Exakt. Deswegen ja auch die genannten Einschränkungen oben. In einem Wohnraum ist es aber schlicht nicht möglich, jeglichen Raumeinfluss - besonders im Bass - zu eliminieren (übrigens auch in anderen Umgebungen nicht - sonst hätte jede popelige LS_Firma einen "perfekten" Messraum im Klo untergebracht...) . Und zu Hause auch nicht gewünscht (völlig überbedämpfte Räume machen - zumindest mir - keinen Spass beim privaten Musikhören).
Daher sehe ich den Hauptzweck des Audiovolvers (so wie er vermarktet wird) als pfiffigen LS-EQ, der in Grenzen auch als Bass-EQ dienen kann. Die Stärke gegenüber einem "klassischen" liegt ganz klar darin, dass er auch auf der Zeitebene was leisten kann. Jeder, der sich mit Raumakustik nur ein bisschen beschäftigt, weiß aber dass das natürlich ein Kompromiss ist. Die Audiovolver Leute kennen den Raum nicht - exakt... Deswegen ist Hirnschmalz beim Anwender gefragt, welche Raummoden auftauchen und welche nicht, sonst wird eine Raummode im Messschrieb falsch interpretiert. Wie immer gilt: Wer misst, misst Mist ![]()
Ich sehe kein Problem darin, statt z.B. eine Bassfalle (Helmholtzabsoprber) zu installieren (die in einem Wohnraum evtl. nicht mehr toleriert wird von der besseren Hälfte) einen genau rechnenden EQ in den Signalweg zu setzen, der die stärksten Raummoden im Bass dämpft... Die Diskussion, ob das die beste Lösung ist, welche Nachteile man sich einhandelt und warum es nur ein Kompromiss ist, wurde schon an vielen anderen Stellen ausführlichst geführt.
Von Anhebung war nie die Rede ![]()
Daher sei auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Anwendung keine professionelle ist und meine Schilderung rein subjektiv. Und Subjektiv macht das Ding Spaß im Wohnraum - selber mal anhören ist hier gefragt.
Als Spielwiese sind selbst programmierbare FIR Filter ne feine Sache. Und so mancher Hochpreisige Controller, oder die Kisten die Anselm zusammenstöpselt oder die FIR-controller zur Impulsentzerrung (Beispiel die Berichterstattung in der Prosound) haben Ihre Daseinsberechtigung - und statt tausende Euro hinzulegen, habe ich die Beschäftigung mit Projekten wie DRC, bruteFIR usw.. als lehrreich empfunden. Aber auch hier: Es geht um Erkenntnisgewinn, subjektive Warnehmung und Forschergeist - nicht um eine professionelle Herangehensweise an das Problem einer schwiereigen Beschallungssituation und akustisch komplizierten Räumen - denn die Audiovolver Leute bewerben das mehr oder weniger als plug&lpay und behaupten, dass mit dem Gerät "alle Probleme der Vegrangenheit angehören", was offensichtlich in den Bereich des Wunschdenkens und Marketings gehört und wohl in der Form nur von der Hifi-Gemeinde akzeptiert wird.
Das Grundprinzip einer FIR-Filterung, auch auf Zeitebene plus Raummodendämpfung kann natürlich in eine Systemlösung im Profi-Sektor mit eingebaut werden (Schließlich ist es auch seit jeher Alltagsgebaren mittels EQ die Anlage auf den Raum ein zumessen - und nicht vor der VA die Halle umzubauen)