Die kräftige akustische Untermahlung ist imho wichtig. Wie wärs mit einer Inszenierung als "Schattentheater" (fallender Baum), bei dem am Ende ein paar Zweige auf der Bühne landen? Die Illusion wäre dann, dass der Baum etwas abseits der Bühne gefallen ist und nur ein paar Äste der Krone bis in den Bühnenbereich gefallen sind.
Tatsächlich fällt nur der "Schattenbaum" und einzig ein (künstlicher?) Ast mit Blättern fällt kontrolliert auf die Bühne.
Schattenbaum hatte ich auch schon ins Auge gefasst. Der umstürzende Baum sollte aber etwas fühlbarer für das Publikum sein, sodass eine Darstellung abseits der Bühne nicht in Frage kommt.
Wieviel Probenbäume hast Du
Wenn ich jetzt beginne eine Plantage hochzuziehen, werde ich die Inszenierung vermutlich nicht mehr erleben ... ![]()
beim Lesen der Überschrift war mein erster Gedanke, wie man einen Baum sicher auf ein Traversen-Knick-Element bekommt, damit der nach dem Umfallen (und nach dem Ende der Vorstellung) wieder sauber, sicher und stabil aufgestellt werden kann für die nächste Vorstellung und damit er auch 100% in exakt eine Richtung fällt und nach dem Fall nicht noch wild über die Bühne hoppelt...
... aber nach der Idee "Projektion" dachte ich haben sich solche Überlegungen wohl erledigt.
Auch das habe ich irgendwie schon überlegt ... wäre aber etwas "oversized" für die Art von Produktion
Die Frage wäre ja zuerst welche Plastizität strebt die künstlerische Seite an. Funktioniert eine Projektion, wird der gefällte Baum im Anschluss benötigt/bespielt etc.
Falls Projektionen jedweder Art funktionieren - wenn ich an einen fallenden Baum denke, ist neben der Akustik mit das imposanteste der Luftzug, der entsteht wenn die Krone zu Boden fällt. Insbesondere wenn du mit Dunst arbeitest, würde ich den Effekt noch versuchen mit unterzubringen, sprich den relativ statisch stehenden Haze schlagartig mit Windmaschinen zu verwirbeln, sodass sowohl das Publikum den kurzen Luftstoß merkt, und sich Wirbel im Dunst bilden. Gut getimed bzw. auf Timecode abgefeuert geht das Gebläsegeräusch in der Soundkulisse unter und ist verschwunden, bevor die völlige Stille nach dem Fall eintritt.
Wäre so mein erster Gedanke.
Ja, Projektion funktioniert in diesem Fall. Der gefällte Baum ist nur das Ergebnis einer gespielten Szene und davon abgesehen kein weiterführendes Element des Stückes. Die Berücksichtigung des Luftzuges empfinde ich als einen sehr guten Aspekt. Muss mir ansehen, ob genug bzw. geeignete Maschinerie vorhanden ist um einen so konzentrierten und impulsiven Luftstrom realisieren zu können.