Zitat von "tobias kammerer"3.: Kippe ich nur ein Arrayelemt ab (z.B. das unterste), so verändert sich auch das Richtverhalten der Lowmids. Das wäre über eine Interferenz nicht erklärbar, da der Abstrahlungspunkt des Lautsprechers genau gleich bleibt. Die Wellenfront wird aber neu geformt.
Für den Low/Mid-Bereich ist es völlig uninteressant, ob ein einzelnes Element bewegt wird oder nicht. Hier zählt nur die gesamte Form des Arrays.
Welchen Unterschid macht es für Frequenzen deren Wellenlängen einen halben Meter und größer sind, wenn ich ein Element voll curve und das akustische Zentrum damit vielleicht um 5 cm verschiebe?!
Zitat von "tobias kammerer"Vom Prinzip erzeugt eine Schallzeile, wenn sie denn korrekt koppelt (also ein ideales Array), eine einheitliche Molekülbewegung in der Luft. Das heißt alle Moleküle schwingen exakt parallel vor und zurück. Deswegen interferieren sie auch nicht, da sich Ihre Wellenbewegungen nicht mehr kreuzen. Diese Einheitliche Bewegung nimmt über die Entfernung wieder irgendwann ab. Berechenbar wird das über statistische Verteilungen (Gaußsche Verteilung).
NEIN und nochmals NEIN! Die Moleküle nehmen sich nicht gegenseitig an die Hand und sagen: "Wir haben uns so lieb und wandern von nun an gemeinsam durch dem Raum!"!
Das hatten wir doch kürzlich erst in einem anderen Thread? Schallwellen durchdringen sich! Die einzelne Schallwelle interrressiert es einen feuchten Kehricht, ob da von links oder rechts noch eine weitere angerauscht kommt. Und dennoch kann es unter Umständen (die wir mit einem Line-Array gezielt hervorrufen) so aussehen, als ob es eine zusammenhängende Wellenfront gibt. Tatsächlich ist sie das aber nicht! Nochmal die kleine Animation, die das sehr anschaulich verdeutlicht:
Zitat von "tobias kammerer"Hallo Leute,
die Richtwirkung von Linearrays entsteht nicht durch Interferenzen!. Wenn das so wäre, dann gute Nacht für den Frequenzgang an verschiedenen Orten. Lautsprechersimulationssoftwaren benutzen die Addition von Punktquellen mit den Interferenzen nur als Näherungsweisen Trick um überhaupt das Abstrahlfeld errechnen zu können. Mit der physikalisch Realität stimmt das aber leider nicht überein.
Doch, wie bereits gesagt, die Richtwirkung von Line-Arrays entsteht durch Interferenzen - und zwar einzig und allein durch diese.
Und auch jede Simulationssoftware - das darf ich dir so zu sagen aus erster Hand bestätigen - berechnet das Schallfeld durch die komplexe Addition der einzelnen Signale (also nach Betrag und Phase). Für den Direktschallpegel bringt das eine sehr große Übereinstimmung mit der Realität.