hallo (schwitz) schönen guten tag,
von HMPF
ZitatBei diesem ständigen hinterhertelefoniere und sowiesonichternstgenommenwerden, hast Du da nicht manchmal Lust, die Leute einfach auflaufen zu lassen? Ich meine, Du lässt Dir den Raider ja unterschreiben, oder? Wenn also das Konzert nicht stattfindet, weil der Raider nicht eingehalten wurde, oder Dich niemand über Änderungen im Zeitplan informiert, dann müsste man doch ran gehen können und von dem jenigen, der Deinen Raider unterschrieben hat, ersatz verlangen können.
Klar ist das erstmal viel Ärger und natürlich versucht man normaler Weise alles hin zu biegen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann mal ausrasten würde, wenn das mein Hauptjob wäre.
leute auflaufen lassen prinzipiell eigentlich nicht. dann muss der schon echt voll blöde rüberkommen. erstens bin ich ja dafür da (und bekomme das bezahlt) das konzerte stattfinden. zweitens, wie würde so ein ersatz für ausgefallenes konzert aussehen? da ist geld nicht mal alles was zählt. da sind ja immerhin auch noch 2000 oder wer weiss wieviele fans, die teilweise echt lange reisen auf sich nehmen um die band zu sehen. die dann wieder nach hause zu schicke ist nicht ok, wenn es nicht sein muss. ich kenne selber nur ganz wenige shows die nicht stattgefunden haben, weil es gar nicht ging. und sieh mal nach in gästebüchern von bands, wenn konzerte abgesagt wurden. das ist meistens nicht nett. also. ruhe bewahren, seinen job so gut wie möglich machen und manchmal laut werden.
von kater 86
ZitatDoe Problematik mit dem nicht ernst genommen werden fängt schon auf nem ganz anderen Niveau an, wenn du für ein kleines Stadtfest eigenen Strom für die PA willst, dann aber dauernd alles ausfällt, weil jemand wegen der vielen Besucher noch ne 2. Friteuse eingeschalten hat oder so, dann kannst auch nicht ausrasten, und hier rede ich von einem Niveau, deutlich unter den Produktionen von Kuh, nur schade dass sich das nach oben hin nicht ändert.
schade schade schade. finde ich auch weil man ja meinen sollte, daß die leute mit steigenden zuschauerzahlen auch erstens mehr ahnung haben und zweitens auch mehr geld um sachen vernünftig zu machen. (nebenbei, ich kämpfe gerade um lächerliche 10 funken bei einer veranstaltung mit 16000 leuten). manche werden eben erst aus schaden klug. wenn beim ersten mal stadtfest immer die sicherung fliegt wegen der friteuse, hat man beim zweiten mal wenigstens argumente. aber die leute glauben einem beim ersten mal nicht. das was du beschreibst ist sicherlich super umständlich und anstrengend, aber der richtige weg. das ist das, was dich von den leuten unterscheidet die da "einfach so hinfahren". klar findet so oder so eine veranstaltung statt, aber ich finde auch das "wie" ist entscheidend.
von thomasA
ZitatIm Rider steht ja, dass ihr direkt vor Konzertbeginn 30min Aufbau/Linecheck braucht. Hier wurden 20min eingeplant, geht das in Ordnung, da ihr schon hinter dem Vorhang aufbauen koennt, oder ist's nicht so tragisch, da die inoffizielle Spielzeit bis 22.30 geht?
ich werde versuchen nach dem linecheck soviel wie möglich auf der bühne stehen zu lassen. mit dem argument der fehlenden umbauzeit. aber das sind so sachen die können wir dann erst vor ort entscheiden, wenn wir wirklich wissen, wie die situation ist. und wir haben glücklicherweise nicht den druck der absolut festgelegten endzeit.
ZitatDie Frage kam schon mal, aber waere fuer mich auch sehr interessant: Wann kommt der Punkt, wo du sagst: Stopp, hier spielen wir nicht. Checkst du persoenlich die Erdung der Buehne, Spannungsmessung am Buehnenstrom (ihr kommt zwar mit Kraftstromanschluss, aber trotzdem), Spannung zwischen Gesangsmic und Gitarrensaiten, Safetys an den Lamperln, nasse Buehne, uswusf....
Also - bei welchen Sicherheitsmaengeln wird nicht gespielt? Was bietet ihr dem Veranstalter im Fall eines solchen Mangels an - 30min zum Beheben, wenn moeglich und dadurch eure Spielzeit nicht verkuerzt, sondern nur nach hinten verschoben wird?
also gecheckt wird erstmal im groben. wenn die bühne als solche einen guten eindruck macht und das personal kompetent erscheint, beschränke ich mich aufs nötigste. wenn man aber schon beim anblick der bühne angst bekommt, wird genauer nachgesehen. und notfalls alles geprüft. je nach festgestelltem mangel kann man dann schon mal anfangen mit vorbereitungen oder wir warten bis der fehler weg ist. nicht gespielt wird, wenn gefahr für leib und leben ist. aber bis jetzt gabs immer eine lösung.
außerdem sind wir ja meistens morgens schon vor ort um sachen zu checken. dann ist bis zur spielzeit mehr oder weniger den ganzen tag zeit etwas zu verändern.
ZitatUnd noch eine Frage zur Technik: Hattet ihr schon mal Probleme dadurch, dass "nur" 2x3kW Sidefill gefordert werden, anstatt zum Bleistift "2 Stacks Marke XXX - Modell YYY bevorzugt, anderenfalls bitte um Kontaktaufnahme". Kommt natuerlich auch sehr drauf an, wie wichtig die SF fuer euren Buehnensound sind.
nicht wirklich. die dinger sollen einfach nur ein wenig bumm machen und der bühne zu etwas (b)leben verhelfen. probleme gibts da immer nur mit zuwenig amping aber so wichtig ist das nicht was da steht.
ZitatAh ja, und: Ihr seid ja mit In-Ear unterwegs, haben eure Klampfenspieler auch schon auf POD oder so umgesattelt, oder seid ihr noch mit normalen Amps unterwegs?
nein keine pods! und das wird sich auch nicht ändern. teilweise spielen die jungs mit nur einem hörer. und ein gitarrenamp und die interaktion mit der gitarre ist nicht zu simulieren. der bühnensound ist bei uns dann gut, wenn die instrumentalisten auch bei ausfall der in ears gut spielen könnten. also er sich und die anderen gut hört. der einzige der wirklich ein funktionierendes system braucht, ist der sänger.
tschüß, bis zu dem nächsten update.
oli