who the hell is barbara clear?
nicht ganz klar oder was?
mich hat jedenfalls zum glück keiner gefragt.
:wink:
oli
who the hell is barbara clear?
nicht ganz klar oder was?
mich hat jedenfalls zum glück keiner gefragt.
:wink:
oli
herr lehrer, herr lehrer, ich weiß was!
im keller brennt noch licht.
was soll so ein beitrag? wenn wir jetzt über jeden fehler einen thread aufmachen ...
schreib doch dem admin eine pn wenn es dich denn absolut stört.
gute nacht
oli
n'abend
und noch mehr ouzo für alle.
@hörnchen - richtig
@bigsound - na sowas ist meiner meinung nach das mindeste was man anbieten sollte. in den meisten fällen würde mir sowas ja schon reichen. unser laster hat eine ladebordwand, die könnte man da ablegen. und man muss ja nicht im 90 grad winkel dranfahren. aber bei eben angesprochenem eurocityfest gabs noch nicht mal sowas, sondern nur treppe, die auch noch um die ecke ging. also war wieder mal geländer abschrauben und gagelstaplereinsatz, was aber wegen der diagonalverspannungen der bühne auch nicht so eifach war. das dauert einfach und nervt.
hellas - oli
also,
ich kenne eine mittelgrosse firma in bremen, da ist ein mindestens 4wöchiges praktikum voraussetzung für eine bewerbung als azubi. in der zeit gibts einen möglichst umfassenden überblick. lager, veranstaltungen etc. immer aber der praktikant on top - zusätzlich zum eigentlichen personal. aber immer das volle programm, er soll ja wissen wo es langgeht. und wer nach 8 stunden feierabend machen möchte, kann gleich gehen. ob es geld gibt? keine ahnung
bei manchen firmen habe ich aber den verdacht, die praktikanten sind bühnenbauer, stagemanager etc.
siehe meinen festival thread.
gruß
oli
Zitatich kann da erstmal nix schlechtes dran finden... grüble höchstens über den 32A drehstrom für´s bühnenmonitoring
ist absolut praktisch. kurze wege zum musiker, kein winken mehr von stage right nach stage left. außerdem muß ich immer die texte vom sänger umblättern.
wer nett fragt bekommt die auskunft, daß die absicherung durchaus mit 16a ausreicht. aber von da geht halt der komplette backlinestrom und monitoring ab. der eingang der station ist aber 32a, weil dann von da 6 schukos abgehen. ganz einfach.
gruß
oli
n'abend
erstmal ouzo für alle - otto rules!
zum thema - wahrscheinlich haben peters und wora einen ganz wichtigen punkt angesprochen: zuviele azubis und nichtwissende in den crews. da kann doch nur der hinweis an alle chefs gehen: ein azubi kann keinen ausgewachsenen techniker ersetzen. er kann und darf nur als zusätzliche arbeitskraft eingesetzt werden! wie man die nichtwissenden schwätzer loswerden kann weiß ich aber auch nicht.
@ uli: natürlich nicht. dank guter vorarbeit haben wir schließlich auch schon echt schwierige aufgabenstellungen gemeistert.
@ peters: der 32a cee ist die gesamte stromversorgung für unseren monitorplatz und die backline. mehr brauchen wir auf der bühne von der örtlichen firma nicht. weil wir alles auf digitalpulten programmiert haben, haben wir eigene mikros. und weil ich bunte mikrokabel hasse wie die pest und keine lust habe auf zu kleine oder zu grosse stative etc. bringen wir auch das gleich alles selber mit. monitorplatz ist mitten auf der bühne, weil an den seiten nie genug platz war und da immer die backliner im weg stehen.
mal sehen, was die nächsten zwei tage bringen.
gute nacht
oli
jungens, bitte zurück zum thema!
obwohl schubladisierer ein tolles wort ist.
oli
so noch mal kurz und dann mach ich meine buchhaltung weiter.
@ frank - es war such a surge
@ bigsound - ein alptraum bin ich sicher nicht, ich werde nur mir der zeit immer ungnädiger, wenn ich die arbeit anderer leute machen muss. aufgebracht war ich sicherlich, sonst hätte ich das hier nicht angeleiert
gruß
oli
und noch kurz zu allen nur mitlesern. vielleicht ist der eine oder andere angesprochene darunter und nimmt dieses als anlass seine arbeit ein wenig zu überdenken. wenn wir alle versuchen unseren job mit überlegung gut zu machen, können wir auch in zukunft viel spass bei der arbeit haben.
und an alle firmenchefs mit azubis: lasst die jungs und mädels mal ein wenig durch die harte schule gehen. das war früher bei uns nicht anders. sonst wird das nix.
mahlzeit,
und jetzt ich wieder.
so grundsätzlich ist mein anliegen ja scheinbar immer noch nicht zu allen durchgedrungen.
@ bigsound: ich bin immer zu einigen kompromissen bereit. im vorfeld!. wenn ich am tage der veranstaltung auf der bühne aufschlage, habe ich keine lust noch überraschungen zu erleben. normalerweise habe ich die equipmentlisten vorher und kenne die umstände der bühne. das sollte ich dann bitteschön so vorfinden. sonst brauche ich gar keine vorbereitungen zu machen. das würde mir viel zeit sparen.
ZitatMan muss sich auchmal überlegen das da 5 Bands am Tag über eine Bühne, eine PA spielen. Zu einem Kurs das die Veranstaltung rennen kann.
genau darum gehts doch. das kann man nur mit einer bestimmten logistik bewerkstelligen. und rege mich ja darüber so auf, dass sich keiner im vorfeld gedanken darüber macht, wie soetwas funktionieren kann. wenn ich als bandtech auf eine bühne komme und erstmal grundsätzlichkeiten der festivalabwicklung machen muss, läuft mir im moment einfach die galle über, weil das problem einfach zu gehäuft auftritt. das niveau der leute vor ort ist dieses jahr einfach erschreckend schwach. das fängt bei der planung an und hört bei den mikrofonierern auf.
bis jetzt hat noch jeder gig stattgefunden an dem ich beteiligt war und ich möchte auch, dass das so bleibt. nur wenn ich missstände anspreche (z.b. die geschilderte kabelverlegung in belgien) und mir totales desinteresse zur änderung entgegenschlägt und ich merke, dass die noch nicht einmal verstehen was ich meine, dann ist bei mir schluss. ich bin (finde ich) normalerweise eher nett und ruhig und immer an lösungen interessiert, aber ich lasse mich in dieser saison einfach nicht mehr von nichtskönnern verkohlen. basta.
mal sehen was das nächste wochenende bringt.
fortsetzung folgt
oli
n'abend
nun zur abwechslung mal ein ganz kurzer beitrag. zuständig ist meiner meinung nach der stagemanager, der den ganzen kram koordinieren sollte. (nebenbei hat natürlich jeder eine eigenverantwortung). aber fast alles was sich heutzutage stagemanager nennt steht entweder dumm im weg rum oder ist, wenn er gebraucht wird, nicht da.
über so einen monitorplatz wie du ihn baust würde bei mir die helle freude ausbrechen, auch wenn ich ihn meistens gar nicht benutze.
ich war vor etlichen jahren selber an einer pa firma beteiligt. wenn wir festivals ausgestattet haben, waren wir in der ersten zeit bei bühnenbauern verhasst, weil mein kollege immer löcher in die platten gebohrt hat. im zweiten jahr sind sie dann von sich aus gekommen und haben gefragt, wo sie die lochplatten vom letzten jahr hinlegen sollen. über eingänge wurden die kabel ins gerüst gehängt. da konnte ein blinder ohne zu stolpern über die bühne tanzen.
das mit dem zuständigkeiten klären ist manchmal gar nicht so einfach, da die verantwortung gerne hin und hergeschoben wird. weil keiner mehr ahnung hat, kann natürlich auch keiner was sagen. das ist ja das manko. hier müssen die verleiher meiner meinung nach viele veranstalter ein wenig beratend an die hand nehmen. drum bitten werden sie nicht.
ich jedenfalls werde jetzt versuchen meine bühnenanweisung idiotensicher zu machen. mal sehen ob das was bringt.
tschö mit ö
oli
so denne.
nach der fortsetzung des wochenendes und zwei völlig verschiedenen erfahrungen möchte ich erst mal auf eure antworten eingehen. ich scheine da ja etwas getroffen zu haben und freue mich, dass ich nicht ganz alleine dastehe. als erstes @ guma: es ist weniger der mut der mich reitet, als die pure verzweiflung. aber zum thema:
das ganze ist keine riderdiskussion!!! und ich bitte darum es auch nicht dazu zu machen.
@ everell: da kannst du dir sicher sein, dass ich vorher mit den entsprechenden leuten telefoniere. wie guma schon richtig bemerkte, es geht hier um festivals. und das mein rider aktuell ist versichere ich an dieser stelle. wenn sich bei diesen gesprächen herausstellt, dass es z.b. eine unüberwindbare hürde ist, einen spl deesser oder einen h3000 zu stellen mache ich das angebot die sachen gegen rechnungstellung selber mitzubringen. das funktioniert meistens und ist hier auch nicht das problem.
ich glaube der guma hat begriffen, was ich meine, oder er hat einfach nur die gleichen (hohen) ansprüche wie ich. sicherlich liegt es ein wenig in unserer hand vernünftige firmen zu supporten, aber dazu muss man wohl erst mal durch ein tal der tränen gehen, um überhaupt festzustellen was alles nicht geht. vieles was auf dem papier sehr gut aussieht erweist sich in der praktischen ausführung vor ort als ein desaster (dazu später). meine liste von firmen die ich nicht mehr sehen will, wird jedenfalls immer länger. manchmal bekomme ich für festivals die angebote von zwei oder mehreren firmen vorgelegt. dann spreche ich mit den leuten und gebe eine empfehlung ab. wenn mir da einer querkommt bei kleinigkeiten hat er einfach keine chance. es gibt leider aber zu wenige veranstalter, die sich solche gedanken im voraus machen. vielleicht hilft diese diskussion ja ein wenig weiter und wir sollten versuchen sie jedem zugänglich zu machen den es angeht.
aber weiter @ carm: klar kostet eine gute verkabelungslogistik geld, aber: auf dauer schont sie deine nerven, kostet nur einmal, während zwei oder drei schlecht gemachte sachen am ende genau soviel kosten, und unterschätze nicht die wirkung die sie auf leute wie z.b. mich macht. wenn einer eine halbe stunde braucht um mir ein gate zu inserten und sich dabei durch einen kabelhaufen im pult wühlen muss, dann werde ich echt ungnädig. dann kann es schon passieren, dass ich noch viel mehr gates brauche!
und erzähl mir bitte nicht, dass ein paar verlängerungen die vielleicht nötig wären die kabelwege vernünftig zu getalten, deinen etat sprengen.
zum thema firma a aus hh. ich kenne diese firma auch als seriös arbeitende firma. dieser minuspunkt ging auch eher an das personal.
nun zu einem wichtigen punkt: @ seven: genau das ist es was ich sage: nur einer der vor ort instruktionen gibt und nachdenkt über das was da gemacht werden soll ist ja schon ein fortschritt. genau da hapert es doch!!!!!
kleine rock’n’roll nummern – wozu braucht man auch auf mittelgroßen produktionen mehr als 3 leute??? je einen foh, monitor und licht. basta. dazu 4 helfer und man kann locker veranstaltungen in der größenordnung bis 2000 leute machen. vorausgesetzt die logistik stimmt. wenn man natürlich die hälfte der zeit damit verbringt etwas zu suchen oder sachen zu machen die ins lager gehören (reparieren, racks patchen) dann kommt man natürlich nicht weit. keine zeit ist aber trotzdem keine ausrede kabel nicht richtig zu legen!
@ mister.lange: das ist ja genau das, was ich am allermeisten anprangere: kopf einschalten!
doch nun zum rest des letzten wochenendes:
fall eins: wieder mal studentenfest, diesmal in dortmund. kleine aber feine bühne, man kommt rauf und runter, im backstage gibt’s zwei ausreichend große zelte für leerkisten, die verkabelung ist sauber gelegt, alles da was bestellt, nette und voraussehende leute am start. prima show, alle sind entspannt. hier gibt es spezialtüten über den motoren vom groundsupport, dass die motoren nicht absaufen. klar bezahlt so was keiner extra, aber es ist doch schließlich sein (euer) material was da im regen hängt. warum kümmert das so wenige?
nettes catering angerichtet (nicht wie zwei tage vorher mensa), alle sind glücklich. das einzige manko: pa mal wieder im freien und etwas zu niedrig.
nächster tag: festival in belgien. große bühne, nett gemacht, dach schön weit vorgebaut etc. nix zu meckern außer die zwei blöden stufen am ende der laderampe. aber dann kommt die pa- und lichtfirma und das desaster geht los: wie gesagt es gibt auf einer seite eine rampe mit zugang zur bühne. was baut man mitten in diesen zugang? den monitorplatz! dann noch schnell alle monitoramps hinters pult und ein paar racks in den weg, alle kabel in einem dicken strang quer durch den durchgang, schon ist derselbe als weg für equipment nicht mehr zu gebrauchen. als nächsten stapelt man dann noch alle leerkisten vom licht in sämtliche bays an den seiten (klar, der zugang ist ja auch nicht mehr zu gebrauchen) und die bühne ist nur noch für vorträge ohne equipment und backliner etc. zu gebrauchen. rollriser waren in ausreichender anzahl vorhanden, nur kein platz sie irgendwo zu parken. ist es da ein wunder, dass man schon mal leicht säuerlich reagiert. dann ist das einzige was die tonfirma mir liefern muss ein 32 a cee und zwei nf kabel für sidefill. der strom kommt aber aus einem verteiler der mit ton nix zu tun hat, weil man sich nicht gekümmert hat. folge es brummt wie sau. da kommt dann der punkt an auch ich dann mal laut werden muss. Ich versuche fast alles mit reden zu klären aber irgendwann ist schluss. dann kommt noch die aussage, die leute der tonfirma hätten wohl keine lust die frontline freizumachen von wedges und kabeln und ich platze. wer ist denn hier bitteschön der dienstleister oder wird in diesem buisiness nur noch nach lust und laune gearbeitet? dann muß man mir das aber auch sagen, dann mach ich meine eigene freakshow.
in diesem sinne, auf weitere beiträge hoffend
oli
Ich habe auf der rückfahrt mit ein wenig vodka gespielt und mich wieder abgeregt.
n'abend,
ich habe sehr gute erfahrungen mit dem von fossi123 erwähnten thoman ding gemacht. verrichtet seinen dienst nunmehr seit 4 jahren auf unzähligen gigs. und man kann sogar einfach einen sender dahinter hängen.
einfach mal kommen lassen, testen und bei nichtgefallen zurück.
gruß
oli
liebe bühnenbauer, veranstalter, verleiher, planer und alle die es sonst noch betrifft
nach den ersten festivals dieser saison, die nun hinter uns liegen, ist es mir ein dringendes bedürfnis hier mal etwas loszuwerden, damit ich vielleicht den rest der saison mein nervenkostüm etwas schonen kann. alles was ich nun in der folge schildere, sind leider keine einzelfälle, sonder in dieser und der vergangenen spielzeit mehrfach aufgetretene situationen. dabei handelt es sich um festivals mit verschiedenen bands, unter anderem auch einer nicht ganz unbekannten rock und popband aus hannover. die, die mich kennen, wissen um wen es sich handelt. ich habe das gefühl, dass die geschilderten probleme mit der zeit immer schlimmer werden. darum dieser aufruf mal über ein paar sachen nachzudenken.
punkt 1:
wir planen ein festival:
man hat sich entschieden ein festival durchzuführen, hat sich bands ausgesucht und einen plan gemacht. so was passiert doch nicht in zwei wochen. warum man oftmals eine woche vorher noch keinen verbindlichen zeitplan bekommen (oder zumindest eine ahnung, wie es funktionieren soll. ich rede hier nicht von details wie 10 minuten mehr oder weniger). von den meisten bands gibt es bühnenanweisungen. meine ist recht umfangreich. darin steht unter anderem, mit was für einem auto wir kommen, wie lange wir brauchen für aufbau und soundcheck, wann diese zeiten sein können, wie lange wir vor der show brauchen um spielfertig zu sein, was wir an rollrisern brauchen, etc., etc., etc. (auch steht darin, dass wir gerne kaffee trinken, wenn wir früh morgens dran sind mit aufbau, dass wir 4 helfer brauchen und so weiter. scheint auch schwer zu sein). diese bühnenanweisung wird zeitig verschickt. also sollte es doch möglich sein, einen entsprechenden zeitplan zu entwickeln, den man dann in telefonaten verfeinern kann. oder muss ich noch eine gebrauchsanweisung für die bühnenanweisung verfassen, aus der hervorgeht, dass der technische teil bitte an die technikfirma, der cateringteil an die cateringfirma etc. weitergeleitet wird, und dass man sich bitte an diese anweisung hält. das spielchen: haben wir nicht! – brauchen wir aber! geht mir echt auf den keks. so eine anweisung hat schon einen sinn!
der härteste fall war vor zwei jahren ein festival mit ca. 8-10 bands pro tag. geplante umbaupausen (bei einer bühne!) – null! delay am ende eines jeden tages: ca. 3 std. folge für die letzte band, die ca. um halb drei auf die bühne ging – keine zuschauer mehr da. auf diesem festival war ich zum glück nur foh betreuer, genervt hat es trotzdem. Aber da frag ich mich, wie blöde kann man sein, so was zu planen???
und weiter geht’s mit der planung der bühne. wir haben mehrere bands! Gut. diese bands haben equipment mit dem sie spielen! auch gut. dieses equipment muss auf die bühne rauf und wieder runter! problem! bei mittelmäßigen bühnen kommt es schon mal vor, das die plane/gaze eine art tür hat. alles was nicht einmal das hat, verdient den begriff bühne einfach nicht. an dieser „tür“ steht eine wackelige treppe von einem meter breite. da soll dann ein haufen equipment rauf und runter, sachen wollen vorbereitet werden, die band die fertig ist muss zusammenpacken und so weiter – geht’s noch?
was ist sooo schwer daran, ein paar podeste mehr aufzustellen und ein vernünftiges ladedock und nebenbereiche zu bauen. ein dach ist auch hier kein luxus. warum muss dimmer city, pa amping und all so ein zeugs auf der spielfläche rumstehen. in der regel gibt es aufbautage und genug zeit, sachen so zu installieren, dass sie nicht im weg stehen und trotzdem gut zu bedienen sind. ist halt manchmal nicht der einfachste weg, kommt aber zumindest bei mir gut an, wenn die bühne nicht aussieht wie ein musikladen.
die meisten sachen und probleme sind mit ein wenig gehirnanstrengung im vorfeld zu vermeiden. warum muss ich mich dann am tage der show immer so aufregen über generelle sachen?
punkt 2:
wir bauen eine bühne!
es handelt sich in den seltendsten fällen um befestigtes gelände. nehmen wir an es ist eine wiese, kein acker, aber eben rasen. es ist bekannt, dass es in unseren breitengraden öfter mal regnet. wie kann man ernsthaft auf den gedanken kommen, bütec-platten mit variobeinen einfach so auf eben diesen rasen zu stellen, ohne bretter oder ähnliches material unterzufüttern? es regnet natürlich und am ende des ersten tages versinkt die hälfte der bühne in der wiese. geht’s hier schon los mit „geiz ist geil“ oder „billich will ich“? oder muss ich euch ernsthaft blödheit unterstellen?
nächster punkt das dach: wir gehen mal davon aus, das wenigstens ein baubuch vorhanden ist. in den meisten fällen handelt es sich um eine groundsupport bühne von ca. 10 x 12m. (das hierbei die forderung nach sidewings für backlinerplatze, monitorplatz, change over area etc. total ignoriert wird lasse ich hier mal weg, unter anderem auch ein grund dafür, dass sich mein monitorplatz mitten auf der bühne befindet). in das dach kann man dann noch vielleicht 500 kg verteilte last einbringen. für die bestellte lichtanlage natürlich zuwenig. egal, lösung gefunden. dann besteht die verplanung aber aus lkw planen, die dort irgendwie festgezumpelt sind, überall löcher und in den übergängen zu den seiten wieder große spalten. es regnet wieder und diesesmal halt überall rein. großes getöse weil alle sind genervt, weil sie zu nichts anderem mehr kommen, als wasser zu bekämpfen.
ist es wirklich so schwer planen zu machen, die vielleicht an der seite etwas überhängen um die übergänge dicht zu machen? oder ist das wieder eine geldfrage seinen job vernünftig zu machen? ich habe mal einen bühne gesehen, da war im giebel z.b. eine gaze eingenäht um windlasten zu entschärfen, die übergänge waren mit klett versehen, und die obere plane hing jeweils ca. einen halben meter über die nächste, usw. es regnete wie blöde. und: alles prima.
punkt 3:
wir buchen eine technikfirma.
klar kann jeder depp meine bühnenanweisung erfüllen, wenn er sich die geräte in ganz deutschland zusammensucht, in racks schraubt und sagt alles da. das ist aber noch lange keine garantie dafür, das die sachen auch spielen. zu einer ansammlung von geräten gehört auch eine logistik und vor allem kompetentes personal! und da ist die situation in deutschland in den letzten jahren wirklich dramatisch geworden. ob das mit der neueinführung des berufes des veranstaltungstechnikers oder mit der zunehmenden verbreitung von hobbykistenschleppern zusammenhängt will ich hier nicht diskutieren. was man hier inzwischen angeboten bekommt ist echt die härte. nur ein beispiel: wie kann man auf die idee kommen, gestelltes und geflogenes system mit einem kontroller zu betreiben? – veto! ok die sache wird geändert. verschiedene ausgänge – gestelltes system wird verzögert, damit aber auch die hälfte der bässe, die aber leider alle auf einem haufen stehen. ergebnis – natürlich herber bassverlust. am ende auch das behoben. folge - verlorene zeit: eine halbe stunde und eine geschwollene halsschlagader beim foh man. hätte man auch vorher drauf kommen können – wenn man sich auskennt.
anderes festival: aufgrund einer desolaten vorstellung vor zwei jahren beim gleichen festival gebe ich bei meiner vorbereitung per mail zu bedenken, dass man sich bitte über kabellogistik ein wenig gedanken macht. ich bekomme als antwort: die verkabelung wird in diesem jahr einem absolut professionellen stadard entsprechen. ich habe hoffnung. unter dem begriff „absolut professionell verbirgt sich unter anderem eine backlinestromringleitung aus haushaltsdreierdosen und wackeleimer die da stehen wo das dmx kabel zuende ist und nicht da wo der plan sie vorsieht. dazu noch einige andere vorfälle. wenn ich schreibe ich benötige einen cee 32 a anschluss ungefähr in der mitte der bühne erübrigt sich doch die frage ob ich vielleicht 20 m kabel selber mitführe, oder? der eigentlich versprochene rollrisereinsatz wäre an den punkten kabelführung, fehlende parkmöglichkeit für riser und letztendlich an fehlenden rollrisern gescheitert. also bleibt unsere backline stehen und alle anderen müssen davor spielen. das sieht erstens nicht gut aus und es ist entsprechend wenig platz für die anderen bands. toller fisch!
anderes beispiel für mangelnde logistik: ein festival in hamburg. den ganzen tag programm. vormittags soundchecks etc., ab ca. 15:00 uhr volles programm. bühne ok, sogar ladedock vorhanden. mehrere rollriser. soweit so gut. aber: nur eine bühnenunterverteilung an der man die plugboxen wechseln kann, ansonsten nichts zum freien patchen, wilde kabelführung über die bühne und bühnenleute mit null durchblick und plan. wenn nicht ein gewisser weltsuperstar herr nielsen früher aufgehört hätte als geplant, hätten die hooters nicht pünktlich anfangen können, weil keiner nichts wusste. und dabei sind die hooters nicht wirklich kompliziert. da es eine festgelegte veranstaltungsendzeit gab (curfew) hätte es an dieser stelle für die letzte band echt eng werden können. wenn schon die doch relativ große und bekannte firma aus hamburg die mit a anfängt solche leistungen abliefert, dann bekomme ich angst. immerhin statten sie einen teil der olympischen spiele in athen aus.
und zum thema pa auch noch einiges: wir haben im laufe der jahre schon einiges angeboten bekommen. und wenn unser foh mann und ich sagen, dass 6 arcs oder d-vdosc oder was auch immer es für neue wunderpasysteme gibt, für 5000 leute nicht reichen, dann kann man uns das ruhig glauben. klar kommt da am ende was raus aber das ist dann doch meilenweit von dem entfernt was wir eigentlich abliefern wollen.
und warum lasst ihr eigentlich zu, das eure meistens doch teuren systeme immer in den regen gestellt werden? pa-wings scheinen inzwischen echt aus der mode gekommen zu sein.
und warum nerven stagemanager immer den ganzen tag rum, sind aber nie da wenn man sie wirklich braucht?
fazit:
-groundsupportbühnen sind vielleicht für stadtfeste mit holzschuhtanzvorführungen geeignet, für festivals mit mehr als einer band auf keinen fall.
-macht euch gedanken und fragt leute die sich damit auskennen.
-billig ist nicht alles. bis jetzt ist alles noch gut gegangen und man biegt alles schon hin. aber: es wird der tag kommen, an dem jemand nicht spielt oder ein festival ganz ausfällt weil es einfach nicht mehr geht. und dann ist das geschrei groß.
dieses entstand auf einer zugfahrt zum nächsten festival, in der hoffnung, das es dort einigermassen nett ist.
vielleicht denken ja einige verantwortliche mal nach, und vielleicht lassen sich andere kollegen mal aus, wie so ihre erfahrungen sind. Vielleicht bin ich ja auch eine mimose?
Bis später
oli
ok gewonnen,
das ist in meinem alter zu klein geschrieben für die betagten augen.
sorry.
trotzdem munter bleiben
oli
sorry crowbar, aber wer lesen kann ist schwer im vorteil:
er studiert zur zeit theater- und veranstaltungstechnik, er ist ein hobbytontechniker der erfahrung mit semiprofessionellen bands hat, er hat ein musical betreut, und er hat in seiner heimatstadt in einer verleih- und veranstaltungsfirma mitgearbeitet.
er hat kein eigenes material.
er möchte jobs als hand oder tech bei lokalen bands.
ist doch alles gesagt.
helfen kann ich zwar nicht wirklich, aber werd doch einfach mal bei den einschlägigen firmen in berlin vorstellig. da sollte es ja ein paar geben. mir würden da als erstes tse und blackbox einfallen. die berliner kollegen können da sicher noch weiter helfen.
gruß
oli
moinsen,
ich glaube diese diskussion hatten wir doch schon mal. tthorsten versucht mal wieder alles neu zu erfinden und das ergebnis ist: keins.
ich finde den thread reichlich sinnlos. wer line arrays gut findet, sich damit beschäftigt und damit umgehen kann wird gute resultate liefern können, wer keinen bock drauf hat soll weiter kisten stapeln.
und tthorsten soll meiner meinung nach eh machen was er will. am besten sein eigenes forum.
gruß
oli
n'abend,
also wir hatten gerade das vergnügen mit einer artverwandten anlage auf tour zu sein. als tops die c3 und als bässe die s2. im top ist das eine version, bei der praktisch der zweite 15" abgesägt ist, und im bass ist die box ebenfalls einfach durchgesägt. das kommt dem transport und handling ungemein entgegen. vor ein paar jahren hatten wir ein mischmasch aus großen und kleinen boxen dabei, da waren die hallen aber auch mal größer und mal kleiner, so daß man immer ganz gut wählen konnte, was man nun gerade braucht.
soundmäßig ist das ein gutes, wenn aber auch nicht mehr ganz aktuelles system, mit dem man ganz schön krach machen kann, wenn man will. nervt ein wenig in ein paar frequenzen, ist aber alles in einem unproblematischen rahmen. also tbf: erst hören, dann urteilen, da gibt es schließlich einen kontroller dazu. außerdem ist es einfach zu stacken und hat eine recht gute coverage ohne wahnsinnige auslöschungen wenn die boxen nebeneinander stehen. das mit den hochtonkanonen von sirius kann ich mir sehr gut vorstellen. ich denke der arme 1" macht schon als erstes schlapp, wenn es um reichweite geht.
fazit - ein gutes rock'n'roll system, etwas schwer und nicht mehr ganz up to date.
aber was willst du damit?
fragt sich oli
also mein 02r ist mal aus dreieinhalb metern vom stapler abgestürzt. das case ist nun ein wenig malad aber das pult tut noch.
nee ernsthaft... software abstürze oder ähnliches hatte ich in 5 jahren mit zwei pulten noch nicht (ausser dem vom stapler).
schönen sonntag
oli
bei abbamania standen zwei monitorpulte da. aus dem einfachen grunde, das abbamania monitormäßig ein wenig aufwändig ist. klick, backings etc. das mal eben in einer umbaupause so hinzudrehen zu versuchen ist ein wenig gewagt. die truppe ist seit über einem jahr so unterwegs und da ist es einfacher ein eigenes pult hinzustellen (inkl. der gesamten bühnenverkabelung etc.) als auf festivalequipment zurückzugreifen.
am foh sind 24 kanäle eben schneller so hingedreht, das es passt.
pa war im übrigen xlc.
das licht war ebenfalls die tourproduktion und deswegen wurde das festivallicht über nacht rausgebaut.
oli