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  2. fred jung

Beiträge von fred jung

  • DPVT

    • fred jung
    • 5. Oktober 2009 um 20:52

    ...nochmal genauer; Stichwort "Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach"

    Bei dieser Diskussion zeigt sich meiner Meinung nach recht genau, worum es in der Branche (leider) wirklich geht; Darum wie man Kunden am besten veräppeln kann, ohne dabei selbst zu merken, daß man sich den Ast absägt, auf dem man sitzt...

    Und daran ändert kein Prüfsiegel was - hier hilft nur Intelligenz... keine Bauernschläue... :)

  • DPVT

    • fred jung
    • 5. Oktober 2009 um 20:43
    Zitat von "klauston"

    ich hätte mir gedacht, das müßte normal ja einen Aufschrei geben, zumindest auch von Verantwortlichen, die zum Teil ja mitlesen ( das weiß ich )
    Aber es interessiert niemand.
    Und genau da fängt das Problem an..


    ...was mit einem passiert, wenn mal sich dann wirklich mal "erbost", auf Gefahren und Unzulänglichkeiten hinzuweisen und die (vermeintlich?) bestehenden Gesetze hinzuzitiert, können Interessierte gerne in einem anderen Thread nachlesen... (siehe Stichwort "Bühnendächer")

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 11. September 2009 um 19:51

    100%ige Zustimmung meinerseits! Und wenn man mal resumiert, was passiert ist, dann ist doch auch alles halb so wild;

    Die Polizei hat niemanden verhaftet, niemand wurde angezeigt, der Ablauf des Festivals wurde in keiner Weise gestört, sondern es wurde eine Situation im Vorfeld geklärt und bereinigt.
    Wenn der Veranstalter deswegen sauer ist, dann müsste man ihm Kurzsichtigkeit unterstellen, denn letztendlich hat die Aktion dazu beigetragen, daß das Festival auch nächstes Jahr wieder (sofern sicher...) stattfinden kann.

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 10. September 2009 um 07:36

    ...ich BIN im falschen Forum...
    Also dann, den Stöpsel weg und auf die Flasch.. Jeder baut wie er will - Dilletantismus rules!
    Ach ja; Die besagte Bühne war dieses Jahr trotz der Konkurrenz so oft draussen, daß man sich über die Leasingraten keine Sorgen machen muss... :wink:

    So und damit verabschiedet sich der Blockwart/Sicherheitsbeauftragte von diesem Thema. (Muss los, habe nämlich wieder eine Bühne entdeckt, die ich stilllegen muss...) :lol:

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 9. September 2009 um 21:20

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen; Es ging um die Summe aller Vorkommnisse, nicht nur um 40cm, und von "gleich die Polizei holen" kann keine Rede sein; Die Sache hätte von mir aus auch vor Ort direkt geregelt werden können (siehe nochmals meine Schilderung).

    Ich bin doch arg erstaunt, wie "locker" auch hier Kollegen, die ja offensichtlich auch aus der Branche sind, argumentieren... Bin vielleicht einfach im falschen Forum...

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 7. September 2009 um 20:25

    Dann ist ja nun alles zu dem Thema gesagt, die eigentlich Verantwortlichen werden sich sicher hier nicht noch einbringen, und ich kann nur bei meiner Meinung bleiben: Das war Pfusch am Bau, und da gehört halt auch mal auf die Finger gehaun´.
    Es tut mir nur leid um den Verein, der ja eigentlich damit wenig zu tun hatte und die Sache mit ausbaden musste. Aber dort werde ich mich noch persönlich entschuldigen... :D

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 5. September 2009 um 22:30

    Hallo Jörg

    als anerkannter Wehrdienstverweigerer besitze ich keine Waffen außer einem kleinen Leatherman-Tool - also keine Gefahr :wink:

    Hier meine Anmerkungen:

    Zitat von "jörg lenz"

    Was mir allerdings klar war - und Du nicht wissen konntest - ist, dass die Bühne noch nicht fertig war. Mitten in der Baustelle ist es natürlich klar, Fotos von Mängeln schießen zu können

    -> Es ging hier u.a. um die in dieser Form nicht zulässige Höhe des Daches - und die hat nichts mit einem noch nicht fertig gestellten Aufbau zu tun...

    Zitat von "jörg lenz"

    Direkt am Morgen wurde mit 4t ballastiert,

    -> Das war die Konsequenz aus dem Besuch der Polizeibeamten, die dies zur Auflage machten...

    Zitat von "jörg lenz"

    Die Bühne wurde nicht durch entfernen der aufgelegten Truss "tiefer gelegt", sondern durch entfernen der 50cm Zwischenstücke. Die Neigung blieb also erhalten

    -> Bzgl. der Neigung habe ich nichts kritisiert, sondern nur angemerkt. Es ging darum, das Dach auf 5m zu bringen.

    Zitat von "jörg lenz"

    Das findest Du überall und entsprechende Kommentare über Bühnenbaustellen aus Eurem hause hatten wir, wenn ich mich recht entsinne - auch schon mehr als einmal diskutiert und sind zB in tiefen Rillen im Nauheimer Schulhof verewigt.

    -> hier weiss ich nicht, was Du meinst, aber ich entsinne mich nicht, daß wir jemals eine Bühne gebaut, und sie erst am nächsten Tag standsicher gemacht hätten...

    Zitat von "jörg lenz"

    abgesehen von der Befestigung mit Zurrgurten (Thema Formschluß), wie sie aber ja auch bei Euch üblich ist.

    -> Gegen Spanngurte ist m.E. nichts zu sagen, wenn sie ausreichend dimensioniert sind und keine Materialmängel aufweisen...

    Zitat von "jörg lenz"

    Die Statikunterlagen habe ich mir am Samstag aus Interesse zeigen lassen

    -> DIE würden mich brennend interessieren, da müsste dann ja auch die Erlaubnis enthalten sein, diese Konstruktion trotz Höhe > 5m ohne Prüfbuch, Ausführungsgenehmigung und Bauabnahme zu stellen... Da hätten bestimmt auch viele andere professionelle Veranstaltungsfirmen Interesse dran, vielleicht kann man die online stellen... :wink:


    Um das Thema in Deinem Sinne zu einem konstruktiven Abschluss zu bringen:

    Ich bin weder der Rächer der Enterbten, Augenauskratzer, noch ein Paragraphenreiter oder ein neidischer Mitbewerber (sondern wie Du weißt, seit kurzer Zeit in der glücklichen Lage, als selbstständiger freier Dienstleister zu arbeiten...). Und ich weiss aus eigener Erfahrung zu genüge, daß es in der Branche nicht möglich ist, immer 100%ig nach VDE/BGV/UVV/HBO/BGB/HSV/BSE/BLABLABLA zu arbeiten. In diesem konkreten Fall aber habe ich nach besten Wissen, Gewissen und einem unguten Gefühl gehandelt, habe mir nichts vorzuwerfen und würde wieder so handeln, falls es die Situation erfordert.

    Ich wünsche mir im Interesse aller Beteiligten, daß der Vorfall dazu beiträgt, bei den Verantwortlichen einen Denkprozess in Gang zu setzen, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Ich habe ja auch -wie aus meinen Ausführungen ersichtlich- durchaus zunächst versucht, die Sache auf direktem Wege mit der ausführenden Firma zu klären, stieß aber auf eine Mischung aus Unwissenheit und Ignoranz. Mit machtspielerischen Platzverweisen a la Sippenhaft (unserem -ehemaligen - Praktikanten wurde am Veranstaltungstag ohne Begründung der Zugang zum Gelände untersagt, obwohl er mit der Sache ebensowenig zu tun hatte wie Du...) erweckt man jedenfalls nicht den Eindruck, verstanden zu haben, worum es geht.

    Ich stehe daher auch den Verantwortlichen bei Bedarf gerne für ein klärendes Gespräch außerhalb dieses Forums zur Verfügung. Meine Telefonnummer dürfte den Beteiligten bekannt sein. DAS wäre meiner Meinung nach konstruktiver, anstatt "Rachegedanken" zu hegen... Und das ist mein Angebot für die "Friedenspfeife" statt dem "Colt" UGH! :D

    PS:
    :wink

    Zitat von "jörg lenz"

    was passiert, wenn man tatsächlich oder auch fälschlich Mängel an einer Konstruktion entdeckt und auch meldet

    -> Auch das wäre doch mal ein Neues Thema im Forum wert, oder?

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 31. August 2009 um 21:54
    Zitat von "jörg lenz"

    Hallo Fred,

    ist eigentlich nachdem Du Freitag die Polizei zum Bühnen-Vermessen gerufen hast noch was raus gekommen?
    Sah doch - abgesehen von der Ballastierung - eigentlich ganz amtlich aus, was Deine Konkurrenz da aufgebaut hatte?

    Das Festival lief jedenfalls ansonsten reibungslos und überaus erfolgreich. Die Pyro war oberst sehenswert.

    Ich möchte vermeiden, daß dieses Forum für private Scharmützel mißbraucht wird, aber wenn man so einen Ball zugespielt bekommt, dann muss man ihn wohl freudig zurückwerfen. Daher für alle Interessierten eine Schilderung des Vorfalls (falls ich etwas nicht richtig wiedergegeben habe lieber Jörg, so lasse ich mich gerne berichtigen, Du warst ja offensichtlich auch als "Fachmann" vor Ort):

    Ich war am vergangenen Freitag durch Zufall auf dem Platz, da ich im Nachbarort zu tun hatte, und ein ehemaliger Praktikant mich darauf hinwies, daß er Bedenken bezüglich eines Bühnenaufbaus habe. Da es sich um genau so eine Wellblechdachkonstruktion handelte wie zuvor in diesem Thread behandelt, dachte ich, ich schau mir das mal an...

    Vor Ort war ich zunächst über die Höhe der Bühne erstaunt: 2m Truss + 0,5m Truss + 2m Truss + Eckstück 0,5m + quergelegte 4-Punkt 30er Truss + Wellblechdach, ergibt bei mir auf jeden Fall über 5m. Ganz dunkel meine ich mich erinnern zu können, das solche Konstruktionen Prüfbuch und Bauabnahme erfordern... :)

    Das Trapezblech war -so wie ich es sehen konnte- ab und an mit Drahtartigen "Krampen" o.ä. an der Truss befestigt. Ich hätte zumindest massive Haken erwartet, aber na ja, es waren wenigstens keine Kabelbinder...

    Die "Ballastierung" bestand aus 2 Abspannungen pro Seite aus recht zerfetzte Ratschgurten die mit offenem Ende um einen Erdnagel geknotet waren. Die Erdnägel waren in den weichen und feuchten Rasen gehauen, und die Spannkraft war nach einer Kontrolle auch entsprechend lasch. Überhaupt nicht abgespannt oder abgestützt waren die beiden Sidewings, die rechts und links angebaut waren, und die Rückseite der Bühne hatte ebenso keine Ballastierung oder Abspannung. Hiervon gibt es übrigens auch Fotos, wen´s interessiert, dem kann ich sie gerne zukommen lassen...

    Alles in allem eine Konstruktion, die ich selbst in Demut vor der Aussage des oben zitierten Autors nicht als "amtlich" bezeichnen würde... (Von fehlendem Potentialausgleich will ich garnicht anfangen)

    Auf meine Nachfrage, wer denn für den Bau der Bühne verantwortlich sei, bekam ich von den Mitarbeitern folgende Auskunft:
    "Die Chefs sind nicht mehr da"
    Ich wies den anwesenden Azubi der ausführenden Firma darauf hin, daß ich diese Konstruktion für sicherheitstechnisch bedenklich halte und gerne einen der "Chefs" sprechen wolle, oder zumindest möchte, daß er darüber informiert wird.
    Nach einiger Zeit kam der Azubi zurück und ließ mir einen schönen Gruß ausrichten vom "Chef". Als ich ihn nochmals darauf hinwies, daß es nicht um den Austausch von Grüßen geht, sondern um gravierende Sicherheitsmängel, zuckte er mit den Schultern und meinte, er könne dazu auch nichts sagen oder machen. Auf die Frage, daß er ja immerhin auch die Berufsschule besuche, wo derlei Themen auch behandelt werden (sollten) kam der Spruch "Ach die Schule kann man ja eh vergessen".

    All diese Fakten und Reaktionen ließen mehr als vermuten, daß hier jemand frei nach dem Motto "jeder baut wie er will, alles ist schön" am Werke war, und aus mangelnder Kompetenz die möglichen Folgen seines Handelns nicht abschätzen kann.

    In so einem Fall habe ICH in der Schule gelernt, daß man sich u.U. sogar mit haftbar macht, indem man die Anzeige solcher Mängel unterlässt.

    Da ich aus diversen Telefonaten mit dem Kreisbauamt (siehe eigentliches Thema) nun mittlerweile auch dessen Öffnungszeiten kenne und wußte, daß um 21:30h sicher niemand mehr dort auf meinen Anruf wartete, habe ich also die Polizei um "Amtshilfe" gebeten (hatte nämlich mein Maßband zufällig nicht dabei...)

    Zwischenzeitlich begrüßte mich ein Vertreter des Veranstalters mit den Worten; "Na, läuft´s eigene Geschäft nicht so gut, oder was soll das..."
    Ich versuchte, diesem aufgebrachten Menschen klarzumachen, daß es wohl in Eigenem Interesse liegen sollte, der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und potentielle Gefahren zu vermeiden, worauf ich des Platzes verwiesen wurde.

    Ab jetzt kann ich das Geschehen nur noch vom Parkplatz aus, bzw. aus den anschließenden Informationen der Beamten schildern, da ich als Buhmann natürlich den Platz nicht mehr betreten durfte;

    Nachdem ich den Beamten den Vorfall schilderte und auch die entsprechenden Rechtsquellen benannte, herrschte bald Einvernehmen darin, daß dies so nicht geht... Ich machte deutlich, daß mir keinesfalls daran gelegen sei, das Festival platzen zu lassen, sondern es hier um festgestellte gravierende Mängel in der Ausführung geht, die im schlimmsten Falle auch Personen zu Schaden kommen lassen. Ich schlug den Kompromiss vor, das Dach auf 5m herunterbauen zu lassen und gescheit zu ballastieren, um zumindest innerhalb der zulässigen Grenzen zu landen.

    Beim "Bühnenvermessen" der Polizei und telefonieren mit den Chefs kam heraus:
    - Die Bühne hatte 5,40 m Höhe
    - Eine Beantragung hatte nicht stattgefunden
    - Ein Prüfbuch konnte nicht vorgelegt werden, ebenso wenig überhaupt ein Statiknachweis
    Daraufhin einigte man sich einvernehmlich, die Bühne auf 5m herunter zu bauen (Dazu wurde die vorne quer liegende Truss einfach entfernt, was eine Dachneigung vin 0 Grad zur Folge hatte - ein Glück daß es kein Regenwochenende war :))
    Außerdem wurde vereinbart, daß eine zusätzliche Ballastierung mit Tanks erfolgt. Unter dieser Auflage und der Ankündigung einer Überprüfung am nächsten Morgen zogen die Beamten wieder ab.

    Das war die Story, soweit ich sie selbst mitbekommen habe.

    Und nun an Dich lieber Jörg Lenz:
    Wenn Du hinter dieser Geschichte einen Akt witterst, um die "Konkurrenz" schädigen zu wollen, muss ich Dich enttäuschen:
    Ich kenne dieses Festival seit Anbeginn, und habe aufgrund des vorhandenen Budgets der Veranstalter nie den Wunsch gehabt, mich dort "hineinzudumpen".
    Gerade weil dieses Festival auf viele ehrenamtliche und motivierte Helfer angewiesen ist, finde ich es eine tolle und unterstützenswerte Sache.
    Aber das heißt doch nicht gleichzeitig, daß man deswegen bei der technischen Ausführung beide Augen zudrückt und sich auf Pfadfinder-Hüttenbauniveau begibt (OZ: "Wir machen das jetzt schon seit 3 Jahren so und es is nie was passiert...)

    Und ich befürchte übrigens, daß auch Deine Intention, der ausführenden Technikfirma mit Deiner provokativen Fragestellung an mich einen Gefallen tun zu wollen, nach hinten losgehen wird; Jetzt werden sicher auch noch andere Beteiligte zu Wort kommen wollen, und ich kann für meinen Teil nur nochmals klarstellen:

    - Das war im wahrsten Sinne des Wortes "Pfusch am Bau", und wenn man so etwas nicht aussprechen und für Abhilfe sorgen darf, ohne hinterher als "Spielverderber" dazustehen, dann wage ich die Ernsthaftigkeit dieser Branche mit ihren vplts, BGs und DPVTs in Frage zu stellen.

    Ich bin gespannt auf weitere Beiträge zu diesem Thema, daß allerdings einen neuen eigenen Thread verdient hätte, Vorschlag: "Denn sie wissen nicht was sie tun..."

    Viele Grüße
    Fred Jung

    PS: Da die Geschäfte übrigens doch ganz gut laufen, kann ich nicht jedesmal solche Romane schreiben...

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 15. August 2009 um 17:32

    ...ja, und eigentlich um die Frage (nun etwas konkreter): Darf man so etwas unter 5m Höhe und mit einer überbauten Bühnenfläche von 6x8m in Hessen einfach so hinstellen ohne "offizielle" nachgewiesene Statik, oder braucht man eine Ausführungsgenehmigung (beim Kreisbauamt sind alle in Urlaub...)

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 8. August 2009 um 14:17

    Ok, dann Danke für die Info... Da sich ja Vor- und Nachteile annähernd die Waage halten, ist es wohl einfach eine Geschmacksfrage...

    Die Frage nach dem zwingend erforderlichen oder nicht erforderlichen Standsicherheitsnachweis ist zwar damit noch nicht beantwortet, hat ja aber auch nicht nur damit zu tun, ob es Welldächer oder nicht sind.
    Werde ich wohl doch noch nochmal unser Kreisbauamt "belästigen" müssen...

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 26. Juni 2009 um 18:18

    Genau, auch von mir hier nochmal die Frage ins Forum:

    Zitat von "fred jung"

    Sprich, gibt es jemanden, der diese Konstruktionen einsetzt MIT einem Standsicherheitsnachweis?

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 24. Juni 2009 um 22:41

    Nun, bei uns in Hessen sind es meist keine Gerüstbauer, sondern Veranstaltungsfirmen. Scheinbar ist das Trapezblech billig im Baumarkt zu haben im Vergleich zu teuren Planen.

    Und laut MBO scheint ja alles unter 5m Höhe und unter 100qm Bühnenfläche sowieso "frei Schnauze" machbar zu sein... so zumindest die schulterzuckende Antwort seitens der angefragten Behörden :oops:

    Ich frage aus dem Grund: Wir haben für teures Geld eine ARC Stage mit Standsicherheitsnachweis angeschafft (auch unter 5m und 100qm) und erleben immer wieder, daß Kollegen mit eben solchen "Gehtdochwaswolltihrdenn"-Konstruktionen zum Selbstkostenpreis anbieten.

    Also die Frage: Wie ist das denn nun, weder in der Richtlinie für fliegende Bauten noch in der VStättV noch in der MBO / HBO findet man Hinweise für Konstruktionen unter den genannten Maßen... Und in der BGV C-1 wird fadenscheinig auf diverse DINs verwiesen, aber auch nicht konkretisiert. In so einem großen Forum muss es doch Leute geben, die mal sagen können was Sache ist... Ich bin trotz Meistertitel nach wie vor ratlos :(

  • Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach

    • fred jung
    • 24. Juni 2009 um 21:29

    Man sieht immer häufiger selbstgezimmerte Bühnendächer aus Traversenunterkonstruktionen mit aufgesetztem Trapezblech als Dachkonstruktion - Hat jemand damit schon einmal zu tun gehabt und kann mir sagen, wie solche Konstruktionen "legal" werden können? Sprich, gibt es jemanden, der diese Konstruktionen einsetzt MIT einem Standsicherheitsnachweis? Das müsste dann ja wohl eine Expertise eines Statikers sein oder?

  • DPVT

    • fred jung
    • 21. Juni 2009 um 13:06

    Hallo Falco,

    ich habe ja auch garkeine Bedenken, daß wir Probleme mit eine Zertifizierung hätten, aber genau wie eine Mitgliedschaft als ordentliches Mitglied beim VPLT (Anmerkung; Mit der Umfirmierung zur GmbH wird man automatisch ordentliches Mitglied, was den Beitrag nicht unerheblich erhöht, oder man kann austreten) heißt eine Zertifizierung erstmal: Kosten.

    Gerade wenn man (wie unsere Firma) schon seit über 15 Jahren am Markt ist, und an seine Arbeit einen gewissen Anspruch stellt, entwickelt man im Laufe der Jahre automatisch bestimmte Abläufe und Regeln, und optimiert diese auch im Laufe der Zeit.

    Wenn man nun für ein Prüfsiegel eine nicht unerbehbliche Investition (zumindest ist sie das für einen Betrieb unserer Größe...) tätigen soll, so erhebt sich doch automatisch die Frage; Rechnet sich diese Investition? (lustigerweise ist ja sicher auch die Kosten/Nutzen Frage Teil des QM -> Betriebwirtschaftliche Grundlagen). Es muss also zunächst einmal den Betrieben "schmackhaft" gemacht werden, warum sie eine solche Investition tätigen sollen, ein Großteil der Firmen zahlt das sicher nicht aus der Portokasse wie S&F oder Procon...)

    Ich war auf der PLS am Stand der DPVT, und muss sagen, das Argument "Auch zahlreiche Kunden aus der Industrie haben bekundet, daß sie Firmen mit Prüfsiegel bei der Auftragsvergabe bevorzugt berücksichtigen" ist mir ein bißchen zu vage. Hier wird doch das Pferd von hinten aufgesattelt; Wir bringen erstmal ein Prüfsiegel heraus, und schauen dann, ob´s was bringt... Alleine die Tatsache, daß vielleicht ein paar potente Industriekunden in ihren Ausschreibung das DPVT-Siegel zur Pflicht machen, rechtfertigt noch keine Notwendigkeit. Und auch das Argument, daß man durch die Qualifizierung seinen Betrieb strukturiert und optimiert klingt wie aus einem Werbetext einer Unternehmensberatung...
    (Eine solche hatten wir übrigens auch schon mal vor Jahren im Haus; Das Ende vom Lied war, daß zigtausend D-Mark für die bahnbrechende Erkenntnis draufgingen "Um mehr Geld übrig zu haben, müßt Ihr entweder die Ausgaben senken oder den Gewinn erhöhen" - Danke dafür, das hätten wir vorher nie gedacht...!)

    Hier mal die Frage in die Runde:
    - Was glaubt Ihr, bringt so ein Siegel dem Großteil der Veranstaltungsbetriebe?
    und an Tobias:
    - Mich würde Deine Begründung interessieren, warum die VT-Branche so ein Siegel braucht

  • DPVT

    • fred jung
    • 20. Juni 2009 um 22:19
    Zitat von "fred jung"

    Wenn die Jungs von der DPVT klug sind, dann suchen sie den Dialog mit der Branche, hören gut zu, überarbeiten dann noch mal ihren SR 6.0 (und ihre Webseite), und warum sollte das dann nicht erfolgreich sein??

    ...zum Beispiel deshalb, weil die Veranstaltungsbranche bereits jetzt genug Richtlinien, Normen und Vorschriften hat, die nur dann interessieren, wenn der Kunde auch den Preis dafür zahlt. Das tut er aber meist nicht, sondern holt sich gerne günstigere Angebote ein (freie Marktwirtschaft :) ). Warum soll daran ein Siegel oder Prüfzeichen etwas ändern? Dann wird eben argumentiert, daß ja auch Mitbewerber b) das Siegel hat, aber weitaus günstiger anbietet, und alles bleibt beim alten. Nur daß alle Unternehmen noch einen weiteren zusätzlichen Kostenblock am Bein haben.

    Bei Kostendruck wird improvisiert - Ob beim Garagenheini oder Procon ALLE kochen mit Wasser und es kann mir keiner erzählen, daß es in der Veranstaltungsbranche anders laufen wird als im Industriebereich oder in der Medizin, wo die dicken Ordner mit den Organigrammen erst wieder zur anstehenden Nachzertifizierung hervorgeholt werden...

  • DPVT

    • fred jung
    • 20. Juni 2009 um 21:52

    Was eigentlich fehlt, ist ein Verband für Fair-anstaltungstechnik, wer macht mit bei der Gründung? :D

  • Wie seht Ihr der Krise entgegen

    • fred jung
    • 10. Juni 2009 um 22:06

    Nach meinen Erfahrungen ist das im Moment mal wieder so eine Art "umgekehrter Darwinismus": Die Dummen gewinnen.
    Man spürt, daß viele Kunden (wie bereits vor einigen Jahren) bei den Preisvergleichen öfter den Kopf ausschalten und sich nur noch um die Summe unter dem dicken Strich kümmern.
    Es folgen dann Entschuldigungen wie; "Wir mussten uns "diesmal" für den günstigsten Anbieter entscheiden, aber werden gerne wieder auf Sie zurückkommen, wenn sich die finanzielle Lage bessert"
    Gewonnen hat dann der -vermeintlich- günstigere Anbieter. Bei näherem Hinschauen ist das aber nicht selten schlichte Abzocke, da für den "günstigen" Preis natürlich auch Schrott angeboten wird, der selbst für einen noch günstigeren Preis noch überteuert verkauft wäre...
    Von den "Fachkräften", die diesen Schrott bedienen, einmal abgesehen...
    Und nach Qualifikationen und Vorschriften kräht sowieso keiner zur Zeit (Abgesehen von der DPVT :lol: )

    Ich sehe es auch so, daß im Moment noch garnicht abzusehen ist, was alles auf die Branche zukommt, und finde es ein bißchen leichtsinnig, das mit Aussagen wie "Krise? Isch merk davon nix" abzutun.

    Defakto ist die Krise da, bzw. sie hat erst begonnen. Wer glaubt, daß sich das kurzfristig "erledigt", liegt meiner Meinung nach ziemlich daneben.

    Strategien??
    - wirtschaftlich und rationell arbeiten
    - endlich (!) von dem Preisdumping runter!!!! Das ist in dieser Branche die schlimmste Krise, und die gibts schon sehr lange!!!
    - Patienten- (sorry): Kundenkontakte sehr intensiv pflegen
    - Netzwerke mit fähigen Mitbewerbern aufbauen (If you can´t beat them - join them...) um den "Kriegsgewinnlern" den Kuchen nicht zu überlassen
    - aufmerksam den Markt beobachten um Tendenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln

  • HK Audio - Line Array - CADIS

    • fred jung
    • 5. Mai 2009 um 11:40

    ...Nur noch der Vollständigkeit halber: Wir HABEN das mit den Aeroquip Studs geklärt, und anstandslos Ersatz bekommen. Es handelte sich wohl um eine Charge, die etwas zu breit geraten war. Die als Ersatz gelieferten Studs passen nun butterweich und alles ist in Ordnung!

    Das macht halt wiederum Spaß an HK-Audio; Man kann sich auf einen guten Support verlassen und viele Dinge auf dem kurzen Dienstweg klären!

    Aber was ist denn nun mit dem Cadis? Wer hat es schon mal gehört?

  • HK Audio - Line Array - CADIS

    • fred jung
    • 12. April 2009 um 08:57

    Nein es liegt nicht an der Box, es liegt an der fehlenden Passgenauigkeit der Einzelteile. Zumindest bei den Aeroquips, die an unseren CTs dran sind, bzw. den Haltebolzen, die mit dem Flugrahmen mitgeliefert werden.

    Nein und auch zum Drehen des Horns sind wir nicht zu blöd...
    Aber soweit ich mich erinnere, sprach ich von einem Horn drehen OHNE Werkzeug, denn zum Öffnen von Gitter und zum Lösen der Hornschrauben braucht man schon mal 2 unterschiedliche Schraubendreher...

    Und die Flugrahmen lassen sich auch nur montieren, wenn man das ganze Gedöns von Unterlegscheiben und Haltebolzen auseinandernimmt.

    Schön wäre halt -Zack und geht-...

    Aber bevor jetzt eine Diskussionsrunde startet, lassen wir´s lieber gut sein, solche Sachen kann man ja (glücklicherweise) auch direkt mit den Saarländern klären...

    Ich will jetzt mal was zum CADIS hören...

  • HK Audio - Line Array - CADIS

    • fred jung
    • 6. April 2009 um 23:11

    Um mal vorzubeugen hier den Eindruck eines HK-Hassers zu erwecken; Wir nutzen seit über 15 Jahren fast ausschließlich die Produktpalette der Saarländer, sowohl Concert Sound, als auch Lucas und Elias aus der Portable Sound...

    Es geht auch nicht die Neuerfindung des Rades, sondern gerne um Details:
    Ich könnte mir z.B. vorstellen als Innovationen:
    - Eine Softwareerweiterung für den CTA-Sub (Fernsteuerung der Menueeinstellungen über PC mittels der vorhandenen Schnittstelle, getrennte regelbare Levels für Sub/Top Amps, um auch ohne zusätzlichen Amp mal einen Nearfill ansteuern zu können
    - Ein ohne großen Aufwand und Werkzeug drehbares Horn für FOH/MON Betrieb bei CT-112/115 (siehe d&B...)
    - Eine CTA-108 mit ein paar mehr Winkelungsmöglichkeiten, um auch armen ContourArray-Usern das Gefühl zu geben, daß man ihnen zutraut damit umgehen zu können...

    Und noch eine tolle Idee für den Portable Bereich, um eingefleischten HK-Meckerern die Grundlage zu entziehen:
    "Ab jetzt alle Gehäuse aus gescheitem Multiplex oder glaspartikelverstärktem Polyamid!" (Sooo viel teurer kanns doch auch nicht sein...)

    MEIN persönlicher Eindruck ist halt, daß sich da im Moment nix tut - im Gegensatz zu eben vielen Mitbewerbern, die genau solche Details optimieren.

    Unn jetz is abber schluss! Geht ja hier ums CADIS...

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