Habe gerade bei TV Total reingezappt: OASIS
Hat jemand eine Idee, wofür die beiden AKG-Briketts auf dem kleinen Stativ zwischen den Monitor-Boxen direkt vor Liam aufgestellt wurden? War das etwa Atmo fürs IEM?!
Habe gerade bei TV Total reingezappt: OASIS
Hat jemand eine Idee, wofür die beiden AKG-Briketts auf dem kleinen Stativ zwischen den Monitor-Boxen direkt vor Liam aufgestellt wurden? War das etwa Atmo fürs IEM?!
Der Punkt geht an Micha!
Mit dem Pegel sehe ich das eigentlich ganz unkritisch. Zum einen wollen wir ja sehen (respektive hören), was die einzelnen Systeme maximal leisten können - da sollte es keine Beschränkungen geben: Vollgas!
Zum anderen wollen wir die Systeme "bei gleicher Lautstärke" vergleichen. Da sollte man sich einen Punkt aussuchen, wo meinetwegen 100 dB(A) herrschen sollen (mit möglichst gleichmäßigem Spektrum). Bei einem Line-Array ist es ja möglich, den Pegel über die Entfernung recht stark zu beeinflussen.
Die Vorgabe könnte also lauten:
- Eine Fläche von 30 m x 30 m ist Rock`n`Roll-tauglich zu beschallen.
- Die ersten 3 m können unberücksichtigt bleiben (müssen aber nicht!).
- Der Anschlagpunkt ist in einer Höhe von 5 m.
- Es steht ein 500 kg-Handkettenzug zur Verfügung.
- Der Pegel in einer Entfernung von 10 m soll auf 95 dB(A) eingestellt werden.
- Anschließend wird die Anlage bei gleichem Curving mit maximalem Pegel betreiben.
Wie das umgesetzt wird, sollte dem jeweiligen System-Tech überlassen werden.
Soetwas sollten eigentlich alle amtlichen Hersteller ihren Kunden zur Verfügung stellen. Von JBL gibt es das hier: http://www.jblpro.com/tunings/index.htm
Die Nahfeld/Fernfeld-Geschichte beim Line-Array hat mit Beschallungszonen nichts zu tun. Beim korrekt gecurvten Line-Array gibt es das Nahfeld eigentlich so auch nicht – zumindest befinden sich alle Zuhörer im Fernfeld (Wer was anderes behauptet hat nicht verstanden, worum’s geht!).
In-Fill ist für mich eher ein Lautsprechersystem, dass sich neben der Hauptbeschallung befindet und stark nach innen eingedreht ist, also von außen das Loch vor der Bühne ausfüllt.
Ein Center ist für mich ein System, dass mittig über der Bühnenvorderkante hängt und dass mit einem separaten Mix angesteuert wird. In einem richtigen LCR-System sollte der Center ähnlich stark sein wie die L/R-PA.
Häufig ist der Center aber auch ein kleineres System und wird dann lediglich dazu eingesetzt, das Loch vor der Bühne zu füllen.
Das ist ja gerade da Tückische - häufig wird die Gefahr gar nicht erkannt!
Im konkreten Fall war die Aufmerksamkeit der jungen Protagonistin vermutlich im Wesentlichen auf das Bühnengeschehen gerichtet. Zumal ein potenziell schon gefährlicher Leq von vielleicht 100 dB(A) überhaupt nicht als schmerzhaft empfunden wird.
Keine Angst, ich will nicht alte Threads aufwärmen!
Aber um nicht einen weiteren aufzumachen, poste ich folgendes Zitat aus der Neuen Osnabrücker Zeitung mal hier:
Zitat
Konzertveranstalter haftetRichter: Bei Gehörschäden als Folge zu lauter Musik
Köln, 23.5. (ddp)
Konzertveranstalter müssen mit entsprechenden Vorkehrungen ihre Besucher vor Gehörschäden durch laute Musik schützen. Versäumen sie dies, müssen sie den verletzten Personen gegenüber haften.Auf ein entsprechendes Urteil des Landesgerichts Nürnberg-Fürth weist der Anwalt-Suchservice hin. Der Fall: Eine junge Frau hatte ein Open-Air-Konzert der Band "Bon Jovi" besucht. Sie stand rund drei Stunden im Zentrum des Zuschauerfeldes. Etwa fünf Meter von ihr entfernt waren große Boxen aufgestellt. Beim Verlassen des Konzertes hörte die Besucherin nur noch "dumpf" und verspürte kurz darauf einen starken Druck und ein heftiges Pfeifen auf ihrem linken Ohr. Der Arzt stellte eine Innenohrschädigung mit Tinitus fest. Die Frau war vier Wochen lang arbeitsunfähig. Sie verlangte 4000 Euro Schmerzensgeld von den Veranstaltern.
Doch die weigerten sich. Die Musiker und die "amerikanischen Tontechniker" seien für die Beschallung zuständig gewesen. Die Frau zog vor Gericht und bekam Recht. Die Richter sahen in der Untätigkeit der Veranstalter einen klaren Verstoß gegen ihre Verkehrssicherungspflicht. (AZ: 6 o 4537/03)
Ich würde das mit der Entfernung etwas anders definieren. Die Aussage "100 dB über eine Entfernung von xy" finde ich nicht gut.
Besser wäre eine pauschalere Aussage "zu beschallen ist eine Fläche von xy mit Rock`n`Roll-Pegel". Schließlich soll es ja auch hinten noch gut klingen. 100 dB(A) über einen weiten Bereich zu schaffen ist nicht schwer. Tiefe Frequenzen gehen in die A-Bewertung ja nicht so stark ein.
In der Regel fällt der Tieftonpegel aber über die Entfernung schneller ab, den Hochtonpegel kann man indes über weite Strecken konstant halten. Daher ist es häufig sinnvoll (gerade open air) zugunsten der tonalen Ausgeglichenheit auch den Hochtonpegel (des Direktschalls) nach hinten hin leicht abfallen zu lassen.
Mit Nearfill oder Nahfeld würde ich die Lautsprecher bezeichnen, die auf der Bühnenvorderkante liegen.
Nahfeld und Fernfeld haben im Line-Array-Kontext meist folgende Bedeutungen:
Nahfeld: Der Bereich (bei einer geraden Linienquelle) in dem der Pegel etwa mit -3 dB pro Entfernungsverdoppelung ab nimmt.
Fernfeld: Der Bereich (bei einer geraden Linienquelle) in dem die Pegelabnahme (auf Grund der endlichen Länge) zum sphärischen Verhalten übergegangen ist, also mit -6 dB pro Entfernungsverdoppelung.
Zitat
wie gross sind die einzelnen täfelchen?
25 mm x 13 mm
Es gibt eigentlich eine ganze Reihe von Line-Arrays, die mit nur einem Tieftöner arbeiten - spontan fallen mir da ein Nexo Geo S, EV XLC, AD CLA2 ...
Die vertikale Bündelung bei einem Line-Array ist naturgemäß stark abhängig von der Länge des Arrays. Grundsätzlich ist die Directivity im Hochtonbereich besser als im Tieftonbereich. Erst mit vielen Elementen bekommt man auch im Tieftonbereich eine ähnliche Bündelung wie im Hochtonbereich.
Sehr diplomatische Antwort! ![]()
Gern geschehen - dafür sind wir ja da. War nett bei euch! ![]()
(Nur zu blöd, dass der Beamer nicht ganz in meine Hosentasche passte ... :roll: )
Zitat
Habe auch schon einen Kollegen gesehen, der mit beschriteten "Magnettäfelchen" hantierte
Es gibt außer mir tatsächlich noch jemanden, der ein Vermögen für die Mag Tag ausgegeben hat?!
Schön sind da auch die Blanko-Etiketten; da kann man sich mit einem Label-Printer dann eigene Etiketten machen - für Instrumente die standardmaßig nicht dabei sind, wie Ballafon, Didgeridoo, Djembe, Melodika , Kesselpauke, Fagott, Oboe, Pandeiro, Euphonium, Nasenflöte, Telefon ...
Vorteile:
- sieht immer sauber aus
- kann jeder lesen
- keine Verwechselung bei mehereren Beschriftungen übereinander für verschiedene Acts
Nachteile:
- manchmal nicht so übersichtlich wie Handgeschriebenes (da alles irgendwie gleich aussieht)
- fürs 01V z.B. zu breit
Ich nehme an, deine Fullrangebox ist eine Bassreflexbox; daher solltest du sie auf jeden Fall mit einem Hochpaß betreiben (also zum Schutz der Box sehr tiefe Frequenzen, die sie eh nicht wiedergeben kann, ausfiltern)!
Der FDS360 ist also genau das richtige für dich. Einfach einen Hochpass in den Weg der Fullrangeboxen bei etwa 50 Hz und gut.
Zitat
4x Tops pro Seite für 2000 Leute.
Überhaupt kein Problem.
Zitat
Zuerst mit smaart mal den übertragungsbereich jeder box (low, mid, high) ermitteln, dann crossoverpunkte ermitteln, dann entsprechende filtergüten auswählen, und dann noch eine speaker-alignment machen, und zu letzt mit den parametrischen eq's den frequenzganz ausbügeln?
Ja, da hast du doch schon die wichtigsten Punkte genannt. Die Anpassung der Pegel der einzelnen Wege ist allerdings nicht zu vergessen und - ganz wichtig - die richtige Einstellung der Limiter fehlt noch!
Vielleicht ist auch das hier interessant: http://www.proaudio-seminare.de/live/index_163_DEU_AE.html :wink:
Vertikal stark bündeln tut jedes Line-Array - je länger, desto besser funktioniert das auch bei tiefen Frequenzen.
Wenn man die Boxen quer aufhängt, kann man damit natürlich auch horizontal relativ gut einzelne Bereiche beschallen.
(Denke du meintest horizontal und nicht vertikal. Vertikal einzelne Bereiche gibt es ja eigentlich nur in Theater- oder Opernhäusern mit Emporen.)
Ja danke Tomy, hast natürlich recht. Beim ersten Gedanken an Smaart hab ich halt immer noch einen gewöhnlichen RTA vor Augen ... :?
(Aber richtig einstellen muss man das Fenster dann aber auch noch!)
Ich werde die Filter im Omnidrive sobald es geht mal mit EASERA durchmessen. Nur leider bin ich die nächsten 3 Wochen unterwegs. Aber vielleicht kommt mir da ja irgendwo ein Omnidrive unter ...