man mag nich für einen Ketzer halten, aber die Kampagne ist imho solange für die Tonne,
wie seitens des Kunden und der ausschreibenden Agentur das Thema "sinnvolle Sicherungsmöglichkeiten"
konsequent ausgeklammert wird.
Solange niemand die Eier in der Hose hat beispielsweise Lifelines und Rollersafeties
für ein paar hundert Steine Zusatzkoste für den Endkunden
als verpflichtendes Teilnahmekriterium mit in die Ausschreibung zu nehmen,
wird das nur in wenigen Einzelfällen den Weg in die Köpfe finden.
(bei den derzeitigen Preiskämpfen spart man sich als Dienstleister natürlich gerne
den zusätzlichen Rigger und das [auch noch regelmäßig zu prüfende] Material,
wenn nicht explizit im LV aufgeführt)
Und wenn auf Messen immer öfters Beleuchtung und Rigging
von den Standbaufirmen selbst ausgeführt werden,
ist da in meinen Augen auch nicht wirklich Besserung in Sicht.
Leider wird dabei immer wieder übersehen dass primär nur der Name des Endkunden
durch die Presse und Mundpropaganda geht - siehe VW in Paris.
Da hat die Info binnen kurzer Zeit die Runde gemacht wo jemand aus der Decke gefallen ist,
noch längstens bevor klar war was wirklich passiert ist
wer das war, unter welchen Rahmenbedingungen sich der Unfall ereignete
und von welcher Company der Kollege letztlich beauftragt war.
Oft ist die mangelnde Sicherung ja auch keine Frage von persönlicher Dummheit,
sondern einem Mix aus unzureichender Praxistauiglichkeit und zeitlich
unrealistischer Anforderung/Planung/Rahmenbedingungen vor Ort.
Wenn eine sinnvoll verwendbare Lifeline da ist haken sich ja selbst die härtesten Knochen
und alten Hasen gerne ein, selbiges gilt für Rollersafeties,
wenn sie denn vorhahnden sind...