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  2. rotti

Beiträge von rotti

  • I don't need that, 2.0

    • rotti
    • 2. August 2010 um 09:40

    Hi Ben,

    och nö... sowas ist zwar eine kleine Anekdote wert, aber mehr nicht. Wir waren insgesamt mit 3 Autos da, aber ich war auch der einzige, der eine solche Begegnung hatte. Da hat das Rotkäppchen auch wirklich Glück gehabt.
    Hätte er die Nummer mit einem bestimmten unserer Protagonisten versucht, wäre das für ihn sehr problematisch geworden.

    Ist aber auch nicht die lustigste Geschichte, die ich mit einem Rotkäppchen erlebt habe. Vor einigen Jahren auf einem anderen Stadtfest (auch wieder vor einem Rathaus) war der "Backstagebereich" recht groß und man konnte direkt dort parken. Plötzlich fiel eine kleine Gruppe Rotmützen dort ein und verteilte "Parktickets". Trotz in den Autos liegender Einfahr- und Parkgenehmigungen.
    Begründung: "Das Parken vor dem Rathaus ist GRUNDSÄTZLICH verboten. Das kann man auch nicht durch Bauzaunabsperrungen etc umgehen."
    Als es dann zu Diskussionen kam, wurden sogar Abschlepper geordert, die die Autos der "renitenten" Künstler und Mitarbeiter entfernen sollten. Da ging es ziemlich hoch her.
    Manchmal hat eben eine Behörde keine Ahnung, was die andere tut.

  • I don't need that, 2.0

    • rotti
    • 31. Juli 2010 um 12:56

    Gestern hatte ich mal wieder eine Begegnung der 3. Art.

    Mittlerweile unterhält, glaube ich, jede Stadt in Deutschland ihre Privatarmee von Hilfspolizisten, genannt "Service- und Präsenzdienst des Ordnungsamts". Zu erkennen sind diese Kollegen meist an ihrer blauen Uniform mit rotem Barrett.
    Rekrutiert werden sie in der Regel aus dem Kreis der Langzeitarbeitslosen.
    Manchmal hat man den Eindruck dabei wird nach dem Schema vorgegangen, daß die Leute, die man eben nicht in die Pflege der städtischen Grünanlagen vermitteln kann, ne rote Mütze aufgesetzt bekommen und Streife laufen müssen.

    Mit einem solchen Exemplar hatte ich gestern zu tun.

    Ich war mit einer Band auf einem Stadtfest in Paderborn. Wie es nunmal bei Stadtfesten so ist, sind die Bühnen meist mit dem Auto schwierig zu erreichen, da sie in Fußgängerzonen liegen und natürlich dort wegen des Festes eine Menge Leute herumlaufen.

    Für das Stadtfest gestern hatte ich natürlich eine solche Genehmigung, die es mir erlaubte, in einem Zeitfenster von 17:00-24:00 den Festbereich in der Paderborner Innenstadt zu befahren und auch dort zu parken.

    Also fuhr ich frohen Mutes der sehr guten und genauen Wegbeschreibung folgend in die Fußgängerzone ein. Natürlich mit Schrittgeschwindigkeit und eingeschalteter Warnblinkanlage. Die Durchfahrgenehmigung in Größe DIN A4 hinter der Windschutzscheibe. Wie man das eben so macht.
    Im Getümmel entdeckte ich auch eine Rotmütze. "Fein" dachte ich, "Der kann mir sicher auch sagen, von welcher Seite ich am besten an die Bühne heranfahre."
    Er erblickte mich auch und kam zielstrebig auf mich zu. Ich ging immer noch von Hilfsbereitschaft aus und hielt an. Direkt vor meinem Auto blieb er stehen und ruderte wild mit den Armen. Dabei brüllte er mich an, was zum Teufel ich denn hier veranstalte.
    Ich stieg aus dem Auto aus.

    Er: "Sin´sie denn bekloppt???? Dat is nen Fußgängerbereich!!!!"
    Ich: "Ja, ich weiß. Ich muß zur Bühne auf dem Rathausplatz und laut meiner Wegbeschreibung muß ich dann hier durch."
    Er: "Da geht man zu Fuss hin. Haben sie verstanden??? ZU FUSS!!!!! Warten sie, ich brauche ihr Kennzeichen für die Anzeige. Das wird nicht billig, junger Mann. In eine Fußgängerzone zu fahren.... so was verrücktes. Können sie keine Schilder lesen??? Wo haben sie denn ihren Führerschein gemacht????"
    Ich: "MOMENT! Ich habe eine Durchfahrgenehmigung, durch diese Strasse und bis zum Rathausplatz. Die sehen sie dort hinter meiner Frontscheibe."
    Er: "Durchfahrgenehmigung? Was soll das denn sein? Zeigen sie den Wisch mal her."

    Ich gab ihm den Schein. Gewissenhaft prüfte er, ob darauf tatsächlich mein Kennzeichen steht und kam zu dem Schluss, daß wohl alles seine Richtigkeit hatte. Na ja... fast.

    Er: "Und sie müssen ausgerechnet jetzt hier durch? Jaja... immer diese Extrawürste. Sie hätten nicht schon eher anliefern können? Nee nee, oder?"
    Ich (nun wirklich irritiert): " Wie? Schon eher?"
    Er: "Na, das Fest läuft hier seit Dienstag. Da müssen sie natürlich ausgerechnet am Samstagabend, wenn alles voll ist, hier ankommen. Unverschämtheit."
    Ich (schon recht gereizt): "Tut mir leid, aber wir spielen nunmal erst heute hier. Meine Genehmigung gilt auch erst ab heute 17:00. Nun ist es 17:15. Ich sehe hier gerade nicht, wo das Problem ist. Ich kann ja auch schlecht, wenn ich erst Samstag hier sein muß, am Dienstag kommen, mein Auto parken und bis Samstag hier Campen."
    Er (warf die Genehmigung durch das geöffnete Seitenfenster in mein Auto...Danke,sehr freundlich): "Dann sehen sie mal zu, wie sie da durchkommen. Wenn ich irgendwelche Klagen höre, sind sie dran. Ich hab´ihr Kennzeichen."
    Ich: "Sagen sie mir dann wenigstens, auf welcher Seite der Bühne die Parkmöglichkeiten sind, damit ich nicht vielleicht über den ganzen Platz fahren muß?"
    Er: "Sehen sie doch zu, wie sie klar kommen. SIE wollen doch da hin fahren."
    Und dann verschwand er in der Menge.

  • Warnung vor meinestadt.de / alles-klar.de

    • rotti
    • 21. Juli 2009 um 14:17

    Zu Thema "Einschreiben" muß ich leider sagen, daß das völlig sinnfrei ist. Mit einem Einschreiben kann man nur nachweisen, daß man überhaupt etwas dahin geschickt hat. Das kann natürlich der Widerspruch sein, aber genauso gut auch eine Grußkarte. Daher haben Einschreiben keinerlei rechtswirksame Folgen.
    Es gibt laut meiner Anwältin nur zwei "sichere" Methoden:

    1. Persönliche Übergabe vor Zeugen: Man setzt ein Schreiben auf, nimmt eine verlässliche Person und lässt sich von dieser bezeugen (schriftlich), daß man exakt DIESES Schreiben in DIESEN Umschlag gesteckt hat.
    Dann fährt man mit dem Zeugen zu dem Empfänger und übergibt das Schreiben persönlich. Auch diesen Vorgang lässt man sich wieder von dem Zeugen bestätigen.
    Wenn der Empfänger das Schreiben dann nicht annimmt, hat man Pech.

    2. Der gerichtliche Postzustellungsauftrag: Das ist die einzig sichere Methode. Man schickt das Schreiben an die zuständige Stelle des Amtsgerichtes. Der Gerichtsvollzieher fertigt eine beglaubigte Kopie des Schreibens und stellt das Original dann zu. Das kann er nach seinem Ermessen persönlich oder per Zustelldienst tun. Das sind dann die schönen gelben Umschläge.
    Es wird protokolliert, wann das Schreiben zugestellt wurde und der Verfahrensnummer auf dem Umschlag kann das Gericht die beglaubigte Kopie zuordnen.

    Schlimm, was man lernt, wenn man einen Mietnomaden loswerden will :(

    Viele Grüße

    Rotti

  • Zahlungsmoral und Zahlungsdauer von Agenturen etc.

    • rotti
    • 4. November 2008 um 16:41
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Ich finde so ein Zahlungsverhalten gar nicht gut und befürworte es nicht.

    Schlussendlich ist es aber ganz klassisch das Ergebnis von Angebot und Nachfrage: Solange "Freelancer" dies anbieten (hinnehmen) wird der Auftraggeber das Angebot annehmen (ausnutzen).

    Nimmt 1 Freelancer nach 14 Tagen Zinsen, wird er nicht mehr gebucht. Nehmen alle Freelancer nach 14 Tagen Zinsen, ist das Thema vom Tisch und es wird pünktlich bezahlt oder aber der Verzug honoriert.

    Ist natürlich für den einzelnen Freelancer nicht befriedigend :cry:

    Das Dumme ist ja leider, daß Freelancer generell untereinander schlecht organisiert sind. Es gibt immer einen, der billiger ist, oder einen der auch nach der 16. Stunde seinen Tagessatz noch nicht erhöht.
    Ich bin eigentlich recht strikt in meiner Preisgestaltung, aber man muß echt aufpassen, daß man nicht plötzlich ohne Kunden da steht, solange es Leute gibt, die auch ein ordentliches Fachwissen haben, aber kalkulatorisch Graupen sind. Die sind von vornherein schon 40- 60,-€ "günstiger" als man selbst und trauen sich auch nicht, nach 16 Stunden mehr zu berechnen.

    Dadurch kommen viele Firmen auf den Trichter, sie könnte frei bestimmen, welche Leistungen sie zu welchem Preis abrufen. Das ist so, als würde man in eine Bäckerei gehen und sagen: "Tach, ich nehme 20 Brötchen, zahle aber nur 15 und die Wurst legen sie mir auch noch drauf. Zahlen werde ich, wenn ich das Geld habe. Vielleicht in 4 Wochen, aber nun beeilen sie sich mal."
    In der Bäckerei wird man aber für sowas ausgelacht, bei uns erntet man böse Blicke, wenn man lachend ablehnt und man ist "die Diva", neigt zur Selbstüberschätzung" etc.

    Ich habe diese Debatte gerade wieder und es gipfelt dann darin, daß man echt erklären muß, wie sich eine Tagespauschale von 240,-€ rechtfertigen lässt. "Wenn du sooo viel Geld brauchst, dann ist dein Lebensstandard zu hoch. Das zahlt doch heute keiner mehr."

    Aktuell könnte ich echt kotzen. :cry:

  • Video-/Ledtechnik beim "Schiller"-Konzert

    • rotti
    • 25. September 2008 um 15:55

    Huhu,

    es hat bei der Produktion einen Wechsel im Personal gegeben. Warum das passiert ist, weiß ich nicht und das gehört auch nicht hierher. Ich kann nur sagen, daß ich mich echt gefreut habe, als die Anfrage von Bodo kam, da ich der Geschichte schon einiges abgewinnen kann.

    Es sind zur Zeit zwei neue Lichtler dort im Boot. Einer davon bin ich. Ich habe die folgenden Shows gemacht:

    17.07. Burg Abenberg
    19.07. ZMF Freiburg
    06.09. Bonn Museumsmeile
    07.09. Rostock IGA-Park

    Ich ziehe die GrandMA der Hog vor, weil ich sie eben deutlich besser kenne. Daher blieb die Hog IPC auf dem Tourblock im Juli im Truck und ich nahm jeweils die örtliche GrandMA. (Glück gehabt ;) )
    Bei dem Block im September wurde dann eine GrandMA mitgenommen, weil da eben beide Ops mit klarkamen.

    Die Stealth-LED-Wände waren sowohl im Juli, als auch im September dabei, ebenso wie eine Lage GLP Impressions und einige 2-Lites.

    Die Pandoras Box hatte ich bei den September-Shows zum ersten Mal in den Fingern. Die Anpassung der Files auf den Timecode und die Skalierung hat der andere Kollege gemacht. Ich bin mit dem Thema noch nicht so fit. Es reicht, um den Frontplatz zu bauen und alles zu starten und ggf noch die Bildgröße per Keystone-Einstellungen zu ändern.
    Bei größeren Fehlern könnte ich erstmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und jemanden anrufen, der sich damit auskennt :D .
    Ich arbeite aber dran ;)

    Zu den Infos von Denis kann ich nichts sagen, da ich nichtmal weiß, wer die Produktion vor dem Wechsel gemacht hat.

    Viele Grüße

    Rotti

  • Video-/Ledtechnik beim "Schiller"-Konzert

    • rotti
    • 20. September 2008 um 22:09
    Zitat von "radartuete"

    ..hhm, der Dresden Termin war auch schon im Mai. Rostock war der letzte Termin (am 07.09.) der Tour - vielleicht sind sie ja zwischendurch auf MA umgestiegen. Definitiv stand da eine GrandMA. Ich stand direkt dahinter und hab ja gesehen wie die Zigarettenasche des Operators ins Pult verschwand :D

    Gar nicht wahr: Ich hab sie weggepustet ;)

    Die LED-Wände waren Stealth-Elemente. Videosteuerung war eine Pandoras-Box, die mit der GrandMA vernetzt wurde (für Keystone-Einstellungen)

    Video lief über Timecode. Licht wurde live gedrückt.

  • X-Post (Lampentreff) Die "richtige" Software?

    • rotti
    • 21. Mai 2008 um 13:39

    Hallo,

    ich habe die selbe Frage auch schon im Lampentreff-Forum gestellt, aber vielleicht treiben sich ja hier auch noch ein paar Leute herum, die dort nicht aktiv sind, aber mir bei meiner Frage helfen können. :wink:

    Ich möchte mich noch etwas stärker in den Bereich CAD und Visualisierung einarbeiten. Bisher beschränken sich meine Erfahrungen damit auf wysiwyg.
    Das Programm kann vieles, aber eben nicht alles gut. Deshalb suche ich nach weiteren Alternativen.

    Es geht in erster Linie darum, aussagekräftige Pläne (2D und 3D), die sich auch gut auswerten lassen (Patch, Counts) zu erstellen, aber auch um gute Visualisierungen.
    Es muß natürlich auch möglich sein, dwg-/dxf-Files zu importieren und darin weiterzuarbeiten. Auch ein Export in diese Formate ist nötig.

    Ich habe jetzt Infos, bzw Erfahrungen über, bzw mit folgenden Lösungen:

    wysiwyg (Praxis seit Rel.10):
    +sehr einfach zu handhaben
    +günstigster Preis von allen bisher angefragten Anbietern
    +Qualität der Renderings ganz ok
    +gute Report-Funktionen
    +Support ok
    +gute Fixture-Library

    -teilweise starke Probleme beim Import von dwg-Datein. Das Programm kriegt "Schluckauf" bei verschiedenen Blöcken oder Macros in Autocad. Nicht lustig, wenn man in original Bauplänen von Architekten arbeiten muß
    -exportierte dwgs, die in Autocad geöffnet werden, wirken sehr grob (starke Abweichungen in der Linien-Stärke)
    -Render-Engine auch auf "amtlichen" Rechnern sehr langsam
    -Freiform-Funktionen, die einen in den Wahnsinn treiben können (versucht mal, eine in drei Richtungen gestreckte Stoff-Oberfläche zu modellieren, am besten noch mit Löchern)

    Insgesamt aber ein gutes Programm, um "mal eben" eine Bühne zu erstellen

    vivien:
    Sieht laut Infomaterial erstmal sehr gut aus, ist recht günstig und wohl auch recht einfach zu verstehen.
    Austausch mit wysiwyg zur feineren Bearbeitung der Beleuchtung ist auch gegeben.
    Angeblich kann man sich vom Support wohl auch Venues nach dwg-Files modellieren lassen.

    Da stellt sich mir nur noch die Frage: Was kann vivien, was wyg nicht kann? Ist es überhaupt sinnvoll, beides zu haben?

    Vectorworks Spotlight:
    Das ist ja auf jeden Fall ein vollwertiges CAD-Programm. Ich denke mal, der Preis wird deutlich über wyg und vivien liegen. Das Infomaterial ist noch nicht bei mir eingetroffen (letzten Freitag angefordert).
    Screenshots und Renderings (mit Modul RenderWorks) sehen sehr vielversprechend aus. Ich denke mal, es ist sehr komplex und eine Schulung macht auf jeden Fall Sinn.

    Nun habe ich aber mal einen befreundeten Raumplaner (Dozent), der mit VW arbeitet, gefragt, wie die Schnittstelle zu dwg und dxf ist und der war nicht sehr begeistert. Es soll zwar "irgendwie" funktionieren, aber eben nur "irgendwie". Vor allem kann es zu Ungenauigkeiten in den Bemassungen kommen, was ja ganz blöd wäre.
    Ausserdem weiß ich da auch nicht, wie gut die Libraries sind.

    Pytha:
    Hui, das ist mal nicht billig. Alle Module, die ich gerne hätte, kommen zusammen auf ca 10.000,-€.
    Dafür bekommt man aber allein bei Bekundung von Interesse schon eine Menge Service. Online Infos angefragt (Sonntag), sofort gestern Morgen einen Rückruf erhalten, in dem ich erstmal angeben konnte, in welchem Bereich ich tätig bin, was ich mit der Software machen will etc. Heute Morgen war dann ein maßgeschneidertes Info-Päckchen mit einer netten Präsentations-CD bei mir.
    Vor-Ort-Vorführung und sogar ein Leih-Testsystem für 4 Wochen sind möglich. Auch ein Hinweis auf Finanzierungsmöglichkeiten wurde unaufgefordert gegeben. Die wissen, wie man verkauft. smile

    Zur Software selber: Die Renderings und auch die Shaded-Views sehen phantastisch aus.
    Die Darstellung von Beleuchtungssituationen, sowie Analyse der Ausleuchtung durch Falschfarbenbilder macht einen sehr guten Eindruck.

    Aber wie sieht es mit der Kompartiblität von dwgs aus? wie Umfangreich und detailliert sind die Libraries? Darüber schweigt sich das Infopaket aus.

    ldAssistant:
    hmmm.... das liest sich auch gut. Basiert auf AutoCAD, bzw ist auch als Plug-In für AutoCAD zu haben.
    DWG-Probleme dürfte es also damit nicht geben.
    Der Preis für die Stand-Alone-Version ist erfreulich niedrig. Bankette, Vorhänge, Deko und natürlich auch Lampen sollen in einer umfangreichen Library vorhanden oder einfach zu erstellen sein.

    Auch hier sehen natürlich die Screenshots und Renderings super aus.

    Hier stellen sich aber die Fragen, ob das Programm hält, was es verspricht, und natürlich ob die Stand-Alone-Version ausreicht, oder es sinnvoller ist, sich für einiger 1000,-€ eine AutoCAD-Lizenz und das Plug-In zu kaufen.
    Hier sehe ich natürlich den Vorteil, daß mit nativen dwgs gearbeitet wird.

    Hmm... was also tun? Ich will größtmögliche Kompatiblität, angenehmes Arbeiten und gute Renderings und Analysen. Kann mir eine Software das alles bieten?
    Ich habe auch nichts dagegen, Schulungen zu machen, aber es sollte schon so sein, daß ich zeitnah beginnen kann, damit zu arbeiten und nicht erstmal 1 Jahr die Schulbank drücken muß.

    Zur Preisfrage: Für die grobe Erstauswahl ist der Preis erstmal egal. Es wäre in absehbarer Zeit auch theoretisch möglich, alle Programme/Module zu kaufen. Es soll nur sinnvoll sein.

    Ich kaufe lieber 2 Software-Lösungen für ca 20.000,-€, die ich beide oft nutzen kann, als 3 für 14.000,-€ von denen eine im Wert von 2000,-€ im Regal verstaubt, weil die anderen alles können.

    Also bitte ich mal um Anregungen und Erfahrungsberichte, was was kann.

    Viele Grüße

    Rotti

  • I don't need that, 2.0

    • rotti
    • 2. April 2008 um 12:29

    Ja, ich habe mich da ganz schön lange zutexten lassen, aber ich bin nunmal eigentlich auch ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch.
    Ich biete auch gerne mal Telefonsupport, auch wenn ich mit der Produktion gar nichts zu tun habe.
    Ich denke, jeder von uns hat schonmal einen Anruf bekommen im Sinne von: "Hallo, ich bin XY. Der Kollege Z (ein wirklich guter Kollege) meinte, du könntest mir vielleicht kurz helfen" und dann geht es wirklich um eine Geschichte, die man schnell lösen kann.

    Hier hat mich aber die fordernde Haltung ganz massiv gestört, zumal sie von einem Typen kam, der tatsächlich grundsätzlich um 5,-€ feilscht und auch schonmal dem Chef der Firma, bei der ich sitze gesagt hat, daß ER mich niemals buchen würde....so ein Wahnsinn, einem Lichttechniker volle Tagessätze zu zahlen, blabla...

    Es wird ja auch gerne gemacht, einfach mal Leute mit Material, das man gerade günstig haben kann, zu konfrontieren und den Tecki vor Ort das ausbügeln zu lassen.
    Das habe ich auch schon erlebt. Siehe hier:

    http://www.lampentreff.de/forum/thread.php?threadid=1568&sid=&hilight=&hilightuser=529

    Interessanterweise tauchte diese Firma auch vor einiger Zeit hier in den Warnungen auf, bzw die Nachfolgefirma. Gebucht wurde ich da später auch nicht mehr, da ich bei der Rechnung für die Geschichte aus dem Link doch mal die Creditreform bemühen durfte.

  • I don't need that, 2.0

    • rotti
    • 1. April 2008 um 11:47

    ... Firmen, die einen niemals selber buchen würden, weil man ja soooo teuer ist, aber tatsächlich erwarten, daß man ihnen kostenlosen Telefonsupport bietet.

    Ich sitze ja tageweise bei einer Firma als Planer und verdinge mich dazu noch als Freelancer.
    Bei dieser Firma bucht eine andere Firma gelegentlich mal etwas Zusatzmaterial. Grundsätzlich mit viel Feilscherei. Der Kollege hatte es wohl geschafft, an meine Handy-Nummer zu kommen und so erhielt ich vor einiger Zeit mal den folgenden Anruf:

    Er: "Hallo, hier ist XY von der Firma z. Hast du Zeit?"
    Ich: "Nein, eigentlich nicht."
    Das ignoriert er: "Ich stehe hier und habe 10 Mac250 und einen MA-Scancommander und irgendwie machen die nicht das, was ich will."
    Mittlerweile habe ich mich per VPN ins Firmennetzwerk eingewählt, checke die Dispositionssoftware und stelle fest, daß er das Material gar nicht von uns hat.
    Ich: "Hmm, das Material ist aber nicht von uns, oder?"
    Er: "Nee, bei euch war der Preis zu hoch. Da habe ich bei einer anderen Firma gemietet."
    Ich: "Dann ruf doch mal da an."
    Er: "Da geht keiner ans Telefon. Du mußt mir helfen."
    Ich: "Hast denn jemanden von deinen Lichtleuten bei dem Job? Die müßten das doch können."
    Er: "Nee, ich bin hier alleine. Für Personal habe ich hier kein Budget."
    Ich: "Dann ruf doch einen von deinen Technikern an."
    Er: "Die wollen dann sofort hierhin kommen und dann muß ich sie bezahlen."
    Ich: "Aha und bei mir ist das anders?"
    Er: "Ja, du erklärst mir das jetzt eben am Telefon. Es geht um folgendes: Blablabla." (Er erklärt mir eine Aktionmit Timecodes etc)
    Ich: "Am Telefon wird das nix. Dafür müßte ich vorbeikommen."
    Er: "Wenn du meinst."
    Ich: "Ja, das würde aber auch Geld kosten."
    Er: "Nee, das geht nicht. Ich habe doch kein Geld dafür. Da könnte ich doch genauso gut einen von meinen Leuten anrufen."
    Ich: "Dann kann ich dir nicht helfen."
    Er: "Musst du aber, sonst komme ich hier nicht weiter."
    Ich: "Hör mal, ich kann dir doch keinen kostenlosen Support geben, wenn das Material nichtmal von uns kommt. Irgendwem muß ich das in Rechnung stellen. Entweder dir, oder meiner Firma, wenn ich Support für Material dieser Firma gebe."
    Er: "Nee, das hat auch mit der Firma nichts zu tun. Ich rufe ja dich als Freiberufler an."
    Ich: "Und warum sollte ich dir dann kostenlos helfen, wo du nichtmal in meiner Kundenliste stehst und mich wegen meiner Preise niemals buchen wirst, was du ja gerne auch erzählst?"
    Er. "Ääähhh, weil ich so oft Material bei euch miete."
    Ich: "Ja, was denn jetzt? Das hat nichts mit der Firma zu tun, aber du argumentierst, daß ich dir helfen müsse, weil du so viel bei der Firma mietest?"
    Er: "Ist doch jetzt auch egal."
    Ich: "Nein, ist es nicht. Du hast dich personell verkalkuliert und nun keine Leute, die den Job machen können und willst jetzt, daß jemand, der nichts mit dir zu tun hat, dir für lau hilft, weil deine Leute Geld dafür wollen. Wenn du etwas komplexes mit Licht machen willst, dann buch einen Lichttechniker. Ganz einfach."
    Er: "Ich habe eine Idee: Schreib die Rechnung doch an die Firma, von denen ich das Material habe." Er nennt mir eine Firma, die ich nichtmal kenne.
    Ich: "Ich kann doch nicht einfach eine Rechnung an die schreiben. Ich habe von denen keinen Auftrag."
    Er: "Den Auftrag kriegst du von mir."
    Ich: "Dann kriegst du auch die Rechnung. Wer die Musik bestellt, der zahlt sie auch. Du kannst doch nicht einfach für eine Firma einen Auftrag an einen Fremdanbieter geben."
    Er: "Na gut. Dann schreib die Rechnung an mich."
    Ich: "Echt? Denk dran: Ich habe einen Vertrag mit der Creditreform"
    Er: "Oh. Können wir das denn nicht doch telefonisch machen?"
    Ich: "Meinst du, daß Telefonsupport kein Geld kostet? Du sparst dann höchstens die Anfahrtskosten."
    Er: "Du bist aber unkooperativ. Das werde ich aber in der Firma mal zur Sprache bringen." *klick*

  • Aus dem Warnungen-Brett

    • rotti
    • 14. Februar 2008 um 13:13
    Zitat

    Wobei das Thema Freelancer ein ganz eigenes ist. Ich kenne einige, die warten ohne größere Aktivitäten 3-6 Monate auf die Bezahlung ihrer Rechnung.

    Das ist mir völlig unbegreiflich. Auf meinen Rechnungen steht ein Zahlungsziel und wenn das verstrichen ist schreibe ich eine freundliche Mail oder rufe an.
    Nach einem Monat fällt die Mail oder der Brief schon etwas förmlicher aus und ich nenne es "Mahnung".

    Sollte sich dann noch nichts wesentliches tun, kommt es zu unterschiedlichen Aktionen.
    Das kann eine Verlängerung des Zahlungszieles sein, wenn vernünftig argumentiert wird, aber auch hinzuziehen der Creditreform oder, was ich auch schon gemacht habe, ein Abtreten der Forderung an das Finanzamt zur Verrechnung mit Steuerzahlungen. Das geht. Ich bin mal in der Situation gewesen, daß ich dringend eine Steuerzahlung leisten mußte, aber das Geld nicht hatte. Dafür hatte ich aber einen prall gefüllten Ordner unbezahlter Kundenrechnungen. Beim Finanzamt geriet ich dann an einen sehr verständnisvollen Menschen, der mir vorschlug, ihm Rechnungen in der entsprechenden Höhe zu faxen.
    Die betreffende Firma bekam dann Post, daß die betreffenden Rechnungen nun an das Finanzamt bezahlt werden müssen. Sollte das nicht innerhalb einer Woche geschehen, würde der Betrag eingezogen werden. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es sich nicht um eine "Lohnpfändung" handelt, sondern, daß ich dem Finanzamt die Forderungen quasi "verkauft" hätte.
    Saubere Lösung. Würde ich jederzeit wieder machen.
    Sollte aber kein Geld an das Finanzamt fliessen, weil der Kunde tatsächlich nicht liquide ist, dann wird das zum Bumerang. Das Finanzamt trägt natürlich nicht das Risiko, aber einen Versuch ist es allemal Wert.

    Zitat

    Manche glauben, daß eine abgeschickte Mahnung gleich einer "Kündigung" aller zukünftigen Jobs entspricht. Das stimmt nicht. Es kommt wie so immer auf die Umgangsformen an. Bei größeren Firmen hat der Disponent kaum Kontakt zur Buchhaltung und auch bei kleineren Auftraggebern kann das Mahnungschreiben eher positiv sein. Da kann dann auch mal der Satz fallen "Sorry nochmal, wir haben es jetzt überwiesen. Ich hoffe, wir dürfen Dich trotzdem noch weiterhin buchen..."

    Das ist unterschiedlich. Ich habe in meinen fast 20 Jahren Freelancer-Dasein die unterschiedlichsten Dinge erlebt. Manche reagieren schon auf den ersten Anruf beleidigt: "Meine Güte, die Rechnung liegt doch erst 3 Wochen hier.". Andere berufen sich darauf, daß sie ja immerhin die vorvorletzte Rechnung innerhalb des Zahlungszieles gezahlt haben und somit doch völlig problemlos sind. Wieder andere entschuldigen sich und zahlen.
    Ich habe ein paar Kunden, bei denen ich auch in der Vorbereitung arbeite (CAD etc). Wenn da die Zahlungsziele deutlich überschritten sind, fahre ich nicht in das jeweilige Büro. Kommentarlos. Dann geht es mit der Zahlung oft auch ganz schnell.

    Ich arbeite auch mit unterschiedlichen "Kreditrahmen", bevor es zu Konsequenzen kommt. Mit der Zeit lernt man seine Pappenheimer ja kennen und weiß, was die noch stemmen können und was nicht.

    Nur gegen ein Argument bin ich (mittlerweile) völlig taub: "Ich zahle, wenn der Kunde gezahlt hat." Da lautet meine Antwort grundsätzlich: "Dann komme ich demnächst auch erst, wenn der Kunde gezahlt hat."
    Wird ja nunmal auch gerne versucht.
    Mir wollten auch schon mehrere Leute erklären, daß sie mich für den Job XY nicht bezahlen könnten, da ihr Kunde in die Insolvenz gegangen ist und sie nun für den Job einen Forderungsausfall haben. Das kam auch mit großer Selbstverständlichkeit: "Natürlich kann ich dich doch nicht für einen Job bezahlen, für den ich selber kein Geld bekomme. Wo kommen wir da hin?"
    Da streike ich. Klar, ich trage auch ein unternehmerisches Risiko, aber mir reicht es, meins zu tragen. Da muß ich mir nicht noch das meiner Auftraggeber aufladen.

    Das sind aber alles Erfahrungswerte, die man im Laufe der Zeit ansammelt. Die meisten jungen Freelancer, die als frischgebackene Fachkräfte gerade aus der Ausbildung auf den Markt geworfen werden, haben diese Erfahrungen nicht. Darauf werden sie auch in der Ausbildung nur unzureichend vorbereitet. Ebensowenig, wie sie vernünftige Kalkulationen lernen.
    So hat man dann Leute, die einen "Schein" haben und dazu noch günstig und bequem sind. Das macht es unter Umständen für die anderen etwas schwieriger.

    Viele Grüße

    Rotti

  • Aus dem Warnungen-Brett

    • rotti
    • 12. Februar 2008 um 15:46
    Zitat von "G.Sanner"

    Wenn man sich nicht sicher ist gibt es eben Vorkasse, wer sowieso nicht bezahlen will springt dann gleich ab.

    Das mag vielleicht für Verleiher gelten, aber wie sieht es mit Freelancern aus? Ein Freelancer, der bei Neukunden auf Vorkasse besteht, hat doch in der Regel sehr viel Freizeit. ;)

    Deshalb lese ich die Warnungen auch mit viel Interesse. Ich leiste mir zwar auch den Luxus der Creditreform-Mitgliedschaft, aber das ist auch kein Allheilmittel. Es gibt schon genug Strategen, die theoretisch eigentlich keine Firma mehr unterhalten dürften, aber es läuft über Strohmänner, die eine saubere Schufa-/Creditreform-Akte haben, weiter. Die Methoden bleiben aber die selben.

    Die Creditreformauskunft bleibt auch oft relativ lange sauber, weil viele Freelancer sich sehr lange hinhalten lassen oder auch mal den einen oder anderen Forderungsausfall hinnehmen, ohne etwas zu unternehmen.

    Alleine deshalb setze ich die Creditreform auch grundsätzlich auf jede lange verschleppte Rechnung an und wenn es nur um 250,-€ geht.

    Zitat

    Ich glaube das die Leute die im Forum warnen sich mehr ueber ihren eigenen Fehler aergern als ueber die Person die nicht liefert oder zahlt.

    Mag sein. Ich glaube auch, daß es bei den meisten Beiträgen eher darum geht "dem Betrüger das Handwerk zu legen", wenn aber dadurch andere vor Fehlern bewahrt werden, warum nicht? ;)

  • DIE HÄRTESTEN SPRÜCHE DIE EIN PA TECHNIKER

    • rotti
    • 11. Februar 2008 um 12:47

    Hier mal einen Bericht über die Mutter aller Fehlbuchungen:

    Es ist jetzt ca 8 Jahre her. Ein Tontecki und ich fuhren zu der Zeit oft mit einer Variete-Truppe. Es war ein sehr modernes Variete. Die Nummern waren oft sehr laut und eben auch schräg. Es gab:
    1) Einen englischen Clown, der als Putzfrau verkleidet zwischen den einzelnen Nummern irgendwelche üblen Dinge macht. Ein Schrubber mit einem ca 6 Meter langem Teleskopstiel und ein sehr nasser Aufnehmer spielte dabei eine entscheidende Rolle. Irgendwann flog der Aufnehmer immer in das Publikum.
    2) Ein Gruppe Stelzenläufer, die als Ausserirdische verkleidet eine sehr schöne Akrobatiknummer boten (Musik recht technolastig)
    3) einen Stuntclown, der z.B. damit begann, daß er auf Inline-Skates mit einer funktionierenden Jetdüse auf dem Rücken durch die Halle schoss.

    Und vieles in der Art mehr. Der technische Aufwand war auch nicht gering. Viele große Lautsprecher und einige Lampen/Wackellampen.

    Nun gut...mit dieser Truppe hatten wir eine Buchung in Schneverdingen (Lüneburger Heide). Wir wußten nur, daß es eine kleine Stadthalle sein soll und wir die komplette Technik mitbringen. Also fuhren Christoph und ich morgens mit dem LKW los. Gegen Mittag kamen wir an der Halle an. "Kleine Stadthalle" war noch übertrieben. Es handelte sich um ein hübsches Gebäude aus rotem Backstein mit Reetdach. Mein Nachbarhaus ist deutlich größer. Uns kamen erste Zweifel. Nun gut....unerschrocken wie wir nunmal so sind, gingen wir in die "Halle". Die Dekoration war etwas...hmmm...volkstümlich. Lange Tischreihen Modell Kaffeefahrt, an den Wänden die Flaggen und Wimpel des örtlichen Schützenvereins und der Schreiber dieses Textes entdeckte auch noch diverse Hirschgeweihe (wußte gar nicht, daß die Viecher in der Heide leben).
    Das "Highlight" aber war der Bühnenhintergrund: Eine in Öl gemalte Heidelandschaft, stilistisch vergleichbar mit dem röhrenden Hirsch oder dem in Öl gemalten alten Mann mit Pfeife (je nach Region), den fast jeder schon in Opas Wohnzimmer gesehen hat. Gute 10m breit und 5m hoch. "Egal...kommt eh ein Vorhang vor", dachte ich und baute unbeeindruckt meine Traversen zusammen. Die Traversen wurden auf ihre Lifte gestellt und ich begann, den scharzen Bühnenvorhang, den wir wohlweisslich mithatten, an die Backtruss zu knoten.

    "Heeeeee, was machen sie daaaaaaa?", erscholl eine laute Stimme aus dem hinteren Teil der Halle. Im festen Glauben, daß die Tätigkeit der Vorhanginstallation eine unverfängliche sei, entschied ich mich zur gezielten selektiven Wahrnehmung, fühlte mich nicht angesprochen und ging zielstrebig meiner Tätigkeit nach.
    "Ich hab sie gefragt, was sie da machen", tönte die Stimme plötzlich ganz nah hinter mir. Ich drehte mich um und sah einen Mann hinter mir stehen. Graue Latzhose, grauer Kittel, hochroter Kopf mit grauen Haaren. Aha...ein Hausmeister. Ich kam also zu der Erkenntnis, daß die Frage des grauroten Mannes an mich gerichtet war. Also mußte ich seinen Wissensdurst stillen: "Ich hänge einen Vorhang auf", sagte ich ihm. Diese Antwort befriedigte ihn nicht. "Das geht nicht" meinte er. Da bereits ca 5m hingen war klar, daß er das nicht technisch meint, sondern einen anderen Grund hat. Na, der interessiert mich nun aber: "Wieso geht das nicht?", "Na, da sieht man doch das Bild nicht mehr". Ich erklärte ihm, daß das ja auch das Ziel der Übung wäre. "Wieso soll man das Bild denn nicht sehen?", "Weil die Künstler vor einem schwarzen Bühnenhintergrund auftreten wollen. Das Bild ist...nun ja...nicht so passend". "Nicht passend? Wissen sie, was das gekostet hat?" Hmm, da ich mit der Kunstform der naiven Landschaftsmalerei nicht vertraut bin, wusste ich es natürlich nicht, erklärte ihm aber, daß es für mich auch nicht von Bedeutung ist. Er merkte, daß der damals noch langhaarige Verschmäher von Heidelandschaften in Öl sich nicht von seinem Plan abbringen lassen würde und zog ab, allerdings nicht ohne mir zu erklären: "Wenn da etwas drankommt, müssen sie es bezahlen." Ich versprach, die Heidelandschaft nicht in eine Kraterlandschaft zu verwandeln.

    Ungestört konnte ich weiter mein Licht und Christoph seinen Ton aufbauen. Die Anzahl der Scheinwerfer sowie die Größe und Menge der Lautsprecher wurden zwar kritisch beäugt, aber der Hausmeister hielt sich bedeckt. Wahrscheinlich hatte er mal gelesen, daß man Verrückten nicht widersprechen soll.

    Irgendwann war ich dann soweit, daß ich meine aufgebaute Anlage auch in Betrieb nehmen wollte. Dazu ist Strom von großer Bedeutung. Da ich im näheren Umfeld der Bühne keinen 63er sah, mußte ich wohl oder übel den Graukittel fragen. Er zeigte mir eine Ansammlung von mehreren Schuko-Dosen. Ich blickte auf den großen roten Stecker in meiner Hand und sagte: "Nee...ich brauche sowas.". Nach einer mittellangen Suche war das Gewünschte dann auch zu finden. Allerdings natürlich nicht ohne den Kommentar, daß man sowas eigentlich nicht braucht.

    Da ich über eine gewisse Weitsicht verfüge, fragte ich, ob es in der Halle irgendwelche Feuermelder gibt, die auf meine Nebelmaschinen reagieren könnten.
    Er schaute mich an, als hätte ich ihn gerade um eine Axt gebeten, mit der ich das Bild von der Heidelandschaft bearbeiten wollte: "Feuermelder? Wollen sie hier etwa Feuer machen?" Ich erklärte ihm, die Sache mit dem Nebel und die Tatsache, daß es in der Show auch einen Feuerspucker gibt. Er quittierte dies mit: "Ach, machensewattsewollen." und zog kopfschüttelnd ab, allerdings nicht ohne zu brummeln: "Feuer...Nebel...sowatt hatten wa hier noch nie. Das tut doch nich Not"

    Kurze Zeit später trafen die Künstler ein. Robert, der Chef der Truppe sah beim Anblick der Halle genauso zweifelnd aus wie wir. Es kam aber noch besser:
    Ca eine Stunde vor Publikumseinlass wurden plötzlich tonnenweise Blumenkübel mit Heidekraut in die Halle gebracht. Der Trupp wurde angeführt von einer strengen Dame, die die erste Batterie Blumenkübel vorne auf der Bühne platzierte. Robert, Christoph und ich baten sie, das zu lassen. Die Diskussion dauerte etwas länger aber letztendlich verschwaden die Kübel und tauchten nur im Publikumsbereich wieder auf, der dadurch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Truppen-Übungsplatz bekam.

    Zum Publikumseinlass kamen aber keine Soldaten, sondern eine Legion von Rentnern. Irgendwann kam noch eine sehr volkstümlich gekleidete junge Frau dazu.
    Ein älterer Mann im Anzug kam auf unseren Regieplatz zu und stellte sich als Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins und als Veranstalter des Abends vor. Er wollte wissen, wie das mit der Musik aussieht und ob wir eine Band dabei hätten. Wir erklärtem ihm, daß die Musik während der Show von CD kommt. Er sagte: "Gut, dann haben sie bestimmt auch einen Walzer mit."
    "Eine Walzer? Nee."
    "Wir brauchen aber einen Walzer."
    "Wofür?"
    Er zeigt auf die junge Frau in ihrer sehr volkstümlichen Garderobe
    "Für die Heidekönigin. Die eröffnet den Abend mit einer Ansprache und danach tanzt sie einen Walzer. Dann könne sie loslegen"
    Wir erklärten ihm, daß wir nichts von einer Heidekönigen wissen, sondern nur von dem Variete.
    "Aber es ist doch ein Heideabend", behauptete er
    "Ein was???"
    Sichtlich erschüttert von soviel Unverständnis griff er in seine Tasche und holte eine Eintrittskarte heraus. Dort stand zu lesen: "Heimatlicher Heideabend. Für Ihre Unterhaltung sorgt *Name des Varietes*"...Oha.

    Irgendwie trieb man eine Walzer-CD auf und der heimatliche Abend konnte beginnen. Bis zu Beginn der Show gelang es mir nicht, die Bilder "Heideabend" und "Variete" übereinander zu bekommen. Dem Publikum gelang das auch während der Show nicht. Bei sehr vielen Leuten konnte man den Stimmungswandel an den Gesichtern ablesen:
    Erst selige Stimmung als die Heidekönigin zum Walzer übers Parkett schwebte, dann Verwunderung, später Schrecken und final Entsetzen oder auch Wut.
    Nach ca einer Stunde hatten Künstler, Techniker und das Publikum sich durch den ersten von zwei Teilen gequält.
    In der Pause kamen die gutmütigeren Vertreter zum Pult und meinten: "Na ja...ist mal was anderes", was im Wörterbuch Rentner<>Deutsch mit "Mann, ist das eine Scheisse" übersetzt wird.
    Aus einer größeren Gruppe kam ein sehr schlecht gelaunter Mann zu mir und fragte: "Wie geht das jetzt weiter? Bleibt das so schlimm?"
    Da ich wußte, daß im zweiten Teil die richtig krachigen Nummern sind und ich auch sehr ehrlich bin, lächelt ich ihn an und sagte: "Nein, das wird noch schlimmer.", worauf er zu seiner Gruppe zurückging und diese geschlossen den Saal verliess.

    Im zweiten Teil war die Halle merklich leerer...quasi halbleer. Es gab einen kleinen Teil, von Leuten denen es richtig gefiel. Oh je...die würden in Zukunft in dem Dorf nicht mehr viel zu sagen haben ;) . Der Rest blieb stur sitzen. Schliesslich hatte man ja bezahlt, dann muß man da durch :D .

    Immerhin wurden wir nicht mit Heidekraut beworfen, obwohl ich zwischendurch echt fürchtete, daß der Mob uns lyncht, mit Gehhilfen verprügelt und unsere Schädel zwischen den Hirschgeweihen an den Wänden landen. Als Warnung für zukünftige Künstler.

    Wir bauten jedenfalls schnell ab und machten, daß wir Schneverdingen verlassen.

  • Kommt vor? Künstler mit eigenen Ansichten zum Bühnenlicht!

    • rotti
    • 28. Oktober 2007 um 16:34
    Zitat von &quot;Jack&quot;


    Ich finde ei kurzes Telefonat oder mail direkt mit dem Künstler sehr klärend. Wll man Profi sein und seriös, sollte man so Unsicherheiten VOR dem Job aus dem Weg schaffen.

    Hallo,

    hierzu und zu den Fragen im Sinne von "Warum hattest du nicht noch dies oder jenes dabei?", kann ich nur sagen, daß ihr Stefan damit Unrecht tut.

    Ich hatte Ende letzten Jahres mit ihm zu tun. Da ging es um eine Show mit Burgerqueen, deren Lichti ich bin.
    Stefan hat sich im Vorfeld sehr engagiert darum gekümmert, wie man den recht umfangreichen Rider der Band in Hinsicht auf das Budget des Veranstalters und in den örtlichen Gegebenheiten umsetzen könnte.
    Die Kommunikation über diese Geschichten lief freundlich und professionell ab.
    Daher glaube ich nicht, daß man Stefan in dieser Hinsicht etwas vorwerfen kann.
    Gut...unsere Show kam nicht zustande. Das lag aber daran, daß der Veranstalter einfach kein ausreichendes Budget stellen konnte oder wollte und die Band zu dem Schluß kam, daß eine volle BQ-Show so nicht möglich wäre.
    Genau diese Verantwortung liegt auch bei den Künstlern: Sie müssen abwägen, wann die Abstriche zu groß werden. Daher hätte sich der Künstler vielleicht auch selber im Vorfeld schonmal Gedanken über seinen Rider machen sollen. Ebenso muß auch der Veranstalter gucken, ob er dem Künstler "seine" Show bieten kann.
    Es den örtlichen Verleiher ausbaden zu lassen geht nicht.

    Viele Grüße

    Rotti

  • Probleme beim DWG-Import in Wyg

    • rotti
    • 8. Oktober 2007 um 11:49

    Hallo,

    es ist jetzt sehr lange her und ich habe hier lange nicht mehr reingeschaut (sorry). Deshalb habe ich die letzte frage übersehen.
    Ich schreibe die Lösung jetzt mal hier rein, damit der nächste, der das Problem vielleicht hat, es über die Suche finden kann:

    In meiner CAD-Freeware hatte ich die verschiedenen Ansichten des Files in drei verschiedenen Reitern. Die Symbole sind innerhalb der reiter verlinkt. WYG müsste also auf mehrere Reiter zugreifen und das kann zumindest die Release 17 nicht. Daher muß man schauen, daß man erstmal alles auf einen Reiter bekommt:

    1. Den Reiter, in dem die komplette Zeichnung zu sehen ist aufrufen
    2. Alles Markieren (STRG+A)
    3. Ins Clipboard kopieren (STRG+C)
    4. Proge-CAD (oder andere CAD-Software) mit leerem File öffnen (oder Datei->neu)
    5. Zeichnung aus dem Clipboard einfügen (STRG+V)...Die komplette Zeichnung erscheint im ersten Reiter
    6. Speichern
    7. Gespeichertes neues File mit WYG öffnen (explode-do for all)
    8. Skalierung kontrollieren, nicht das die Halle plötzlich nur 4,5 meter klein ist ;)
    9. fertig

    Viele Grüße

    Rotti

  • Probleme beim DWG-Import in Wyg

    • rotti
    • 30. März 2007 um 23:22

    Hat sich erledigt.

    Vielen Dank an Markus für den netten und kompetenten Support. Sogar per Telefon.
    Alle Daumen hoch :wink:

  • Probleme beim DWG-Import in Wyg

    • rotti
    • 29. März 2007 um 13:40

    Hallo,

    ich habe gerade ein DWG-File von einem Architekten bekommen.
    Mit progeCADLT 2006 bekomme ich es anstandslos geöffnet, aber zur weiteren Bearbeitung brauche ich es in Wyg.
    Dummerweise bekomme ich aber nach dem Importieren in Wyg nur den Seitenrahmen mit den Infos des Architekturbüros angezweigt. Alle Anderen Elemente sind verschwunden. Die Layer sind aber alle da.
    Wyg scheint das komplette Gebäude nicht importieren zu können. Ich habe mal zum Testen versucht, das File wieder aus Wyg in DWG zu exportieren und die in Wyg nicht angezeigten Elemente sind dann auch nicht mehr vorhanden.

    Folgende Lösungsversuche habe ich unternommen:
    -Beim Import der Blöcke "explode" für alles aktiviert -> Fehlanzeige
    -"Convert to Library-Item" für alles aktiviert -> nun habe ich in meiner Library einen Ordner DWG, mit 2-dimensionalen Toiletten, Urinalen etc (die ich mir sogar anschauen kann), aber in der Zeichnung erscheint wieder nichts
    -Das Urspungsfile (ACAD2004) in ACAD2000-DWG und-DXF konvertiert -> immer noch das selbe

    Ich bekomme keine Meldungen über nicht importierbare Blöcke etc. Daher bin ich nun völlig ratlos, zumal das nicht das erste Mal ist, daß ich ein ACAD-File importiere.

    Ich benutze WYSIWYG Release 17 und, ja, es ist meine offizielle Version.
    Autocad habe ich nicht, sondern ich arbeite mit der Freeware-Version von progeCAD.

    Hat jemand eine Idee?

    Viele Grüße

    Rotti

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    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
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