Das mit dem Oszi mußt du mir mal erklären, das hab ich och nicht probiert.
Zum "wo sie sich trennen lassen":
Das Chassis ist auch nur ein Mensch und du wirst keine guten Ergebnisse erwarten können bzw. dir die Sache unnötig schwer machen wenn du ihm unbedingt etwas wider seinem Willen aufzwingen willst ![]()
Etwas technischer..:
Angenommen ein Konuslautsprecher geht schön linear bis etwa 1300Hz hinauf um dann ohne laute Breakups mit einer schönen Flanke von 12dB/oct. abzufallen. Dann wird man doch einen Teufel tun und mit allen Mitteln versuchen (weil man sich das vor der Messung so in den Kopf gestzt hat) diesen bei 1000Hz abtrennen zu wollen.
Zwischen 1000 und 1300Hz mag das evtl. noch einigermaßen funktionieren, aber dann hat man in der Abfallenden Flanke einen zusätzlichen Knick drinnen der einem dann bei der Summation mit dem Treiber wahrscheinlich ordentlich das Leben schwer macht.
Also macht man sich den natürlichen Abfall zunutze und kombiniert diesen z.B: mit einem elektrichen Filter 2.ter Ordnung um auf eine akustische Flankensteilheit von 24dB/okt. zu kommen.
Entscheidend ist nämlich nicht nur daß der -3dB Punkt beim Hochtöner mit Weiche und dem Bass mit Weiche frequenzmäßig zusammenfallen, sondern daß in den etwa 2 Oktaven im Bereich der Trennfrequenz auch die Flanken schön zusammenpassen und nicht wilde Sachen machen...;-)
Hat hier der Treiber seinen systembedingten Mittenbuckel und fällt von mir aus unterhalb 2kHz mit 6dB/okt. nach unten (z.B. bis 500Hz ab, so kann es erfolgversprechend sein diesen so mit einem elektrischen 18dB Filter zu trennen daß sich im interessanten Bereich auch wieder eine akustische Flankensteilheit von 24dB/okt. einstellt.
Das ist jetzt kein Kochrezept, sondern soll nur mal veranschaulichen was ich meine mit "wo er sich trennen läßt".
Wenn also das Chassis bei 3500Hz einen riesen Mebranbreakup mit einer Überhöhung von 6dB und mehr hat, dann wirst du ohne größeren Aufwand mit schmalbandigen Entzerrungsgliedern (ist nicht so lustig) nicht so einfach bei 3000Hz eine saubere Trennung hinbekommen.
Wenn du das mit der Phase bei der Trennfrequenz ordentlich hinbekommen hast, merkst du das daran daß sich beim Verpolen bei der Übergangsfrequenz eine schöne Auslöschung einstellt und beim richtigrum anschließen alles gerade aussieht.
Wenn du in beiden Varianten mal mehr mal weniger einen Einbruch feststellst dann war das noch nicht die endgültige Lösung mit der Weiche...;-)
Und Messe öfter mal aus verschiedenen Winkeln, man wundert sich da immer wieder was aus dem doch eben noch so schnurgeraden Frequenzgang schnell wird....
Wenn es paßt sollten auch da keine all zu großen Sprünge auftreten.