Ich sehe das eher im "Mixed-Mode", dafür bin ich aber auch recht wenig auf ÖPNV und Privatfahrzeug angewiesen, sondern kann seit dem ersten Lockdown deutlich über 90% der anfallenden Wege zu Fuß oder per Rad erledigen - incl. täglichem Arbeitsweg.
Dafür nervt dann eben das Verkehrssystem, welches man selten nutzt - wenn man es denn doch nutzen muß.
Baustellen/Umleitungen, Stau, Unfälle/Sperrungen oder Verspätungen kenne ich aus dem Alltag garnicht - umso mehr nervt es dann, daß ausgerechnet MEIN Anschlußzug nicht auf die Bummelbahn wartet, in der ich wiedermal sitze.
- die DB Regio mindestens 1x wöchentlich eine Signalstörung hat, dazu 1-2 "Betriebsfremde Personen im Gleis" oder gar "Personenschäden"
- die nächste Brücke für den Verkehr gesperrt ist und ich monatelang im Auto in Staus stehe
- immer wenn ich fahre eine Reisewelle rollt
- ein Unfall in der einspurigen Baustelle am anderen Ende der 10km Blechlawine auf mich lauert.
Seitdem ich Kinder & deren 600km entfernte Großeltern habe, fallen nahezu alle Langstrecken in Hauptreisezeiten; wenn man sich gut genug organisiert und das vorhersehbare Chaos einplant, kann man das sogar überleben!!!
Das allerschlimmste, an der letzten Reise mit etlichen Umleitungen/Brückensperrungen/Verspätungen Rund um Wiesbaden, einem wegen Bahnstreiks hoffnungslos überfüllten ICE Frankfurt-Hamburg und der notorisch leidgeplagten Pendlerstrecke HH-Marzipanien waren tatsächlich die HSV Fans nach dem (wie immer) verlorenen Heimspiel.
Zu deren Entlastung: "da war Alkohol im Spiel"...