Nochmal zum Schluss: Eine Aktivbox ist eine ganz "normale" Lautsprechebox bei der die Treiber nicht mit einer Passivweiceh getrennt werden, sondern vor der Leistungsverstärkung (AMP) das Signal in die entsprechenden Frequenzbereiche getrennt und dann jeder Frequenzbereich einzeln verstärkt wird.
Heutzutage (bei manchen Herstellern auch schon früher) wird dann gleich die Aktivweiche (DSP) und die Amps gleich in das Lautsprechergehäuse gleich mit eingebaut. Das bietet unter Umständen Handlingvorteile und ist für den technisch wenige bedarften Anwender einfacher Aufzubauen und zu verkabeln.
(Auch einen externen DSP im Verstärkerräck kann man passend zum Lautsprecher einstellen und dann vor Fremdzugriffen sperren)
Technisch unterschiedet sich das aber in keiner Weise von der anderen Lösung die ganze Elektronik in einem Verstärkerrack unterzubringen und dann die Ausgangssignale aus den Verstärkern getrennt für die einzelnen Chassis zu den Lautsprechboxen via Lautsprecherkabel zu bringen.
Stelle ich z.B. Die Topteile näher beim Zuhörer wie die Bässe auf, muß ich den Laufzeitversatz durch ein Delay ausgleichen. Egal ob Passivboxen, Akitvboxen oder sonstwas. Das nimmte kein Hersteller dem Anwender ab und da hilft auch eine Aktivbox mit darin eingebauter Elektronik nicht weiter.
Der Gedanke "Der Hersteller hat ja alles bei der Aktivbox berücksichtigt, ich brauche das Material nur in den Raum stellen und anstecken" ist nicht richtig. Der Raum und die Aufstellung der Lautsprecher in diesem übt großen Einfluß auf das Ergebnis aus, den nicht der Hersteller, sondern nur der Anwender berücksichtigen kann.
Fazit: Wenn's auf der Veranstaltung gut klingen soll, muß man sich auskennen.
Der Porsche macht keinen Rennfahrer aus Dir, fahren mußt Du schon selber.
Alle Hersteller kochen nur mit Wasser.
Die Physik läßt sich nicht überreden.
Keiner hat was zu verschenken. -> Es gibt keine Lautsprecher die nur 300.-€ kosten und durch irgeneinen schlauen Trick so klingen wie sonst nur welche für 5000.- €
So korrigiert mich wenn ich was falsch verstanden habe. Das war jetzt alles so halb off Topic würde ich sagen…
Zurück zum eigentlichen Thema Bedarfsanalyse und was will ich erreichen.
Istzustand:
Die aktuelle Discounter Anlage klingt scheiße. Und wir würden gerne lauter aufdrehen die Anlage gibt aber nicht mehr her. Ich kann aber nicht sagen ob der gefühlte zu geringe Pegel wirklich ein zu geringer Pegel ist oder ob wir unterbewusst nur die fehlenden unteren Frequenzen vermissen.
Was will ich erreichen:
Die neue Anlage soll deutlich besser und lauter klingen als die aktuelle. Ist schon richtig das Gewicht usw jetzt nicht super relevant ist, allerdings würde ich sie schon gern falls es benötigt wird die Anlage mal zu ner Hochzeit aus dem Freundeskreis mitnehmen können. Zu einem sehr großen Teil wird sie aber in der Scheune benutz werden. Vom angesprochenen Bass der überall zu spüren ist alla Tomorrowland -wäre natürlich geil muss aber absolut nicht sein und ist auch vermutlich Overkill. Ich würde wohl eher dazu tendieren gute Topteile zu nehmen und mir beim Bass die Option zu lassen diesen auszubauen. Sprich am Anfang den Bass so zu dimensionieren das er das Klangbild zwar gut abrundet aber ich muss ihn jetzt auch nicht so krass spüren. Wenn ich in ein paar Jahren dann noch Bässe dazu gekauft habe, kann ich dann immer noch bei externen Events wie Hochzeiten entscheiden wie viel ich dann mitnehme oder nicht. Die genutzte Tanzfläche in der Scheune wo wir die Boxen aufstellen ist übrigens meist auch etwas kleiner also so 25-50m2 vielleicht. Dort ist der Bass sowieso nur am wichtigsten die Leute die weiter außen sitzen müssen ja nicht weggeblasen werden ?
Die Frage wie groß bzw. transportabel die Anlage sein muß hast Du Dir damit auch schon selbst beantwortet.
Auch wenn Du die Anlage nur einmal mitnehmen möchtest muß sie in Dein Auto passen.
Etwas Kreativität, wie Beifahrersitz und Rücksitzbank
derweil wo anders "zwischenlagern", kann dabei helfen das
"serienmäßige" Transportvolumen zu erweitern ![]()
So war jetzt ziemlich lang. Danke für die schon sehr hilfreichen Antworten. Ich denke mal bevor ich die grundlegenden Sachen nicht verstanden habe werde ich mir auch nichts zulegen… Nen Verkäufer nach so Zeugs zu fragen oder sich in so einem Umfang beraten zu lassen wie es gerade hier in diesem Thread passiert geht ja so gar nicht. Der Verkäufer jagt mich doch gleich vom Platz wenn ich mit Grundsatzfragen komme und mit ihm das diskutieren anfange. Da gibts wohl nur zwei Varianten. Hab ich als Käufer keine Ahnung wird ein aktiv komplettiert empfohlen und hab ich ahnung dann weiß ich auch schon eher selber was ich will und brauch ihn nicht mehr sonderlich.
In der von Dir angepeilten Größenordnung der Anlage ist es durchaus passend, wenn die Topteile intern eine Passivweiche für die Trennung zwischen Mitteltöner und Hochtontreiber haben und du die Trennung zwischen Bässen und Topteil aktiv vornimmst.
Das kann dann entweder so aussehen, dass in den Bässen gleich auch das Amping für Bass und Tops mit drinnen sitzt, oder du hast ein Amprack in dem die Bassenstufe, Topteilendstufe und DSP inkl. Anschlussfeld hausen. (ist halt wieder ein Trumm mehr was in das Auto passen muß)
Natürlich kann es auch ein aktives Top mit der eingebauten Elektronik sein und Bässe die ihr eigenes Amping im Gehäuse haben.
Das einzige was ich vermeiden würde, ist das ein Teil der Lautsprecher (z.B. die Topteile) eingebaute Endstufen haben und Du für passive Bässe und die Trennung zu den Tops dann wieder eine extra Endstufe und einen DSP mit herumziehen mußt. (oder umgekehrt)
Also entweder alle Boxen ohne externes Amping nutzbar (eingebaute Endstufen) oder gleich alle Boxen ohne eingebaute Endstufen und alle Endstufen inkl. den DSP ein ein gesondertes Amprack.
Ob das Budget von 2000.- Euro für die "Discobeschallung" ausreichend ist, ist sicher eine Frage des persönlichen Anspruchs.
Mein Anspruch ist seit jeher, es muß (auch bei Konserve) so tun als wenn es live wäre und sauber und unverzerrt spielen. Wenn du jetzt nur mal eine Snare eines akustischen Schlagzeugs betrachtest, die nicht nur "gestreichelt" wird, oder auch eine 4x12" Gitarrenbox die artgerecht angesteuert wird, dann fallen alle "günstigen" Lösungen schon mal raus, da eben diese Lautstärken nicht verzerrungsfrei realistisch wiedergeben werden können.
Das ist aber jetzt nur mein persönlicher Anspruch, der natürlich für Andere überhaupt nicht gelten muß.