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  2. c.hauser

Beiträge von c.hauser

  • Tunnelbeschallung

    • c.hauser
    • 8. November 2005 um 18:47

    Mußt Du nochmal in diese Location? Oder fällt es hoffentlich unter die Rubrik: Schnell vergessen? Ich hatte bisher noch nicht das Problem mit den 57ern. Hätte spontan mal die Mikros getauscht, hätte es mal mit nem sennheiser bricket (e606 oder 906) probiert. Weiter habe ich für meinen Teil beschlossen, daß ich das nächste Mal bei solch einer Location statt Concert Audio mal sechs HK-Würfel 18" direktabstrahlend mitnehme, da bei mir vor der Bühne kaum Druck war aber am Ende des Raums die Bässe wie ein Gewitter eingeschlagen haben. Meist hatte ich dann noch Probleme mit so um die 100 Hz, obwohl ich Front-EQ und auch Kick schon entschärft habe. Dann einfach jeweils ein KME-Top. (Steht halt bei uns im Lager rum). Bin aber auch langsam überfragt, wie man in so ne Venue einen akzeptablen Sound rein kriegt.
    Beim Gesang nehm ich dann lieber mal ein SM 58, statt dem Beta 58. Am schlimmsten wars mit nem Beta 87, das ich sonst eingentlich sehr schätze. Gut klanglich ne Einschränkung, aber ich arbeite da nur noch auf Schadensbegrenzung. Hab aber auch schon an mir gezweifelt.

    Gruß Alex

  • Tunnelbeschallung

    • c.hauser
    • 8. November 2005 um 16:11

    @ gezz-abba
    Grundsätzlich magst Du wohl schon recht haben. Und freue Dich über den unkomplizierten Raum. Ich hatte eben heuer echt richtige Fuck-Venues beschallt. Und Chris schreibt ja, daß der ganze Laden wohl wirklich extrem hallig war. und seit dem Bahntunnel hab ich wohl eine Phobie vor allen Röhren, denn da war nix zu machen, rein gar nix. Am Pult kam nur noch eine Summe an Reflexionen an. Soundbrei ist noch geschmeichelt. Und in den anderen beiden "Rockkellern" war die Situation schon besser, hatte aber auch genau mit den Chris beschriebenen Problemen zu kämpfen. Allerdings hatte ich auf jeder Seite 2 Doppel18er ConcertAudio Evolution mit jeweils einem EF-6 Top drauf, dazu 6x Nexo PS15 auf 3 Monitorwegen + ein Weg Drumfill und alles von der Front. Will nicht jammern, war aber fast etwas überfordert. Für einen gut gemeinten Rat bin ich natürlich dankbar.

  • Tunnelbeschallung

    • c.hauser
    • 8. November 2005 um 13:01

    Hm, im Normalfall sage ich: Der Veranstalter will nen Tunnel, dann kriegt er auch Tunnel!
    Aber im ernst. Ich kenne diese Problematik.Hatte heuer zwei Shows in einem stillgelegten Eisenbahn-Tunnel. Seitdem freue ich mich auf jede Tiefgarage. Pultplatz war baulich bedingt in einer Nische 50 m vor der Bühne. Auch hatte ich heuer ein paar Rockshows in so Kellerbars mit ähnlichen Ausmassen.
    Zum Thema Monitor: In-Ear wäre das unkomplizierteste. Ansonsten wird´s bei Metal unter solchen Umständen echt schwer über die Klampfen und die Drums zu kommen, da hilft auch kein d&b. Machst Du Monitor von Front? Wahrscheinlich. Dann auf jedenfall EQs dazwischen.

    Zum Thema Front: Wäre ganz interessant zu wissen, mit was Du arbeitest: Hast Du die Boxen gestackt oder fliegst Du die Tops. Wäre halt interessant, was Du zu Verfügung hast. Vielleicht kleinere PA und delayen, oder Klampfen und Bass gar nicht groß über die Anlage jagen, sondern nur die Hauptgesänge, etwas Drums und was eben sonst noch Verstärkung braucht.

    Aber im Normalfall klingen solche Locations jeden Meter anders, aber nirgens gut. Ein schlechter Kompromiss wird´s immer.

  • bühnensprache

    • c.hauser
    • 8. November 2005 um 12:04

    Bisher lag es nicht am schlechten Bühnenenglisch, einem Dialektproblem oder an fehlinterpretierten Zeichen. Meist waren es die komplett planlosen, realitätsfremden Musiker, die erst mir und danach sich selbst den Tag versaut haben. Sprich: Nur ein bisschen Disziplin, fragmentale Grundkenntnisse von Sound und Lautstärke und einen Hauch von Professionalität wünschte ich mir auf vielen Bühnen dieser Welt. Es würde allen Beteiligten - ob Musiker, Monitor- oder FOH-Mann, Stagemanager,... -die Arbeit erleichtern, die Nerven schonen und die Produktion aufwerten.

    Ein paar Beispiele:

    -Ist es zwingend notwendig, daß der Drummer während ich gerade die Kick mikrofoniere, einen Rim-Shot auf der Snare abfeuert, so daß mich noch 2 Tage später Freund Tinnitus aus dem Schlaf klingelt?

    -Liegt es nicht auf der Hand, daß ich als Gitarrist oder Basser direkt vor meinem Combo nichts von mir höre, da ich an den Waden keine Ohren habe.

    - Kann ich nicht einfach mal ein Instrument leiser auf dem Wedge machen, bevor ich den Rest anhebe und so in den Teufelskreis: "jetzt hör ICH mich aber nicht mehr" komme?

    - Muß zum Soundcheck die längste Nummer des Sets dargeboten werden, bevor nach 15 min. und dem Schlußakkord fünf Münder unisono folgenden Satz formen: "ich brauch mehr..." danach wird´s unverständlich.

    - Auch hilft es während der Show ungemein, sei es durch Handzeichen oder sonst irgendwie, dem Mann am Monitorpult seine Wünsche mitzuteilen, anstatt nach dem Gig zu skandieren: "Ich hab nen scheiß Monitorsound gehabt" - Sagst Du nix - Tu ich nix!

    Oft liegt es auch daran, daß Freund Musikus kein Ahnung hat, was er überhaupt hören will.

    Aber mein Traum vom Bühnenführerschein wird wohl noch lange nicht in Erfüllung gehen. Aber zum Glück sind solche Jobs nicht die Regel.

  • Blue Man Group in Berlin

    • c.hauser
    • 8. November 2005 um 04:17
    Zitat von "Everest2002"

    stimmt...die leutz sind nett...zu blöd das ich nicht nach dem amping gefragt hab....-->waren/sind nette boxen dort...ich sah das es ein LA war aber welches...

    Nachdem ich ab 1. Januar auch in Berlin wohnen werde, ziehe mit einem der Blue-Man-Backliner zusammen, der für die Schlagwerke, Gitarren, den Bass und die E-Zither verantwortlich ist, frag ich den halt einfach mal. Gibt´s sonst noch etwas was interessiert?

  • Blue Man Group in Berlin

    • c.hauser
    • 7. November 2005 um 23:07

    Da einige meiner Bekannten für die BMG arbeiten, kam ich heuer erstmals in den Genuß einerseits mir die Show als Gast reinzutun, andererseits aber auch mal hinter die "Kulissen" zu schauen - sprich mich imTheater am Potsdamer Platz mal umzusehen. Beides war beeindruckend.

    Zur Performance möchte ich folgendes sagen:

    Selten so etwas Beeindruckendes erlebt. Und ich spreche hier hauptsächlich von der absolut stimmigen Mischung aus gelungener Story,der perfekten technischen und künstlerischen Umsetzung und vorallem, daß trotz aller Perfektion der Charme des Straßentheaters noch zu spüren ist.

    Mein Urteil zur technischen Umsetzung:

    Es wird jederzeit deutlich, daß es sich hier um eine amerikanische High-End Produktion handelt. Die verwandte Technik, sei es Ton oder Licht, wie ja bereits ausgiebig beschrieben, erfüllt kompromisslos alle Ansprüche die dieses Programm stellt. Die Mischung aus modernster und megateuerer Technik gepaart mit einfachen Gimmicks, wie zum Bsp.: die billigen Leucht-Laufschriften an beiden Bühnenseiten. Von Backline über Monitoring bis zu FOH absolut "amtlich" und gegen jegliche Art von Havarie gesichert. Hier gilt das Motto: "Egal was passiert: Show must go on"
    Die Crew ist nicht nur mega-kompetent, nein auch absolut freundlich, fern jeglicher Arroganz.

    So das ist mein Kommentar zur Blue Man Group:

    Absolut sehenswert.

  • welches instrument spielen tontechniker am häufigsten?

    • c.hauser
    • 7. November 2005 um 22:19
    Zitat von "tomstull"

    also seit ich selbst bass spiele kann ich mir viel besser vorstellen und verstehen was die lieben musiker auf der bühne von mir wollen.
    und das erleichtert das leben für beide seiten leichter.

    Selbst auf der Bühne gestanden zu haben hilft wirklich ungemein, da viele Musiker einfach keine Vorstellung haben, was sie überhaupt auf ihrem Monitor brauchen/wollen.
    Sie wissen nur: So wie´s grad ist ist´s Scheiße!
    Ich hab mir deswegen so ein paar Standardeinstellungen in Sachen Monitorsound zurechtgelegt, mit denen ich eigentlich ganz gut den Geschmack der breiten Musikermasse treffe.

    PS: Sind natürlich unterschiedliche Mixes bei den einzelnen Musikern. und gilt auch nicht allgemein.

  • DIE HÄRTESTEN SPRÜCHE DIE EIN PA TECHNIKER

    • c.hauser
    • 7. November 2005 um 22:10

    Gerne zitiere ich meinen guten Freund und Mentor aus Berlin - ein Techniker mit 25 Jahren Erfahrung auf, hinter, neben und natürlich vor der Bühne:

    "Musik stört mich schon lange nicht mehr bei Konzerten"
    "Wer klingt hat recht!"

    Und noch eine Anmerkung in eigener Sache:

    Das Leben hat keinen Limiter!

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