1. Vorbereitung: Deinen bescheiden gehaltenen Rider mit der örtlichen Firma durchsprechen. Ruhig sagen, dass Du noch wenig Erfahrung in dem Bereich hast.
2. Vor Ort rechtzeitig da sein, beim Stagemanager, Monitormann und FOH-Mann kurz vorstellen (ich bin XY von Band ABC nachher).
3. Bei so überschaubarer Kanalanzahl würde ich den FOH-Mann mit netten Worten bitten, dass man sein Grundfile benutzen darf.
4. Linecheck: Diszipliniert Gainen unter Kopfhörern, Lowcuts und Comps setzen für die Vocals, ganz kurz auf die PA, damit Du weisst dass das Routing stimmt. Und gut ist. Monitor macht die Band auf der Bühne. Es bringt Dir nichts, in der Aufregung zu versuchen, in einem schlecht klingenden FOH-Zelt irgendeinen Special-Sound zusammenzumischen. Und man muss da auch kaum Frequenzen im Playback pushen. Einfach auf die PA und die Stimmen drüber. Sei erstmal sparsam mit Effekten. Vielleicht ein Gruppen-Comp. Geht unbedingt mal vom Mischpult weg ins Publikum. merk Dir den Unterschied von Bassgefühl und Snare/Höhenanteil gegenüber dem FOH-Zelt. Manchmal MUSS es im FOH schon weh tun, und draußen ist es gerade ok.
Beiträge von mellotron
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DJ Sharty: nur meine 2 Pfennige:
Hausaufgaben machen! Wenn Du wirklich daran interessiert bist, was vor Ort gestellt wird und wie Dein Gig technisch umgesetzt wird, dann kümmere Dich vorher.
Lass Dir 4 Wochen vorher vom Veranstalter den Kontakt zur PA-Firma geben. Telefoniere mit denen und frage die genaue Typenliste ab. Dann google, ob das für Dich passt in relation zum Budget/Raumgröße/Bekanntheitsgrad. Sprich Zeiten ab, um vor Eintreffen der Besucher genug Puffer für einen Soundcheck zu haben und eventuell fehlendes oder defektes Material nachordern zu können.
Ja, da muss man Arbeit reinstecken.
Oder man kauft sich so eine Anlage und nimmt sie im Kombi selbst mit. -
Ich möchte hier Dein schönes Projekt keinesfalls zerreden, aber Du hast jetzt 4 Stück gebaut - war der Spaß bei allen noch gleich stark?
Jetzt fällt dem Betreiber in zwei Jahren ein, dass er noch 2 Stück braucht. Fängst Du dann nochmal an?
Herstellergarantie: Also wenn eine Markenbox nach wenigen Wochen am Controlleramp des Herstellers (auch ein wichtiger Punkt, der Systemgedanke) kaputt geht, dann gehen die Lautsprecher auf Garantie zurück, ganz sicher. Das wird der Hersteller auch auf Kulanz machen. Wenn Deine liebevoll handgemachten Boxen sterben, was dann?
Aber bitte schreib mal eine Schätzung Aufwand pro Box und für alle 4 Boxen inkl. Vorbereitung, Tests, Materialbeschaffung, gern auch als PN.
Meine Vermutung ist, dass man da bei einem Handwerksmeisterstundenlohn bei einer aktuellen Neubox eines renommierten Herstelllers rauskommt. -
Danke, ich schaue mir solche Bauberichte immer gern an.
Aber in mir blinkt immer die Warnleuchte "wirtschaftlicher Unsinn".
Allein in der Zeit, in der dieser sehr informative Bericht geschrieben wurde, hat man doch 4 Mittelklassesubs geordert. Darauf gibt es dann auch noch Herstellergarantie.
Man baut doch nicht eine Kleinserie von 4 Stück als Hobby?
Und zum Weiterverkauf kann sich das doch auf gar keinen Fall lohnen, abgesehen davon, dass ich keinem Auftraggeber neu entwickelte Eigenbaubässe seriös verkaufen würde.
Mich würde wirklich interessieren: Wieviele Stunden stecken hier in Planung und Bau und was hat das Material (inkl. Werkzeug, Transport, Werkstatt) gekostet? -
Coole Screenshots.
Google bringt sowohl bei "BBM + Rammstein" als auch "BBM + Monitor" gleich oben die Antworten auf Deine Fragen...
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Hallo,
für vernünftigen Quer Boxen Betrieb braucht man auch Querboxen also möglichst Line Array Topteile wegen Abstrahlverhalten. Für lediglich bescheidene 1x 12" Sub reichen auch Singel 8" Tops die man auch gerade montieren können sollte, nicht quer und da kommen auch Koaxe in betracht. Ohne DSP Systemcontroller läuft so etwas auch nicht weil man ja schon 2-Wege vollaktiv braucht auch weil man Entzerrungsmöglichkeiten braucht wenn Topteile z.B. Deckennahe montiert werden. Wie meist eher eine Projektierungsaufgabe für Installations Fachbetriebe VOR ORT ...
SchotteSoso
- man braucht also für einen 50 m²-Raum ein LineArray
- man darf normale Lautsprecher nicht quer montieren (obwohl es drehbare Hörner gibt)
- passive Lautsprecher auf 6m Distanz benötigen unbedingt einen DSP
- ach nein, es muss vollaktiv sein sowieso
Gegen die Konsultation eines Fachbetriebs spricht natürlich nichts.
ABER: Je komplizierter, desto anfälliger.
Passives Top mit drehbarem Horn an Quermontagekit des Herstellers plus Safety fachmännisch unter die Decke schrauben.
EQ in einem einfachen 2 in 4 Crossover eventuell nachjustieren.
Fertig.
Hier ist die Herausforderung die Deckenhöhe.
Ich kann sowohl TSM8 und TSM10 dafür empfehlen, gibt es nur nicht mehr neu. Aber gebraucht auf jeden Fall. -
Hanseat : Egal ist mir die Qualität von Musikdarbietungen auf keinen Fall und ich wollte natürlich auch niemandem absprechen, sich dafür zu begeistern oder für eine gute Ausstattung von Schulen und Einrichtungen zu brennen.
Aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen: ein MD441 ist nicht robust genug für eine Schulbühne. Wenn man das Budget hat, das 1x im Jahr zum Service zu schicken, dann bitte. Öffentlicher Träger? Niemand wird doppelblind auf einer Schul-Big Band-Livebühne den Unterschied zu einem SM57 hören, das ein Achtel kostet und womit man einen Nagel einschlagen kann und das noch da sein wird, wenn Du schon in Rente bist.
Ja, Nahbesprechungsausgleich, Richtwirkung, seidiger Klang und so: Alles geschenkt. Kleb doch mal 57 und 441 zusammen beim Solisten, mach zwei getrennte Kanäle, EQ je nach Geschmack und dann schalte mal um beim Konzert... -
Keine Frage, dass das gute Mikros sind.
Aber wenn das Mikrofon auf einer Schulbühne (weit) mehr kostet als das Instrument das Schülers? Da hörst Du dann Unterschiede? Sorry, klingt für mich nach Liebhaberei, wenn sowas nicht aus dem Altbestand kommt. Das wird nicht das einzige Mikro bleiben, das mal runterfällt. Das wird Dir auch kein Schüler sagen, das merkst Du erst beim nächsten Auftritt. -
offtopic, aber ich kann es mir nicht verkneifen:
Wozu braucht man in einer Schulsituation ein MD441? Anscheinend ist es ja kein geerbter Altbestand.
Für den Neupreis EINES Mikrofons bekommt man einen kompletten Satz schülertaugliche und robuste Mikrofone der Eigenmarken, z.B. T.Bone. Sei es Drumset, Kondenser oder preiswerte Vocalmics.
Die haben dann auch noch 3 Jahre Garantie und mal sehen, wieviele davon nach 3 Jahre überhaupt noch da sind.
Da können die Schüler ausprobieren und man senkt da auch die Hemmschwelle für die Schüler, wenn nicht alle ultrawertvoll ist. Und ja, natürlich fallen Mikros herunter. -
Sehr interessant!
Vor allem 2:25-2:37: Da sind Cases der von mir sehr geschätzten Band Brand X zu sehen, sogar der Name des Keyboarders Robin Lumley ist zu erkennen. Der Schwenk zeigt eine Art Open Air im Spiegelbild des Gebäudes. Weiss jemand, wo das war?
Brand X haben nur sehr selten in Kontinentaleuropa gespielt und meines Wissens nach nicht als Support für Uriah Heep. Wo kommt das Bildmaterial des Schwenks her? Erkennt Ihr die Location?
Im Sommer 1978 waren sie nur hier. Aber nicht mit Robin Lumley, eventuell hat der andere Keyboarder Peter Robinson die Cases benutzt?
15.06.1978: Jaap Eden Hal, Amsterdam (w/ Jefferson Starship)
17.06.1978: Loreley (w/ Jefferson Starship)
19.06.1978: CCH Hamburg (w/ Jefferson Starship)
28.+29.06.1978: Pavillon de Paris, Paris (w/ Jefferson Starship)
26.08.1978: Festplatz, Ulm (Festival u.a. mit Genesis, Frank Zappa)
03.09.1978: Ludwigsparkstadion, Saarbrücken (Festival u.a. mit Genesis, Frank Zappa)
07.09.1978: Deutschlandhalle, Berlin (Festival u.a. mit Peter Gabriel, Frank Zappa) -
Ursprung für Jardin/Cour: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cour….jpg?uselang=fr
Eselsbrücke: Cour (Hof) wird fast so geschrieben wie Cœur (Herz). Und das Herz ist... links = Stage Left.
In Frankreich immer gut, wenn man das beim Load schon parat hat, bringt immer Sympathien, genau wie eine kurze Begrüßung in der Landessprache. Nicht nur in Frankreich. -
Dugan: steuerbare Gewichtungsautomatik mehrerer Kanäle führt zu deutlich mehr GBF
Cedar: Hallanteile und "Aufschwingen" wird rausgerechnet. Latenz so gering, dass es livetauglich ist. verblüffend.
=> Das sind für mich die modernen Waffen in der Sprachbeschallung. -
Mein bewährter Weg für Audio-Out aus Lightning:
Für die 30-Pin-Apple-Produkte (Phone/Pod/Pad) gab (?) es ein Amazon Basics Adapterkabel von 30-Pin auf Cinch plus USB. Dadurch war zweierlei möglich:
1. Man nutzt den Line Out des Gerätes, also unabhängig von der Kopfhörerlautstärke. Sehr schön für Soundchecks oder Einlassszenen, die immer denselben Inputpegel brauchen.2. USB lädt parallel und brummfrei Gerät auf für dauerhafte "Set & Forget" Pausenmusik, die immer anliegt und spielt.
Es gibt einen originalen und teuren Adapter von Apple von 30-Pin (Mutti) auf Lightning (MD824ZM/A). Dieser Adapter sorgt dafür, das o.g. Vorgehensweise auch mit den Lightninggeräten funktioniert.Durch Umbau des Amazon-Kabels auf XLR ist man da auch flexibel an allen Pulten.
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Ich verwende nach wie vor die bewährten Linksys WRT54 in 2,4 GHz, SSID versteckt.
Ein Router auf der Bühne, der DHCP macht.
Über Cat ist ein zusätzlicher Router (gleiche SSID) am FOH ohne DHCP angedockt (im Pultcase).
Beide Router fest auf unterschiedlichen Kanälen.
Somit kann man sich sehr gut überall bewegen, iPad & Co suchen sich das stärkere Netz.
Eventuell wäre das heutzutage auch mit einem Meshsystem noch besser zu lösen, in dem die Geräte aktiv übergeben werden.
Stärkere Antennen hatten bei mir nichts gebracht. -
Solche Vorhaben enden auch gern mal in der Privatinsolvenz. Nicht nur, wenn etwas passiert und man in der Haftung ist. Auch wenn man so eine 1000-Mann-Veranstaltung "einfach so" in den Sand setzt: Kosten für Location/Werbung/Künstler/Technik und dann kommen da an einem verregneten Wochenende mit starker lokaler Konkurrenz eben nur 75 Leute. Da ist ganz schnell ein fünfstelliger Betrag offen.
Na gut, versucht man es zwei Monate später nochmal. Uppps, schon wieder nicht ausverkauft... usw.
Respekt, wenn man mit Anfang 20 "grob 800 Gigs" gemacht hat (also 2 pro Woche ohne Urlaub für 8 Jahre???). Und da sind nicht mehr Erfahrungen aus der Veranstaltungswelt hängengeblieben? Da muss man ja mit vielen vielen Veranstaltern zu tun gehabt haben. -
Mein Schelm hat gerade gesehen, dass es nicht mal um einen Octavia Kombi, sondern um eine Limousine geht.
Allein für die Q7 braucht es neben den unhandlichen Lautsprechern an sich ein Behältnis für die Flugbügel, dann 2x Kurbelstativ, Systemamp, Verkabelung...
Ist das reines Hobby, was hier abgefragt wird oder geht es um professionelle Grenzbereiche mit hochsensiblen Künstlern mit höchstwertigen Quellen in akustisch herausragenden Stadthallen, wo der Threadstarter dann mit seiner bewährten Limousine vorfährt und Fullrange Funk&Soul produzieren möchte? Wie wird denn Pult, Mikrofonie und Verkabelung für die Big Bands transportiert?
(Sorry für fast OT) -
Man muss sich vielleicht auch überlegen, was da auf so kleinen Bühnen bei einer Big Band WIRKLICH noch über die PA laufen muss.
Das wissenschaftliche Angehen finde ich nicht per se schlecht, aber aus Datenblättern entsteht noch keine Musik.
Da würde ich eher in den Octavia noch einen schnuckeligen aktiven 15"-Sub reinpacken, als ein fullrangefähiges Topteil allein auf ein Stativ zu wuchten. -
Kommt es nur mir komisch vor, dass der Threadstarter Lautsprecher für ganz bestimmte Anwendungen anhand der EASE-Daten aussuchen möchte? Mieten und ausprobieren!
Die Eckdaten Kofferraum, leicht und kein Mörderpegel nötig erfüllen bei mir seit vielen Jahren Seeburg TSM10. 14,5 kg und den Griff genau an der richtigen Stelle!
90x60, feedbackunauffällig, sehr gut für verschiedene Musik mit echten Instrumenten oder Sprachanteil. Geht erstaunlich laut, wenn sie mal muss. Gebraucht ein Schnäppchen. Passt sogar im Seeburg-Doppelcase in einen Kombi. Ansonsten gibt es leichte und robuste Stoffhüllen.
Das kann man wunderbar mit TSM8 als Infill kombinieren bei breiteren Bühnen. TSM10 gibt es auch aktiv (16kg).
Ansonsten auch sehr gut mit noch mehr Leistungsgreserven: A6 dp (16 kg) oder TSM12 dp (22.5 kg). Aber letztere möchte ich schon nicht mehr auf ein Stativ heben.
Und genau darum geht es doch hier: Da fährt 1 (ein) Techniker los und baut eine kleine PA auf. Kombi, rausheben, vielleicht noch in die 1. Etage tragen, Stativ aufbauen, los geht's.
Alle die, die dafür hier Tops jenseits der 20 kg plus sackteuren und schweren Systemamp empfehlen, haben das lange nicht gemacht... -
Christian Engel: zustimmung für den marginalen unterschied aktiv/passiv mit systemamp.
"das vom hersteller wohldurchdachte konzept"???
du meinst, die teuren systemamps als unerlässlich darzustellen? vielleicht ist das für grenzbereiche vorteilhaft, aber wenn man so ein pärchen 12xt nicht bis zum äussersten tritt, dann kommt da auch passiv mit nicht-systemamp sehr schöne musik raus.
eigenanwendung vorausgesetzt, sonst sind natürlich limiter oder systemamp schon sicherer. -
12XT geht passiv absolut problemlos an jeder Endstufe.
Wir haben mal einen Vergleich gemacht für eine Monitorsituation mit einem Pärchen 12XT:
Eine Box mit LA4X (und passivem 12XT-MON-Preset), die andere mit TSA4-700. Parallel beide am selben Signal und gleichzeitig an. Pegel gematcht. Wir haben keinen Unterschied gehört und ja, die waren auch richtig an.