Im Prinzip ja - aber: die Gerüstbauer oder Rohrreiniger (Putzfrauen, Kampsverkäuferinnen und Friseurinnen nicht vergessen), Krankenpfleger und -Schwestern etc. sind in der Regel angestellt - also sozial-, kranken- und rentenversichert. Da sieht die Welt schon ganz anders aus - weil wer davon leben muss, der weiß, dass all das privat Geld kostet. Aber: brauch ich dir ja nicht zu erzählen, oder?
Ich weiß auch, dass es gerade bei solchen frei finanzierten Theatern nix zu verdienen gibt. Ich hab hier selbst ein Zimmertheater am Ort, wo 100 Euro für 5 Stunden schon hochpreisig sind. Wenn es geht, dann geht das - aber ich käme nie auf den Gedanken, mir damit 20 Wochenenden im Sommer zu blockieren - weil das finanziell für mich nicht tragbar ist.
Ich würde viel lieber über das Grundübel maulen - nämlich dass genau solche Läden, kleine Clubs und die Nichtamtskultur kein Geld haben, um den Job ordentlich zu bezahlen. "Hochwertige" (also von den Dezernenten angesehene) Veranstaltungen werden mit 80 - 90% (teilweise noch mehr) aus den Kulturetats gefördert, der Rest verreckt, weil gespart werden muss. Kultur ist schließlich keine Pflichtleistung für Städte, Gemeinden und Kommunen, sondern eine freiwillige Leistung...