Ein durchaus interessanter Denkansatz.
Ich glaube dass beispielsweise ein Aluminiumrohr größere Druck- als Zugkräfte aushalten kann, allerdings bewegt man sich dann irgendwann im Bereich der plastischen Verformung.
Folgendes fand ich auf die schnelle, hier werden ähnliche Vermutungen angestellt:
http://aluminium.matter.org.uk/content/html/ger/default.asp?catid=117&pageid=2144416167
für mich die wichtigste Erkenntnis des Links: durch die Druckkraft steigt die Querschnittsfläche (das Ding wird niedriger, dafür breiter), und dadurch steigt auch die Belastbarkeit. Belaste ich etwas auf Zug, so ist der Effekt genau gegenläufig. Der Querschnitt verringert sich, die Zugkraft übersteigt die Festigkeit und der Werkstoff gibt nach.
Schaut man auch mal in statische Berechnungen von Traversen, so findet man gleiche Grenzen für die Zug- und Druckfestigkeit der Gurtrohre und Bracings, und entsprechend keine unterschiedlichen Belastungstabellen für verschiedene Einbauarten.
Daraus folgern kann man vielleicht etwas für die Praxis: wenn ich weiß, dass meine Traverse an der Belastungsgrenze betrieben wird, würde ich vielleicht die eine Einbaulage der Anderen vorziehen. Bevor ich aber diesen Gedanken anstelle, würde ich mir Gedanken über ein Wechsel des Systems machen.