Die Frage, die sich mir stellt, ist:
Warum eröffnet jemand eine neue Firma unter dem alten Namen.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: ein bekannter Name - auch und vor allem für die potentielle Kundschaft.
Es gibt eigentlich nur zwei Gründe, warum eine Firma insolvent wird:
1. zu viele Aussenstände durch ihre Kunden
2. Massive handwerkliche Fehler (dazu zähle ich auch mal das Kaufmannshandwerk)
Wenn also der GF der alten Firma keine Mitschuld an der Insolvenz hat, sondern lediglich die ehemaligen Gesellschafter, dann wäre er gut beraten, sich auch von der alten Firma zu distanzieren. Entweder von den Gesellschaftern oder von den Kunden.
Tut er beides nicht, muss er eben mit positiven als auch negativen Assoziationen von ehemaligen Geschäftspartnern rechnen.
Was die Fairness des Warnungsbrettes angeht: Niemand verbietet demjenigen vor dem gewarnt wird, ein eigenes Statement abzugeben.
Wenn dies fundiert und gut formuliert ist, zieht jeder Leser seine eigenen Schlüsse daraus.
Ebensowenig kann ein Dritter, unbeteiligter oder teilweise Betroffener ein Statement, eine Distanzierung oder seine Sichtweise von Vorgängen niedertippen.
Das ist absolut fair.
Wer hintenrum oder per Anwalt solche Warnungen löschen lassen muss, hat - meiner persönlichen Ansicht nach - auch immer etwas zu verbergen.