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Beiträge von Fux

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 10:31

    Danke für die Blumen!

    Mir gefallen die "alten" richtigen Lowmids auch ganz hervorragend.

    Aber da gibt es halt zwei Möglichkeiten.

    Möglichkeit eins: Ich habe Topteile wie die Meyer MSL3, da kommen genau die Lowmids raus die wir beide höhren wollen. Die wollen wir aber nicht schleppen müssen... ;)

    Das alte Martin Modular konnten auch Lowmids!

    Möglichkeit zwei: Ich lasse echte Hornbässe (keine Subwoofer) wie die Martin Audio F2B weit rauflaufen (220Hz) dann kommen die echten Lowmids noch aus den Basshörnern und die Topteile können wegen der hohen Trennung kleiner ausfallen.

    Der Trade-Off bei Lösung zwei ist zugegebenermaßen, dass man wegen der hohen Trennung die Topteile nicht weit von den Bässen weg stellen/hängen kann, weil das sonst nicht mehr funktioniert.

    Aber wie heißt es so schön: "There is no such thing as a free lunch!"

    In diesem Sinne! :)

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 10:06

    Dazu wie groß der Amp für Deine Bandpassbässe sein muß, gibt es sicher verschiedene Philosophien.

    Bei der Überlegung ob Du Dir da Größere anschaffst, oder nur eine zusätliche PL4.0 solltest du aber folgendes im Hinterkopf behalten:

    Wenn die PL4.0 ihre volle Leistung an 4 Ohm an die Bandpässe abgibt (die Chassis dürften wohl eine 4" Schwingspule haben), dann sind da sicher schon 1-2 dB Powerkompression im Spiel. (Das heißt die Box wird gegenüber der halben Leistungszufuhr nicht mehr 3dB lauter, sondern nur noch 1-2dB) Bei noch mehr Eingangsleistung wird die Powerkompression noch größer. Realistisch erhältst du bei Verdoppelung der Endstufenleistung, welche die PL4.0 an 4 Ohm kann, im aller optimalsten Fall 1,5dB mehr Output aus Deinen Bässen.

    Das ist gerade mal so hörbar. Dafür strapazierst Du deine Chassis thermisch und mechanisch deutlich mehr als vorher. Wenn also deine insgesamt 4 Doppel 18" Bandpässe deutlich zu leise wären (was ich nicht glaube), dann solltest du die Anzahl der Bässe (und Amping) verdoppeln. Nur die Endstufenleistung bei gleichbleibender Anzahl der Bässe zu verdoppeln bringt einen kaum wahrnehmbaren Effekt und strapaziert das Material unnötig. (nur Meine Meinung)

    Bei den Topteilendstufen gehe ich mit den schon oben aufgeführten Tipps konform.

    Keine zu kleine Endstufe für die Tops nehmen, da dort das Clipping wesentlich mehr Schaden anrichten kann als bei den Bässen. Die Dauerleistung ist dort zwar auf Grund der Spektralverteilung im Musiksignal wesentlich geringer als im Bass, aber die kurzen hohen Spitzen sollten auf alle Fälle ohne Endstufenclipping durchkommen.

    Also die Topteilendstufe darf schon eine ordentlich hohe Versorgungsspannug haben, auch wenn das Netzteil nicht unbedingt so super stromlieferfähig sein muß wie im Bass.

    (hat der Controller Sense-Leitungen, oder ist das ein "ganz normaler" Controller?)

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 30. August 2021 um 08:33

    Das mit dem Kompressionsdruck ist wahrscheinlich weder positiv noch negativ gemeint, sondern nur unglücklich ausgedrückt. Ist das Kompressionsverhältnis sehr groß, dann enstehen bei höheren Lautstärken extrem hohe Luftdrücke. Da aber Luft ja zusammendrückbar ist, entstehen dabei Nichtlinearitäten also Verzerrungen. Dies ist z.B. auch der Grund, warum Comunity bei Ihrem "Monstertreiber" M4 ebenso wie bei der handlicheren Variante M200 auf ein sehr gemäßigtes Kompresssionsverhältnis setzt. (Das Gegenteil davon sind z.B. die alten JBL 2445.... ;)

    --> Hohes Kompressionsverhältnis = Wirkungsgradgewinn, aber mehr Verzerrungen bei hoher Last.

    Die Communitytreiber M4 und M200 haben zwar ein sehr geringes Kompressionsverhältnis, holen das aber durch den für einen Treiber sehr hohen Hub den sie machen können wieder rein.

    Aber gräm Dich nicht, das meines Erachtens immer noch hervorragende (abgesehen von Größe und Gewicht) Martin Audio F2 System hat vor den 12" Mitteltönern auch nur eine 5,5" Austrittsöffnung im speziellen Phaseplug und das klingt jetzt wirklich nicht schlecht.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 08:19
    Zitat von TomyN

    Geschätzter Stöff

    Ich denke, durch Fragen kann man einiges lernen. Das mache ich, zugegeben, manchmal in einer Form, die man als 'provokant' sehen könnte, wenn man möchte. Ich kann z.B. (ohne viel Blättern/nachschlagen) die Festigkeit der Holzgrundplatte nicht rechnerisch beurteilen, aber mein (leider aktuell etwas zu dicker) Bauch sagt halt: 'Ob das hält?' und da frage ich halt nach.
    Genauso beim Thema 'Ankunftszeit': Das ist ein sehr spannendes Thema, bei dem einfache Antworten meist nicht so ganz richtig sind. Daher auch hier die Nachfrage, gerade weil ja Speaker + Gehäuse + Weiche am Ende die Laufzeit/Ankunftszeit bestimmen, und das wahrscheinlich sogar frequenzabhängig.

    TomyN

    Ich habe das jetzt nicht als Provokation aufgefaßt und wenn das kein so kurzes, einfaches Horn gewesen wäre, sondern ein komplexerer Hornverlauf, wie z.B. in meinen F2B Bässen von Martin, dann ist natürlich die gemessene Länge in cm nicht unbedingt die akustisch relevante Länge für die Laufzeit.

    Da es sich aber hier um ein recht einfaches Horn handelt geht das so für mich schon in Ordnung.

    Wissenschaftlich exakt ist das sicher nicht, aber wenn sich die Abweichung in einem für die Praxis nicht relavanten Bereich bewegt, dann wäre es ja vergebene Liebesmüh das noch genauer zu betrachten.

    Solange es mir im vorliegenden Fall also nicht messtechnisch relevant erscheint und keine hörbaren Artefakte produziert, genügt mir der nicht sehr wissenschaftliche, sondern mehr pragmatische Ansatz.

    (Bin halt kein Elektroakustiker sondern nur Bauingenieur. Wenn's hält fragt keiner warum.... ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 30. August 2021 um 08:12

    Weiter oben hatte ich ja auch schon gesagt, das ein "Dämmstoff" mit einer harten Beschichtung auch gehen würde. (das war ja auch in den 80'ern schon so üblich) Aber ich habe keine Lust gehabt mit PU oder EP Harzen herumzukleckern, weil ich da erstens keine Erfahrung damit habe und zweitens (haptisch) einfach lieber mit Holz arbeite.

    Wenn ich mehr als ein Pärchen hätte bauen wollen, dann hätte ich mir natürlich sowohl für Phaseplug als auch für's Horn eine Form gemacht (dabei das eine Mal den Übergang von Druckkammer zum Hornhals noch besser ausgearbeitet...;-) und dann das ganze doch lamiert, denn das immer wieder in Serie direkt in Holz zu produzieren wäre dann doch "Overkill" gewesen.

    Da es aber nur Paar davon geben wird, hat sich der Formenbau für mich nicht rentiert.

    P.S.

    Ob dann mit Negativform oder doch mit Positivform, da habe ich, bevor ich mich dann doch für die Holzversion entschied, auch schon lange herumgerätselt.... :)

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 29. August 2021 um 22:19

    Ja, wenn das Holz in der Fläche ein paar Macken hat kannst Du das mit einer passenden Spachtelmasse spachteln. Mit einer vernünftigen Spachtelmasse sollte das auch an den Kanten halten (wenn nicht gleich die halbe Kante fehlt und der Radius der "Kante" nicht zu klein ist).

    Ich habe bisher nur mit Trimite und Warnex gearbeitet.

    Trimite aus England (gibts bei uns schon länger nicht mehr, besteht zu ungefähr 50% aus Lösemittel, ist aber gerade deswegen nach kürzester Zeit staubtrocken. (aber Dich drehts, sogar wenn Du das im Freien verabeitest so, dass Du nachher besser nicht mehr Autofahren solltest.... ;)

    Warnex ist da deutlich gesünder, läßt sich auch prima rollen, hat aber dann natürlich nicht so eine grobe Struktur wie gespritzt. Da schaut schon optisch deutlich anders aus (nicht so wie von den großen Lautsprecherherstellern gewohnt), als wenn es mit der Spritzpistole aufgetragen wird.

    (Beim Rollen unbedingt mindestens 2x rollen)

    Funktionieren tut es gerollt natürlich auch und wegen der anderen Optik hat sich im Verleih noch keiner beschwert.

    In Ermangelung einer "Lackierkabine" habe ich bislang nur einmal "richtig" das Warnex gespritzt, weil so kann ich gar nicht alles abhängen, dass ich nachher nicht die ganze Umgebung mitlackiert hätte.

    Mipa Protector kenne ich jetzt nicht.

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 29. August 2021 um 21:38

    Einfach erst mal an unauffälliger Stelle die Verträglichkeit zwischen den beiden verschiedenen Lacken testen (ob's Blasen schmeißt, oder so).

    Wenn alles gut, dann würde ich nur anschleifen/aufrauhen und dann drüberlackieren.

    Excenterschleifer kann gehen, schmiert aber gern die Schleifscheibe zu, da er sich immer im eigenen "Dreck" dreht. (bei feiner Körnung mehr als bei gröberer)

    Wenn Du richtig Abtrag machen willst oder musst ist ein Bandschleifer besser, der fördert Dir den Schleifstaub besser weg, aber es besteht (gerade bei gröberer Körnung) die Gefahr, dass Du dir arge Wellen ins Holz schleifst.

    Also wenn die Materialverträglickeit gegeben ist, würde ich mit einem Exenterschleifer (oder größerem, schwereren Schwingschleifer) und einer etwas gröben Körnung (nein, kein 40er Papier... ;) nur den alten Lack anschleifen und wie schon gesagt drüberlackieren.

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 29. August 2021 um 20:54

    Der 5" soweit ich weiß heißt nur im Marketingsprech 5", das ist auch ein 12"er wie der andere, nur mit einem "Phaseplug" der mit einer 5" Austrittsöffnung in das Horn übergeht.

    Im Grundton dürften beide einfach parallel laufen, darüber wird wohl der ohne Phaseplug dann abgetrennt.

  • Informationen zu craaft Subwoofer C618 gesucht

    • Fux
    • 29. August 2021 um 20:42

    Einen 18" Subwoofer passiv zu beweichen ist eine ganz schlechte Idee...

    Um überhaupt Subwoofer mit einer "noch erkennbaren" Flankensteilheit passiv mit nur einer Spule zu beweichen müßte man entweder die Spule vom Wert (mH) her extrem überdimensionieren, oder den Impendanzanstieg mit einem RC-Glied parallel zum Treiber linearisieren. Aber das macht technisch alles überhaupt keinen Sinn.

    Wenn Du normalerweise aktiv das Topteil (das intern wahrscheinlich seine Wege passiv getrennt hat) vom Subwoofer sagen wir mal bei 120 oder auch 135 oder 150 Hz trennst, und Dir fällt eine Endstufe aus, ist es das aller Sinnvollste das ganze dann nur noch Mono zu fahren und eben einen Kanal der verbleibenden Endstufe mit dem Signal für die Topteile aus dem Controller/Aktivweiche anzufahren (und beide Topteile da parallel dran zu hängen) und am anderen Kanal das Signal für die Subs aus deinem Controller/Aktivweiche einzuspeisen und an diesen Ausgang die beiden Subwoofer dranzuhängen. Das ist zwar dann wie gesagt mono, klingt aber um Längen besser als Topteile und Subwoofer parallel fullrange zu betreiben. (und bekommt überdies auch den Topteilen besser... ;)

    Die Ausfallsicherheit ist auch mit einer der Gründe warum es nicht verkehrt ist 2 Ohm taugliche Endstufen zu haben, aber diese im Normalfall nur mit 4 Ohm zu belasten, damit man im Havariefall einer Endstufe auch mal die restlichen Speaker gleicher Bauart auf die noch funktionsfähigen Kanäle dazuhängen kann und dann eben (mit reduziertem Gas) im 2 Ohm Betrieb die Veranstaltung zu Ende zu bringen.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 20:12

    Ja, da war ich auch erstmal verblüfft, dass der alte sehr "hemdsärmelige" Ansatz von "Der Schallenstehungsort ist da wo die Schwingspule sitzt" bei meinen Impulsmessungen dann auch so gut hingekommen ist. (ganz hat's natürlich nicht gepasst, aber viel gefehlt hätte nicht)

    Natürlich schwingt bei einer Übergangsfrequenz von 1250 Hz so ein 8"er mit guter Membran wirklich noch recht kolbenförmig ohne komische Membranbreakups. Bei einem 15"er kann da schon die virtuelle Schallquelle bei der selben Frequenz irgendwo anders sein...

    (habe ich da jetzt einen Blödsinn (Denkfehler) geschrieben?)

    Ganz unabhängig davon:

    Wenn die "Überlappungbereiche" der beiden unbeweichten Chassis sehr großzügig sind, ist die Weichenkonstruktion immer einfacher, als wenn man beide bis an ihre absoluten Frequenzgrenzen betreiben möchte. (wie ich leider im nächsten Projekt dann feststellen musste ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 20:01
    Zitat von TomyN

    Danke für die Erläuterung. Vom zeitgleichen Eintreffen hab ich schon mal was gehört. Aber die Gruppenlaufzeit hängt auch von anderen Dingen als der räumlichen Platzierung ab, weshalb mich diese Festlegung etwas wundert.

    Die Gruppenlaufzeit ist ja auch etwas ganz anderes und hier nicht der Punkt.

    Es geht hier wirklich nur darum, dass man nicht aufwendig den rein mechanischen Versatz der Schallentstehungszentren auf elektrischen Wege kompensieren muß. (was passiv nur schwer in den Griff zu bekommen wäre)

    Bei den meisten Lautprechern sind die Schallenstehungszentren nicht auf einer Ebene und wenn diese mit einer Passivweiche versehen sind, dann wird der Versatz oftmals mehr schlecht als recht im Weichendesign zu kompensieren versucht. In der Folge sagt dann User natürlich mit Recht "aktiv getrennt (mit ensprechender Laufzeitkorrektur "Delay" zwischen den Wegen) klingt es aber besser!"

  • 10" Horntopteil Bausatz gesucht

    • Fux
    • 29. August 2021 um 19:53

    Wenn es undbedingt 10"er sein sollen und das Transportvolumen keinen Tango spielt, gibt es einen "antiken" Bauplan für 10" Hörner der wahrscheinlich schon tausendfach nachgebaut wurde.

    Suche einfach mal unter "speakerplans mt102".

    Ne, das war jetzt wahrscheinlich nicht so Deine Intention...

    Oder war Dir eher nach etwas "modernerem", kompakterem im Turbosound TSE111 Style? ;)

    (das geht aber wirklich erst ab 250Hz aufwärts, also z.B. mit den angehörnten Bandpässen ala Turbosound drunter, die oft versehentlich als "Hörner" bezeichnet werden)

    Für 10"er in solchen "Turbomids" gibt es einige ähnliche, fertige Kunststoffhörner zu kaufen, so daß Du nur ein Gehäuse als "Verpackung" bauen müsstest.

    (Wenn das Konstrukt aber höher spielen soll, um z.B. wie im TSE111 einen 1" Treiber anzukoppeln, dann sollte das Plastikhorn schon eines mit Phaseplug sein, sonst wird das nichts)

    Falls Du dich für so ein 10" fertig Kunststoffhorn entscheiden solltest, such Dir bevor du eins auswählst vorher gleich ein ähnlich tiefes Hochtonhorn. Das vereinfacht die Weichenkonstruktion ungemein.

    Aber für die Weichenkonstruktikon solltest Du in der Nähe einen haben der sich damit auskennt und Dich unterstützen kann, sonst wird das nichts werden.

  • Kling Freitag Access

    • Fux
    • 29. August 2021 um 18:57

    Wenn die Weiche keine Schmauch- oder Brandspuren hat und die Box genauso wie die andere klingt würde ich die Weiche in Ruhe lassen.

    Alle Bässe auf eine Endstufe würde ich schon wegen der Ausfallsicherheit nicht machen.

    Die PL 4.0 ist gut, da würde ich mir einfach eine zweite besorgen.

    Ich würde für die Topteile 2x mal die gleiche Endstufe (also nicht die PL 4.0 ;) nehmen.

    Dann hat zwar der Hochtonzweig viel Reserve aber mit mehr Gleichteilen ist man halt viel flexibler, auch wenn mal etwas kaputt geht.

    Wenn Du 2 Controller hast (oder sind die Mono und daher eh 2?), dann würde ich immer 2 gleiche Ampracks machen. (also mit je einer Bass und Top-Endstufe)

    Dann können die Ampracks direkt hinter den Stacks stehen und die Lautsprecherkabel bleiben schön kurz. Ebenso kann man dann für kleinere Sachen (unter Hinzunahme 2 weiterer Tops - ist der Controller auch für andere, evtl. kleinere Tops konfigurierbar?) auch teilen und 2 Veranstaltungen parallel fahren.

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 18:00
    Zitat von test

    ich habe früher, vor 20 jahren, selbstgebaut. ich habe es eingestellt, weil mit den heutigen möglichkeiten kann man als 'bastler' nicht mithalten. die entwicklungstiefe, die man braucht, kann man nicht sinnvoll leisten. das fängt auch bei dem problem der zumietbarkeit und der raiderfestigkeit an.

    ich würde heute ja den ansatz von nexo versuchen zu gehen. die weiche möglichst einfach und den rest mit einem guten controler amp.

    Evtl. würde es ja auch Sinn machen, in der einfachen Weiche (im Gegensatz zu Nexo) zumindest vor dem Treiber einen passenden Spannungsteiler einzusetzten und so den Pegel anzupassen. Dann würde das auch einen "Notbetrieb" ohne richtigen Controller zulassen und man müßte im Frequenzgang nur "kosmetische" Korrekturen vornehmen, würde zur Not aber auch ganz ohne gehen, oder einfach an einem Terzbandequalizer (falls den noch einer hat ;) oder eben am Ausgang des Digitalpultes die kleinen Frequenzgangkorrekturen durchzuführen.

    Nach einer Passivweiche, die nur trennt, nach der Trennung die volle Spannung ohne Spannungsteiler auf den Treiber loszulassen erscheint mir bei "Fehlbedienung", das heißt Betrieb ohne entsprechendes Controllerpreset, doch etwas riskant. Und solch exorbitante Leistungen werden da im Spannungsteiler im Betrieb mit Musik auch nicht verheizt. Da kosten die Bauteile nicht viel.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 16:21

    Im Hörbereich geht natürlich auch ein nicht ganz so hartes Holz auch.

    (Balsaholz ohne harte Beschichtung geht sicher nicht bis in den Bereich von mehreren Kiloherz ohne etwas zu dämpfen)

    Wäre ja in diesem Fall aber nicht so relevant, da hier eh bei 1250Hz getrennt wird.

    Styropor wäre ohne harte Beschichtung hier aber ausch schon ungeeignet.

    Und by the way, ich wollte ganz ehrlich gesagt mit den Lautsprechern nach all den Arbeiten ja auch irgendwann mal fertig werden. Man hätte ja auch vor dem Lackieren noch ein paar mal öfter spachteln und schleifen können, den Warnex mit der Unterbodenpistole professioneller auftragen, Schutzgitter abkanten, schweißen und pulverbeschichten, ein eigenes Logo entwerfen und anfertigen....

    aber irgendwann ist's auch mal gut, ich will die Kisten ja nicht verkaufen oder in Serie damit gehen... ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 16:04
    Zitat von stöff

    Ich habe noch nicht alles durchgelesen. Vorneweg aber die Idee, die Halbkugeln anstelle von Buche aus Nadelholz oder gar Balsa zu fertigen. Ggf. auch Styropor. Akustisch wird sich dies nicht schlechter auswirken, im Gegenteil. Btw. die alten Martin Plugs waren früher aus Epoxy und später aus Kunststoff- beschichtetem Styro. So... ich lese jetzt mal in Ruhe :-).

    Je höher die Freqzuenz, die vom Horn wiedergegeben werden soll, umso akustisch härter müssen die Wände & Phaseplugs sein.

    Wenn das Material wie z.B. Styropor nachgiebig ist, dann "schluckt" das die höheren Frequenzen.

    Auf ein '"Rumgebaatsel" mit Epoxidharz hatte ich wirklich keine Lust, ich bin da eher der Holzwastler...

    Wenn man so was "Serienfertigen" wollte, würde man das natürlich nicht mit solchen Buchenholzhalbkugeln aus dem Bastelbedarf machen. (in Fichte gab's den passenden Durchmesser nicht und eine Drechselbank oder Drehbank habe ich auch keine :)

    Apropos härteres Material für höhere Frequenzen:

    Nach diesem Projekt bin ich dann mal (die "staade Zeit" dauerte noch länger an) aktive 2-Weg Studiomonitore mit selbstgeschreinerten Smith's-Hörnern ab 900Hz aus (extrem hartem) Vietnamesischen Maulbeerbaumholz angegangen, die jetzt im Wohnzimmer spielen....

    Aber das ist im PA-Forum ja fast schon Off-Topic und überdies eine neue Geschichte! ;)

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 15:54

    Das mit der Achse hat folgende Bewandnis:

    Wenn man von der Seite auf die Box draufschaut, stehen die Schallenstehungsorte im Mittelton und im Hochton genau übereinander.

    Das heißt der Impuls aus beiden Quellen kommt immer gleichzeitig beim Zuhörer an.

    Wenn dort ein Versatz besteht, also die Schallentsehungsquellen nicht genau übereinander sind, dann kommt der Schall aus einer der Quellen zeitverzögert beim Zuhörer an, was in Frequenz- und Phasengang eine "Sauerei" gibt und sich auch nicht gut anhört.

    Bastelt man jetzt die Weiche so, dass man die Phase bei einem Schallentstehungsort so verschiebt, dass bei der Übergangsfrequenz die Sache phasenmäßig wieder einigermaßen passt, ist das nur bei der Übergangfrequenz der Fall. Drunter und drüber wieder nicht. --> Wieder Sauerei ;)

    Bei aktiver Trennung könnte man durch ein Delay bei einer Schallenstehungsquelle das akustische Zentrum nach hinten "rücken".

    Passiv geht das in Grenzen zwar auch, ist aber in der Passivweichenkonstruktion wie der Ami sagen würde "a pain in the ass" ;)

    Also lieber gleich so designen, dass gar kein Problem entsteht, als sich im Nachhinein um dessen Beseitigung kümmern zu müssen.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 15:32
    Zitat von TomyN

    Ich hätte Angst, dass die Phaseplugs (bzw. deren 'Grundplatte') abbrechen.

    Keine Angst, als Bauingenieur habe ich das mit der Statik der Phaseplugaufhängung schon im Griff. ;)

    (Das KG Rohr hat ja auch wirklich kein Gewicht; das Einzige was ein bisschen was wiegt ist die Buchenholzhalbkugel mit der Multiplexplatte hinten dran)

    Wenn man die aus dem Truss beim Hängen runterfallen läßt, ist der Phaseplug natürlich ab.

    Aber das ist dann wahrscheinlich nicht das einzige Problem das man hat.

    Wenn man ein Gitter vorne drauf machen würde, könnte man ja zu "Lagesicherung" der Phaseplugs noch ein "Schräubchen" durchs Gitter in die Phaseplughalbkugeln drehen.

    Ist aber, solange man die Boxen nicht herumwirft, wirklich kein Problem.

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 15:25

    Nachtrag:

    Lebendgewicht der Lautsprecher = 29kg und damit ein Altherren-Horntop --> Ziel erreicht! ;)

    Die Maße sind B x H x T [mm]

    405 (hinten 280) x 785 x 410

  • Old mans Horntop <30kg, flugfähig , alle Schwingspulen auf einer Ebene (Phasenverlauf), passiv, 2x8"/1,4"

    • Fux
    • 29. August 2021 um 15:17

    Jetzt noch die Bilder zum Abschluss:

    Was jetzt glaube ich nirgends zu sehen war, ich habe unten noch eine kurze Hochständerbuchse gerade soeben untergebracht, die genau (na ja, nicht ganz, eher etwas weiter hinten ;) unter dem Schwerpunkt im Boden sitzt. (die ich zwar nie brauchen werde, aber haben ist besser als brauchen... :)

    (Späte) Ergänzung:

    Hier habe ich doch noch ein Bild gefunden, wo man die Fräsung für die Hochständerbuchse sieht.

    Auch ist der "Ring" bei den 8" Chassisausschnitten erkennbar, der die Sicken gegenüber der Schallwand auf Distanz bringt, so dass da bei voller Auslenkung nichts anschlägt.


    Schlusswort:

    Sollte jetzt jemand auf die Idee kommen: "Super, da bau ich mir einfach ein paar von diesen kompakten, clusterbaren Horntops selbst und spare mir eine Menge Geld!"

    Dann ist dazu folgendes zu sagen: Wenn man Lautsprecherbauen zu seinem "Hobby" macht und dieses leidenschaftlich (ohne große Gewinnerzielungsabsichten) betreibt, dann ist das eine tolle Sache. Wenn man die Lautsprecher zum Geldverdienen als Mittel zum Zwecke einsetzen möchte tut man sich einen Gefallen, wenn man (notfalls gebraucht) sich die passenden Lautsprecher kauft und mit der gewonnnen Zeit (die man nicht beim Selbstbau verbringt) Veranstaltungen durchführt.

    Umgerechnet auf die Arbeitsstunde ist da ein Vielfaches verdient gegenüber dem was man sich durch den Selbstbau solcher Lautsprecher einsparen könnte.

    Aber "Just for Fun" - Warum nicht, wenn's Spaß macht! ;)

    In diesem Sinne, Finger weg vom Sägeblatt und Fräser und beim Arbeiten mit drehenden Werkzeugen bloß keine Handschuhe anziehen!!

    Allzeit gutes Gelingen! :)

    P.S.

    Von den via Prozessor noch feingetunten Frequenzgängen habe ich leider keine Messungen mehr gemacht. Ich war dann irgendwann einfach "durch"... ;)

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