Hallo die Kollegen. Für die, die mich nicht kennen: mein Name ist Falco Zanini und ich bin seit vielen Jahren aktives Mitglied im VPLT. Aktiv bedeutet, dass ich einer der Vertreter der angeschlossenen Mitglieder bin und Leiter des Arbeitskreises Rental und natürlich bin ich auch ganz normales, kritisches und streitbares Mitglied.
Den von Volker ausgeworfenen Faden nehme ich also hier gerne in der Öffentlichkeit auf.
Es handelt sich nicht um einen vorläufigen Beitrag sondern einen „vorbehaltlichen“, was ein immenser Unterschied ist. Vorbehaltlich bezieht sich auf die Umsatzmeldung, die verpflichtend auszufüllen ist. Da sehe ich auch keine Möglichkeiten, das anders zu interpretieren. Dieser Umsatzfragebogen ist exakt derjenige, den die ordentlichen Mitglieder schon seit Jahren ausfüllen (müssen), da sich der Beitrag in einen fixen Teil und einen umsatzbezogenen gliedert. Diese Staffelung verfolgt ein sehr demokratisches Prinzip, nämlich Mitglieder einer Gemeinschaft entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur Leistung heranzuziehen. Es soll Mitglieder in der Form eines Einzelunternehmens geben, die große Namen haben und einen millionenschweren Umsatz, aber nur 125€ zahlen mussten. Gerecht ist das nicht.
Also wo ist das Problem, Volker? Du willst Deinen Umsatz nicht melden? Verstehe ich nicht. Die Umsatzmeldung dient auch dazu, vernünftige Branchenkennzahlen aufstellen zu können. Eine lange geübte Praxis in weiten Teilen der „normalen“ Wirtschaft. Oder woher, glubst Du kommen diese tollen Statistiken, die überall zu lesen sind?
Es ist auch nicht so, dass es sich hier um eine Undercover-Aktion handelt. Nein. Im Protokoll der AM-Versammlung vom 16.11.2011 wurde drüber erstmalig informiert. Im letzten Jahr dann wurde rechtzeitig vor der Jahreshauptversammlung an ALLE Mitglieder eine Mail mit großem Anhang versendet, in dem jeder der Punkte der geplanten Satzungsänderung vorgestellt und begründet wurde. Über die JHV wurde dann im Protokoll berichtet, das zwar spät kam aber dennoch. Also nichts geheimes, sondern mit etwas Leseaufwand verbunden. Du und alle anderen, die damit Probleme gehabt hätten, hätten sich zu Wort melden können und müssen. Stattdessen kein Bild, kein Ton aber hier nun die große Welle mit verdrehten Fakten… Außerdem sitzen in der Geschäftsstelle Menschen wie Du und ich, mit denen geredet werden kann…
Pfälzer: das ist nicht sittenwidrig, da von allen Mitgliedern beschlossen.
rockline: der VPLT ist ein Berufsverband. Steht so auch in der Satzung, die auf http://www.vplt.org nachgelesen werden kann.
Zum Thema „was machen die denn?“: Der VPLT macht als Verein das, was die Mitglieder wollen. Wenn die Mitglieder ihren Willen nicht klar und deutlich über die zahlreichen Kommunikationswege äußern, versucht der VPLT, also auch ich in meiner ehrenamtlichen Funktion den möglichen Willen zu erraten oder von dem abzuleiten, was wir Vertreter als normale Mitglieder gerne erreichen würden.
Einfluss auf „die Politik“? Ja, und zwar umso mehr, umso (Mitglieder)stärker WIR sind.
Gewerkschaft ist der VPLT nicht und kann es auch nicht sein. Ich weiss auch nicht, wieso ein selbständiger Einzelunternehmer in eine Arbeitnehmervertretung gehen sollte. Ihr seid „Freelancer“, keine Arbeitnehmer! Arbeitgeberverband im tarifrechtlichen Sinne ist der VPLT auch nicht. Das kostet richtig Geld, wobei es schon an der Zeit ist, über einen Branchentarifvertrag nachzudenken…
Julian: Schade, dass Du dich während der Zeit im VPLT nicht mal über Deine Wünsche und Sorgen geäußert hast. Meine Kontaktdaten hast Du. Einfach sprechen.
sven: Schade. Wo warst Du die ganzen Jahre? Zu dem „zufälligerweise“ schreibe ich jetzt nichts mehr und verweise auf die Protokolle, die du anscheinend nicht gelesen hast. Du bist ja noch dieses Jahr Mitglied und ich freue mich darauf, Dich auf einem der dieses Jahr zahlreich stattfindenden Treffen sprechen und Dir Fragen beantworten zu können.
So, meine Herren. Die Jagd ist eröffnet und ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge.
Viele Grüße, Falco