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Beiträge von Fux

  • SFA - Selective Funktion Array

    • Fux
    • 2. September 2021 um 22:19

    Mit SFA - Selective Funktion Arrays hat sich z.B. db Audio ja vor langer Zeit mal ausführlicher beschäftigt.

    Sprich: Gesang nur auf einen exclusiven Monocluster in der Mitte und die ganzen Instrumente in Stereo auf links und rechts.

    Hat das mal irgend jemand auch in der Praxis gemacht, oder ist das eher den physikalischen Denksportaufgaben wie weniger Intermodulationsverzerrungen etc. zuzuordnen?

    In noch ganz anderer Ausgestaltung hat das ja in den Urzeiten Greatful Death auf die Spitze getrieben, in dem sie für jeden Musiker, den Schlagzeuger.... ;) und auch den Gesang eine eigene "spezielle PA" aufgefahren haben.

    War das z.B. von dB Audio in einen Papers dikutierte SFA nur ein Gedankenexperiment, oder wurden da wirklich einige Livekonzerte so durchgeführt?

    --> Wir sind für sachdienliche Hinweise dankbar und schalten um zu Peter Nidetzky ins Aufnahmestudio nach Wien.... ;)

  • Anhörtipp

    • Fux
    • 2. September 2021 um 22:01

    Beim Anlagen einstellen, bevor der Soundcheck mit den Bands beginnt:

    Ich habe früher auf der für den Soundcheck gebrannten CD auch immer von Udo Jürgens "Gestern - Heute - Morgen" Live CD (ich glaube es war Song Nummer 7 und dort der Part wo das Sax einsetzt) angespielt, um zu sehen ob die Mitten passen und das Sax auch so klingt wie ein echtes ohne Verstärkung (die Aufnahme ist echt klasse). Das hat z.B. bei Bikerfesten mit 3000 Bikern im Bierzelt für verdutzte Gesichter gesorgt, aber es hat nie einen blöden Kommentar gegeben. Wahrscheinlich gehört so ein Udo Jürgens zu den komplett klassenlosen Geschichten wie auch ein VW Bus)

    Ansonsten mit Druck für "Tanzmusik", die eigentlich nicht so mein Ding ist, von den Chemical Brothers "block rockin' beats" (da fällt der Putz von der Decke ;-), für einen klaren aber fülligen heavy Sound Anthrax mit "Anti Social" (ich weiß, das ist nicht das französische Original sondern nur ein Cover), für echte Low Mids z.B. Johny Cash mit seinen späten "American Recordings", oder nur um das Verhältnis der einzelnen Frequenzbereiche zueinander zu prüfen mal AC/DC "Thunderstruck" (sicher kein besonders guter AC/DC Song, aber für den Zweck des Soundchecks eben geeignet), und dann just for fun eventuell was von Spliff etwa wie "Heut' Nacht" oder "Carbonara".

    Im Prinzip ist es ja fast wurscht, wenn man weiß wie der Song eigentlich "richtig" klingen soll, solange der Track die Frequenzbereiche enthält, um die es einem jeweils im Speziellen geht.

    Das sind jetzt zwar wohl ungewöhnliche Vorschläge, aber eben drum!

  • Echo reduzieren in Partylocation mit Molton?

    • Fux
    • 2. September 2021 um 21:31

    Stapele vor die Rückwand, also da wo die Bässe nicht stehen, Mineralwollplattenpakete (nicht auspacken, sonder direkt in der Folie lassen , dann hast Du auch keinen Ärger mit den feinen Fasern) einfach mit einem halben bis einem Meter Entfernung von der Wand (ausprobieren), und hör Dir das mal an.

    Also die komplette Breite mal Höhe! Sowas kann im Bass gut helfen.

    Schau Dir die Wellenlängen im Bassbereich an. Vorstellungsmäßig kann man sich damit behelfen, dass man die Schwingungen sich so vorstellt, wie ein Sprungseil, das an der Wand angeschraubt ist und schwingt.

    Um die Schwingung zu bedämpfen (Dämmstoffe) mußt Du das Seil da festhalten wo es eine einigermaßen große Auslenkung hat. (und dort die Dämmstoffe anordnen) Schalltechnisch ist es natürlich anders herum, nämlich so, dass Du direkt an der Wand die größten Schalldruckmaxima hast, aber für die Vorstellung und Konzeption der akustischen Maßnahmen hilft die Eingangs erwähnte Vorstellung einem gut weiter.

  • I don't need that, 2.0

    • Fux
    • 2. September 2021 um 21:17
    Zitat von Herr Nink

    Vorsicht. Finnisch lädt Mitteleuropa dazu ein sprachen reinzuinterpretieren 😊

    Am ehesten entfernt artverwandt ist komischerweise Ungarisch. Finnisch klingt fast wie Ungarisch rückwärts ;)

    Dabei haben Finnen und Ungarn völkerwanderungsmäßig eigentlich überhaupt keinen Zusammenhang.

    Ganz besonders krass ist aus eigener Erfahrung sprachlich auch Gällisch, also aus den Gältacht-Gebieten in Irland.... :)

    Klingt aber beides irgendwie interressant, auch wenn mal so überhaupt gar nichts versteht!

  • I don't need that, 2.0

    • Fux
    • 2. September 2021 um 18:09
    Zitat von wora

    da wird es dann aber noch mehr zuschlag geben müssen, denn die leute werden ihre ohren spitzen um zu verstehen, was da gesungen wird... ;)

    Ja, aber wenn überhaupt keiner was verstanden hat, dann kann's ja auch nicht zu laut gewesen sein!

    Und falls doch zufällig ein Finne zugehört haben sollte, wäre das sicher der Letzte der sich über die Lautstärke beschweren würde. :)

  • I want more of...

    • Fux
    • 2. September 2021 um 18:06

    Situation: Openair mit Liveübertragung über Satelit (4m Schüssel) vom Öffentlich Rechtlichen.

    Da die Sennheiser MKH Kondenser bereits verbaut waren, hängt an der Highhat nur ein günstiges Elektret von Shure.

    Nach dem Soundcheck ruft mich der Tonmann vom Rundfunk in seinen Neoplan Ü-Wagen spielt mir von seinem Soundchecktestmitschnitt den Highhat-Kanal vor, zieht eine Schublade mit über 30 Schoeps auf und sagt: "nimm Dir Eins raus..." ;)

    Netter Zug!

  • Funny stuff

    • Fux
    • 2. September 2021 um 17:12

    Gespräch beim Soundcheck:

    Unser Schlagzeug soll so klingen wie bei Metallica!!

    Gut!

    Dann würde ich als Erstes mal das Schlagzeug stimmen.

    - Pause und ungläubige Blicke -

    Das Schlagzeug kann man stimmen?? ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 14:00

    Ja, das kenne ich auch, nur war der Begriff "Rosinenkuchenproblem" mir dafür bislang nicht geläufig.

    Wenn man einmal zum Herumstochern angefangen hat...

    Das fing bei den RS220 damit an, dass ich schaute wie ich die auf SLS920 upgraden konnte.

    Also statt dem Eminence 1"er ab 4K den Community eigenen VF100, da hätte das Horn dann aber gleich mit getauscht werden müssen, da das alte an den Eminence fest anlaminiert (?!?) war, und in der Weiche müssen dann noch 2 Bauteile geändert werden, wenn ich die Kiste schon offen habe sollte man die geänderte Pinbelegung der Speakonanschlüsse des Vorbesitzers wieder zurückändern, die Weiche geht nur heraus, wenn ich vorher alles Andere ausbaue.......

    Dann habe ich doch die alten Lautsprecher verkauft und gleich neue gebaut. ;)

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 13:49
    Zitat von test

    ich bitte meine etwas saloppe Ausdrucksweise zu entschuldigen. mir ist ja in keiner weise bewußt gewesen, das ein amp mit 10kw Leistung auch an einer 16a abgesicherten Steckdose funktioniert oder das eine pa mit 20kw sinus Leistung unter voll last nicht mehr als 6kw Leistung zieht.

    die 1kw bezog sich natürlich auf die amp Leistung und es ist mir auch klar, das die weiche dann keine 1kw aushalten muß, aber sie muß schon robust gebaut sein, da sie sonst nicht lange hält. dazu gehören neben den elektrischen werten auch thermische und mechanische Belastungen.

    :)

    Dann lag es wohl nur an der "saloppen" Ausdrucksweise, und Du weißt ja eh was du tust. ;)

    Natürlich ist ein einzelner verlorener 5 oder 10 Watt Widerstand fehl am Platze, aber mit ein paar 20 Watt Typen zusammengeschaltet, oder gar wie oben gesagt die 50 W Typen im Metallgehäuse auf zusätzlichem Kühlkörper (das macht i.d.R. aber schon kein Mensch mehr) bist Du da auf der sicheren Seite.

    Bei der Positionierung der R's auf der Weiche sollte man natürlich schon berücksichtigen, dass diese mal sehr warm werden können. (und diese daher auch nicht mit wärmeempfindlichen Klebern fixieren.... ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 13:44

    Ja, die Testversion ist ja eigentlich eine Vollversion, nur ohne Speichermöglichkeit.

    Was mich aber noch etwas davon abhält ist, dass ich neben dem Tablet derzeit nur 2 Tower PCs habe und keinen Laptop, was für ein Messequippment natürlich suboptimal ist ;)

    Ich sollte mich wahrscheinlich einfach nochmal näher mit dem Programm befassen, wenn's grad nicht pressiert. Das kleine Fucusrite Starlet 2i2 als Interface und ein Beyerdynamic MM1 sind ja immerhin vorhanden.

  • I don't need that, 2.0

    • Fux
    • 2. September 2021 um 13:29
    Zitat von ThoSchu

    Nur wenn man die Sprache ansatzweise versteht... Hier in Berlin irrelevant, da wahrscheinlich irgendwer in der Nähe die Sprache verstehen wird...

    Na da ist man dann mit einer finnisch singenden Band wohl immer auf der sicheren Seite.... ;)

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 13:19
    Zitat von test

    da haste ja recht, das man das auch machen könnte. die beste Lösung wäre wahrscheinlich die umschalte von aktiv auf geweichter betrieb. allerdings ist so eine weiche die dauerhaft 1kw kann auch nicht so ohne.

    Die Weiche muß nicht dauerhaft 1kW können, da das keine Schwingspule aushält.

    Eine 4" Schwingspule, wie sie in einem typischen Basschassis verbaut ist, kann "dauerhaft" grob irgendenwo zwischen 100 und 200 W Wärme abführen, ohne sich immer weiter aufzuheizen. (Umschließe mal testweise eine (eingeschaltete) 100W Glühbirne mit der Hand....)

    Wenn Du gar nichts falsch machen willst, dann reicht (außer die Weiche ist völlig daneben designt) ein 50 Watt Widerstand im Metallgehäuse auf einen Rippenkühlkörper montiert schon wirklich dicke aus :)

    Sowohl im Spannungsteiler beim Druckkammertreiber, als auch pro Tieftontreiber im Boucherot-Glied.

    Schau Dir halt mal die bei den renomierten Herstellern verbauten Passivweichen an. Da sind keine Widerstandsnetzwerke drin, die 1kW aushalten.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 13:03
    Zitat von test

    ich habe damals mit acabak simuliert. weichen sind dann auf dem steckbrett entstanden. da konnte man ja einfach mal einen widerstand ändern oder bei einer spule 3 Windungen runter nehmen.

    wenn ich aber ehrlich bin, war das nett, aber bloße Spielerei.

    ich hatte sogar ein veränderbares Volumen gebaut, in dem man dann die pappe vermessen konnte.

    an sich eine tolle handwerkliche Arbeit, hut ab dafür

    Danke für das Lob der handwerklichen Arbeit!

    Nach dem die beiden Diffraktionshörner geölt & poliert mir Adapterplatte und montiertem Treiber auf dem Tisch lagen war ich auch stolz wie Oskar :)

    Mit dem selbst Messen der Thiele Small Parameter habe ich mich nie wirklich befaßt, sondern immer nur die der Herstellerdatenblätter verwendet. Aber Interessant ist das natürlich alles.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 2. September 2021 um 12:58
    Zitat von wora

    ha ha, genau so ein teil hatte ich auch, um 1990 herum gekauft... hab es erst vor wenigen jahren dem elektroschrott übergeben, nachdem es dann doch fast 20 jahre unbenutzt im regal lag ... ;)

    Ja, das war Ende der 80er auch meine Budgetklasse. Der Klark Teknik DN60 wäre mir natürlich lieber gewesen, war aber völlig außerhalb der Reichweite... ;)

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 22:53
    Zitat von schotte

    Hallo,

    schöner Bericht.

    ... ABER ... >>

    also mal für die "Nachbauwilligen" ... von solchen Notbehelfs primitiv Hörner sollte man ganz einfach die Finger lassen >>.<< Die Not hat man heute nicht mehr. Wo die tatsächlichen akustischen Trennfrequenzen vom Wunsch zur Realität hinwandern sieht man auch schön. Der Faital 10RS350 hat eine ausgeprägte um 750Hz Primär Resonanz (Ausschwingverhalten) und eignet sich somit nicht für gute 2-Weger sondern primär für schnieke 3-Weger mit echtem Mittenweg. ;)

    corn* Schotte

    Bei den Smiths Hochtonhörnern war der Weg das Ziel und die funktionieren deutlich besser als ich vorher befürchtet hatte. Natürlich ist so ein heutiges Horn vom Schlage eines 18Sound XT1464 ein ganz anders Kaliber. Aber man ist erstaunt, dass die Konstruktionen die man sich vor 70 Jahren mit den damaligen Möglichkeiten ausgedacht hat, doch immerhin so gut funktionieren.

    Und die Optik ist doch sowas von g... gut! ;)

    Der Faital ist, wie auch ja oben auch schon festgehalten habe, ein reiner Basslautsprecher und in keinster Weise ein Midbass wie man vielleicht auf Grund seiner 10" vermuten könnte. (das sieht man aber schon an der Sicke.... :)

    Ich hatte aber schon befürchtet, dass das nicht so gut klappen würde, wie es jetzt letztendlich doch geklappt hat, und mit einer flacheren und auch passiven Trennung wäre das überhaupt gar nicht gegangen, wie ich dann im Verlauf auch feststellen mußte. Mit ein wenig Korrektur am Controller klingt das wirklich sehr anständig. Selbstverständlich sind die Mitten, wie sie eine Etage tiefer aus dem "Old mans Horntop" kommen, eine gänzlich andere Erfahrung!

    (Die Mitten die aus den JBL 4430 kamen sind aber auch kein Grund zum Jubeln, wenn man sie mit den Vorgängern 4343 oder mit den großen Tannoys vergleicht ;)

    Wer sich, ohne einen persönlichen Bezug dazu zu haben, diese Hochtonhörner nachbauen möchte, muß aber schon eine sehr ausgeprägte masochistische Ader und gleichzeitig zu viel Zeit haben. ;)

    Ich würde das zum Nachbau auch nicht empfehlen, sondern dazu raten ebenso wie ich am Schnittplatz sich zwei schnuckelige finnische Aktivmonitore hinzustellen und gut ist's.

    Den Berg raufsteigen hat ja auch kaum einen praktischen Sinn, aber dem Bergsteiger macht's Spaß! :)


    P.S.

    @ die "Nachbauwilligen"

    Die Doku steht nicht ohne Grund nicht! im Selbstbaubrett.

    Die Doku ist vieleicht für manche unterhaltsam zu lesen, mir hat's zum Bauen ja auch viel Spaß gemacht und das Ergebnis klingt auch überhaupt nicht schlecht, aber man kann heute einfachere Konstruktionen bauen oder kaufen die besser sind. (oder auch viel schlechter)

    Im Klartext: eine große Genelec klingt besser, ehrlich! ;)

    Vielleicht hilft ein Auto-Vergleich!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand einen Maserati Bora fährt, weil er der irrigen Annahme ist, dass sein Auto technisch besser als ein aktueller BMW M3 ist. Das hat wahrscheinlich andere Gründe.

    In diesem Sinne viele Grüße!

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 1. September 2021 um 22:39

    Hi André,

    natürlich sind Deine Anmerkungen willkommen! Das ist ja hier kein Fernsehprogramm nur in eine Richtung... ;)

    Meine ersten PA-technischen Passivweichenversuche, also so richtig damals mit JBL 2446J usw. waren ganz am Anfang der 90er Jahre. Zuvor hatte ich das auch alles erstmal aktiv getrennt.

    (zuerst mit einer selbstgebauten 3-wege Aktivweiche (alles 12dB Bessel, und mit 1%igen Röderstein Folienkondensatoren und einem 6dB Shelf im Hochtonkanal für die CD Hornentzerrung der JBL Hörner, später dann mit der Hitec Audio Aktivweiche....)

    Meine einzigen "Messinstrumente" neben denen beiden links und rechts am Kopf waren damals ein DOD Terzbandanalyser mit 5 LEDs pro Frequenz mit dem "serienmäßgen" Messmikrofon, sowie ein urtümlicher Siemens Röhrenfunktionsgenerator mit Handkurbel zum Durchstimmen und umschaltbarer Walzenskala über die gesamte Gerätebreite, also gut 60cm... ;)

    "Empfänger" für die Sinustöne aus dem Lautsprecher dabei war dann ein günstiges Shure elektret Overheadmikrofon und die Pegelanzeige erfolgte am FOH Mischer über PFL an der LED Kette. (So konnte man auf karriertem Papier die Kurven Stück für Stück zeichnen :)

    Das mit der Messerei wurde dann mit "Hobbybox" etc. besser (Impulsmessung mit FFT) aber nie auch nur ansatzweise professionell. Ein Spezl hilft wenn's pressiert z.B. mit Smaart aus und ich habe mir unlängst die Testversion von Arta heruntergeladen. Die allererste Zeit waren die Passivweichenversuche zwar mühsam und die Ergebnisse nicht immer "state of the Art" aber soweit, dass man damit Livebeschallungen bis zu dreieinhalbtausend Leuten und mehreren Bands machen konnte, ohne dass sich jemand beschwert hat, hat's immer gereicht. (Alle Lautsprecher waren immer selbstgebaut wir hatten nicht einen einzigen gekauften ;)

    Messungen zu den Martin F2B habe ich leider keine, nur meinen in Autocad selbst gezeichneten Bauplan. Das etwa 1,6m lange Horn läd ab 70 Herz so richtig und steigt im Wirkungsgrad nach oben immer weiter an. 300Hz sind problemlos machbar, 220 Herz die normale Trennung. Das Horn läd auch noch bis etwa 40 Hz runter, aber natürlich einzeln nicht mehr mit vollem Pegel. Martin ließ damals im vollausgebauten 5 Wege System F2 die doppel18" BR Subwoofer von ganz unten bis etwa 70Hz mitlaufen (natürlich um die Laufzeitdifferenz zum F2B Horn verzögert), so daß sich eine Überlappung von etwa 40 bis 70 Herz ergab. (also die F2B Hörner nicht nach unten abgetrennt)

    Weil mir die F2B gut gefielen, die am Gebrauchtmarkt aber alle total verranzt waren, habe ich sie einfach neu gebaut.

    DIe Optimierungen im Hörraum waren einfach notwendig, denn wenn der Raum Blödsinn macht, nutzen einem ja die schönsten Lautsprecher nichts. Ich hatte halt bei diesem "Hobbyraum/Musikzimmer" die Möglichkeit mal so richtig an der Akustik zu arbeiten, was man ja bei der Beschallung an wechselnden Veranstaltungsorten nie hat und sich mit der oft miserablen Akustik herumärgern muß.

    Danke für Deine Anmerkungen und schöne Grüße!

    Bilder

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  • Thomann, Musicstore & Co

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:39

    Ein völlig eigenständiges Konzept der Preisgestaltung verfolgt Ralph Limmer mit seinen Hörnern.

    Listenpreis für alle die nur ein, zwei Trümmer kaufen. Günstigere Konditionen nur über mehr Stückzahl , aber das dann egal ob Garagenbeschaller Mustermann oder ein ganz großer Händler oder Hersteller anfragt.

    Unüblich, aber auch konsequent.

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:23

    Nach etwas probieren, eher rudimentären Messungen und viel hören erfolgt die Trennung jetzt mit 24dB Linkwitz Riley bei 900 Hz. Über den gesamten Frequenzgang gibt es eine paar leichte Entzerrungen im Bereich weniger dB, also mehr kosmetische Korrekturen zur Feinabstimmung als grobe technisch notwendige Eingriffe. Der Versatz der Schallenstehungsorte bzw. grob gesagt der Schwingspulen ist durch ein Delay auf den Bässen angepasst. Dass die linke Box näher an einer Seitenwand steht und die rechte nur eine Wand im Rücken hat wurde doch eine dezente Korrektur im Bereich der Resonanzfrequenz der BR Abstimmung (42Hz) etwas kompensiert.

    Was sich bezüglich der Chassisauswahl nachträglich gezeigt hat:

    Die 10“er sind zwar nur 10 Zoll groß, aber im Unterschied zu anderen PA 10“ Chassis echte Tieftöner. Das heißt eine Trennung wie hier bei 900 Hz ist eigentlich nicht ihr Ding.

    Diese Chassis passen besser in einen echten Subwoofer als für die Verwendung in einer 2-Wege Box. Durch die steilflankige aktive Trennung ist die Übergangsfrequenz von 900 Hz gerade noch so möglich. Aber es ist wirklich ähnlich grenzwertig wie bei den alten 15“ 1“ Studiomonitoren wo das auch gerade noch so ging.

    Der 1“er ist das beste was ich in dieser Beziehung bisher gehört habe.

    Fazit:

    Wirklich verblüfft war ich dass dieses von der Konstruktion uralte Holzhorn mit einem guten aktuellen 1“ Treiber wirklich bis ganz rauf spielt.

    Die Abrundung an der Vorderkante von Boden und Deckel, die ich gewählt habe, sieht toll aus, aber beeinträchtigt wohl die Beugung der ganz hohen Höhen über vielleicht 8 kHz am Hornspalt, so dass der horizontale Abstrahlwinkel zu diesen höchsten Frequenzen kleiner wird. (im Gegensatz zum Original mit der wirklich komplett harten Kante unten und oben.


    Größter Nachteil der neuen Abhöre:

    Es fiel sofort auf, dass die alte Plattenspielernadel erstens ihre beste Zeit wohl schon hinter sich hat und auch sonst qualitativ nicht mehr ganz mithalten konnte. Es bekam also der gute alte Technics 1210er, der schon ewig nicht mehr verliehen wird, anstatt seines Shure-Systems ein Audiotechnica VM95ST ans Clearaudio Headshell geschraubt, das wohl dank seines extra schlanken Nadelschliffs wesentlich besser tönt, als das vorige System. (und dazu für die Qualität wirklich günstig ist)

    Und jetzt werde ich gesteinigt, weil ich sowas an einen „Discoplattenspieler“ schraube. ;)

    Weiterhin sortiert die neue Abhöre, da sie wirklich ungeschönt das Signal wiedergibt, wie alle guten Studioabhören im Gegensatz zu Hifiboxen alle schlecht abgemischten Scheiben aus. (was nicht immer ein Vorteil ist, wenn man die Songs eigentlich mochte)

    Gut gemachte Scheiben klingen dafür um so hervorragender.

    Bei einigen Aufnahmen hört man gut heraus, dass wohl bei der Abmischung die Monitore nicht wirklich linear waren. (oder die Ohren ;)

    Jetzt wird es etwas Offtopic:

    Um das dann, ohne sich am BSS Controller (für den es ja keine externe Software mehr für aktuelle Betriebssysteme gibt, darum wohl so billig, obwohl technisch noch sehr gut) jedesmal aufwendig durch die Menüs zu tippen, schnell begradigen zu können (also die im Frequenzgang „verbogenen“ Aufnahmen auf manchen Tonträgern) hielt kurze Zeit später noch ein klassischer Terzbandequalizer von EMO Einzug, dessen Filter alle komplett passiv (das heißt mit richtigen Spulen) aufgebaut sind. Ich hatte so einen mal früher, aber leider dann verkauft, und mir jetzt wieder besorgt, weil das schon ein ganz besonderes Teil ist. Was neben der praktischen Rauschfreiheit vor allem auffällt, ist dass die Addition der einzelnen Filter fast ripplefrei erfolgt, was ja bei so einem Grafikequalizer nicht selbstverständlich ist.

    Es handelt sich bei dem 3HE Gerät um ein richtig schönes Stück Technik dass damals einer oder der Chefftechniker von Britannia Row für den Firmeneigenbedarf entwickelt hat und dann in nicht all zu großer Stückzahl auch an andere verkauft wurde. Für die elektrisch symmetrierten Ein- und Ausgänge ist die Nachrüstung auf eine galvanische Trennung mit.... Lundahl Übertragern auf der Platine vorgesehen....

    Brauch ich nicht, aber ein „Schmankerl“ ;)



    „Vintage“ Amping mit Controller und EMO Terzband.

    Beim Pegelregler des rechten Kanals am EMO sitzt nur der Potiknopf nach rechts geneigt, das Poti ist schon auf „Mitte“ (0 db)

    Mit Messungen der fertigen Monitore kann ich nicht dienen, so leid es mir auch tut.

    Falls jemand die Lautsprecher messen möchte, aber sich das Bauen sparen will, darf er gerne zum Messen vorbeikommen.


    Ich hoffe die kleine Doku hat beim Ansehen und Lesen etwas Spaß gemacht.

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:21

    Jetzt ist es aber so, dass eine schwarze Holzschachtel, die auf dem Zimmerboden steht, optisch nicht so besonders viel her macht. Daher überlegt ich mir, mit schrägen, nach unten als eine Art „Füße“ überstehenden Holztafeln aus dem Maulbeerbaumholz, zu dem ich inzwischen eine gewisse Hassliebe entwickelt hatte (extrem widerspenstig, aber es sieht doch so gut aus!) die Optik aufzupeppen.

    Noch einen extra Kick an optischer Dynamik versprach ich mir dadurch, die Maserung dieser Seitenteile im Winkel der Anschrägung verlaufen zu lassen und nicht rechtwinklig zum Boden.







    Dann ging es endlich an die Bestückung der Boxen.

    Da ja auch Mitten bis etwa zur Hälfte des hörbaren Frequenzspektrums als 1 kHz von den 10 Zöllern wiedergegeben werden sollen, wurde ordentlich Dämmstoff in die Baßreflexkiste gepackt.

    Hier erwies es sich der mittige Reflextunnel als Vorteil, da der Weg von den Lautsprechern zu den Tunneln nicht von der Dämmung blockiert wird und man trotzdem recht großzügig in den restlichen Raum Dämmstoff einbringen kann.



    Um den Hochtontreiber vor unbequemen Eingangssignalen zu schützen, aber gleichzeitig nicht zu nah an seinem Übertragungsbereich einen passiven 6dB Filter zu positionieren, der dann meine Flanke im Frequenzgang versaut, habe ich vor jeden der HF10AK zwei parallel geschaltete 250V Folienkondensatoren mit je 30 uF gesetzt, die ich im Bassgehäuse verstaut habe.

    Jetzt werden manche schreien „Overkill“ aber die waren halt da. ;)

    Das erklärt auch die 3 doppelten Anschlussterminals pro Box. 1x rein mit dem Basssignal zu den 10“ern, einmal rein mit dem Hochtonsignal zu den „Schutzkondensatoren“ des Hochtöners und 1x raus von den „Schutzkondensatoren“ weiter zum Hochtöner.

    Aufgestellt und verkabelt sieht das dann etwa so aus.






    jetzt is dann aber auch gut....

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:17

    Also schnell im Internet eine alte, lüfterlose Dynacord PAA440 und einen ebenfalls günstigen, gut erhaltenen BSS Omnidrive FDS-355 als Spielpartner für die bereits vorhandene, kräftige ebenfalls lüfterlose Tannoy SR840 Endstufe aufgestöbert. (Die Endstufen stehen in diesem Fall im selben Raum wie die Lautsprecher, daher lüfterlos)

    Da mir nun klar war (warum erst jetzt?!?), dass ich mit einer passiven Trennung bei einem Chassisversatz von fast 30cm keinen Blumentopf gewinnen konnte und somit nur ein aktive Trennung in Frage kam (einige werden sagen: endlich lässt er mal von seinen vorsintflutlichen Passivbeweichungen ab... ;-), war es der passende Zeitpunkt die Labormessmustergehäuse durch ordentliche Gehäuse zu ersetzen.

    Die Wahl des Materials fiel für mich völlig untypisch auf mitteldichte Faserplatte (MDF) da das Gewicht und die Stoßfestigkeit für diese Anwendung keine Rolle spielen, das Material sich für die spätere Lackierung super schleifen lässt, absolut verzugfrei ist und auch eine hohe innere Dämpfung hat. (günstig ist es noch obendrein, was aber jetzt nicht so ausschlaggebend war)

    Das MDF zu bearbeiten war eine Erholung für die Holzbearbeitungswerkzeuge und mich nach diesem vietnamesichen Maulbeerbaum....






    Nach Zuschnitt ging es an den Zusammenbau. Wie bei allen meiner Boxen ohne Schrauben sondern mit Lamellos (Flachdübel), Leim und einer Unzahl von Schraubzwingen.

    An inneren Verstrebungen habe ich nicht gespart und dafür extra noch einen dünneren Holzrest aus MDF aus der „Verschnittgitterbox“ im Baumarkt erworben.





    Nach dem Trocknen und Schleifen wurden die Leergehäuse mit Warnex (→ also doch Warnex... ;) zweimal gerollt.




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