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Beiträge von FF

  • Gehäusebamasse und Dämung (bitte nur Profis)

    • FF
    • 11. Februar 2005 um 12:24

    @ deep-house:

    siehe mein Beitrag oben, Fehler und Ursache sind da bereits beschrieben, die Impedanzkurve hat ja sofort gezeigt, was passiert ist...

    Aber da es eine konkrete Anfrage zu ungewollten Resonatoren durch Verstrebungen, Mittengehäuse etc. gab, und das eben ein schönes Beispiel dazu ist, et voila!

    Wer es nachbauen will, kriegt gerne einen Plan :D

    Danke an doublefishdesigns fürs reinstellen der Bilder!

    Gruß FF

  • Gehäusebamasse und Dämung (bitte nur Profis)

    • FF
    • 9. Februar 2005 um 22:59

    @ doublefishdesigns and all

    interner Resonator wider Willen:

    ich hätte ein schönes Beispiel aus eigener "Produktion", wie man es nicht machen soll: ein ungplanter Resonator hat mir bei einem geschlossenen Gehäuse-Prototyp eine perfekt saubererBassreflexkurve auf den Impedanzschrieb gezaubert.

    Ich hätte Bilder vom Gehäuse, wo man schön sieht, wie man es nicht machen sollte :D , bin aber leider nicht in der Lage, Bilder ins Forum zu stellen. Wem könnte ich sie mailen, wenn Interesse besteht?

    Es war ein 15-3er Kombi mit 10er Mitteltöner in der Mitte, das Bassvolumen griff C-förmig um das Mitten-Volumen, naja, war halt für den Ofen :D

    Gruß FF

  • Gehäusebamasse und Dämung (bitte nur Profis)

    • FF
    • 9. Februar 2005 um 22:59

    @ doublefishdesigns and all

    interner Resonator wider Willen:

    ich hätte ein schönes Beispiel aus eigener "Produktion", wie man es nicht machen soll: ein ungplanter Resonator hat mir bei einem geschlossenen Gehäuse-Prototyp eine perfekt saubererBassreflexkurve auf den Impedanzschrieb gezaubert.

    Ich hätte Bilder vom Gehäuse, wo man schön sieht, wie man es nicht machen sollte :D , bin aber leider nicht in der Lage, Bilder ins Forum zu stellen. Wem könnte ich sie mailen, wenn Interesse besteht?

    Es war ein 15-3er Kombi mit 10er Mitteltöner in der Mitte, das Bassvolumen griff C-förmig um das Mitten-Volumen, naja, war halt für den Ofen :D

    Gruß FF

  • Kriterien einer "richtigen" Basswiedergabe ...

    • FF
    • 22. Januar 2005 um 20:38

    @ Holger: interessante Geschichte von Bag-End, da werde ich mich mal genauer einlesen, danke. Das mit dem Controller ist natürlich ausgefeilter als mit normalem EQ. Wegen der Marketing-Geschichte: werben will oder brauch ich eigentlich mit nix, ich will ja kein System verkaufen, sondern es selbst flexibel nutzen können...

    @ Inspiron: Natürlich ist ein Pegelverlust gegenüber anderen Systemen vorhanden, aber eben nur besagte 6 dB, und mit einem entsprechenden Langhuber kann man da einiges ausgleichen (wenn auch vielleicht nicht alles). Doppelter Hub entspräche ja z.B. genau diesen 6dB.

    Die Idee war einfach, nur weil ein geschlossenes System früher nicht gut geeignet war, muss das nicht heißen, dass es für alle Zeit unbrauchbar bleibt. Dazu hat sich zuviel weiterentwickelt am Material.

    Gruß FF

  • Kriterien einer "richtigen" Basswiedergabe ...

    • FF
    • 22. Januar 2005 um 15:33

    Ich habe mich gerade durch den gesamten (sehr interessanten) Beitrag gelesen, damit ich nichts in den Raum werfe, was schon besprochen und ad acta gelegt ist. Jetzt kann es sich also nur noch um eine blöde Idee handeln, aber das Risiko geh ich ein... :?

    Folgendes ziehe ich aus der bisherigen Diskussion:

    1. Die einzig-perfekte Tiefbasswiedergabe unterhalb ca. 50-60Hz gibt es nicht, weil je nach Musikmaterial, persönlichen Vorlieben, usw. keine objektiv-allgemeingültigen Kriterien festlegbar sind. Einmal ist „Boom“-Bass bis ganz unten gefragt, weil es unabhängig von Authenzität zu Originalklängen z.B. einfach szenetypisch ist, im anderen Fall ist eine exakte Wiedergabe von schnellen Impulsen vorrangig und ein F3-Kellerwert von geringerer Bedeutung. Wurde ja bereits ausführlich diskutiert...

    2. Favorisiert verwendet werden allgemein 2 Gehäusetypen, die (natürlich) beide Vor- und Nachteile haben. Kurz zusammengefasst ist bei BR-Systemen oft die Tiefbassausbeute gut, erkauft mit dem unkontrollierten Ausschwingen des Resonators. Problematisch ist auch die Skalierbarkeit nach oben, sprich der Einsatz vieler BR-Einheiten. Hörner übertragen auch schnelle Impulse sauber und kontrolliert, negativ schlagen hier die großen Dimensionen zu Buche, die für Tiefbass benötigt werden. Skalierbarkeit bei Hörnern ist nach unten problematisch, Stichwort Tiefbassfähigkeiten bei wenigen Einheiten. Alles ebenfalls bereits ausführlich diskutiert.

    3. Da es mit keinem der beiden Systemen also uneingeschränkt möglich ist, zu wirklich flexiblen Lösungen zu kommen in Bezug auf die o.g. Parameter Tiefbass, Impulstreue, Größe und Skalierbarkeit, fängt die Suche nach anderen Systemen an.

    4. Sound-Klinik scheint mit seinen Hybriden aus BR und Horn eine funktionierende Lösung gefunden zu haben, das ist gut für ihn und seine Kunden und hat meinen vollen Respekt, vor allem, wenn ich mir seine Ausführungen zur Entwicklungsdauer und den Schwierigkeiten der Berechnungen etc. so durchlese. Da das Konzept verständlicherweise nicht allgemeinzugänglich ist, muss man also entweder SK-Kunde werden oder genauso ausdauernd sein Wissen, Talent, etc. in eine eigene Hybrid-Entwicklung stecken, wofür mit Sicherheit eher wenige ausreichend genug versiert sind (ich bin es jedenfalls nicht). Damit ist auch ein Hybrid keine Lösung für alle, da technisch sehr aufwändig. :(

    So, dann werfe ich mal alles über Bord an „meinem“ Sub, was stört, um zu einem „anderen“ System:
    - zuerst fliegt der Resonator der BR-Systeme raus, dann haben wir ein sauberes kontrolliertes Signal

    - der Hornfaltung wird ebenfalls gekündigt, weil sie zu viel Platz verbraucht

    - technisch einfach soll es sein und skalierbar sowieso

    Das ergibt bei mir ein einfaches geschlossenes Gehäuse. :oops: Es spielt sauber, kann kompakt sein (nein, kein Uuuups, ein ganz normales), Größen von 70-80 Liter sind durchaus möglich. Die Addition vieler Einheiten macht auch keine Probleme, obwohl es auch allein spielen kann. F3 im Bereich von 50-55 Hz sind möglich, was ja eine von SRAMs gestellten Grundanforderungen war. Berechnen kann es auch jeder. Für verschiedene Geschmacksrichtungen ist es anpassbar, siehe unten.

    O.k., o.k., 6 dB weniger Pegel als bei BR, aber Verstärkerleistung ist heute doch recht billig – war das früher nicht ein Hauptgrund für Hörner, viel SPL aus wenig teurer Verstärkerleistung? Wenn gewünscht, ist starker Tiefbass unter 50 Hz durchaus möglich, die Kurve fällt ja nur mit 12dB/Okt. ab, mit einem entsprechend langhubigeren Chassis ist das zu kompensieren. Damit wären einfach verschiedene Geschmacksrichtungen produzierbar, trockener Sound in Grundeinstellung oder „Boom“-Bass mit EQ. Der sanfte Abfall könnte in Räumen sogar oft Problemen mit Raumresonanzen entgegenwirken.

    Als Bsp. hier nur kurz der Ciare 15.00 SW (nur als Ausnahme, ich fand den bisher typenbezeichnungsfreien Beitrag seeeehr angenehm, also entschuldigt bitte): Qts=0.55 optimal für geschlossen, in 72 Liter läge F3 bei 55 Hz, Xmax=11.5mm statt üblicher 5-8mm, das reicht, um den Pegelverlust auszugleichen, bei gleicher Chassiszahl wie BR mit normalhubigen Chassis wohlgemerkt.

    Auf die Überhitzung in geschlossenen Gehäusen gehe ich jetzt nicht näher ein, weil ich das nicht für problematisch halte. Bei Frontloaded Hörnern sitzt das Chassis ebenfalls in geschlossener Kammer, und ob ein BR-Port wirklich zur Kühlung beiträgt, sei mal dahingestellt – der „Luftpropfen“ im Resonator ist ja kein Abluftrohr mit Durchzug, sondern schwingt an einer Stelle hin und her, und Luft ist eine verdammt gute (Wärme)-Dämmung. Interessehalber werde ich allerdings mal durchrechnen, wie stark sich die Temperatur im Innern erhöht, das ist auch nichts anderes als die Transmissionswärmeberechnungen für meine Bauvorhaben, nur dass das Häuschen etwas mickriger ausfällt.

    So, nun ist es raus, jetzt könnt ihr Steine werfen. Was meint ihr dazu? Für die ganz große Mucke ist es vielleicht nichts, aber von klein bis mittelgroß, warum nicht?

    Gruß FF

  • Subs für Messe

    • FF
    • 5. Januar 2005 um 17:17

    @ treibsand:

    Oder versuche den Kunden wenigstens zu einer offenen Schallwand zu überreden, die kann auch aus Plexi-/Acrylglas sein. Durchmesser muss gar nicht so gross sein, wie man das von früher her kennt, da der Schalldruckverlauf unter der Grenzfrequenz nur mit 12 dB/Okt. abfällt, ein wenig Bassanhebung und gut.

    Schau dir mal Visatons "No-box" an, die besteht aus einem Breitbänder mit ihrem 40cm-PA-Bass in ofener Schallwand. Soll ziemlich beeindruckend aufspielen. Das ganze ist relativ klein und hat F3 bei ca. 50-60Hz. Da bei Messe eh nicht sonderlich laut gefahren werden kann, ist da genug Spielraum für Bass-EQ.

    Viel Glück,

    Gruß FF

  • Subs für Messe

    • FF
    • 5. Januar 2005 um 17:17

    @ treibsand:

    Oder versuche den Kunden wenigstens zu einer offenen Schallwand zu überreden, die kann auch aus Plexi-/Acrylglas sein. Durchmesser muss gar nicht so gross sein, wie man das von früher her kennt, da der Schalldruckverlauf unter der Grenzfrequenz nur mit 12 dB/Okt. abfällt, ein wenig Bassanhebung und gut.

    Schau dir mal Visatons "No-box" an, die besteht aus einem Breitbänder mit ihrem 40cm-PA-Bass in ofener Schallwand. Soll ziemlich beeindruckend aufspielen. Das ganze ist relativ klein und hat F3 bei ca. 50-60Hz. Da bei Messe eh nicht sonderlich laut gefahren werden kann, ist da genug Spielraum für Bass-EQ.

    Viel Glück,

    Gruß FF

  • Subs für Messe

    • FF
    • 5. Januar 2005 um 12:22

    @ treibsand:

    Interessant könnte für dich der Bass-Dipol von Axel Ridthaler sein, der kommt fast ohne Gehäuse aus. Schau mal bei http://www.hobbyhifi.de unter Ausgabe 3/2002, der Bericht im Heft war beeindruckend - allerdings gibt es zur Zeit keine Formeln, Simus etc. für dieses Prinzip, naja. lies es dir halt mal durch...

    In Kürze: Das ganze funktioniert, weil es kein Druckwandler ist, wie herkömmliche Gehäuse, sondern ein Schnellewandler.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen!

    Gruß FF

  • Subs für Messe

    • FF
    • 5. Januar 2005 um 12:22

    @ treibsand:

    Interessant könnte für dich der Bass-Dipol von Axel Ridthaler sein, der kommt fast ohne Gehäuse aus. Schau mal bei http://www.hobbyhifi.de unter Ausgabe 3/2002, der Bericht im Heft war beeindruckend - allerdings gibt es zur Zeit keine Formeln, Simus etc. für dieses Prinzip, naja. lies es dir halt mal durch...

    In Kürze: Das ganze funktioniert, weil es kein Druckwandler ist, wie herkömmliche Gehäuse, sondern ein Schnellewandler.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen!

    Gruß FF

  • Kompakt Bass

    • FF
    • 25. November 2004 um 23:56

    @ rdeeken:

    Nein Danke, brauchst du nicht ausmessen, war wie gesagt mehr aus Interesse, da ich noch je ein Paar EM 15-300er und 10-100er daheimhabe. Hätte ja per Zufall deine Kombination sein können... Naja, dann wird über den Jahreswechsel halt doch richtig selbst gewerkelt !!! Auch gut.

    Gruß FF

  • Kompakt Bass

    • FF
    • 25. November 2004 um 23:56

    @ rdeeken:

    Nein Danke, brauchst du nicht ausmessen, war wie gesagt mehr aus Interesse, da ich noch je ein Paar EM 15-300er und 10-100er daheimhabe. Hätte ja per Zufall deine Kombination sein können... Naja, dann wird über den Jahreswechsel halt doch richtig selbst gewerkelt !!! Auch gut.

    Gruß FF

  • Speaker Workshop -- freeware vom Besten !

    • FF
    • 25. November 2004 um 23:49

    @ JF und @ SRAM

    OK, danke, jetzt weiß ich Bescheid und trau es mich :D

    Gruß FF

  • Speaker Workshop -- freeware vom Besten !

    • FF
    • 23. November 2004 um 19:00

    Naja, es ist halt wie mit jedem Programm, das man autodidaktisch lernen möchte, es braucht halt seine Zeit! Die Frage ist, für was man es nutzt: beim Hobby investiert man Zeit i.d.R. gerne, es geht schließlich um Spaß, anregende Beschäftigung usw., ihr wisst schon! Im Beruf sind solche Bastellösungen eher Nerven aufreibend, denn Zeit ist da meist Mangelware.

    Ich persönlich finde das Programm fürs Hobby klasse, da der Funktionsumfang enorm ist. Im übrigen findet man über die Homepage 2 Tutorials, (ein kurzes und ein seeeehr langes), an denen man sich sehr gut entlanghangeln kann. Auch bei mir gibt es den einen oder anderen Bug, aber was solls, siehe Ausführungen oben zu "Hobby" :wink:

    Kummer machen mir nur die Hochtöner-Messungen. Gibt es eine Möglichkeit, das MLS-Signal von tieffrequenten Anteilen zu befreien? Ich habe Bedenken, einen Hochtöner mit 2,83V ab 20 Hz aufwärts zu betreiben... nicht dass er "hoch"-geht!

    Wie macht ihr das (auch bei anderen Messprogrammen) bei Hochtönern? Einen Kondensator zum Schutz dazwischenklemmen? Oder können PA-Tweeter so eine Behandlung ab?

    Freue mich auf Tips...

    Gruß von FF

  • Kompakt Bass

    • FF
    • 23. November 2004 um 12:30

    @ rdeeken:

    Rein interessehalber, mit welchen Eminence-Chassis sind deine 15/3er denn bestückt?

    War das ein Selbstbauprojekt oder "Kaufware"? Welche Daten hast du auf Lager (Gehäusegröße und Abstimmung, Trennfrequenzen und STeilheit, etc)?

    Lieber Gruß

    FF

  • Kompakt Bass

    • FF
    • 23. November 2004 um 12:30

    @ rdeeken:

    Rein interessehalber, mit welchen Eminence-Chassis sind deine 15/3er denn bestückt?

    War das ein Selbstbauprojekt oder "Kaufware"? Welche Daten hast du auf Lager (Gehäusegröße und Abstimmung, Trennfrequenzen und STeilheit, etc)?

    Lieber Gruß

    FF

  • Vorteile? von MTM oder D´Appolito Anordnung

    • FF
    • 17. November 2004 um 16:36

    Hm... interessant, die Antworten! Wahrheiten und Lösungen scheinen tatsächlich immer interessant, im Sinne von inter esse, dazwischen zu liegen!

    Besonders die Erfahrungen von Wulfson, dass die Standardanordnung (TMM nehme ich mal an) in Innenräumen besser funzt. Das hätte ich nicht erwartet, gerade hier schienen mir MTMs von der Theorie her (Abstrahlwinkel) geeigneter zu sein... grübel, grübel? :?

    Und wie steuert ihr eure Standards (2 Bässe unter Hochtöner) an? Beide Bässe gleich? Und das gibt echt keinen Stress wegen dem großen Abstand von unterem Bass zu Tweeter? Noch mehr Gegrübel!

    Oder doch der untere Bass besser früher raus? Klar, die Soundklinik hat recht, dann man kann Mittenraketen so etwas geradebiegen...

    Wie ist den das bei dem LBP-Top in 2x10 Ausführung? Laufen die Bässe da gleich beschaltet?

    Ich finde es nicht so trivial wie Inspiron, sondern vielmehr recht spannend - s.o. in Bezug auf Wulfsons Erfahrungen. Und mit der Eindeutigkeit, wann es ein D´Appolito ist und wann nicht, ist es anscheinend seit der "Entschärfung" de Abstands- und Filtervorschriften vom Urheber selbst wohl vorbei, da kocht anscheinend jetzt jeder sein eigenes Regelsüppchen... Sei es drum, solange es gut klingt :wink:

    Gruß FF

  • Vorteile? von MTM oder D´Appolito Anordnung

    • FF
    • 17. November 2004 um 16:36

    Hm... interessant, die Antworten! Wahrheiten und Lösungen scheinen tatsächlich immer interessant, im Sinne von inter esse, dazwischen zu liegen!

    Besonders die Erfahrungen von Wulfson, dass die Standardanordnung (TMM nehme ich mal an) in Innenräumen besser funzt. Das hätte ich nicht erwartet, gerade hier schienen mir MTMs von der Theorie her (Abstrahlwinkel) geeigneter zu sein... grübel, grübel? :?

    Und wie steuert ihr eure Standards (2 Bässe unter Hochtöner) an? Beide Bässe gleich? Und das gibt echt keinen Stress wegen dem großen Abstand von unterem Bass zu Tweeter? Noch mehr Gegrübel!

    Oder doch der untere Bass besser früher raus? Klar, die Soundklinik hat recht, dann man kann Mittenraketen so etwas geradebiegen...

    Wie ist den das bei dem LBP-Top in 2x10 Ausführung? Laufen die Bässe da gleich beschaltet?

    Ich finde es nicht so trivial wie Inspiron, sondern vielmehr recht spannend - s.o. in Bezug auf Wulfsons Erfahrungen. Und mit der Eindeutigkeit, wann es ein D´Appolito ist und wann nicht, ist es anscheinend seit der "Entschärfung" de Abstands- und Filtervorschriften vom Urheber selbst wohl vorbei, da kocht anscheinend jetzt jeder sein eigenes Regelsüppchen... Sei es drum, solange es gut klingt :wink:

    Gruß FF

  • Vorteile? von MTM oder D´Appolito Anordnung

    • FF
    • 16. November 2004 um 11:06

    Ich bin neu im Forum, verfolge aber die Beiträge aber schon geraume Zeit. Allerdings finde ich nicht auf alle meine Fragen (zufriedenstellende) Antworten. Trotz Suchfunktion bleibt die Menge aller Beiträge schier unergründlich, so dass „alten Hasen“ so manche Frage bereits zum Hals heraushängen mag. Ich hoffe, meine gehört nicht dazu: :roll:

    Warum werden im PA-Bereich so wenig Tops nach MTM- bzw. D´Appolito-Designs verwendet?

    Denn die Vorteile dieser Anordnung sollten doch gerade bei PA-Anwendungen zum Tragen kommen. Natürlich bringen unqualifizierte Vergleiche a la 2x15er ist besser als 1x15er nicht weiter, Basis des Vergleichs sollte daher immer eine entsprechend gleichgroße Membranfläche sein.
    Dann sind, verglichen mit klassischen 2-Weg-Tops, die „Bass“-Chassis um 2 Nenngrößen kleiner, also z.B. entsprechen der Fläche nach 2x 10-Zoll in etwa 1x 15-Zoll (es sind nur rund 85% Membranfläche, aber das schenkt sich nicht viel). Da das Äquivalenzvolumen quadratisch zur Membranfläche ansteigt, reduzieren halb so große Membranflächen das erforderliche Volumen um den Faktor 4 – macht bei 2 kleinen Bässen statt einem Großen immer noch das halbe Gesamtvolumen. Das freut beim Transport.
    Weiter sind die kleinen Chassis beim Übergang zum Hochtöner im Vorteil, da ihre Bündelungsfrequenz um ca. 1,5-fach höher liegt. Damit kann die Übergangsfrequenz ohne Interferenzprobleme entsprechend höher liegen, was den Hochtöner entlastet, der sich auch wieder auf das obere Ende des Frequenzspektrums konzentrieren darf. Frequenzgangeinbrüche treten zudem erst in einem viel größeren horizontalen Anstrahlwinkel auf.
    Das Abstrahlverhalten ist überhaupt ein großer Vorteil, da neben einem größeren Horizontal-Winkel der vertikale Abstrahlwinkel über alle Frequenzen die gleiche Achse senkrecht zur Schallwand hat. Infolge der Symmetrischen Anordnung entfällt das bei herkömmlichen 2-Weg-Systemen übliche Kippen der Schallachse im Bereich der Übergangsfrequenz zum weiter hinten liegenden Chassis (meist der Hochtöner aufgrund der Hornlänge). Die Ausrichtung des Systems auf Raum bzw. Publikum sollte also aufgrund der besseren Abschätzbarkeit einfach und vor allem gleichmäßiger gelingen.
    Die durch Phasenunterschiede bedingten Einbrüche des Amplitudengangs bei der Trennfrequenz sind von der Entfernung zum Top abhängig und lassen sich beim Weichendesign z.B. in Bereiche mit großer Entfernung legen, wo Windverhältnisse, Raumreflexionen etc. bereits auf die Übertragung Einfluss nehmen. Überhaupt sind Einbrüche im Frequenzgang i.d.R. unproblematisch, was man von Überhöhungen nicht sagen kann, wie sie bei o.g. Kippen der Hauptabstrahlachse zwangsläufig auftreten.
    Die ursprünglich aufgestellten Anforderungen an MTM-Designs von unsymmetrischem akustischem Filterdesign und max. 2/3-Abstand der Chassis (nach Wellenlänge bei Trennung) zueinander sieht Herr D´Appolito selbst nicht mehr als zwingend an, das Prinzip funktioniert auch bei größerem Abstand zufriedenstellend.

    Bliebe der Vergleich mit der häufig verendeten Anordnung Hochtöner mit 2 (kleineren) Bässen darunter. Das kleinere Volumen und die größere Freiheit bei der Trennfrequenz gegenüber einem großen Bass hat man hier auch. Solange die Bässe mit unterschiedlichen Frequenzen im typischen 2-1/2-Wege-Design geschaltet sind, funktioniert das auch ganz gut, das Kippen der Schallachse tritt natürlich genauso auf.
    Völlig unklare Verhältnisse im Bereich der Übergangsfrequenz hat man bei gleicher Beschaltung beider Bässe, da gerade der untere Bass aufgrund des großen Abstands zum Hochtöner zu Phasenunteschieden und Auslöschungen führt. Diese Anordnung macht, zumindest theoretisch, am wenigsten Sinn – gleichwohl sie häufig verwendet wird.

    Also, warum werden so wenig MTM- bzw. D´Appolito-Designs verwendet? Ich sehe mehr Vorteile als Nachteile, woran liegt es? :?:

    Gruß FF

  • Vorteile? von MTM oder D´Appolito Anordnung

    • FF
    • 16. November 2004 um 11:06

    Ich bin neu im Forum, verfolge aber die Beiträge aber schon geraume Zeit. Allerdings finde ich nicht auf alle meine Fragen (zufriedenstellende) Antworten. Trotz Suchfunktion bleibt die Menge aller Beiträge schier unergründlich, so dass „alten Hasen“ so manche Frage bereits zum Hals heraushängen mag. Ich hoffe, meine gehört nicht dazu: :roll:

    Warum werden im PA-Bereich so wenig Tops nach MTM- bzw. D´Appolito-Designs verwendet?

    Denn die Vorteile dieser Anordnung sollten doch gerade bei PA-Anwendungen zum Tragen kommen. Natürlich bringen unqualifizierte Vergleiche a la 2x15er ist besser als 1x15er nicht weiter, Basis des Vergleichs sollte daher immer eine entsprechend gleichgroße Membranfläche sein.
    Dann sind, verglichen mit klassischen 2-Weg-Tops, die „Bass“-Chassis um 2 Nenngrößen kleiner, also z.B. entsprechen der Fläche nach 2x 10-Zoll in etwa 1x 15-Zoll (es sind nur rund 85% Membranfläche, aber das schenkt sich nicht viel). Da das Äquivalenzvolumen quadratisch zur Membranfläche ansteigt, reduzieren halb so große Membranflächen das erforderliche Volumen um den Faktor 4 – macht bei 2 kleinen Bässen statt einem Großen immer noch das halbe Gesamtvolumen. Das freut beim Transport.
    Weiter sind die kleinen Chassis beim Übergang zum Hochtöner im Vorteil, da ihre Bündelungsfrequenz um ca. 1,5-fach höher liegt. Damit kann die Übergangsfrequenz ohne Interferenzprobleme entsprechend höher liegen, was den Hochtöner entlastet, der sich auch wieder auf das obere Ende des Frequenzspektrums konzentrieren darf. Frequenzgangeinbrüche treten zudem erst in einem viel größeren horizontalen Anstrahlwinkel auf.
    Das Abstrahlverhalten ist überhaupt ein großer Vorteil, da neben einem größeren Horizontal-Winkel der vertikale Abstrahlwinkel über alle Frequenzen die gleiche Achse senkrecht zur Schallwand hat. Infolge der Symmetrischen Anordnung entfällt das bei herkömmlichen 2-Weg-Systemen übliche Kippen der Schallachse im Bereich der Übergangsfrequenz zum weiter hinten liegenden Chassis (meist der Hochtöner aufgrund der Hornlänge). Die Ausrichtung des Systems auf Raum bzw. Publikum sollte also aufgrund der besseren Abschätzbarkeit einfach und vor allem gleichmäßiger gelingen.
    Die durch Phasenunterschiede bedingten Einbrüche des Amplitudengangs bei der Trennfrequenz sind von der Entfernung zum Top abhängig und lassen sich beim Weichendesign z.B. in Bereiche mit großer Entfernung legen, wo Windverhältnisse, Raumreflexionen etc. bereits auf die Übertragung Einfluss nehmen. Überhaupt sind Einbrüche im Frequenzgang i.d.R. unproblematisch, was man von Überhöhungen nicht sagen kann, wie sie bei o.g. Kippen der Hauptabstrahlachse zwangsläufig auftreten.
    Die ursprünglich aufgestellten Anforderungen an MTM-Designs von unsymmetrischem akustischem Filterdesign und max. 2/3-Abstand der Chassis (nach Wellenlänge bei Trennung) zueinander sieht Herr D´Appolito selbst nicht mehr als zwingend an, das Prinzip funktioniert auch bei größerem Abstand zufriedenstellend.

    Bliebe der Vergleich mit der häufig verendeten Anordnung Hochtöner mit 2 (kleineren) Bässen darunter. Das kleinere Volumen und die größere Freiheit bei der Trennfrequenz gegenüber einem großen Bass hat man hier auch. Solange die Bässe mit unterschiedlichen Frequenzen im typischen 2-1/2-Wege-Design geschaltet sind, funktioniert das auch ganz gut, das Kippen der Schallachse tritt natürlich genauso auf.
    Völlig unklare Verhältnisse im Bereich der Übergangsfrequenz hat man bei gleicher Beschaltung beider Bässe, da gerade der untere Bass aufgrund des großen Abstands zum Hochtöner zu Phasenunteschieden und Auslöschungen führt. Diese Anordnung macht, zumindest theoretisch, am wenigsten Sinn – gleichwohl sie häufig verwendet wird.

    Also, warum werden so wenig MTM- bzw. D´Appolito-Designs verwendet? Ich sehe mehr Vorteile als Nachteile, woran liegt es? :?:

    Gruß FF

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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