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Beiträge von Fux

  • Universal Ton setup

    • Fux
    • 4. Januar 2024 um 16:15

    Bei klassischen Hornbässen verhält sich das in der Regel so:

    Die Hornlänge der (in der Regel gefalteten) Schallführung ist auf die untere Grenzfrequenz die wiedergegeben werden soll ausgelegt.

    Um eine ordentliche Ankopplung an die Umgebung zu bekommen ist auch eine gewisse Größe des Hornmunds nötig. Wird der Hornmund kleiner als eigentlich physikalisch nötig dimensioniert, dann ergibt das eine entsprechende Welligkeit im Frequenzgang. Bei praktikablen Gehäusemaßen und damit relativ kleinem Hornmund ist die Welligkeit i.d.R. deutlich zu hoch, so daß man bildlich gesprochen das errechnete große Horn praktisch auf mehrere "Teilhörner" aufteilt.

    Also auf meist 4 Hornboxen, die dann zusammen die gewünschte Mundfläche haben.

    Das ist auch der Grund, warum hier immer wieder betont wird, dass ein einzelnes Basshorn einfach nicht richtig funktioniert, da es ja in den meisten Fällen nur ein Viertel (je nach Auslegung vielleicht auch nur ein Sechstel) der laut Berechnung erforderlichen Mundfläche aufweist.

    In einem Satz: Die ganzen klassischen, echten Hornbassboxen sind als einzelne Kiste nur ein Teil des vom Entwickler designten Horns und daher in etwa so gebrauchstauglich wie ein Auto mit nur einem Rad. ;)

    Weiterer Aspekt zum Richtverhalten, bzw. Wurfweite von Basshornboxen:

    Um eine Richtwirkung hervorzurufen, muß die Größe der Schallabstrahlenden Fläche (hier Hornmund) in einem gewissen Größenverhältnis zur Wellenlänge der abgestrahlten Frequenz stehen.

    Will heißen: Um wirklich Bässe gerichtet abstrahlen zu können, braucht man eine Mundfläche die sich im Bereich von mehreren Quadratmetern befindet.

    (ist natürlich bei Mittelton- oder Hochtonhörnern genau das Selbe. Ein Hochtonhorn mit nur 20x20cm Fläche kann bei 400Hz keine Richtwirkung haben)

    Bei größeren Anhäufungen von Bassreflexboxen wird man auch eine Richtwirkung im Bassbereich erzielen, da die gesamte Frontfläche auch in der Größenordnungen der abzustrahlenden Wellenlängen der Bässe liegt.

    Zum Anheben per DSP oder Equalizer:

    Die Idee ein einzelnes Horn, das für sich keine tiefen Bässe macht sondern im unteren Frequenzbereich einen sehr schlechten Wirkungsgrad (bzw. sehr tiefes Tal wegen der großen Welligkeit) hat, einfach aktiv zu entzerren und damit massiv Endstufenleistung reinzuschieben ist eigentlich unsinnig, weil dann kann ich ja ebenso einfach eine Bassreflexbox aufstellen und da massiv Endstufenleistung draufgeben.

    Da man in der Regel nicht für jede Art von Veranstaltung ein anderes, eigenes Lautsprechersystem vorhalten möchte (Material was die Dreiviertelzeit im Lager steht verdient kein Geld), haben sich wegen der praktischen Skalierbarkeit und der relativen Preisgünstigkeit hauptsächlich 18" Chassis in Bassreflexgehäusen durchgesetzt.

    Günstig einmal wegen der einfachen Gehäusekonstruktion, und auch weil wenige große Bässe günstiger sind als viele kleine und man entsprechend auch für wenige große Bässe weniger Endstufenkanäle braucht als für viele kleine Bässe.

    P.S.

    Auch wenn ich damit die meisten "preisbewußten" Bassboxen ausschließe: Für mich hat ein reiner Basslautsprecher (in 15" oder 18") für den professionellen Einsatz eine Schwingspule von mindesten 4" Durchmesser.

    Für 15" Midbässe in Topteilen oder Monitoren können wegen dem geringeren Gewicht der bewegten Massen auch geringere Schwingspulendurchmesser sinnvoll sein. Aber Mitten über einen 15"er wiederzugeben.... ;)

  • Lichteffekte auf Aktivboxen befestigen?

    • Fux
    • 31. Dezember 2023 um 14:49

    Auf diesem Gehäuse würde ich mal besser so rein gar nichts befestigen.

    (An Flugpunkte gar nicht mal denken)

    Nimm für das Licht ein eigenes Stativ und gut ist's.

  • Sub 18 von Achenbach oder Jobst JM Sub 18n - und wenn sub 18n, geht rcf l18p300?

    • Fux
    • 28. Dezember 2023 um 13:24

    Zum GAE Director Single Sub gibt es zwar keine Pläne, aber es geht bei einem relativ einfachen Bassreflexgehäuse auch ohne "Pläne".

    Auf der GAE Homepage findest Du das Datenblatt zum Director Single Sub, bzw. auch zum BR118, der dank weniger Winkeln für einen Einsteiger einfacher nachzubauen ist und auch etwas tiefer spielt, da er durch das rechtwinklige Gehäuse mehr Volumen bietet.

    (Frequenzgangs- und Impedanzschriebe sind im Datenblatt mit dabei)

    Das Tuning ist lt. Datenblatt bei beiden 40 Hz.

    Die Tunnelfläche kannst Du Dir aus der vermaßten Gehäuseszkizze im Datenblatt herausmessen. (Dreisatz...)

    Dann empiehlt es sich immer mal aus Holzresten günstig einen Prototypen anzufertigen.

    Da kannst Du dann die Tunneltiefe (Tunnelflächen haben wir ja vorher schon ermittelt, vgl. oben) so anpassen, dass Du auf die Tuningfrequenz von 40 Hz kommst.

    Die Tuningfrequenz erkennst Du daran, dass sich dort das Impedanzminimum befindet.

    Wenn Du die Impedanzkurve nicht messen kannst, oder willst, dann platzierst Du einfach ein (Mess)Mikrofon direkt vor den Tunnel (in einer Ebene mit der Schallwand) und bei der Frequenz, wo am meisten Schalldruck am Mikrofon anliegt ist die Tuningfrequenz.

    Ist die Tuningfrquenz noch zu hoch, machst Du den Tunnel länger, ist sie zu tief, kürzt Du den Tunnel etwas. Nach wenigen Iterationsschritten am Prototypengehäuse solltest Du so ganz einfach die Tuningfrequenz hinreichend genau getroffen haben.

    P.S.

    Streben zur Aussteifung des Gehäuses nicht vergessen.

    Ist das alles bereits zu kompliziert und aufwändig, evtl. doch gebrauchte Bässe kaufen. ;)

  • dB Technologies DVA S30N (Funktionsprinzip)

    • Fux
    • 16. Dezember 2023 um 15:26

    Hier handelt es sich um eine Bassreflexbox.

    Mit einem Horn hat das nichts zu tun. (Schau Dir mal die "Hornlänge" an und rechne die Frequenz aus wo das laden würde. Das ist deutlich außerhalb des genutzten Übertragungsbereichs einer Bassbox.

    Der Bassreflexport erweiter sich halt, um besser an die Luft anzukoppeln.

    Gleichzeitig "sehen" die einwärts geneigten Chassis eine Art "vordere Kammer" (mit ganz großer "Öffnung") was oberhalb der Bassreflexabstimmung nochmal etwas als Resonator wirkt und evtl. ein wenig Pegel im oberen Bassbereich dazu bringt.

    Kleiner Tipp zum Herumexperimentieren mit Bassboxenaufstellungen im Raum:

    Es ist akustisch egal ob die Bassbox an Ihrem Standort und Du an Deinem Höhrplatz stehst, oder umgekehrt die Bassbox an deinem Höhrplatz und du an der Position wo eigentlich die Bassbox hin soll.

    Damit im Hinterkopf trägst Du die Bässe evtl. weniger spazieren, weil man selbst leichter mal die Position wechseln kann.

    In der Regel sind in (akustisch) kleinen Räumen, also wenn die Raumabmessungen sich irgendwo in den Maßen der größten Wellenlängen bewegen, die Raummoden so ausgeprägt, dass man ehesten durch eine "Verteilung der Fehler" die sich dann konstruktiv und destruktiv überlagern zu einer einigermaßen ausgeglichenen Bassverteilung kommt. Eine "optimale" Position wird sich da selten finden.

    Für einen einmaligen Aufbau eher zu viel Aufwand, aber bei einer permanenten Installation kann es sich rentieren, die für eine homogenere Bassverteilung an verschiedenen Raumpositionen platzierten Bässe mit verschiedenen Delays zueinander in Gruppen anzufahren.

    Das ist dann aber schon nicht mehr so ganz trivial , erfordert einige Erfahrung, meist ein bisschen Messequippment und ist i.d.R. immer mit eine gewissen Verlust an Schallpegel verbunden, als Preis für eine gleichmässigere Bassverteilung im Raum. (Dafür halt nicht mehr irgendwo ganz laut und woanders gar nicht ;)

  • Sub 18 von Achenbach oder Jobst JM Sub 18n - und wenn sub 18n, geht rcf l18p300?

    • Fux
    • 14. Dezember 2023 um 23:58

    Wenn GAE-like, würde ich aber eher die GAE Director Single 18er bauen.

    Ist man flexibler als mit den 2x18ern, kommt bereits mit 2 davon schon eher auf Stackinghöhe und geht auch tiefer.

  • Sub 18 von Achenbach oder Jobst JM Sub 18n - und wenn sub 18n, geht rcf l18p300?

    • Fux
    • 14. Dezember 2023 um 21:30

    Original war in den ESW 1018 ein RCF L18S800 drinnen.

    Von den L18S800 hatten wir damals sehr viele (allerdings in anderen Gehäusen).

    Das Chassis kann nur recht wenig Hub, so daß es im Reflexgehäuse weit vor seiner elektrischen Belastbarkeit das X-max (je nach Tuning und Gehäuse knapp eine Octave über der Tuningfrequenz) überschreitet. Das Chassis war eigentlich eher für einen doppelt ventilierten Bandpass geeignet, wo auch ca. eine knappe Octave über dem unteren Tuning die Membran durch das Tuning der kleineren Kammer noch ordentlich bedämpft ist.

  • Bassreflex Gehäuse Berechnen Software und Start

    • Fux
    • 12. Dezember 2023 um 13:23

    Bzgl. den Bildern zu Deiner Simulation:

    Schalte den Lowcut und den Highcut aus, denn diese überlagern den simulierten Frequenzgang Deines Bassreflexgehäuses, den Du eigentlich sehen möchtest.

    Evtl. Schaust Du Dir mal den folgenden Thread zum Bau der kompakten 15 Bassreflexboxen an.

    Da kommen darin sicher einige Überlegungen vor, die Dir hier auch weiterhelfen könnten.

    Thema

    Baubericht 1x 15“ BR compact

    Baubericht 1x 15“ BR compact

    Heute hier ein Planungs- und Baubericht einer recht normalen, sehr kompakten 15 Zoll Bassreflexbox, mit für die Größe sehr gutem Tiefgang. (Insgesamt werden es vier Stück)

    Also von der handwerklichen Herausforderung her möglicherweise eher was für „Ersttäter“ als für ausgesprochene Holz-Füchse oder Profi -Hornkonturfalter, für die es etwas fad werden könnte.



    Das Pflichtenheft:

    • Festinstallation (Gewicht egal)
    • Wiederzugebender Frequenzbereich: Die Oktave von 40 bis 80
    …
    Fux
    16. Mai 2022 um 21:09
  • Bassreflex Gehäuse Berechnen Software und Start

    • Fux
    • 10. Dezember 2023 um 15:58

    Es kommt natürlich wie immer darauf an... ;)

    I.d.R. bevorzuge ich es, das Gehäuse minimal höher als die Resonanzfrequenz des Lautsprecherchassis abzustimmen, aber das kommt immer auch auf das Verhältnis Gehäusevolumen zu VAS an und was ich mit der Abstimmung erreichen will.

    Wichtig ist bei der Verwendung als reinen Basslautsprecher/Subwoofer in einemBassreflexgehäuse vor allem eine große lineare Auslenkung. (Luftverschiebung = Membranfläche x Auslenkung)

    Die Angabe eines Wirkungsgrades in dB bei einem Watt in einem Meter Abstand sagt dagegen bei dem Einsatz des Chassis im Bassbereich wenig aus, da dieser Wert normalerweise in einem höreren Frequenzbereich gemessen wurde, der bei dem Einsatz als reines Bass/Subwoofer-Chassis irrelevant ist.

    Wichtig ist die Simulation nicht nur mit 1W durchzuspielen, sondern auch mit deutlich höheren Leistungen. Dabei wirst Du schnell merken, dass du grob eine Oktave oberhalb deiner Tuningfrequenz des Gehäuses an die maximale Auslenkung des Chassis kommst, obwohl es elektrisch noch mehr Leistung vertragen würde.

    Auf der Tuningfrequenz ist wegen der Bedämpfung der Membranbewegung durch die Bassreflexabstimmung bei der selben hohen Leistung der Membranhub dagegen minimal.

    Jetz heißt es mit Gehäusevolumen und Abstimmfrequenz des Tunnels so zu varieren, dass du auch in dem höheren Frequenzbereich noch eine ordentliche Bedämpfung des Membranhubs hinbekommst.

    (wenn das Chassis einen großen linearen Hub kann, hilft das hier deutlich...)

    Wenn Du grob im Bereich Deiner Tuningfrequenz, bzw. ein Stückchen drüber einen "Buckel" im Frequenzgang hinbekommst, dann ist das Gehäusevolumen für deine Abstimmfrequenz zu groß, bzw. anders herum die Abstimmfrequenz für dein Gehäsevolumen zu hoch. Dies resultiert in einem dröhnenden Bass in diesem Frequenzbereich.

    Je nach Qualität der verwendeten Simulation siehts Du auch, dass mit zunehmender Leistung die Du dem Bass zuführst, der Frequenzgang nach unten hin sich ein wenig mehr so darstellt wie bei einem geschlossenen Gehäuse. Dies resultiert aus den Strömungsverlusten im Bassreflextunnel, wenn da sehr viel Luft sehr schnell durch muß. Durch das vergrößern des Tunnelquerschnitts kannst Du dem zwar entgegenwirken, aber da Du um die selbe Abstimmfrequenz zu erzielen dann auch den Tunnel verlängern mußt, sind der Sache durch die Gehäusetiefe meist praktische Grenzen gesetzt.

    (Da der Tunnel nicht zum Nettovolumen dazu zählt, wird die ganze Kiste dadurch natürlich auch größer)

    Du siehst schon dass es hier gilt zwischen allen Zielen einen möglichst guten Kompromiss zu finden.

    P.S.

    Als Bass für "Beschallungsanwendungen" würde ich Dir zum Experimentieren mit Bass/Subwoofer-Gehäusen eher zu einem 15"er raten, als zu einem 12"er.

    Wenn das Resultat auch später eine praktische Verwendung finden soll und nicht nur zum Ausprobieren gedacht ist, würde ich etwas mehr als die angegebenen 90.- € einplanen.

    Sonst machst Du Dir einen Haufen Arbeit und bist nachher über das Ergebnis eher unglücklich, da das ganz billige Chassis zu kompromissbehaftet ist.

  • Bassreflex Gehäuse Berechnen Software und Start

    • Fux
    • 9. Dezember 2023 um 16:23

    Damit das Benutzen einer Simulationssoftware überhaupt Sinn macht, sollte man sich zuerst über die theoretischen Grundlagen aneignen. (vgl. Literaturtips oben)

    Denn auch bei einer Simulation sollte man schon wissen was man tut.

    Chassisdaten eingeben, Knopf drücken und die fertige Box kommt raus ist nämlich nicht. ;)

    Ich benutze zur Simulation von Gehäusen z.B. AJ Horn.

    Wenn Du Fragen zur Bassreflexabstimmung oder bei der Suche nach geeigneten Chassis hast, kannst Du gerne fragen.

  • Welcher PA Selbstbaus Bassreflex Subwoofer ist der beste? 15" oder 18"

    • Fux
    • 2. Dezember 2023 um 14:13

    Ich versuche mal zusammenzufassen:

    4x Hoog Scoop "Rutschen"

    2x Limmer 215

    6x TA18

    Ernstgemeinter Rat:

    Trenne Dich von dem wilden Sammelsurium und entscheide Dich für eine Sorte Bass.

    Davon kannst Du dann je nach Größe einen aufstellen oder z.B. auch 12 Stück.

    Da dann alle gleich sind, kannst Du damit auch verschiedene Bassarrays realisieren etc.

    Also z.B. lauter ganz normale 18" Bassreflexboxen bauen, mit einem modernen Chassis, das auf Grund seiner Parameter schon in einem relativ kompakten Gehäuse gut funktionieren sollte, damit die Boxen auch gut handlbar beiben.

    Bei den Tops würde ich auch auf mehrere Gleiche setzen, da hier ein bunter Mischmasch aus lauter verschiedenen auch nicht miteinander vernünftig kombinierbar ist.

    (15"er bei 2-Wege Tops würde ich eher vermeiden, außer der Treiber wird sehr, sehr tief getrennt)

  • 12 Limmer Horntopteil selbst bauen

    • Fux
    • 15. November 2023 um 18:48
    Zitat von e-on

    Der Winkel vom Radian steht im Datenblatt, der vom XT1464 nicht.

    Von wo hast du den ?

    Den Öffnungswinkel vom XT1464 habe ich geschätzt.

    Wirklich messen kannst Du den auch mit einer sog. Schmiege nicht, da er sich ja ständig erweitert und sich somit entlang des Horns ständig verändert.

    Auf alle Fälle gehört diese Horn zu denen, die am Beginn (Hornhals) mit einem sehr geringen Öffnungswinkel beginnen.

  • 12 Limmer Horntopteil selbst bauen

    • Fux
    • 12. November 2023 um 16:14

    Der Austrittswinkel des Treibers ist manchmal vom Hersteller im Datenblatt engegeben.

    Es gibt auch (in der Mehrzahl englischsprachige) Foren im Internet, wo jemand diese Austrittswinkel bestimmter Treiber gemessen hat.

    Im Zweifelsfall kann man auch beim Hersteller nachfragen, der sollte seine Treiber kennen.

    DIe Kombination der Limmerbässe mit den Limmer 308 Tops geht so, reizt das Ganze aber schon ganz ordentlich aus. Die Tops wollen eigentlich höher als 180Hz getrennt werden, aber die Bässe spielen als Bandpass mit Hornvorsatz nicht über 200 Hz vernünftig hoch. Als Kompromiss wählt man meist so um die 180Hz.

    Wie man ein Horn aus Holz baut?

    Also zuerst halt entsprechende Berechnungen für die erforderlichen Hornquerschnitte im cm Abstand von Hals zu Mund erstellen. Öffnungswinkel am Mund ergibt sich ja praktisch aus dem gewünschten Abstrahlwinkel. Biegungen kann man bei Holz mit mehreren Lagen Biegesperrholz realisieren, oder etwas einfacher durch mehrer ebene Holzteile mit Knicken dazwischen sich der gewünschten gebogenen Form annähern. Wo die Knicke zu sitzen haben, damit die Abstahlung passt, obwohl sich das Horn nicht wirklich stetig erweitert ist auch ein wenig Erfahrungssache.

    Das Kompressionsverhältnis von Membranfläche zu Hornhalsfläche und die Berücksichtigung der akustischen Bandpassfunktion (aber auch Wirkungsgraderhöhung) durch das Druckkammervolumen läßt sich auch simulieren. Durch einen entsprechenden Phaseplug läßt sich das Übertragungsverhalten des Midbasshorns zu höheren Frequenzen optimieren.

    Für jemanden, der das zum ersten Mal macht, dürfte das aber eher too much sein, außer man möchte sich da wirklich tief in die Material einarbeiten.

    Bevor jetzt der Erste wieder ruft: "Ja, aber das rentiert sich doch alles nicht!"

    Sehr richtig, das rentiert sich wirtschaftlich natürlich nicht.

    Wirtschaftlicher wäre der Gebrauchtkauf des passenden Equippments.

    Aber wenn man die ganze Lautsprecherkonstruiererei als langjähriges Hobby betrachtet und dann am Ende als "Nebenprodukt" sogar noch gut verwendbare Lautsprecher herauskommen, dann muß das keiner wirtschaftlichen Betrachtung Stand halten.

    In allen anderen Fällen gilt der wirklich ernstgemeinte Tipp des Gebrauchtkaufs amtlicher Ware oder das Nachbauen eines fertig durchentwickelten Produkts wie es z.B. das Limmertop darstellt.

  • Beschallung im Übungsraum

    • Fux
    • 12. November 2023 um 15:43

    Die Frage ist halt auch wo schallt den die PA im Proberaum hin?

    Ich hatte da schon Aufbauten gesehen, wo die Band im Proberaum die PA vor sich aufgebaut hat wie bei einer Livesituation und damit die gegenüberliegende Wand beschallt hat.

    Ebenso umgekehrt, die PA auf die Band und damit auch Mikrofone gerichtet hat und mit entsprechenden Feedbackproblemen zu kämpfen hatte.

    Vor die Wahl gestellt würde ich im Proberaum zusätzlich zu den Instrumentenverstärkern ein ganz normales Monitoring wie auch Live auf der Bühne machen. Der Schlagzeuger braucht natürlich entweder einen etwas stämmigeren Monitor, oder noch besser einfach einen Bassweg drunter.

    Um eine PA zusätzlich für das Monitoring "sinnvoll" als Sidefills einsetzen zu können, braucht man dann schon einen seeehr großen Proberaum. ;)

    Aber ich kenne ja hier die vor Ort Situation nicht.

  • 12 Limmer Horntopteil selbst bauen

    • Fux
    • 12. November 2023 um 15:34

    Sollte ein größeres, tiefer trennbareres Hontop eine Option sein, und man das 12" Horn selbst aus Holz bauen wollen, dann würde ich etwas in der Art der älteren meyersound MSL4 ins Auge fassen.

    Bei so tiefen Mitteltonhörnern (so schön das für eine tiefe Trennung zu den Bässen auch ist) stellt es ein Problem dar, ein passend tiefes Mittelhochtonhorn zu finden.

    Da ist es dann unter Umständen einfacher eine derartige Anordnung der Speaker ins Auge zu fassen wie bei dem Topteil Ohm HD MH:

    "Nachteil": Das geht mechanisch mit Hornverlauf und Midbasschassisdurchmesser nur dann gut, wenn man je Box einen recht engen Abstrahlwinkel wählt. Damit braucht man aber für die "Standardanwendungen" mindestens zwei Tops pro Seite um eine einigermaßen genügende horizontale Abdeckung zu bekommen.

  • 12 Limmer Horntopteil selbst bauen

    • Fux
    • 12. November 2023 um 15:19

    Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren:

    Vom Abstrahlverhalten und Tiefe könnte das 18 Sound XT1464 in etwa passen.

    Ist prinzipiell eine sehr gut gemachtes 1,4" Horn. (keine Sprünge im Abstrahlverhalten und koppelt recht weit runter an)

    Günstig ist es obendrein noch.

    Natürlich sollte auch hier wie immer der Austrittswinkel des Treibers mit dem Öffnungswinkel am Hornhals zusammenpassen. Daher aufgepasst bei der Auswahl des Treibers!

    Ich betreibe zum Beispiel am 18 Sound XT1464 als Treiber Radian 745 NeoPB. Diese haben einen Öffnungswinkel von 10 Grad und das passt recht gut mit dem Öffnungswinkel am Halsanfang des Horns zusammen.

    (Treiber mit einem sehr großen Öffnungswinekl von z.B. 30 Grad ergeben zusammen mit einem Horn wie dem XT1464, das sich am Anfang eher langsam erweitert, eine ordentliche Unstetigkeit im Übergang, was akustisch nicht so vorteilhaft ist.)

    Wenn Du die Tiefe/Laufzeit anschaust: Nicht nur die Tiefe des Horns alleine betrachten, sondern auch wo der Entstehenungsort des Schalls am daran angeschlossenen Lautsprecher ist.

    In erster grober Näherung kann man da ja die Lage der Schwingspule annehmen.

    (Oder beim Treiber auch ein wenig dahinter, da die Membran ja hinter dem Magneten sitzt)

    Am einfachsten ist die beiden Wege aufeinander aufbauen und den Mittelhochtontreiber mit Horn so lange vor uns zurück schieben, bis in der Impulsmessung die Laufzeit zum Messmikro genau die selbe wie beim 12"er mit Horn ist.

    By the way:

    Die 18sound Treiber anstatt mit dem hauseigenen XT1464 mit dem Monacorhorn zu verheiraten, würde ich mir eher verkneifen.

    Wenn der Spaß am Selbstbau/Konstruktion der eigentliche Beweggrund ist und Zeit und KnowHow in ausreichendem Maße vorhanden ist, kann man so eine Eigenkonstruktion natürlich angehen. Wenn es aber mehr darum geht mit vertretbarem Aufwand zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen würde ich auch eher zum vielfach erprobten Limmer 308 mit originaler Bestückung inkl. der dokumentierten Passivweiche raten. (Den Frequenzgang am Controller noch etwas glätten muß man auch bei der originalen passiven Trennung, aber man spart sich halt einen weiteren aktiven Weg)

    Der einzige/größte Nachteil des Limmer 308 (dass es nicht tief herunterspielt) scheint ja bei Dir keiner zu sein, da Du eh hoch genug trennen möchtest.

    Da muß dann halt ein klassischer Bass und kein Subwoofer drunter.

    Oder auch zwei Basswege einplanen; z.B. Sub bis 70/80 Hz und dann ein "Nutzbass" von 70/80 Hz bis etwa 220/250 Hz. (wobei man da sich dann auch wieder sich um die Aufstellung und die Laufzeiten beider Basswege zueinander kümmern muß, damit das ganze schön zusammen spielt)

  • Gehäusevorschlag für RCF LF15G401

    • Fux
    • 1. November 2023 um 20:40

    Da lediglich zwei Chassis verbaut werden sollen, würde ich das mit den Hörnern gleich wieder mal vergessen, weil ein Horn Pro Seite wird nicht sehr viel Bass machen. Zwei in der Mitte wären schon mal besser als nichts, aber immer noch zwei zu wenig. ;)

    Bei nur zwei Chassis insgesamt kommt eigentlich nur Bassreflex und kein Horn in Frage.

    Wenn man jetzt böse wäre, könnte man sagen jeder muß selbste seine Erfahrungen machen und Dich erst mal ein paar Hörner schreinern lassen, die dann später eh im Ofen landen...

    Interessehalber:

    Was wurde aus den anderen 2 Speakern aus dem 2009er Thread?

  • Endstufe im 2 Ohm Betrieb

    • Fux
    • 27. August 2023 um 02:15

    Da ein 8 Ohm Lautsprecher ja keine ohmsche Last von 8 Ohm darstellt, sondern bei manchen Frequenzen auch darunter liegt, ergibt sich bei der Parallelschaltung 4 solcher Lautsprecher je nach Frequenz eine Impedanz unter 2 Ohm. Das ist elektrisch dann schon recht nahe am Kurzschluss...

    Das kann man im Notfall bei reduziertem Pegel schon mal machen. Manche Endstufen können damit besser umgehen, andere weniger. Als Standardanwendungsfall halte ich das aber für unglücklich.

    Auch wenn nichts kaputt geht, oder die Endstufe nicht in den Protekt geht. Besser klingen wirds an solch niedrigen Impedanzen sicher nicht.

  • Passende Topteile für 4x18Zoll BR Subs

    • Fux
    • 27. August 2023 um 02:05

    Auf zwei 18"ern halte ich das Nova VS 10 für zu klein.

    Das EV TX1152 hat einen 15"er als "Mitteltöner", der zum Treiber bei 1750 Hz getrennt wird.

    Das ist für einen 15"er für eine gleichmäßige Abstrahlcharakteristik zu hoch (vom Klang mal ganz abgesehen)

    Die Seeburg Box mit dem 12"er als Mitteltöner passt noch am ehesten zu den Bässen.

    Aber ich würde in so einer Kombination eher nach einem 12" Topteil mit einem größeren Treiber (1,4") und tieferer Trennfrequenz Ausschau halten.

    Duschhäuser etc. im Umfeld haben auf den Sound eher geringen Einfluß. ;)

  • PA-System: Alleine aufbaubar - Ausreichend für Rock-Cover (600-1000 PAX)

    • Fux
    • 10. Mai 2023 um 15:35
    Zitat von wora

    die platte hatte 70x50x9cm. es war eine große gehwegplatte. mit dem spezifischen gewicht für sandstein kommt man auf 69,3kg. rechnen konnte ich schon damals - und die 700g, die ich "im laufe der zeit dazugedichtet" habe, wirst du mir sicher verzeihen.

    ob das dämlich war oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.
    das war mitte der 80er jahre, damals war mir eine möglichst gute wiedergabe meiner schallplatten sehr wichtig. die sandsteinplatte lag dann auf weichen gummis auf einer stabilen wandkonsole, die mir ein freund geschweißt hatte. ich erinnere mich noch an die blicke der frau im schreibwarenladen, als ich 20 große und weiche radiergummis für meinen schallplattenspieler geordert habe...
    eine ruhigere lagerung des platttenspielers war quasi nicht mehr möglich - zumindest nicht in einer mietwohnung ;)

    natürlich kann man heute, wo man mit analoger signalabtastung keine übung mehr hat, anzweifeln, ob das wirklich sinnvoll war. für mich war es das - und das ergebnis war durchaus überzeugend.

    und letztendlich ist aus diesem idealismus und dem forschergeist für möglichst guten sound dann später ja auch mein beruf hervor gegangen.

    In ganz ähnlicher Absicht habe ich damals meinen 1210er in der "Heimanwendung" auf zwei gestapelte, vorne offene Beton-U-Steine (je 50x40x40cm) gestellt, von denen jeder gut 90 kg wog und diese mit weißer Wandfarbe wohnzimmertaugleich gemacht. So oder ähnlich war das damals wohl gar nicht so unüblich und mit dieser Aufstellung konnten auch die zwei JBL doppel 15"er Triblechamberbandpässe direkt daneben den Plattenspieler nicht zum Rückkoppeln überreden. ;)

  • 18XB1201-8 Oberton

    • Fux
    • 18. April 2023 um 17:55

    Falls das Wohnzimmer größenmäßig zum System passt, ist ja prinzipiell nichts gegen ein großes Wohnzimmer einzuwenden.

    Aber das echte Subwoofer vom Wirkungsgrad her zu Midbässen im Horn passen, ist weder technisch möglich noch notwendig. Dafür stellt man halt dann mehr als einen Subwoofer pro Horn-Midbass hin und schiebt auch entsprechend mehr Endstufenleistung rein. Du wirst keinen Subwoofer finden, der bei 40 Hz auch nur annährend 104 dB bei einem Watt macht und noch durch die Tür passt...

    Davon abgesehen sind auch in wirklich großen Wohnzimmern (außer Du wohnst in einem größeren Schloss) solche Lautsprecheransammlungen relativ groß zum Raum und auch die Wellenlängen der tiefen Frequenzen sehr lang im Verhältnis zum Raum, so dass im Bassbereich der Bassfrequenzgang an verschiedenenen Stellen im Raum mit dem Freifeldfrequenzgang der Lautsprecher nur noch sehr bedingt etwas zu tun hat. (eigentlich fast gar nichts mehr)

    Du wirst, wenn der Raum nicht gerade optimal von seinen Seitenverhältnissen her geschnitten ist, mit recht schlimmen Raummoden zu kämpfen haben, so daß die selbe Frequenz an verschiedenen Stelle im Raum durchaus Pegelunterschiede von 20 dB und mehr haben kann.

    Das läßt sich natürlich nicht mit einem Equalizer ausbügeln, sondern nur durch geschickte Verteilung viele Schallquellen (Basslautsprecher) und gegebenenfalls unter Einsatz von Delays auf bestimmten Basslautsprechern. Das ist aber dann alles andere als trivial.

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