimmt es als Schablone um die Teile für den Bassreflexkanal zu fixieren. Ich habe übrigens die beiden hinteren kleinen Teile zuvor zu einem Teil geschraubt und geklebt. Dann kommt der Keil an seine eigentliche Position, wird hier verschraubt und auch die aufliegenden Teile werden mit ihm Verschraubt. Zum Schluss dann die Versteifungen und ganz zum Schluss die andere Gehäuseseite.
Nun schraubt man alles wieder in umgekehrter Reihenfolge auseinander. Am besten legt man alle Schrauben in ein gesondertes Kästchen, damit man hinterher beim erneuten Zusammenbau sofort merkt, wenn man etwas vergessen hat. Es ist auch praktisch bei nicht eindeutigen Bauteilen die Seite zu markieren, die z.B. an der vorhandenen Wand anlag oder auch mit oben/unten zu beschriften. Ansonsten läuft man im nächsten Schritt Gefahr, dass man das Teil falsch herum anbringen möchte und dann die Löcher für die Schrauben nicht mehr passen.
Nun wird in fast gleicher Reihenfolge geklebt. Hier würde ich den Keil im BR-Kanal aber definitiv vor den 3 aufliegenden Brettern kleben.
Man geht wie folgt vor: Man bestimmt alle Klebeseiten/-kanten und befeuchtet sie (wenn man denn einen PU-Kleber verwendet) an beiden Bauteilen, die verbunden werden sollen. Dann trägt man auf jeweils einer Seite den PU-Kleber auf und schraubt das Brett an den bisherigen Aufbau fest. Die Schrauben sollten das neue Bauteil dann fest anziehen. Achtung, der Kleber kann quellen: Für einen passenden Untergrund sorgen. Einmal ist mir nach 5 Minuten aufgefallen, dass ein Teil schief war. Da konnte ich es mit einem 2,5 kg Hammer noch mit Mühe lösen. Nach dem austrocknen wäre das unmöglich. Daher immer gut aufpassen!
Das ganze dann trocknen lassen und überstehenden Kleber z.B. einfach mit einem Messer abschneiden.
Da ich die Kanten schön rundfräsen wollte, mussten die Schrauben am Rand wieder raus. Der Kleber hätte das zwar locker gehalten, aber die Löcher müssen ja trotzdem weg. Also: Schrauben raus, auf 6mm aufbohren, etwas Leim rein und den Dübel hinterher:
Die Dübel dürfen etwas länger sein. Nach dem Trocknen kann man diese dann super mit einer Japansäge bündig absägen. Nun heißt es Löcher (z.B. Schrauben) verspachteln, Schleifen und ggf. nochmal verspachteln.
Nun fehlen noch die Stapelfüße. Ich habe diese etwa 5mm versenkt und auf der Gegenüberliegenden Seite auch 5mm tiefe Stapelfräsungen mit der gleichen Schablone gemacht. Da ich den Bass sowohl hochkant als auch liegend aufbauen können möchte, waren es insgesamt 16 Fräsungen:
Die Schablone habe ich mir so gemacht, dass ich sie mit 1-2 Schraubzwingen perfekt anbringen kann und so immer die gleiche Position habe.
Die Klötzchen für die Gitter nicht vergessen:
Diese habe ich einfach mit Leim festgeklebt. Das sollte locker ausreichen: