Ich habs so gemacht:
1. Mikrofon in Saalmitte (ca 0° zu den Horntops), dann gemessen mit Rosa Rauschen und die Pegel der einzelnen Wege eingestellt, alle Amps dabei auf gleicher Stellung, sodass die Verstärkung aller Ampkanäle gleich groß ist.
2. Das Delay mittels dem bekannten Groupdelay sowie der örtlichen Positionierung eingestellt und dann nochmals gemessen. Delay korrigiert. Ein falsches Delay erkennt man an extremen Absenkungen an den Übernahmefrequenzen.
3. Das ganze für ein paar (5) Positionen frei gewählt im Saal wiederholt. Natürlich stimmt hier das Delay wieder nicht auf jeder Position, aber man kann ein vertretbares Mittel dabei finden.
4. Mit dem parametrischen EQ noch fehlende oder überhöhte Frequenzbereiche herausnehmen oder hinzugeben.
5. Das ganze selbst im Raum mit vielleicht bekannten Musiktiteln verschiedener Genres nochmals anhören (CD oder FLAC sind hier kein Fehler) und eventuell nochmals nachkorrigieren, denn Messung ist das eine, anhören das andere.
6. Die Fills waren so gepegelt, dass sie von der akustischen Leistung her nur geringfügig die Haupt PA beeinflussten, so gab es damit wenig Probleme.
Dieser Aufwand dauerte ca. 20 Minuten und jeder war sehr zufrieden. Gemessen wird bei uns mit ARTA. Somit bekommt der Tontech eine eingemessene Anlage übergeben, die er selbst mit seinem Summen EQ nach eigenem ermessen weiter EQen kann.
Ich weiß nicht ob das jeder so machen kann, ich messe bei uns seit Jahren unsere Anlagen, sobald es ein neues Produkt gibt und kenne jede Eigenschaft davon. Delay anhand vom anhören das Phasings einstellen geht auf Blindflug und recht genau. Beim EQen der Raumakustik gilt meist: weniger EQen ist mehr. Ob sich das nun jemand hier aus dem Forum antut, ich würde eher sagen nein.