Nachdem jetzt etliche Biber und Bären hier im Thread erlegt wurden, verweise ich gerne wieder auf mein Geschreibsel von Seite 1.
Die Entwicklungsabteilungen der Pulthersteller sind ja auch nicht durchgehend auf den Kopf gefallen (auch wenn einige aktuelle Entwicklungen - aber lassen wir das...).
Auch dort hat man erkannt, was Ingvar Kamprad & Konsorten auf ihren Internetseiten ausnutzen: Der Mensch ist faul! Auch der Tonie.
Der größte Teil der Menschheit nutzt Werkzeuge und Handlungsweisen, die andere entwickelt und etabliert haben. Abläufe, die mehr oder minder routiniert sind und damit sicher und einfach. Man ist zwar anpassungsfähig, aber dafür braucht es eine Mindestmotivation bzw. einen gesellschaftlichen Zwang.
Der immer noch aktuelle Zwang/Trend ist doch nach über 10 Jahren des Mitlesens hier:
"Vergesst die alten, schweren Sideracks und Monsterpulte. Das war gestern, heute ist All-in-a-box. Das Digitalzeitalter lässt dich alles was du brauchst in deiner Hosen-/Hemdtasche dabeihaben. Es gibt für alles eine App."
Genau das fördert auch die Pultindustrie mit aktuellen Geräten ohne haptische Oberflächen, iqUmixpaccore xAiRM DL* und sonstigem Gedöns. Auch vor 25 Jahren gab es Pulte mit integrierten FXen und damals machten die sich auch in Ihrem Marktsegment breit. Nur: Damals wollte sich der Profi umso mehr von diesen Alleinunterhalterprodukten absetzen und hatte dafür eben das bessere, teurere und größere Gerät.
Vielleicht ist der hier diskutierte "externe Helfer", insbesondere die softwarebasierten Plugins, ja ein neuer Trend, der sich genau deswegen durchsetzen wird, weil er anders ist, weil man wieder mehr Individualität am persönlichen Arbeitsplatz braucht, weil sich jeder vom anderen absetzen und in einer neuen Marktlücke püositionieren will.
Ganz bestimmt hat es dieser Trend aber viel schwerer, weil das durchschnittliche Handwerkszeug des Tonlers viel günstiger und hochwertiger ist, als früher und weil die Pulte in kürzeren Intervallen auch hardwareseitig upgedated werden. Trotzdem arbeiten immer noch viele kleine Firmen am ultimativen Zusatztool, welches die Entwickler der Pulthersteller eben nicht implementiert haben.
Es fehlt nur bisher die eine, DAU resistente, null-latente Schnittstelle, damit wieder jeder an seinem Pult rumbasteln kann. Quasi der netzwerktaugliche 1/4" StereoJack Insertpunkt.
Sobald es so einen Standard für fast keine Lizenzgebühr gibt, sollten wir nochmal über Pultplätze reden. Dann wird es IMHO interessant... Vielleicht magst du ja diesen thread auf "Wiedervorlage alle 2 Jahre" legen, guma :wink:
*iLive/QU Pac/uMix/M32c/Behringer Air/StudioLive RM/Mackie DL und weitere unerwähnte