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Beiträge von Fux

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:13

    Nach kurzer Anprobe des Einzolltreibers auf gute Passung wurde dieser wieder mitsamt der Adapterplatte abgeschraubt und es ging daran die Holzhörner einzuölen und ihnen somit ein schönes Finish zu geben was das wild geflammte Holz sichtbar lässt und die Farben sogar noch anfeuert.




    Die Trennung der Chassis, oder was ein (Maulbeerbaum)Brett vor dem Kopf ausmachen kann:

    Nachdem ich bei meinem direkt vorangegangenen Projekt (Old mans Horntop) schön aufgezeigt habe, dass eine Anordnung der akustischen Zentren das A und O für eine gute und vor allem auch passiv realisierbare Frequenzeiche ist, verstehe ich bis heute nicht, was mich bei diesem Studiomonitor geritten hat die Trennung erstmal passiv anzugehen.

    (jeder hat mal einen Aussetzer)




    Die Ergebnisse der beiden passiv beweichten Wege waren einzeln gar nicht schlecht, jedoch die Hörversuche beider Wege zusammen klangen dank dem krassen Phasensprung bei der Trennfrequenz zum davonlaufen.

    Hier mal ein paar oberflächlich schön aussehende Messungen.

    Wegen Wetter Messung Bass drinnen mit Passivweiche (mir ging es mehr um das obere Ende, der breite Buckel um 100Hz ist der Raum/Messposition und nicht die Box



    Messung Horn (innen) mit 18dB bei 1,3kHz passiv



    Messung Horn (draußen)



    Messung beides drinnen mit der 100Hz Raummode. Sieht gut aus, geht aber leider gar nicht.

    (wer misst misst Mist)

    Es wurden dann auch noch bei besserem Wetter Messungen im Freien mit Smaart und auch Hörproben durchgeführt. Die Frustration ob der Ergebnisse und dass ich das mit dem Chassisversatz so dermaßen verkackt hatte, hat dazu geführt, dass ich leider keine einzige dieser Messungen dokumentiert habe.

    Es klang aber auch wirklich gruselig. Ich hätte das Horn so weit vorschieben müssen, dass fast das gesamte Holzhorn vor der Schallwand gewesen wäre, was neben der abstrusen Optik auch den akustischen Nachteil gehabt hätte, dass ich mir logischerweise fürchterliche Reflektionen der Mitten von den 10 Zöllern am Boden des Smith Horns eingefangen hätte.

    Späte Erkenntnis: Passiv geht hier mal überhaupt gar nicht! (besser spät als nie)

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:08

    Damit die ganzen „Schiffchen“ von der Form her wirklich gleich werden, fertigte ich mir Muster aus Multiplexresten nach meinen Konstruktionszeichnungen an.

    Als beste Bearbeitungsweise für das so harte vietnamesische Maulbeerbaumholz stellte sich zuerst grob Aussägen, Fräsen entlang der Schablone und anschließend auf dem Bandschleifer in Endform bringen heraus, und das dauerte....





    Das Ergebnis der Mühen sah aber vielversprechend aus und so ging es an das Zusammensetzen der Hörner. Für das Verschrauben der Teile war ein Bohren und Vorbohren nur mit einem Metallbohrer vernünftig möglich.

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich zum Ölen später schlecht an die Innenseiten der Hörner kommen werde verzichtete ich darauf diese vor dem Verleimen zu ölen, da mir auf dem Öl kein Leim mehr gehalten hätte. Für das spätere Einölen der Kanäle mit nur 1 Zoll Höhe, aber fast 40cm Länge würde mir schon noch was einfallen.




    Als nächste waren die Adapter von rund auf eckig herzustellen, die nur etwa 6mm dünn aber gleichzeitig mechanisch stabil und akustisch schallhart sein sollten. Da ich nach der Plackerei mit dem ultraharten Holz nicht unbedingt noch Lust auf Metallbearbeitung hatte, besorgte ich mir günstig eine Restplatte aus einem Kunstoff/Holz-Werkstoff in einem dezenten Grau beim nächstgelegenen Obi-Markt. Dieser wurde zugeschnitten, ein 1“ Loch hineingebohrt und die Feinarbeiten mit einen Satz Schlüsselfeilen ausgeführt, bis der Übergang den Anforderungen an die kurzen Wellenlängen bei 20kHz nach meinem Dafürhalten genügte.


    Bilder

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  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 19:03

    Zurück zum Holzhorn von Bob H. Smith

    Da der WAF (Women acceptance factor) von solchen Konstruktionen gerade in Verbindung mit passenden Basschassis im Wohnumfeld meist relativ niedrig ausfällt, um es mal vorsichtig auszudrücken, galt es das Ganze designtechnisch etwas hübscher umzusetzen als bei einem nur rein zweckmäßigen PA Lautsprecher.

    → Ein hübsches Holz für das Horn musste her, das holzsichtig bleiben kann und einfach nur geölt wird.

    Nach kurzer Recherche fanden sich bei „Bauhaus“ noch 2 bezahlbare Platten ausreichender Größe eines vietnamesischen Maulbeerbaumholzes, das prima wild gemustert war und für den Zweck gut geeignet schien, im Abverkauf.

    (warum diese optisch ganz hübsche Holz offensichtlich ausgelistet wurde, musste ich später bei der Bearbeitung erfahren.... ;)

    Nach den etwas spärlichen Zeichnungen aus der Januarausgabe 1951 von „Audio Engineering“ wurde das Holzhorn via CAD konstruiert, wobei sich dann einige fehlende Maße von selbst ergaben.

    Nach Aufteilung der erforderlichen Zuschnitte auf die 2 Holztafeln begann ich die Böden und Deckel der Hörner herauszufräsen und stellte dabei gleich einmal als erstes fest, warum dieses Holz wohl aus dem Sortiment für den geneigten Heimwerker genommen wurde. Das Holz hat eine Härte, die mit mir bekannten Hölzern nichts gemein hat. Buche lässt sich dagegen fräsen und sägen wie Butter..... :(

    Also fräste ich halt alle Kontouren nur in kleinen Schritten um die Fräse nicht „abzuwürgen“ und den Fräser selbst nicht durchzuglühen.




    [Bild]

    900

    902

    907

    Das Holz hat eine Stärke von 30mm, was für Boden und Deckel des Horns kein Problem darstellt, aber die Teiler dazwischen müssen 1 Zoll, also 25mm haben damit die Konstruktion mit einem 1“ Treiber funktioniert. Von diesem Material selbst 5mm abhobeln – never!

    Also die Holzteile die für die Teiler (Schiffchen) vorgesehen waren ins Auto und ab zum Schreiner.

    Die etwa 70 Jahre alte und ich schätze mindestens eine halbe Tonne schwere Dickenhobelmaschine würgte es erst dann nicht mehr, als wir uns in Schritten kleiner 1mm den gewünschten 25mm annäherten. („Wo hast du denn dieses Holz her, sowas habe ich ja überhaupt noch gar nicht gesehen....“ ;)

    Na vielleicht ist es, wenn es so extrem hart ist, wenigstens für den Einsatz bei einem Hochtonhorn gut geeignet.

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 18:59

    Um die Simulation des Bassreflexgehäuses in der Praxis zu verifizieren wurde aus noch vorhandenen OSB Tafeln schnell ein Labor-Messmuster-Gehäuse gebaut. Im ersten Ansatz war der Bassreflexschlitz zwischen den Chassis auf der Achallwand angeordnet, weil sich bei der Simulation in AJ Horn gezeigt hatte, dass ein möglichst nah an den Chassis angeordneter Reflexport im Mitteltonbereich, den die Chassis ja auch wiedergeben sollen, weniger Artefakte erzeugt.

    Erste Messungen ergaben, dass aus dem Gehäuse durch den frontseitigen Reflexport auch ganz gut noch Mittenanteile herauskommen, was ja nicht unbedingt beabsichtigt war.

    Des weiteren fiel auf, dass der Abstand der beiden 10“ Chassis durch den dazwischenliegenden Reflextunnel so groß ist, das diese beiden, je nach Trennfrequenz zum Hochtontreiber nicht mehr ideal als eine Punktschallquelle funktionieren. Als lLösung für das Problem bot sich die Verlegung des Tunnels auf die Rückseite der Box an.

    Um keine neue Messmusterbox bauen zu müssen, wurden der Tunnel belassen, die beiden Tieftöner jedoch zogen auf die Rückseite der Box um (die nun damit zur Vorderseite wurde) und die beiden Chassisausschnitte neben dem Tunnel wurden durch Restbretter verschlossen.

    Passt! ;)



    Das erwartete Ergebnis „weniger Mittenmüll aus dem Tunnel mit zur Direktabstrahlung unpassender Phasenlage am Hörplatz/Messplatz“ und „Punktschallquelle“ bis zu höheren Frequenzen) stellte sich prompt ein.

    Was mich doch ein wenig erstaunt hat ist, dass die Tuningfrequenz mit der berechnete Tunnellänge aus AJ Horn sehr gut mit meiner Messmusterbox übereingestimmt hat, obwohl ich den Tunnel ohne großartige Korrekturfaktoren (also als „freistehenden“ Tunnel) bemessen habe. Wahrscheinlich rührt das aber einfach daher, dass dieser Tunnelspalt nur einen sehr kleinen Teil seines Umfangs an den Seitenwänden anliegt und der weit überwiegende Teil ja wirklich „frei“ steht.

    Bei der Suche nach dem richtigen Druckkammertreiber der die oberen Mitten und Höhen wiedergibt, wollte ich ein Exemplar aussuchen, das relativ tief getrennt werden kann, trotzdem weit in den Hochtonbereich hineinreicht, auch noch gut „klingt“ und überdies kein allzu tiefes Loch in die Kasse reißt. Mir schwebte eine modernere Variante von so was wie ehedem dem JBL 2425 vor, der ja in den Zweiwegemonitoren mit Biradialhorn damals zusammen mit ein bzw. zwei 15“ern eingesetzt wurde. Also ein 1“er der aber etwa 800 Hz verwendbar ist.

    Ich musste feststellen, dass wohl 1 Zoll Treiber mit tiefer Trennfrequenz in den letzten „Jahren“ etwas aus der Mode gekommen sind... ;)

    (Außer vielleicht ein paar BMS Typen, die mir aber nicht so wirklich zusagen)

    Dann fand ich auch wieder, wie schon zuvor die 10 Zöller, bei Faital Pro den HF10AK der sich im Vergleich recht positiv darstellte. Nicht dass es ein Auswahlkriterium war, aber die Form des Treibers erinnert ein wenig an die alten Alnico-Typen, auch wenn er deutlich kürzer baut und er wird ja bei meiner Konstruktion sichtbar bleiben.


    Was auch gefiel ist, dass der untere Impedanzbuckel für einen 1 Zöller bei gut 600Hz frequenzmäßig erfreulich weit unten sitzt und somit nicht unbedingt direkt bei der Trennfrequenz.



    Ich dachte zu dem Zeitpunkt (warum auch immer) noch an eine passive Trennung...


    Gleich geht's weiter!

  • Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    • Fux
    • 1. September 2021 um 18:56

    Smiths Horn EVO oder „Kann ich Lautsprecher auch in hübsch?“

    (da zwar Selbstbau, aber nicht unbedingt PA sondern eher Studioabhöre stelle ich das mal hier rein; wenn's doch ins Selbstbaubrett gehört bitte verschieben)

    Vorwort

    Seit jeher begeisterten mich Holzhörner im Mittelhochtonbereich wie z.B. das JBL Diffraktionshorn 2397. (möglicherweise einfach weil diese etwas anders aussehen wie „nur“ ein Trichter)

    Jetzt hat dieses alte JBL Horn aber einen ab 8 kHz steil abfallenden Frequenzgang, resultierend aus der Höhe der Hornführung die für einen 2“ Treiber konzipiert war und daher auch eine innere Höhe von 2“ aufweist. (möglicherweise trägt da auch der recht lange Adpapter von rund auf eckig noch dazu bei)

    Es gibt da aber noch einen älteren Vorläufer eines Diffraktionshorns vom Beginn der 50er Jahre von einem gewissen Bob H. Smith an der Universität in Berkeley, dessen Konstruktion in der Januarausgabe 1951 des „Audio Engineering“ veröffentlicht wurde.

    Dessen fortan unter der Bezeichnung „Smith Horn“ bekanntes Konstrukt ist ein nur 1“ hohes Diffraktionshorn und deckt den ganzen Übertragungsbereich bis in die Höhen ab und kommt daher für eine Zweiwegebox in Frage!

    Da so ein Horn im besten Fall noch bis eine volle Oktave unterhalb der Trennfrequenz laden sollte, freute ich mich über die Cutofffrequenz von 375Hz die ich im Internet herausgefunden hatte.

    Hier mal der Artikel von 1951

    Audio-1951-Jan-OCR-Page-0018.pdf

    Audio-1951-Jan-OCR-Page-0019.pdf


    Als Bass für eine passende Zweigebox hat man damals einen 15“er verwendet. Da ich aber keinen „Kühlschrank“ an den möglichen Aufstellplätzen der Boxen stellen konnte, musste hier eine schlankere Lösung her, die aber ein ebenso sattes Fundament darstellen kann.

    Da zwei 10 Zoll Chassis eine ähnliche Membranfläche wie ein 15“ Chassis aufweisen, lag eine Doppel 10“ Bestückung nahe.

    Die Aufgabe ein Pärchen „ordentlicher“ PA 10“ Chassis zu finden, die in einem Reflexgehäuse im Bass einem ausgewachsenen 15“er nahekommen und gleichzeitig nur ein relativ kleines Gehäusevolumen benötigen, war gar nicht so einfach wie gedacht. Aber irgendwelche „Hifi-Chassis“ zu verbauen kam natürlich nicht in Frage, denn der erzielbare Schalldruck sollte schon ein echtes „Live-Erlebnis“ ermöglichen.

    Also wurden die bekannten Hersteller Lieferprogramme nach 10“ Chassis durchforstet und die vielversprechendsten Kandidaten, die nicht gleich beim ersten Blick auf die Datenblätter aussortiert worden waren, in AJ Horn eingegeben und damit verschiedene Bassreflexgehäuse und Abstimmungen simuliert. Viel blieb da nicht übrig, da ein -3dB Punkt von um die 40 Hz angestrebt wurde. Es sollten ja „erwachsene“ Studiomonitore und keine Nearfield Lautsprecher werden.

    Scans01-09-2021-112016.pdf

    Scans01-09-2021-112059.pdf


    Die Faital Pro 10RS350 waren für die Anforderung „erwachsener Bass aus noch kompakten Gehäusen“ die beste Wahl. Dass sie einen Ferritmagneten haben, stört für die Anwendung im Studiomonitor nicht.



    bitte umblättern ;)

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • Fux
    • 1. September 2021 um 16:35
    Zitat von test

    du hast natürlich recht das man das machen könnte. allerdings spricht der erfolg des Nero system dagegen :)

    im notbetrieb würde ich die box immer voll aktiv anfahren. was angesichts der immensen preise f 4 700 amps bei einem gewissen Großhändler auch kein wirklicher Kostenfaktor ist :)

    Wahrscheinlich betrachte ich das immer noch aus der altmodischen Perspektive als ein anständiger Amp 1-2 Monatsgehälter kostete und das Amprack gerne 2 Zentner wog...

    Da waren halt "eine Tüte Passivbauteile" eine willkommene Vereinfachung des Problems, wenn man die Entwicklung der Passivweiche mal nicht mit einrechnet. ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 31. August 2021 um 22:40
    Zitat von Blancblue

    Hey Fux, schön hier von Dir zu lesen und vor allem in diesen Detailreichtum - wow! Ich hab mich sehr sehr gerne mit Selbstbau beschäftigt, bin aber handwerklich ne Niete - hab hier immer noch ein paar RCF L15P520 rumfliegen, die für Deinen C7 Horntop Nachbau geplant waren :D

    Zu Deinem Projekt: Hast Du mal Limmer 870 und ggf. 870qx in Betracht gezogen? Und ggf die dort verwendeten B&C 8NSM64 or RCF MR8N301 gechecked? Ich weiss, ist jetzt eh zu spät, aber vielleicht gibts ja Nachbau Interessenten.

    Alles was nach 8" TReiber mit "Antrieb" aussah habe ich in unzähligenSimualtionen in AJ Horn durchgespielt. (auch dei erwähnten zwei)

    Für meine Spezielle Anforderung kein reiner Mittentreiber, also eigentlich fast schon eher ein Midbass der auch etwas Hub kann, dem aber antriebsmäßig für die Hornladung in den Mitten nicht die Puste ausgeht, war der gewählte für mich schon der beste Kompromiss.

    (die im Limmer 870 eingestzten sind ja reine Mittentreiber, die nicht mit gutem Pegel und Hub so weit runter laufen können und bei denen eine zusätzliche BR Abstimmung um die 130Hz, wie bei mir, überhaupt keinen Sinn macht. Erstaunlicherweise gab es einen Eminence 8"er der sich in der Simulation auch recht tapfer geschlagen hatte. Bei genauerem Ansehen war der dem Eminence 8"er in der Community RS220 gar nicht so unähnlich, wobei der Eminence 8" OEM für die RS220 aber mit einer Dreifachzentrierung ausgestattet war.

    Apropos RCF L15P520.

    Die eignen sich auch ganz gut für günstige aber brauchbare direktstrahlende 15/2 als Top oder Monitor! Liegen vielleicht dazu passend auch noch ein paar herrenlose Treiber mit Hörnern rum, die so ab 1200Hz einsetzbar wären? ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 31. August 2021 um 22:24
    Zitat von Blancblue

    Nee, das gabs da noch nicht :)

    Vom Platz her wäre 1x 870 plus das 870qx (Koaxversion mit 1" Horn) vielleicht ne Idee. Ob der 1" mit 2x 8" horngeladen mithalten kann, steht auf nem anderen Papier...

    Aber da ist als Treiber ein 1"er drin, das geht für mich gar nicht! ;)

    Ein kräftiger, ausreichend großer Druckkammertrieber hat einer durchschlagenden Mittenwiedergabe noch nie geschadet, meine ich.

    Ich wollte ursprünglich ja auch noch tiefer trennen bei etwa 900 Hz, was sich aber passiv als recht schwierig erwiesen hat, so dass ich den 1,4" Treiber mit 3" Schwingspule nun bei 1250 getrennt habe, was er sich deutlich besser gefallen ließ. Wenn bei einer Frequenz sich das Chassis bzw. die Horn-Treiberkombination partout nicht trennen lassen will, ist es nur mit wirklich aufwendigen Passivweichen zu überzeugen. Da arrangiere ich mich lieber mit dem Treiber auf eine einvernehmliche Lösung...

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 31. August 2021 um 22:17
    Zitat von Ansch

    Hallo Fux,

    Klasse! Ein paar Tage nicht reingeschaut und plötzlich ist zu sehen, dass klassischer Selbstbau im Besten Sinn noch nicht tod ist.

    Schön zu sehen, dass im Selbstbau maßgeschneiderte Konzepte, die ggf. kommerziell nicht erhältlich sind, umgesetzt werden können. Und dann ist das eben auch sinnvoll. Dein Statement dazu finde ich sehr gut.

    Die Umsetzung gefällt mir. Ich kann in Grenzen die Aversion gegen Kunststoff (Glass oder Kohle, Epoxy oder Poly (bäh zu letzterem), etc.) nachvollziehen. Ich spreche da aus Erfahrung.

    Ich habe ein etwas kleineres aber sehr ähnliches Konzept ja umgesetzt (single 8" B&C, 1" BMS 4550) mit Horn aus Epoxy und Glas in Negativbauweise. Drunter 2x12" Basshorn ebenfalls in Faserverbund.

    Ich habe das damals hier vorgestellt.

    Der Aufwand ist in Faserverbund höher, die erreichbare Maßhaltigkeit und Oberflächengüte natürlich höher.

    Ich erwähne das, da die Trennfrequenzen nahezu identisch sind. Deshalb vergleiche ich innerlich natürlich.

    Einige Punkte möchte ich noch kurz ansprechen und auch interessehalber nachfragen.

    1. Styrodur und Epoxy ergeben sehr feste Oberflächen. Steigerung ist möglich mit Glasfasern.

    2. Dass die Plugs halten, kann ich mir gut vorstellen. Ich hatte meine zunächst ähnlich mit Einschlagmuttern befestigt, bis ich sicher war, dass der Plug so funktioniert wie gedacht. Danach festgeklebt.

    3. Sorry, falls ich es überlesen habe: Welches Kompressionsverhältnis für den MT hast Du gewählt?

    4. Du scheinst die Weiche komplett zu Fuß ausgelegt zu haben. Ich meine ohne Sim-Prog. Ist das korrekt? Giubt es einen Grund ohne Weichensimulation zu arbeiten? Nicht falsch vestehen, ich finde das sehr spannend und das Vorgehen auch schlüssig und nachvollziehbar dargelegt. Viele Fehler die mit stumpfer Simulation entstehen können, werden so vermieden. Aber der Vorteil der Simu ist natürlich, dass man optimieren kann.

    5. Gleiche Ebenen: völlig korrekt für passiv. Aber auch für aktiv von Vorteil, da das Delay nur in einer Richtung absolut korrekt sein kann. Unter Winkeln ergeben sich Unterschiede aufgrund der Projektion der Richtung.Das kann dann bei großen Längenunterschieden zu störenden Einflüssen führen.

    6. Hast Du nur im gezeigten Szenario gemessen oder auch völlig reflexionsfrei outdoor?

    7. Wie gut funktioniert der Übergang zu den Bässen? Hast Du da auch Messungen?

    Danke fürs vorstellen - wie geschrieben: sehr schön in jeder Hinsicht: Umsetzung und Doku!

    Viele Grüße

    André

    Alles anzeigen

    Freut mich dass Dir die Konstruktion gefällt und Du auch gleich ein paar wesentliche Punkte erfragst!

    Kompressionsverhältnis

    --> In einem der beiden PDFs zu Anfang sind die Parameter von AJ Horn drinnen:

    Halsfläche 255cm²

    Sd je 8"er 220cm² (= gesamt 440cm²)

    ergibt ein Kompressionsverhältnis von 1 zu 1,725 (also recht gemäßigt)

    (zum Vergleich, so weit ich das noch richtig im Kopf habe, Community M200 Treiber 1 zu 2,3 oder war es 1: 2,6?)

    Frequenzweichensimulation

    Die Parameter für die Konuschassis sind für eine Simulation das geringere Problem, aber für einen Druckkammertreiber sieht es da in der Regel mit Werten vom Hersteller sehr mau aus.

    Zum selber Messen dieser bin ich nicht besonders angerichtet und habe mich ehrlich gesagt auch nicht mehr so damit beschäftigt.

    Vor sehr, sehr langer Zeit habe ich mir zu Simulation mal CALSOD von Withold Waldmann über Old Colony Sound besorgt und mich damit herumgeplagt. Meine Ergebnisse damit waren den Aufwand aber nicht wert....

    Gleiche Ebenen

    Dass für ein "einfaches" und dabei wirklich gutes Passivweichendesign die Schwingspulen bzw. Schallentstehungsorte auf einer Ebene praktisch essentiell sind, habe ich auch erst mühsam lernen müssen, bzw. hat mir da die RS Serie von Community die Augen geöffnet, als ich diese in Benutzung hatte. Das mit dem Verhalten unter Winkeln, das mit einem Delay eben so nicht machbar ist, da hast Du absolut recht, habe ich aber in meiner kleinen Doku jetzt nicht erwähnt.

    Messungen

    Auch mal in der Nacht Outdoor, auch liegend in den Himmel strahlend, aber im Eifer des Gefechts misst man halt jede Menge und einem genügen die dadurch gewonnenen Erkenntnisse und man vergißt völlig die Dokumentation. (Dass ich das Projekt mal vorstellen werde, daran habe ich da gar nicht gedacht)

    Ebenso bei der Weichenentwicklung klärt man (bzw. ich) halt mal die grundlegenden Dinge, wie z.B. ob eine elektrische 18dB Trennung oder eine 12dB Trennung eines Weges zusammen mit der akustischen Flankensteilheit eher zum Ziel führt, mal einfach und schnell mit einer rudimentären Software und dem Tablet bevor da "bessere" Messungen durchgeführt werden.

    Smaart und weitere "vernünftige" Messprogramme habe ich auch gar nicht selber, da war dann zwei drei mal ein Spezl bei mir da. Erst im Nachhinein für das nächste Projekt eines (einigermaßen ausgewachsenen) Studiomonitors habe ich mir selbst ein Messprogramm besorgt (ARTA), wobei ich da immer noch mit der Bedienung hadere....

    Obwohl meine Zeit am Computer schon mit dem Comodore C64 begann, stehe ich teilweise immer noch mit dem Computern auf Kriegsfuß ;)

    Da fällt mir ein: Früher hatte ich auch mal mit "Hobbybox" gemessen (Diskettenversion), mußte aber irgendwann feststellen, dass die Rechner gar kein Diskettenlaufwerk mehr hatten.... Ne, im Ernst, das Hobbybox hatte schon ein paar echte Hunde drin in der Bedienung und Einrichtung, auch wenn es prinzipiell gar nicht so übel war für die damalige Zeit.

    Der Übergang zu den Bässen wurde auch schon gemessen, aber nicht dokumentiert bzw. archiviert.

    Getrennt wird bei 220Hz wie beim originalen Martin F2 System, zu dem die F2B Bässe ja gehören und zwar mit einem Xilica Digitalcontroller der ersten Serie.

    Die Bässe (Martin F2B) liegen am Boden links und rechts an der "Bühnen" Rückwand und somit hinter den geflogenen Topteilen. Das Delay (klappt so richtig natürlich nur für "die" Position am Hörplatz) wurde mit Impulsmessung genau eingestellt, da fehlt sich nichts. Die F2B eigene Entzerrung ist standardmäßig (wie von Martin für systemfremde Digitalcontoller publiziert) und "untenrum" habe ich schon noch etwas angehoben.

    Die F2B sind wie alle transportablen Basshörner ja nur ein vierteltes Horn, da sie aber bei mir nur in den Achtelraum strahlen ist das ja beinahe so wie 4 je Seite in den Halbraum.... :)

    (aber auch nur theoretisch)

    Viel problematischer im Raum sind natürlich stehende Wellen, gegen die im tieffrequenten Bereich mit einfachen raumakustischen Maßnahmen kein Kraut gewachsen ist. So habe ich genau da wo ich mich meistens befinde eine ordentliche Senke grob um die 60 Hz gegen die man natürlich elektrisch nichts machen kann. (über den Bässen knapp unter der Decke ist es dagegen fett ;)

    Der Raum hatte ursprünglich komplett nackt eine RT60 Nachhallzeit von gut 3 Sekunden, was natürlich gar nicht ging. Durch verschiedenste Arten von selbstgebauten Absorbern in größerer Stückzahl (z.T. auch Slotabsorber mit einer wirksamen Bandbreite von etwa 2 Oktaven (Die gesamte "Bühne" ist ein Slotabsorber mit 8qm wirksamer Fläche. Der trägt auch maßgeblich dazu bei, dass stehende Wellen oberhalb etwa 100Hz ganz gut gezügelt werden) den dicken Molton als "Backdrop" usw. und am anderen Ende einen über 4 Oktaven wirkenden doppelten Schröderdiffusor horizontal und einen einfachen vertikal konnte die Nachhallzeit (je Oktave gemessen) zwischen 100Hz und 10kHz einheitlich auf 0,4 bis 0,6 Sekunden reduziert werden und eine "DeadEnd - Live End" Situation geschaffen werden.

    Wir konnten dann auch eine Messung des Sprachverständlichkeitsindex durchführen, was in einer Bewertungsnote von einer guten 2 resultierte.

    In einem völlig unbehandelten Raum mit nur schallharten Flächen ohne akustische Maßnahmen von hier 7,5 x 4,2 x 2,7m mit nur einer schrägen Seite, würde diese für die Räumlichkeit doch recht üppig dimensionierte Horn PA nur zu einem nicht auszuhaltenden Klangbrei führen.

    Für die ganzen raumakustischen Sachen war das Master Handbook of Acoustics von F. Alton Everest für den Start echt eine gute Hilfe.

    Wäre der Raum so belassen worden, wie er ursprünglich war, wäre das zum Musikmachen, Musikhören, Recording und ganz einfach Kino schauen nur furchtbar.

    Oh Gott, schon wieder so viel Text.... ;)

    P.S.

    Solltest Du Bedarf an bemaßten CAD Zeichungen (inkl. der einzelnen Zuschnittteile) für die Martin Audio F2B haben...

    Schönen Abend!

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 31. August 2021 um 21:19
    Zitat von Blancblue

    Hey Fux, schön hier von Dir zu lesen und vor allem in diesen Detailreichtum - wow! Ich hab mich sehr sehr gerne mit Selbstbau beschäftigt, bin aber handwerklich ne Niete - hab hier immer noch ein paar RCF L15P520 rumfliegen, die für Deinen C7 Horntop Nachbau geplant waren :D

    Zu Deinem Projekt: Hast Du mal Limmer 870 und ggf. 870qx in Betracht gezogen? Und ggf die dort verwendeten B&C 8NSM64 or RCF MR8N301 gechecked? Ich weiss, ist jetzt eh zu spät, aber vielleicht gibts ja Nachbau Interessenten.

    Freut mich, das Dir meine kleine Doku und das Projekt gefallen!

    Wenn ich ehrlich bin, habe ich diese Projekt seit 2014 vor mir hergeschoben, als ich die Chassis kaufte und erste Simulationen und CAD Zeichungen bereits gemacht hatte. Da gab es meines Wissens die Limmer 870 noch gar nicht.... ;)

    Und 4 solche Limmerhörner wären ja auch schon ein paar Euros.

    Weiterhin ist die Höhe eines 870er Horns 32cm. Das mal zwei sind 64cm plus 30,4cm für das Hochtonhorn und 2x1,5cm Materialstärke vom Multiplex, da würde die Box gleich mal um etwa 20cm höher werden. (Der Raum, wo die hängen, ist nur knapp 270 hoch, da machen die 20cm schon was aus....)

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 22:11

    e-on

    Um wie viel dB lauter sollen Deiner Meinung mit der DAP Stageamp 4.4 die Bässe dann spielen als mit der QSC PL4.0 ?

  • Endstufe für Partykeller gesucht - Boxen vorhanden

    • Fux
    • 30. August 2021 um 22:04

    Wenn das praktisch eine "Festinstallation" ist und Du das nicht herumtragen musst, würde ich was hochwertiges, gebrauchtes, mit konventionellem Trafonetzteil kaufen.

    Zwei Dynacord SL1200 oder auch Electrovoice Q66 (für die Topteile würde wahrscheinlich auch eine SL900 oder Q44 langen) sind grundsolide Teile. Wenn die nicht runtergerockt, sondern einigermaßen gepflegt sind, werden die mindestens so lange halten wie die neue TSA4-300.

    (Man sollte sie halt nach dem Kauf mal aufmachen und reinigen)

    Zwei solche alten, grundsoliden audiomäßig sehr guten 3 HE Amps (also z.B. eine SL1200 + eine SL900) sollten zusammen in etwa das gleiche kosten wie die neue TSA4-300.

    (ist aber ganz abgesehen vom Gewicht und Volumen verstärkertechnisch schon etwas ganz anderes)

    Falls Du das Amprack irgendwohin mitnehmen möchtest, vergiss bitte meinen Vorschlag. ;)

  • Wie nimmt man einen UDU ab?

    • Fux
    • 30. August 2021 um 21:45

    Spontan hätte ich jetzt auch ein Octava MK-012 genommen als günstige Alternative zu Schoeps und Neumann. Oder wie schon vorgeschlagen das Rode NT5.

    Ein SM57 geht zwar immer und für alles, aber für alles (außer Snare ;) gibt es eigentlich immer eine deutlich besser klingende Alternative.

    Wenn dieses UDU richtig laut oder gar bassig ist (was ich mir jetzt nicht so vorstellen kann), dann halt das Kleinmembrankondenser mit dem entsprechenden Dämpfungsglied.

  • Umbau Kaltgerätebuchse auf PowerCon

    • Fux
    • 30. August 2021 um 17:00

    Kompatibilität ist, wenn es auf der Baustelle "brennt", alles.

    Von jeglicher Art von "proprietären" Lösungen würde ich daher die Finger lassen, auch wenn das vielleicht mit Powercon "hübscher" gelöst wäre.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 14:57
    Zitat von guma

    Von mir ebenfalls dickes Lob für das Projekt und die exzellente hier eingestellte Dokumentation.

    Habe auch immer mal wieder so Phasen, in denen ich denke, ich sollte sowas noch mal machen. Klar hält mich dann erst mal meine eigene Lernkurve bezüglich Zeitaufwand, Wirtschaftlichkeit, Verleihbarkeit, Akzeptanz u.s.w. davon ab.

    Was mich aber auch noch davon abhält, ist der geringe Zugewinn an Direktivität zwischen 200 und 600 Hz, wie Du das auch gut dokumentiert hast. Klar ist das durch die vernünftigen Vorgaben an Größe und Gewicht bedingt und kann entsprechend nicht so richten wie beispielsweise das lowmid Horn des EV Beamer Ende der 70er aber was hat dann der Aufwand für das 2x8" Horn neben den Auswirkungen auf Wirkungsgrad, Ankopplung an Luft, weniger Membranauslenkung für Vorteile?

    Ich denke, heute würde ich eher was bauen, was lowmid cardioid macht.

    Um nochmal darauf zurück zu kommen, was der ganze Aufwand bringt.

    Für den Einsatzbereich wo die beiden Horntops zur Anwendung kommen ist das Ganze hier bei mir natürlich vollkomen "over the edge".

    Ich habe hier auch schon andere, nicht selbstgebaute Lautsprecher, in der gleichen Anwendung gehabt.

    (z.B. KS 15/2, Meyer UPJ, Community RS220 und noch ein paar andere)

    Die Mitten bei Stimmen sind bei der uralten RS220 so gut gewesen (ja, der Eminencehochtöner mit OEM Membran über 4kHz ist Grütze) wie lange nicht bei allen anderen auch wirklich z.T. sehr hochwertigen und gutklingenden Boxen.

    Da ich aber die alten RS220 nicht verbasteln wollte (da ist kein cm Platz in den Kisten, da brichst Du Dir echt die Finger ab), das Hochtonhorn nicht trennbar vom Treiber, der Ersatz für die 3-fach zentrierten OEM Eminence 8"er etwas schwer beschaffbar und auch nicht ganz billig ist. Die ganze Kiste für die Größe dank der 4 Ferritmagnete unglaublich schwer ist usw. habe ich mich dazu entschieden ein "ähnliches" Konstrukt in "modern" einfach selbst zu entwerfen und zu bauen.

    Jetzt hängen die neuen Selbstbauten wo zuletzt die RS220 waren und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. (was ja die Hauptsache ist)

    Diese "Direktheit auf der Nase" von Stimmen (ich weiß, übles Hifi-Gewäsch.... ;) habe ich von den ganzen Direktstrahlern einfach nicht bekommen, und Stimmen sind im Kino das A und O....

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 13:13

    Das freut mich wenn Dir meine kleine Doku gefällt!

    Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für den Verleih würde ich für sehr ordentliche 2-Weg Kisten mit Monitorschräge (wohl eher 10" als 12", praktisch wie in einer UPJ, nur mit zusätzlicher Schräge) als Universalwerkzeug + ein gut skalierbares größeres System plädieren (wenns denn unbedingt sein muß und die Kunden das bezahlen auch Linearray... ;) und den Rest des Lagerplatzes mit lauter ganz "nomalen" 18" Reflexkisten vollmachen. Heutzutage sinnvollerweise alles aktiv mit eingebautem Amping, damit da keiner was falsch machen kann. (Möglichkeiten zum falsch machen gibt's ja reichlich :)

    Das ist dann ein sehr universelles Material, was fast immer draußen ist (wenn nicht gerade Corona ist).

    Da ich diese Lautsprecher aber gar nicht mehr vorhabe zu verleihen, ist die einzig zu erfüllende Vorgabe dass sie meinem persönlichem Wunsch entsprechen, wie Du es bereits richtig gesagt hast.

    Passt!

    --> Wenn ich mir nochmal durchlese, was ich gerade geschrieben habe.....

    So eine superpraktische, kompakte Kiste mit zusätzlichem Monitorwinkel 10" + "gescheiter" Treiber und aktivem, eingebautem Ampmodul wäre ja auch noch mal ein lustiges Projekt!

    Aber nein, ich bekomme ja keine vernünftigen Ampmodule ;)

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 12:45

    o.k. dann habe ich das wahrscheinlich nur falsch verstanden!

    P.S.

    Sind in der PT Serie auch noch diese Videotransistoren verbaut worden wie in der PM Serie, oder ist das ganz was anderes?

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 11:14

    Die Carver mögen zwar ganz gut gehen, solange sie gut gehen.

    Aber die Techniker welche defekte Carver zur Reparatur bekommen verdrehen wohl regelmäßig die Augen wenn sie die Endstufen reparieren sollen.

    (Ich bin selber nicht der große Elektroniker und lasse mich daher auch gerne vom Gegenteil überzeugen)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 11:06

    Ohne jetzt irgendetwas schlechtreden zu wollen:

    Die sehr einfache "Hornladung" vor den drei 8"ern funktioniert nur im Grundtonbereich.

    Schon deutlich vor der wegen des liadrigen ("lütten") 1" Treibers so hoch gewählten Übernahmefrequenz arbeiten die 8"er hier nur noch als Direktstrahler.

    Sowohl Hornkonstruktion für die Mitteltöner als auch Auswahl des Hochtontreiber erfolgte hier nicht nach akustischen sondern kaufmännischen Gesichtspunkten (der Hersteller will & muss ja auch Geld verdienen).

    Wenn ich mir etwas just for fun kaufe oder gar selberbaue, dann sind bei einer Stückzahl von 2 Lautsprechern nicht die Materialkosten, sondern die Arbeitszeit der größere Posten.

    Das heißt, wenn ich mir schon die Mühe mache (die sich natürlich kaufmännisch gerechnet niemals rentieren würde), dann will ich wegen ein paar hundert Euro Unterschied nicht die zweit- oder drittbeste Lösung ( die vielleicht auch ganz o.k. funktionieren würde) wählen.

    Mein Ansatz war ja die für mich bestmögliche (und in meiner Garage realisierbare) Lösung zu entwickeln, und ich mußte mich dabei (Gott sei Dank) nicht nach kaufmännischen Gesichtspunkten orientieren.

    Andere deutsche Hersteller wie z.B. GAE haben m.E. schon wesentlich bessere Produkte als HK entwickelt, nichts desto trotz ist HK am Markt natürlich weitaus erfolgreicher unterwegs als GAE.

    Bei GAE waren zumindest früher "Edeltechniker" ganz vorne dran (was meist kein Garant für den riesigen kommerziellen Erfolg darstellt) bei anderen Herstellern hatten eben Kaufleute mehr mitzureden, was die Firma kommerziell erfolgreicher macht, aber einen "Technikfreak" jetzt vielleicht weniger begeistern mag.

    Da ich aber nun kein Kaufmann bin....... ;)

    P.S.

    Die Topteile sind "Ersatz" bzw. bei mir die Nachfolger von Community RS220 und ich wollte mich ja nicht verschlechtern sondern etwas noch besser machen.

    Leider habe ich auch keinen Zugriff auf die schönen neuen Aktivmodule mit integrierten Controllern, die mir natürlich schon gefallen, sondern betreibe die Tops mit den wohlklingenden und beinahe unzerstörbaren (na ja, kleine Übertreibung :) Dynacord SL1200, die man heutzutage gebraucht fast geschenkt bekommt.

    Natürlich wären die Tops mit einer größeren Endstufe noch mal mindestens 2dB lauter, aber da kommts mir jetzt wirklich nicht drauf an.

    Aber es freut mich, dass Dir das Projekt und die (doch recht lückenhafte) Dokumentation gefällt!

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 10:39

    Oh, das ist ja fein!

    Dann vielleicht für die Tops etwas (gebrauchtes) aus der selben QSC Powerlite Serie so von 2.0HV aus aufwärts?

    (Das Auge isst ja bekanntlich mit, auch wenn das Publikum, im Gegensatz zu mir, sich nicht unbedingt die Ampracks auf der Veranstaltung fasziniert anschaut... ;)

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