@ claudi: Na ja, das die Bässe mal nicht die "Verkündigung der Offenbarung" sind, hat sich ja mittlerweile rum gesprochen. Das die Cobra Tops jedoch keine Mitten haben, und dass sie keine Reichweite hätten - das kann ich nicht nachvollziehen.
Das System ist für 1.200 - max. 2.000 Leute (bei 3 Tops pro Seite) ausgelegt. Das bringen die Tops durchaus, 40 Meter machen die ohne nennenswerten Mittel/Hochton Verlust. Was jedoch zunächst verwirrt, ist der Umstand, dass die Tops extrem wenig Verzerrungen aufweisen. Sprich: Cobra Tops klingen sehr clean und nicht aufdringlich. Vorteil: Angenehme Stimmen, sehr gute Sprachverständlichkeit und natürlicher Klang bei akustischen Instrumenten. Nachteil: Eine brutale Snare oder sägende Gitarren sind selbst bei einem Boost bei 2-3 kHz nicht wirklich machbar. Für Gala, Top 40, Industrie >Prima<, für Rocker definitiv >nix<.
Die Cobra klingt auch >ohrenscheinig< nicht laut. Selbst bei 110-115 dB klingt es immer noch angenehm, verlässt man die Halle, merkt man erst, wie laut es war. Ich hab jetzt selbst ca. 10 Gigs auf der Cobra gemacht, bei den ersten 2-3 Jobs war das wirklich ungewohnt. Mittlerweile komme ich gut darauf klar. Man EQt definitiv weniger als bei einer Horn PA, der gewohnte Griff zum 2kHz Fader am BSS bleibt fast immer aus. Das das Preis/Leistungsverhältnis, sagen wir mal - problematisch - ist, dem stimme ich zu. Allerdings bekommt man fast alle Atribute eines Line Arrays (ja, ich weiss, die Cobra ist kein richtiges Line Array, aber es verhält sich m. E. wie eines). Rückwärtsschall ist kein Thema, mit dem Mikro an der Front vorbei? Kein Problem, kein Feedback. Weniger Leistungsverlust in der Distanz (Delay-Line bleibt im LKW). Alles gegeben. Hört es Euch mal an, kann ich immer wieder nur sagen. So schlecht ist die Cobra auch wieder nicht...